Lebensmittellagerung - Speisekammer oder Kühlschrank?

Lebensmittellagerung in der Speisekammer: Was gehört hinein?

Wussten Sie, dass Tomaten, Erdbeeren und Südfrüchte im Kühlschrank ihr Aroma verlieren? Und das Kernobst am saftigsten bleibt, wenn es im Kühlschrank aufbewahrt wird? Früher wurden Kartoffeln in den Keller gebracht und  Äpfel ebenfalls. Wo sollen sie aber heute hin? Welche Lebensmittel kommen in die Speisekammer und welche in den Kühlschrank - hier geben wir Tipps, damit Ihre Lebensmittel länger frisch und lecker bleiben.

Speisekammer oder Kühlschrank: Wo lagern Lebensmittel am besten

Speisekammer: Was gehört hinein?

Jedes Lebensmittel wird am besten bei einer bestimmten Temperatur gelagert, um lange frisch und lecker zu bleiben. In der Speisekammer ist es dunkel und kühl. Allerdings nicht zu kühl, sodass es sich anbietet, hier Lebensmittel zu lagern, die kälteempfindlich sind und deshalb nicht in den Kühlschrank sollten. Auch für Lebensmittel, die nicht allzu schnell verderben oder gut konserviert sind, reicht die Speisekammer aus.

Eine kleine Hilfe ist es, gleich beim Einkauf im Supermarkt darauf zu achten, wie die Lebensmittel dort angeboten werden. Liegen diese im Kühlfach, sollten sie unbedingt auch zuhause gekühlt werden. Wenn sie nicht gekühlt werden, dann können sie in die Speisekammer, mit ein paar kleinen Ausnahmen.

Steinobst und Südfrüchte lagern

Steinobst wie Äpfel, Birnen, Kirschen und Nektarinen bleibt länger saftig und knackig, wenn es im Gemüsefach im Kühlschrank gelagert wird. Man kann diese Früchte natürlich auch in der Speisekammer aufbewahren, jedoch reifen sie dann nach und verlieren an Saftigkeit.

Bei Südfrüchten ist es genau umgekehrt, diese sollten auf keinen Fall in den Kühlschrank. Sie sind viel zu empfindlich und vertragen die Kälte nicht. Schnell verlieren sie an Aroma und sind nicht mehr so geschmackvoll. Auch Erdbeeren sollten nicht kalt gelagert werden, genauso wie frische Beeren.

Kartoffeln, Zwiebeln und Rüben lagern

Kartoffeln und Zwiebeln können gut in der Speisekammer gelagert werden. Das wichtigste ist, dass sie an einem dunklen Ort liegen, damit das Auskeimen verhindert wird. Denn um zu wachsen brauchen Pflanzen Licht. Kühl und dunkel halten sich Zwiebeln und Kartoffeln gut 2 Wochen. Kartoffeln können natürlich auch noch gegessen werden, wenn sie kleine Triebe haben. Allerdings sollten die Kartoffeln dann gut geschält werden, da sich in den Trieben Solanin ansammelt. Solanin ist giftig und wird von der Kartoffel auch nach der Ernte weiter gebildet, so auch beim Lagern. Kocht man die frisch geschälten Kartoffeln, ist der Gehalt gering und unbedenklich. Rüben hat man früher in feuchtem Sand eingebuddelt. Das ist etwas unpraktisch heutzutage. Hier kommt es darauf an, wie schnell das Wurzelgemüse verzehrt wird. Sie können gut im Kühlschrank gelagert werden oder in der Speisekammer.

Tomaten lagern

Tomaten sollten auf keinen Fall in den Kühlschrank, sondern in der Speisekammer gelagert werden, denn ihr Aroma ist so empfindlich wie auch das von Südfruchten, sodass Tomaten im Kühlschrank ihren Geschmack verlieren.

Was gehört noch in die Speisekammer

Nudeln, Reis und Instantprodukte gehören in die Speisekammer. Auch Geschlossene Einmachgläser, Konserven, Getreide und Mehl lassen sich hervorragend in der Speisekammer lagern, sowie auch Tee und Kaffee. Allerdings sollten Getreide, Mehl, Tee und Gewürze nicht in Vergessenheit geraten und eventuell von Zeit zu Zeit entsorgt werden. Denn in diesen Lebensmitteln fühlen sich Lebensmittelmotten sehr wohl. Hat man die kleinen Tierchen erst einmal in der Speisekammer, bekommt man sie nicht so leicht wieder weg.

 

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