Rettichsorten gibt es unzählige - schwarz- und weißschalige, die sich in verschiedenen Formen und Größen unterscheiden. Der kleinste Rettich ist das rote Radieschen, die Zwergform des Rettichs sozusagen.
Rettiche sind scharf - würzig im Geschmack und der schwarze Herbst- oder Winterrettich übertrifft darin alle sein Geschwister. Er sieht den bekannten Retticharten gar nicht ähnlich, eher könnte man ihn für eine kleine Rübe halten mit seiner dunklen Schale.
Rettiche wurden schon vor mehr als 3000 Jahren in China angebaut und im alten Ägypten war Rettich, neben Zwiebeln und Knoblauch, sehr beliebt. Vor allem wegen des unkomplizierten Anbaus und seiner heilenden Wirkung. Auch die Griechen und Römer kannten den Rettich und die Römer brachten ihn über die Alpen nach Germanien, wo er schnell heimisch wurde und hervorragend wuchs.
Besonders der Winterrettich gilt in der Volksmedizin als Helfer bei Gallen- und Leberleiden, bei Erkrankungen der Atemwege und bei Rheuma.
Schon im alten Germanien war Rettichsaft mit Honig DAS Heilmittel bei Husten und Heiserkeit in der kalten Jahreszeit. Daran hat sich bis heute nichts geändert, auch bei uns ist Rettichsaft ein bekanntes Hausmittel.
Rettiche enthalten viel Vitamin C, Mineralstoffe und vor allem Senföle, die eine antibiotische Wirkung haben - sie riechen zwar nicht gut, aber gesund sind sie und das ist die Hauptsache. Auch hier ist der Winterrettich besonders begünstigt.
In der Naturheilkunde hat der frische Rettichsaft einen festen Platz, auch bei Verdauungsproblemen, Entwässerung, zu hohem Cholesterin und manch anderem mehr.
Rettich wird meist roh, gerne zu einem Butterbrot, gegessen. Gibt man Salz dazu “schwitzt” er einen Teil seiner Schärfe aus. Deshalb sollte man, wenn man Rettich oder Rettichsaft als Hausmittel verwenden will, kein Salz dazu geben sondern etwas Zucker oder besser Honig.
Gekocht und püriert ergibt er schmackhafte Suppen. Man kann ihn auch milchsauer einlegen, das ist in Asien vor allem üblich. Möchte man Rettich als Gemüse zubereiten, reicht es, den geschälten und in dünne Scheibchen geschnittenen Rettich ca. 10 Minuten in Butter zu schwenken. Rettichsalat ist ebenfalls eine gesunde Beilage oder eine Zwischenmahlzeit.
Rettiche enthalten kaum Fett und sind deshalb ideal für diejenigen, die abnehmen wollen. Aber Vorsicht! Nicht übertreiben, denn zuviel davon kann zu unangenehmen Blähungen führen.

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