Über die Herkunft des Namens "Matjes" gibt es verschiedene Geschichten. Sprachwissenschaftlich betrachtet könnte maagdelijk (holl. jungfräulich) oder auch meisje (Mädchen) Pate gestanden haben. Die Holländer selbst jedoch verwenden den Begriff kaum, sondern legen ihn deutschen Touristen in den Mund, die beim Anblick dieser Spezialität laut "Maaaathjes" gerufen haben sollen. Und „Maagdekensharing“ heißt einfach soviel wie "Jungfernhering".
Fest steht: So variantenreich die Anekdoten darüber ausfallen, so vielseitig lässt sich der junge Hering auch zubereiten.
Bereits im 18. Jahrhundert lieferten die Holländer den Matjes in Fässern nach Deutschland. Emden, Glückstadt und Bremen-Vegesack entwickelten sich in der Folge zu bedeutenden Matjes - Umschlagplätzen.
Die Matjessaison startet im Mai nach der Matjes-Auktion im holländischen Scheveningen. Diese Auktion hat Tradition und ist ein großes gesellschaftliches Ereignis. Dementsprechend sind die erzielten Beträge bei der Versteigerung des ersten Fanges der Saison – in diesem Jahr sollen 9.000 € gezahlt worden sein – für nicht mal 10 Matjesheringe.
Die Königin bekommt übrigens stets am letzten Maiwochenende das erste Fässchen Matjes der neuen Saison überreicht.
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