Wintergemüse: Sellerie, Möhre, Schwarzwurzel & Co

Pastinaken

PastinakenIn Feinschmecker-Restaurants sind sie seit längerem wieder aufgetaucht, diese Wurzeln, die man früher auch "Hammelmöhren" nannte, die aber ganz anders, viel würziger, schmecken als Karotten, aber eng mit ihnen verwandt sind. Pastinaken sind extrem winterhart und können auch bei Frösten im Beet bleiben. Sie brauchen sogar Frost, um ihr volles Aroma entfalten zu können.

Pastinaken haben eine lange Geschichte

Unsere Urahnen haben sie schon geschätzt und sie galten mit Recht als Heilpflanzen, und lange Zeit waren sie, zusammen mit Karotten, ein Lieblingsgemüse der Deutschen, vor allem im Rheinland. Der Kartoffelanbau verdrängte sie dann fast völlig.

Wertvolle Kohlenhydrate (bis zu 18 Prozent, reichlich herzschützendes Pektin), mäßig Vitamin-B-Komplex und C, aber viel Kalium, Kalzium, Magnesium und Phosphor, dazu extrem viel ätherisches Öl, reichlich Ballaststoffe; das macht die Pastinake für uns zu einem gesunden Gemüse. Das Hauptöl der Pastinake hat Ähnlichkeit mit dem Kümmelöl Carvon und die gleiche Wirkung: Es lindert Magen- und Darmbeschwerden, regt die Verdauungstätigkeit an und erleichtert die Atmung, stimuliert auch das Nervensystem.

Es lohnt sich, sie zu Hause in Gemüseeintöpfe zu geben, dann blähen diese weniger. Auch geraspelt in Salaten schmecken sie sehr gut. In einigen Restaurants werden sie heute ( ca. 40 Minuten bei 200 bis 250 Grad) im Ofen gebacken und zum Beispiel mit Sahnemeerrettich serviert. Man kann sie aber auch, dünn geschält und in zwei Millimeter dünne Scheiben geschnitten, mit etwas Öl in die Pfanne geben und wie Bratkartoffeln zubereiten. So schmecken sie zu Fisch oder Fleisch oder Eiern gleich gut.

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