Kühle Verführung und wohltuender Genuss
Tee gilt als das Wohlfühlgetränk für kalte Wintertage, ebenso an Regentagen im Frühjahr oder Herbst suchen wir nach Entspannung und diese finden viele meist in einer guten Tasse heißem Tee. Die Sortenvielfalt ist enorm, doch bei kaum einem Tee sind sich die Geschmacksnerven so einig, wie beim Minztee, dem bei uns beliebtesten Kräutertee. Er schmeckt Groß und Klein, ob man krank oder gesund ist, kalt als auch warm.
Gerade im Sommer ist warmer Pfefferminztee jedoch ein super Rezept gegen die Hitze. In kleinen Schlucken getrunken, lässt er uns schwitzen, was wiederum unseren Körper abkühlt. Der frische Minzgeschmack, das Menthol, gibt zudem im Mundraum ein frisches Gefühl.
Selbstverständlich kann man Minztee im Sommer auch eiskalt genießen, selbst wenn der gefühlte Erfrischungskick eigentlich effektiv weniger bringt, als der warme Tee!
Minztee herstellen
Tee ist nicht gleich Tee, fertige Beutel sind kein Vergleich zu selbst gemachtem Minztee mit frischen Stängeln und Blättern aus dem Garten oder von der Balkonpflanze. Vor allen anderen gibt die Marokkanische Minze (auch auf Wochenmärkten oder Gemüsehändler erhältlich) frisch überbrüht einen besonders intensiven Geschmack ans Wasser ab und benötigt eigentlich keine weiteren Zutaten. Selbstverständlich gibt es auch Variationen, in denen noch schwarzer oder grüner Tee (wie beim echten „Marokkanischen Minztee“) sowie ein Spritzer Zitrone hinzufügt werden. Wer möchte kann den Aufguss zudem mit Honig oder Zucker süßen - wir finden jedoch, Minze reicht für einen frischen Minztee vollkommen!
Zubereitung:
6 Stängel Minze mit Blättern kurz unter heißem Wasser abwaschen, grob aufbrechen und mit kochendem Wasser überbrühen. Eine Minute ziehen lassen und das Wasser abschütten, denn zuerst lösen sich die Bitterstoffe aus der Pflanze. Nun mit drei Litern abgekochtem ca. 80 Grad Celsius heißem Wasser begießen und 5 – 10 Minuten ziehen lassen. Anschließend das Minzwasser durch ein Sieb geben und so die Blätter und Stängel entfernen.
Der Tee schmeckt heiß, warm, lauwarm oder eiskalt, an Regen- und Wintertagen oder im Sommer - immer wieder ein Genuss!
Tipps:
- Wer den Tee schnell runterkühlen möchte, kann direkt nach dem Abseihen Eiswürfel hinzufügen.
- Super sieht es aus, wenn man den Tee in einem Glas mit Minzstängel serviert!
- Nicht jede Minze (es gibt zwischen 20 und 30 Sorten) schmeckt so aromatisch, wie die „Marokkanische“ oder die „Nane-Minze“, ebenfalls eignet sich jedoch noch unsere heimische Pfefferminze (hat einen etwas schärferen Geschmack) oder die „Apfelminze“ (wie der Name vermuten lässt, kommt hier ein leichtes Apfelaroma hinzu)
- Frische Minze erntet man am besten morgens, denn dann ist der Gehalt an ätherischen Ölen am höchsten.
- Bereits blühende Minze kann man ebenfalls verwenden, allerdings hat sie schon etwas von ihrer Kraft eingebüßt. Man sollte also ein bis zwei Stängel mehr verwenden.
- Selbstverständlich kann man seinen Tee auch aus getrockneter Minze herstellen. Dafür einfach einen handlichen Strauß binden und über Kopf an einem luftigen Ort aufhängen und trocknen lassen.
- Getrocknete Minze hält sich in einem luftdicht verschlossenen Glas, dunkel und trocken gelagert, bis zu einem Jahr.
Anmerkung der Redaktion: Minztee wird nicht von jedem Menschen vertragen, wer unter einem chronischen Magenerkrankung leidet sowie Schwanger sollten auf den Genuss von Minze verzichten.

Henglein
Rama Cremefine

