Ganz entscheidend beim Kauf eines Olivenöls sollte der Blick auf das Etikett sein.
Grundsätzlich ist es so, dass alle nativen Olivenöle Extra zur besten Güteklasse gehören, wobei dies keine Wertung der Olivenölverordnung ist, sondern sich lediglich auf die korrekte Herstellung bezieht. So gibt es in dieser Kategorie noch wesentliche Qualitätsunterschiede. Hier ist ein Blick auf das Etikett hilfreich. Ein gutes Olivenöl enthält auf dem Etikett folgende Hinweise: Name des Produzenten und das Anbaugebiet, sprich „Produziert und abgefüllt von xy in z“. Sind diese Angaben nicht zu finden, handelt es sich mit Sicherheit um einen Blend (Mischung) aus einem oder gar mehreren Ländern. Diese Blends haben dementsprechend wenig eigenen Charakter und schmecken immer gleich. Unerlässlich sind auch Erntejahr und Zeitpunkt der Abfüllung bzw. Mindesthaltbarkeit. Wünschenswert ist die Nennung der Olivensorte. Spitzenprodukte findet man vorwiegend in Feinkostläden, bei Weinhändlern, direkt beim Hersteller oder einem Händler im Internet, z.B. bei unserer Ölexpertin Nicole Pirpamer unter www.gutes-olivenoel.de.
Preisunterschiede
Ein Produkt, bei dem bis zu 80 % der Kosten durch Handarbeit bei Ernte und Baumpflege entstehen, kann nicht im Supermarkt für drei Euro zu haben sein. Mit Olivenöl ist es wie mit Wein: Das Gebiet, die Lage, die Erntemethoden und natürlich die produzierte Menge bestimmen den Verkaufspreis. Viele native Olivenöle werden deshalb auch unter Preisgesichtspunkten gemischt und kommen als Mittelmeer- oder EU-Blend auf den Markt. Je enger das Anbaugebiet eingegrenzt ist und je mehr die Verbraucher die dort geleistete Verarbeitung schätzen, desto höher kann der Preis ausfallen, besonders, wenn das Öl auch noch einen besonderen geschmacklichen Wert und Charakter hat. Die Preise für ein gutes Öl belaufen sich im Schnitt auf 12-13 Euro, pro halben Liter, es gibt aber durchaus auch Ausnahmen, die etwas preisgünstiger (um 10 Euro) oder auch erheblich teuer sind (bis 20 Euro pro halben Liter).
Verwendung
Ein gutes Olivenöl ist mehr als nur irgendein Öl – es ist vor allem Würze und Geschmacksträger. Man kann mit ein paar Spritzern eine frisch gebackene Pizza verfeinern, eine Minestrone aufwerten oder einem Mozarella zu mehr Geschmack verhelfen. Olivenöl passt zu vielen Zutaten, allem voran Fisch, Fleisch, Gemüse und nicht zu vergessen natürlich Salaten. Und auch wenn man es sich (noch) nicht vorstellen kann, sogar viele Obstsorten harmonieren mit einem guten Öl!
Tipp: Auf der nächsten Seite erfahren Sie, wie Ihre persönliche Olivenölverkostung zelebrieren können, selbstverständlich mit drei außergewöhnlichen Rezepten!
Und ja, sie können auch mit Olivenöl braten! Olivenöl ist bis 180°C erhitzbar und eignet sich zum sanften Anbraten hervorragend. Doch auch hier sollten Sie lieber zu einem besseren Öl greifen, denn schließlich ist es Geschmacksträger und beeinflusst den Gout der gegarten Speise stark.
Lagerung und Haltbarkeit
Meist ist Olivenöl in dunklem Glas erhältlich, was der Haltbarkeit schon wesentlich entgegen kommt, denn es sollte immer dunkel gelagert werden. Die optimale Lagertemperatur beträgt zwischen 14°C und 18°C. Ein ungeöffnetes Öl lässt sich mindestens 18 Monate aufbewahren, das Haltbarkeitsdatum auf dem Etikett gibt jedoch eine ganz genaue Auskunft. Angebrochene Öle sollten innerhalb von zwei Monaten verbraucht werden. Je weniger Öl sich in der Flasche befindet, umso schneller sollten Sie es verwenden.
Wer es genauer wissen möchte, auf den Seiten der Ölhändlerin Nicole Pirpamer www.gutes-olivenoel.de finden Sie viele weitere interessante Infos zum Thema!

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