Jetzt ist Matjeszeit!


Was macht man nun mit dem Matjes?

Wässern ist eigentlich unnötig, weil der Salzgehalt dank moderner Kühltechnik heute sowieso schon niedriger ist. Kurzes Abbrausen und Trockentupfen genügt völlig.
Will man ihn einlegen, dann bekommt dem Matjes ein ca. einstündiges Bad in Milch, Kefir oder Buttermilch und macht den Geschmack milder. Ganz besonders zu empfehlen bei in Öl eingelegten Filets, die oft sehr salzig sind

Was man mit dem Matjes macht, ist in Norddeutschland jedem bekannt. Entweder man verspeist ihn mit frischen Zwiebelringen auf Schwarzbrot, oder es gibt Matjes mit Bohnen und Speck:

  • 500 grüne Bohnen
  • 150 ml Fleischbrühe oder gesalzenes Wasser
  • 20 g Butter
  • Salz, Pfeffer, Bohnenkraut
  • 150 g durchwachsener Speck
  • 2 Zwiebeln in feine Ringe geschnitten

    Die Matjesfilets wässern und abtropfen lassen. Je zwei Filets auf einem Teller anrichten und die Zwiebelringe darauf verteilen. Butter in einem Topf zerlassen, die Fleischbrühe erhitzen und hinzufügen. Salzen, pfeffern, Bohnenkraut zugeben und die Bohnen darin etwa 15 Minuten garen. In der Zwischenzeit den Speck würfeln und in einer Pfanne anbraten. Bohnen abgießen, auf die Teller geben und den Speck darüber streuen. Dazu passen Pellkartoffeln.

    "Du kannst de Matjes blank laten oder in Suur leggen. Dat sünd de to'n Middag-Eten mit Soltkantüffeln, Pellkantüffeln, ok Swattbroot oder Toost dorto - un Beer um Kööm" – so zu lesen in einem Gedicht der norddeutschen Schriftstellerin Waltraud Bruhn.


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    Artikel vom 08.06.2004
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