Das perfekte Ragù alla Bolognese ist selbstverständlich für jeden die Sauce, die dem eigenen Gaumen am besten mundet. Und da Geschmäcker bekanntlich verschieden sind, haben sich im Laufe der Zeit die verschiedensten Varianten der beliebten Sauce entwickelt.
Ein ganz wesentlicher Unterschied ist meist schon in der Kochdauer zu finden
Eine schnelle Fleischsauce zu Nudeln aller Art kann in einer halben Stunde zubereitet sein, damit der typische Bolognese Geschmack eine Chance hat, sich zu entwickeln, sollte besser eine Kochzeit von einer bis zwei Stunden angesetzt werden. Bolognese-Fans schwören jedoch auf eine mindestens drei stündige Kochzeit, bei dem ein oder anderen beginnt der wahre Genuss erst bei mindestens fünf Stunden und länger.
Aber auch bei den Zutaten hat jeder seine eigenen kleinen Geheimtipps, angefangen bei Geflügelleber, über Knoblauch oder die Entscheidung Wein – ja oder nein – und wenn ja, rot oder weiß? Wir haben einfach einmal alle möglichen Zutaten für Sie aufgelistet, welcher Sie sich für Ihre Lieblingsbolognese bedienen, entscheiden Sie alleine!
Fleisch
Ob sehr klein geschnitten oder gehackt, geschmacklich ist heute alles erlaubt. Am beliebtesten ist das magere Rinderhack, aber auch Mischungen halb&halb, Kalbs-, Lamm oder Geflügelhack sind möglich. In vielen älteren Rezepten wird auch Leber, vorzugsweise Geflügelleber, mit angebraten, dies sorgt für einen feinen Geschmack, die Zugabe von Speck, gerade von geräuchertem, verleiht eine schöne Würze.
Zwiebeln/Knoblauch
Zwiebeln sind ein absolutes Muss für jede Bolognese, sie geben ein tolles Aroma. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Schalotten, rote Zwiebeln oder die normale Küchenzwiebel handelt. Knoblauch wird ebenfalls gerne verwendet, allerdings ist weniger manchmal mehr, eine Zehe ganz mitgekocht, gibt schon Geschmack.
Gemüse
Sellerie (Staude oder Knolle), Karotten und Lauch sind Pflicht, denn das Wurzelgemüse trägt maßgeblich zum Gelingen einer leckeren Sauce bei. Wer noch mehr Gemüse haben möchte, beliebt sind auch Paprika und Zucchiniwürfel.
Tomaten
Hier scheiden sich die Geister, ob man ausschließlich Tomatenmark, frische Tomaten oder geschälte Tomaten aus der Dose (passiert) verwendet. Je nachdem welche Variante Sie bevorzugen, wird die Bolognese mehr oder weniger fruchtig.
Brühe, Milch, Sahne
Je nach Gusto kann die Sauce mit Brühe, Sahne, Milch oder einer Kombination aufgefüllt werden. Die Brühe hat den Vorteil, dass man nicht mehr viel mit Salz nachwürzen muss und schon ein runder Geschmack entsteht, Sahne und Milch machen die Sauce milder und cremiger.
Wein
Wenn Wein verwendet wird, was für viele den Schliff einer guten Bolognese ausmacht, stellt sich die Frage nach Weiß- oder Rotwein. Letzterer, ist dieser trocken und schwer, gibt der Sauce mehr Kraft, ein Weißwein gibt eine feinere Nuance mit, das Endprodukt ist natürlich auch etwas heller als mit Rotwein.
Kräuter
In die traditionelle kommt eigentlich kein Kraut in das Ragù alla Bolognese, viele verfeinern die Sauce aber gerne mit ein paar Kräutern. Neben Lorbeer und Oregano eignen sich Thymian, Rosmarin, Basilikum, Petersilie oder eine italienische Kräutermischung.
Gewürze
Neben Salz (sollten Brühe und Speck nicht genügen), darf natürlich Pfeffer in einer Bolognese nicht fehlen. Gerne wird auch mit Muskatnuss, Paprika oder Nelke gewürzt, wer es scharf mag, gibt Chili dazu. Eine Prise Zucker darf für manche ebenfalls nicht fehlen.
Vegetarische Alternativen
Es gibt unendlich viele Möglichkeiten fleischloser Saucenideen, ob sich dann allerdings noch um eine „Bolognese“ handelt, ist die andere Sache. Angefangen bei einer reinen Gemüsesauce, kann selbstverständlich auch mit Tofu gearbeitet werden, eine „Bolognese“ aus Linsen oder Grünkern finden Sie ebenfalls in unserer Rezeptstrecke!

Henglein
Rama Cremefine

