Pfannkuchen, Crêpe und Co.

Eierkuchen - vielfältig und lecker

Als süßes oder herzhaftes Frühstück, als Hauptspeise, Snack oder Dessert – die Pfannkuchen-Familie hat unzählige Zubereitungsvarianten zu bieten!

Pfannkuchen und Crêpe

Viele Namen gibt es für die appetitlichen Eierpfannkuchen: Blini, Palatschinken, Crêpe, Crespelle, Pfannkuchen, Eierkuchen, Plinse, Pancake und noch einige mehr. Allen gemein ist die einfache und schnelle Zubereitung aus den Hauptzutaten Mehl, Eier und Milch. Regional kann die Zusammensetzung der einzelnen Bestandteile aber mengenmäßig variieren, sodass die Teigfladen unterschiedlich groß und beliebig dick sind. Variationsmöglichkeiten gibt es zudem durch die Verwendung verschiedener Mehlsorten oder auch Milchprodukte, wie Quark, Buttermilch sowie Sahne.
Die in der Pfanne ausgebackenen Kuchen werden jedoch besonders geschätzt, weil sie durch süße als auch herzhafte Füllungen und Beläge zu jeder Tageszeit passen. Nach Belieben heiß oder kalt schmecken sie zum Frühstück, als Vorspeise, als Hauptgericht oder Dessert, als Snack zwischendurch oder zum Kaffee gleichermaßen. Und wer denkt, die runden Eierkuchen sind doch langweilig, der kann sich auf den nächsten Seiten eines Besseren belehren lassen, denn Pfannkuchen sind nicht nur ein Gaumenschmaus, sondern gerollt, zweimal gefaltet oder geklappt auch eine richtige Augenweide!

Pfannkuchen:

Unter einem „Berliner“ Pfannkuchen versteht man im Norden und Westen Deutschlands eine Art Krapfen und nennt ihn ganz einfach „Berliner“, ein Pfannkuchen ist eine flache Eierspeise aus Mehl, Ei und Milch, die gerne zum Frühstück oder als süßer Abschluss gegessen wird. In und um Berlin herum ist ein Pfannkuchen das runde Karnevalsgebäck, Eierkuchen, Plinsen oder Eierpuffer wird regional der flach in der Pfanne ausgebackene Teig genannt.
Die Herstellung der Eierspeise ist trotz der Namensunterschiede in allen Fällen gleich, viel Mehl damit sie fest und dick werden, dafür weniger Ei, als z.B. beim Crêpe.
Pfannkuchen werden ganz einfach mit Zucker und Zimt oder mit Apfelmus gegessen, vielerorts auch gerne mit Früchten belegt oder mit Kompott verzehrt. Herzhafte Versionen enthalten meist Speck, Käse und Ei, auch Pizzaähnliche Beläge sind möglich.

Palatschinken:

Palatschinken ist von der Sache eigentlich dem Pfannkuchen sehr ähnlich, aber meist ist die österreichische Variante, die ihren Ursprung in Ungarn hat, ein wenig dünner und wird am liebsten gefüllt gegessen. Eine traditionelle Füllung ist ein Rosinenquark, doch auch andere Crèmes sowie Eis werden gerne in Palatschinken versteckt und aufgerollt. Würzige Füllungen können sein: Hackfleisch, Käse, Gemüse oder Fisch.
Besonders schön sieht Palatschinken aus, wenn der flache Kuchen aufrollt und schräg aufgeschnitten wird! Dies gilt selbstverständlich auch für Pfannkuchen, Eierkuchen, Crêpe oder die italienischen Crespelle!

Crêpe:

Sie sind die französische Variante unserer Pfannkuchen allerdings um einiges dünner, ein guter Crêpe ist hauchdünn. Crêpe enthalten im Vergleich zu unseren Eierkuchen mehr Milch und dafür weniger Mehl, so erhält man einen flüssigen Teig, welcher sich wunderbar durch leichtes schwenken in der ganzen Pfanne ausbreiten kann. Ein Crêpe wird zweimal geklappt, einmal zur Hälfte und noch einmal zu einem Viertel. Der bekannte Crêpe Suzette erhält am Ende ein paar Spritzer Grand Marnier, einen Orangenlikör, und wird anschließend flambiert.
Die herzhafte Variante des Crêpe wird in Frankreich übrigens Galette genannt und am liebsten mit Streukäse oder Rührei und Schinken gefüllt gegessen.
Wie Sie einen Crêpe in der Pfanne ganz einfach zubereiten (ein Crêpegerät mit einer gusseisernen Platte hat nun mal nicht jeder zuhause), zeigt Ihnen Carsten Dorhs im Video „Crêpe mit heißen Birnen“!

Pancake:

Ein Pancake ist die amerikanische Version unter den Eier- oder Pfannenkuchen. Ein Pancake ist mit bis zu einem Zentimeter Dicke wohl die massigste Variante, dafür sind die runden Fladen kleiner im Durchmesser. Am liebsten werden die luftigen Kuchen mit Ahornsirup gegessen, aber auch Früchte und Schokoladencrèmes und –saucen sind geschätzte Begleitungen des Pancake.
Sowohl in England als auch in Teilen Amerikas wird der Karnevalsdienstag auch Pancake Day genannt. Traditionell sollen, ähnlich wie bei uns, an diesem Tag alle Süßspeisen aufgegessen werden, da am Aschermittwoch die Fastenzeit beginnt. Da der Pancake eines der beliebtesten Süßspeisen zum Frühstück ist, wird am Pancake-Day noch einmal kräftig zugelangt!

Crespelle:

Im Grunde spricht man in Italien auch von einem Crêpe (Crêpe Franchese), wobei man sich dabei auf den süßen Pfannkuchen bezieht, der mit Nutella oder Marmelade gereicht wird. Der eigene italienische Pfannkuchen heißt "Crespelle". Dabei geht man eher von einem herzhaften Gericht aus, denn die Crespella wird mit Schinken, Pilzen, Käse, Tomate, Spargel, Spinat oder Ricotta gefüllt und aufgerollt und gerne auch mit viel Sauce (z.B. Bechamel) serviert oder überbacken. Von der Konsistenz und der Dicke ähnelt die Crespella eher dem französischen Crêpe als einem deutschen Eierkuchen, wird aber bevorzugt als Vorspeise genossen.

Blini:

Die russischen Pfannkuchen sind den ostdeutschen „Plinsen“ recht ähnlich, denn sie werden, anders als die restlichen Eierkuchen, mit Hefe gemacht. Satt Weizenmehl wird für Blinis gerne Buchweizenmehl verwendet, Plinsen können Quark oder Buttermilch enthalten. Während Plinsen am liebsten mit Zucker und Zimt bestreut oder mit Kompott auf den Tisch kommen, bevorzugt man in Russland seine Blinis bestrichen mit Butter oder mit Schmand und Fisch gefüllt. Auch Kaviar darf auf einem würzigen Blini nicht fehlen und somit wird aus einem einfachen Eierfladen eine feine Vorspeise!