Die Oberfläche reifer Pflaumen ist von einer natürlichen weißen Wachsschicht, dem "Duftfilm", überzogen. Diese Schicht ist völlig unschädlich, zeugt sogar von schonender Behandlung der Früchte und schützt sie vor dem Austrocknen. Damit Pflaumen nach dem Einkauf nicht zu schnell weich werden, lagert man sie also am besten ungewaschen im Obst/Gemüsefach des Kühlschranks, die Schutzschicht wird erst vor dem Verzehr entfernt. Sind die Pflaumen noch nicht ganz reif, werden sie durch die Lagerung im Kühlschrank allerdings nicht besser, diese Früchte sollte man lieber noch ein bis zwei Tage bei Zimmertemperatur nachreifen lassen. Das Aroma wird jedoch nicht an das vollreif geernteter Pflaumen herankommen.
Frische Früchte, ohne Druckstellen, können bis zu einer Woche in der Kühlung gelagert werden. Ist die Pflaumenhaut bereits faltig, mögen viele die Frucht nicht mehr roh essen, sie eignen sich aber ganz wunderbar für Saucen oder zur Herstellung von Mus.
Konservierungsmethoden: Einkoch, Einfrieren, Trocknen
Da Pflaumen nicht das ganze Jahr Saison haben, gibt es verschiedene Möglichkeiten sie zu konservieren: Einkochen, Einfrieren oder Trocknen.
Einkochen/Einmachen
Vor dem Einkochen der Früchte, werden diese gewaschen, abgetrocknet und entsteint. Die ganzen oder halbierten Pflaumen in ein steriles Einmachglas (Gläser und Deckel heiß ausgespült bzw. auskochen und auf einem Küchenkrepp kopfüber abtropfen lassen) schichten, mit abgekühlter Zuckerlösung begießen (20-30% ig bzw. 250g Zucker je Liter Wasser), mit Gummiring und Deckel verschließen, mit Drahtbügel fixieren und im Wasserbad 30 Minuten bei 80° sterilisieren.
Man kann die Früchte auch in Gläser schichten, jede Lage mit Zucker bestreuen und ohne viel Flüssigkeit einkochen. Diese Früchte eigenen sich dann hervorragend, um daraus im Winter einen wunderbaren Pflaumenkuchen zu backen!
Möchte man Pflaumen direkt als Kompott einmachen, werden die Früchte in der Zuckerlösung blanchiert (die Zugabe von 1 - 2 g Ascorbinsäure verhindert die Verfärbung) und in ein Twist-Off-Glas gegeben. Nach dem Verschrauben wird das Glas einige Minuten auf den Kopf gestellt, der Gummiring im Inneren des Deckels erzeugt das Vakuum.
Tipp: Ein paar Gewürznelken oder einige aufgeklopfte Kerne verbessern das Aroma!
Einfrieren
Beim Einfrieren ist es wichtig, die Früchte nicht zu lange auf ihren Kälteschlaf warten zu lassen. Je frischer Pflaumen vor dem Frosten sind, desto besser bleiben Nährstoffe, Struktur, Konsistenz, Farbe und Geschmack erhalten.
Vor dem Frieren sollten Sie die Pflaumen gut waschen, abtrocknen, entkernen und vierteln. In Portionen können die Früchte nun entweder in Gefriertüten oder Plastikbehälter gefüllt in die Tiefkühltruhe gegeben werden. Achten Sie jedoch darauf, dass so wenig Luft wie möglich in der Verpackung bleibt, da dies zu Vitaminverlust und Gefrierbrand führen kann. Eine Kennzeichnung (Einfrierdatum und Name) erleichtert Ihnen später, den Überblick über Ihr Gefriergut zu halten. Pflaumen halten sich bei -18° Celsius tiefgekühlt ca. 9-12 Monate.
Pflaumen können auch schon direkt als Kompott eingefroren werden. Dazu werden die Früchte in 20 - 30 % iger Zuckerlösung mit 1 - 2 g Ascorbinsäure (verhindert Verfärbungen) 3 - 4 Min. blanchiert und mit der Lösung gefrostet. Nach dem Auftauen alles noch einmal aufkochen und z.B. auf Waffeln, Crepes oder zu einem Eis servieren!
Trocknen
Pflaumen und Zwetschgen gehören zu den beliebtesten Trockenfrüchten und sind ein toller Energiekick für Zwischendurch, egal ob unterwegs oder zuhause. Diese Konservierungsmethode hat vor allem gesundheitliche Vorteile, denn in den getrockneten Pflaumen vervielfachen sich die guten Inhaltsstoffe. Allgemein sind Pflaumen ja als Verdauungshilfe bekannt, in konzentrierter Form bringen sie aber nicht nur die Verdauung in Schwung, sondern nehmen unterwegs zudem unerwünschte Abfallprodukte und Giftstoffe mit, was eine gefäßschützende Wirkung hat. Backpflaumen stehen auf der Liste jener Lebensmittel, die zur Krebsprophylaxe regelmäßig gegessen werden sollen!
Und das Schöne: Die runzeligen Köstlichkeiten sind ganz einfach selbst herzustellen!
Dazu am besten die sehr reifen Früchte (die Haut darf gerne schon runzelig sein) waschen, trocknen und entkernen. Die Pflaumen nun auf ein Backblech geben und bei geringer Hitze (unter 40° Celsius) und leicht geöffneter Ofentür (so kann die Feuchtigkeit entweichen) trocknen. Die Früchte sind richtig getrocknet, wenn sie von außen nicht mehr kleben und innen noch weich sind. Der ganze Vorgang dauert bis zu zwei Tagen und ist nicht gerade sehr energiesparend. Mit einem Dörrautomat geht es schneller und energiebewusster, aber man hat sich einen guten Vorrat an Trockenobst angelegt, welches schließlich fertig aus dem Supermarkt ebenfalls nicht unbedingt preiswert ist.
Die Trockenpflaumen halten sich, kühl, trocken und dunkel gelagert, mehrere Monate und machen sich super in Saucen, als Weihnachtsbratenfüllung oder mit Speck umwickelt.

Henglein
Rama Cremefine

