Marzipan: Süßes aus Rosenwasser, Mandeln & Zucker

Marzipan: Orientalischer Hochgenuss unterm Tannenbaum

MarzipanMarzipan ist eine feine Masse aus Mandeln, Zucker und Rosenwasser. Die Herkunft allerdings ist geheimnisvoll und von vielen Legenden umgeben. Auch wenn sich Lübeck und Venedig um die Ehre streiten, Marzipan kommt ursprünglich aus dem Orient, vermutlich aus Persien. Hier gab es die Zutaten, die man für diese süße Nascherei benötigte: Mandeln, Zuckerrohr für den Zucker und duftende Rosen für das Rosenwasser.

Zu uns kam das Marzipan über Genua und Venedig auf dem Seeweg mit großen Schiffen, die auch kostbare Gewürze, Seide und Zucker aus dem Orient geladen hatten. Über den Landweg ging es dann weiter, z. B. nach Wien, wo die Hofdamen von dieser Leckerei mindestens genauso begeistert waren, wie die Haremsdamen im fernen Orient. Deshalb hieß diese köstliche Süßigkeit auch lange Zeit „Haremskonfekt“.

Marzipantorte, Cupcakes & feines mit Marzipan

Marzipan ist bei uns vor allem zur Adventszeit und an Weihnachten beliebt: ob Marzipantorte, Dominosteine, Cupcakes, Marzipan Plätzchen oder natürlich auch der Weihnachtsstollen. Verbreitet ist auch traditionsreicher Baumkuchen oder die bekannten Mozartkugeln - Marzipan darf hier natürlich nicht fehlen. Dabei ist die süße Masse nicht nur lecker, sondern lässt sich auch zu wunderschöner Deko formen. Mit ein bisschen Lebensmittelfarbe und Fantasie lassen sich viele kreative Deko-Elemente formen, wie zum Beispiel kleine Marzipanmöhrchen für die Möhrenkuchen-Deko.

Feine Medizin: Marzipan

Marzipanrohmasse Die Herstellung von Marzipan war früher allein den Apothekern vorbehalten. Der Grund dafür war, dass man dieser Mischung heilende Kräfte zuschrieb. Wöchnerinnen bekamen Marzipan, damit sie nach der Geburt ihres Kindes schneller wieder zu Kräften kamen, gegen Herzdrücken und Magenprobleme sollte es angeblich ebenfalls helfen. Leisten allerdings konnten sich die wenigsten Menschen diese süße „Medizin“ aus den kostbaren Zutaten. Das änderte sich, als Anfang des 19. Jahrhunderts aus der Runkelrübe die Zuckerrübe gezüchtet wurde und bald darauf Zucker zur „Volksnahrung“ wurde und damit seine Exklusivität verlor. Es dauerte nicht lange und Marzipan wurde von den Köchen und Konditoren - denjenigen, die sich auch Mandeln leisten konnten, - hergestellt. Das Rosenwasser konnte man notfalls selbst mischen. Heute ist es ganz einfach, Marzipan selber zu machen.

Am Berühmtesten ist wohl das Lübecker Marzipan. Erstmals wurde schon 1407 Marzipan im Zusammenhang mit Lübeck erwähnt, ebenso mit Königsberg. Seit 1806 gibt es in Lübeck eine der bekanntesten Marzipan-Manufakturen, deren Rezept bis heute ein gut gehütetes Geheimnis ist. Immerhin entscheidet das Verhältnis von Mandeln und Zucker erheblich über die Qualität und je höher der Anteil der Mandeln ist, desto hochwertiger ist das Marzipan.

Köstliche Kraftnahrung

Bestes Marzipan ist echte Kraftnahrung. Die feine Mandelmasse enthält mindestens 10 Prozent vollwertiges Eiweiß, 38 Prozent Kohlenhydrate, 28 Prozent Mandelöl, 6 Prozent wichtige Ballaststoffe und 1,5 Prozent wertvolle Mineralien, wie Magnesium, Eisen und Zink. Zudem ist Marzipan frei von Cholesterin. Und: Das Mandelöl ist durch seine ungesättigten Fettsäuren sogar ein Pluspunkt für den Cholesterinspiegel. Das ist doch ein guter Grund, in der Weihnachtszeit hin und wieder mit Genuss das eine oder andere Stück köstliches Marzipan zu naschen, denn Marzipan gehört nun mal zum Weihnachtsfest wie die Kugeln an den Christbaum.

Feine Kaffeebegleiter

MarzipanGanz toll passt die raffinierte Süßigkeit zum Adventskaffee - Kekse, Kuchen und Torten erhalten durch den feinen Marzipangeschmack erst ihr besonderes Aroma. Aber auch als kleines Mitbringsel oder selbst gemachtes Geschenk sind Leckereien aus Marzipan ideal. Wer nascht nicht gerne die kleinen, handlichen Marzipankartoffeln im duftenden Kakaokleid, Marzipanbrote mit Nüssen, Mandeln, kandierten Früchten und Marzipan-Konfekt!? Wer sein Marzipan lieber nicht verschenken möchte, legt sich die leckeren Naschereien einfach selbst auf den Weihnachtsteller! Tolle Rezepte finden Sie übrigens auf der nächsten Seite!

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