Schmackhafte Wintergemüse


Meerrettich


Meerrettich Meerrettich, auch Kren oder „Rachenbeißer“ genannt, ist eine bis zu 1,20 Meter hoch wachsende Staude, die zu der Familie der Kreuzblütler gehört. In der Küche verwendet man vorrangig die dicke und bis zu 60 Zentimeter lange Wurzel. Die Stangen sind innen weiß und fleischig und haben eine bräunliche bis graue Rinde.

Ihren Ursprung hat die Pflanze in Südosteuropa und Asien. Von dort kommt auch „Wasabi“, bei uns auch als „japanischer Meerrettich“ bekannt. Wasabi ist ein grünes Würzmittel in Pasten- oder Pulverform, das aus einer dort, vor allem auf der Insel Honshu, beheimateten Meerrettichart gewonnen wird. Verwendet wird Wasabi ähnlich wie unser Meerrettich und ist ebenfalls recht aromatisch - scharf.

Aufgrund seiner ätherischen Öle ist vor allem frischer Meerrettich sehr scharf im Geschmack und intensiv im Geruch. Meerrettich eignet sich nicht nur gut zum Würzen von Soßen und Gerichten. Auch die jungen Blätter der Meerrettichpflanze schmecken z. B. in einem Salat.
Frischer Meerrettich wird meist gerieben und aufgrund seiner Schärfe in kleinen Mengen verwendet. Die Wurzel lässt sich problemlos von der Rinde befreien. Man sollte immer nur soviel abreiben wie man gerade benötigt, da sich frischer Meerrettich schnell braun verfärbt und an Geschmack verliert. Mit etwas Zitronensaft oder Essig kann man dem evtl. etwas abhelfen. Noch besser ist es, etwas heiße Milch darüber zu geben und zu verrühren, dann bleibt er schön weiß.

Frische Wurzeln können problemlos eingefroren werden. Dafür den Meerrettich in eine Gefrierdose geben oder fest in einen Gefrierbeutel einrollen und ins Tiefkühlfach legen.
Geriebenen Meerrettich kann man einige Tage in einem fest verschlossenen Glas oder in Klarsichtfolie verpackt im Kühlschrank aufheben. Empfehlenswert ist das allerdings nicht. Meerrettich ist eine frostharte Pflanze und kann möglichst lange im Boden bleiben. So ist er den ganzen Winter über frisch verfügbar.

Sogar die alten Ägypter schätzten schon die gesunde Wurzel. Seine enthaltenen Senföle regen beispielsweise die Durchblutung der Schleimhäute an. Aufgrund seines sehr hohen Vitamin C - Gehaltes, der im Winter doppelt so hoch ist, wie der von Zitrusfrüchten, unterstützt er die Immunabwehr des Körpers.
Zudem enthält die Wurzel wertvolle Mineralstoffe, Provitamin A, die Vitamine B1, B2 und B6.
Bei Schnupfen oder Husten sollte man Meerrettich frisch reiben und die „Dämpfe“ kräftig einatmen - probieren Sie es aus, es hilft garantiert, auch wenn dabei die Tränen laufen (Augen dabei besser fest zumachen) - die Nase ist dann aber wieder frei.

Am besten schmeckt frisch geriebener Meerrettich, mit etwas geschlagener Sahne und einer Prise Zucker verrührt oder auch mit etwas geriebenem Apfel vermischt, zu Tafelspitz, Lachs, Räucherfisch, in einer Vinaigrette vermischt zu Salat, als Dip zu Kartoffeln oder Roter Bete.
Ebenso kann man ihn aber auch in warmen Saucen zu Rind- und Schweinefleisch und sogar in Suppen genießen.

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Artikel vom 18.10.2009
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