Wintergemüse

Artikel vom 20.01.2004

Möhren


Die Möhren oder Mohrrüben, auch Wurzeln, Karotten oder Rübli (in Süddeutschland) genannt, sind in Deutschland nach wie vor das beliebteste Wurzelgemüse, das auf unseren Märkten ganzjährig angeboten wird.
Der Unterschied zwischen Möhren und Karotten ist eine reine Formsache: Karotten, so heißen oft die frühen, kleinen Möhrchen, sind kurz und stumpf, Möhren dagegen länglich -schmal.


Ansonsten werden die verschiedenen Sorten nach ihrer Reifezeit eingeteilt: die Treib- und Frühmöhren (meist in Karottenform), die Sommer- und Herbstmöhren in Zylinderform sowie die Spät- und Lagermöhren in Kegelform.
Dank der guten Lagerfähigkeit kann das gesunde Gemüse zu jeder Jahreszeit auf den Tisch kommen. Möhren schmecken immer. Kinder mögen sie genauso wie ausgemachte Feinschmecker oder Rohkostliebhaber. Darüber hinaus ist das Gemüse aufgrund seiner guten Verträglichkeit auch für Schonkost geeignet.
Der hohe Karotingehalt der vitaminreichen Möhren macht diese Wurzel besonders wertvoll. Karotin ist eine Vorstufe des Vitamin A, wichtig für die Sehkraft und zur Blutreinigung. Auch bei Kreislaufstörungen und Magenleiden wirkt Karotin mildernd.
Die Möhre besitzt unter allen Gemüsearten den weitaus höchsten Karotingehalt, in dieser Beziehung wird sie im tierischen Bereich nur noch vom Lebertran und der Rinderleber übertroffen. Karotinoide (sind z. B. in allen rot- gelben Gemüsearten sichtbar) zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen, die vom Menschen in erster Linie als Farb-, Duft- oder Aromastoffe wahrgenommnen werden. Sie dienen u. a. als Boten- und Abwehrstoffe und einige von ihnen üben im menschlichen Körper eine Schutzfunktion für die Gesundheit aus.

Ganz wichtig bei der Zubereitung von Möhren: Immer etwas Fett (Sahne, Öl oder Butter) zugeben, denn das Provitamin A ist nur in Fett löslich und nur so kann der Körper das Karotin aufnehmen und verwerten.

Möhren schmecken roh geraspelt, mit Zitronensaft und Zucker angemacht, zu Saft ausgepresst, gekocht, geschmort, blanchiert und eingelegt. Sie lassen sich ausgezeichnet mit vielen anderen Gemüsearten kombinieren, z. B. Erbsen, Pilzen, Rosenkohl oder Zwiebeln. Wie kaum ein anderes Gemüse besitzt die Möhre einen so ausgewogenen fein-süßen Geschmack, dass sie sich sowohl in scharfe Pickels als auch in süße Torten harmonisch einfügt. Geröstet rundet sie einen Bratenfond aromatisch ab, roh geknabbert vermittelt sie einen Hauch von Mandel.

Karottenkuchen mit Vanillesahne
  • 3 Eier
  • 1 Eigelb
  • 125 g Zucker
  • 200 g feingeraspelte Karotten
  • 50 g Puderzucker
  • abgeriebene Schale von 1 Zitrone
  • 15 ml Kirschwasser
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 50 g grob gehackte Walnusskerne
  • 80 g Mehl
  • 40 g Speisestärke
  • 5 g Backpulver
  • 100 g flüssige Butter

    Glasur:
  • 125 g Aprikosenkonfitüre
  • 150 g Puderzucker
  • 2 EL Zitronensaft

    Zum Garnieren:
  • 200 ml Sahne
  • 1 Vanillezucker

    Eier, Eigelb und Zucker in einer Metallschüssel über einem 80 Grad C heißem Wasserbad schaumig schlagen. Aus dem Wasserbad nehmen, mit Rührgerät kalt, fest und schaumig schlagen. Backofen auf 175 Grad C vorheizen. Karotten mit Puderzucker, Mandeln, Zitronenschale, Kirschwasser und Walnusskernen vermengen, unter die Eiermasse heben. Mehl, Stärke und Backpulver vermischen, unter die Masse arbeiten. Die ca. 40° C warme Butter untermengen.
    Eine Form (26 cm Durchmesser) ausbuttern und -bröseln. Teig einfüllen, 30 Min. auf mittlerer Schiene backen. Kuchen aus der Form nehmen, auskühlen, mit aufgekochter Aprikosenkonfitüre bepinseln und mit Zuckerglasur bestreichen. Sahne mit Vanillezucker aufschlagen und den Kuchen garnieren.
  • Mehr Möhren Rezepte finden Sie in unserer Datenbank.

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