Schmackhafte Wintergemüse


Topinambur


Topinambur Topinambur wird auch Erdartischocke, Erdbirne oder Jerusalem-Artischocke genannt und ist mit der Sonnenblume und der Artischocke verwandt. Beheimatet in Nordamerika kam sie ca. Mitte des 17. Jahrhunderts nach Europa und war vor der Einführung der Kartoffel ebenso wie die Pastinake ein Grundnahrungsmittel.
Für die Indianer war Topinambur schon in vorkolumbianischer Zeit eine wichtige Nahrungsquelle.
Die birnen- bis spindelförmigen Knollen, 24 bis 36 Stück pro Pflanze, haben eine hauchdünne braune Schale und ein weißes, gelbes, rotes oder violettes süßlich - nussig schmeckendes Fleisch.

In der heutigen Zeit ist Topinambur bei uns nicht mehr sehr bekannt, und wenn, dann evtl. als Viehfutter - obwohl man auch hier inzwischen von einer Renaissance sprechen kann und Topinambur sogar, wenn man Glück hat, auf guten Speisekarten findet. In gut sortierten Frischemärkten kann man sie im Herbst bis weit in den Winter hinein finden. Der Kauf lohnt sich!

Topinambur enthält als Kohlenhydrat nicht Stärke, sondern Inulin. Dadurch ist sie und auch der daraus hergestellte Saft für Diabetiker verträglich und kann zum Kartoffelersatz werden.

Die gegarten Knollen schält man am besten gleich nach dem Kochen, wenn sie noch heiß sind.
Topinambur lässt sich vielseitig verarbeiten und wird auch roh in Salate gegeben oder als Vorspeise serviert. Da sich die Knolle an der Luft schnell dunkel verfärbt, mariniert man sie am besten mit einer säurehaltigen Flüssigkeit.
Gekocht als Gemüse, als Püree oder in Öl ausgebacken, ist Topinambur eine gesunde Beilage und passt z.B. sehr gut zu Lauch und Geflügel.
Das Kochwasser unbedingt für Saucen oder Suppen mit verwenden, evtl. einen Klecks Butter dazu geben, das verfeinert den Geschmack.

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Artikel vom 18.10.2009
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