Burger grillen: Grillrezepte für Hamburger & Co

Burger vom Grill: Hamburger selbst kombinieren

Saftiges Fleisch, knusprige Brötchen und würziger Käse bilden zusammen das Herzstück eines jeden Burgers. Welche Lagen dazwischen gehören, ist glücklicherweise dem eigenen Geschmack vorbehalten. Burger lassen sich individuell belegen und eignen sich daher besonders als kulinarisches Highlight in geselliger Runde, in der unterschiedliche Geschmäcker gleichwertig bedient werden. Einzelne Zutaten können vor Ankunft der Gäste vorbereitet werden, die diese am Tisch für ihren Burger selbst zusammenstellen – das Grillen der Patties aber wird zur Ehrensache des Gastgebers.

Burger auf dem Grill: Worauf es ankommt

Die einfachste Variante eines Barbecues mit Freunden ist eine Burgerparty. Mit wenig Vorbereitung und einer kurzen Garzeit ist die Wahrscheinlichkeit, den Geschmacksnerv der Gäste mit einem individuell belegten Burger durchweg zu treffen, sehr hoch. Mit einem Hamburger auf dem Teller der Gäste kann man wenig falsch, aber viel richtig machen: saftige Patties aus selbst gemachtem Hackfleisch, goldbraune Buns mit Sesam und Käse und eine vielfältige Variation an Salaten wie Eisbergsalat oder Rucola, Zwiebeln, Soßen, Käsesorten und Gemüsesorten. Rezepte für Burger von simpel bis ausgefallen haben wir für Sie versammelt.

Hamburger: Würzige Patties für Burger selbst herstellen

Wenn die Zeit dafür vorhanden ist, lohnt sich die eigene Herstellung des Hackfleischs für die Hamburger. Dadurch können Sie die Qualität der Patties für Ihre Burger selbst bestimmen – angefangen vom Fettgehalt bis zur Fleischsorte. Optimales Fleisch für einen Hamburger sollte einen Fettgehalt von etwa 15 % haben. In der klassischen Version bestehen die Patties aus Rindfleisch. Mithilfe eines Fleischwolfs verarbeiten Sie das gewünschte Stück Fleisch zu Hack, würzen es mit Salz und Pfeffer und formen es zu etwa 120 g schwere Scheiben für kleine und 200 g für große Patties. Drücken Sie zum Schluss eine kleine Kuhle in die Mitte der Patties. So gehen sie beim Garen nicht auf, sondern bleiben flach. Das macht das Belegen und Essen der Hamburger einfacher. Für die optimale Größe helfen Erfahrungswerte oder eine Burgerpresse, mit der Sie gleich die Dicke des Fleischbelags bestimmen können.

Hamburger vom Grill: Die Zubereitung der Burger

Hamburger sind Klassiker. Aber klassisch sind sie nur, wenn die Burger vom Grill kommen. Das Fleisch wird von beiden Seiten nur einige Minuten lang angebraten und anschließend auf eine Hälfte des belegten Brötchens gebettet. Patties für Hamburger brauchen direkte Hitze und werden daher direkt auf den Rost gelegt – ob Sie nun mit einem Gasgrill oder auf Holzkohle grillen. Nutzen Sie Ihren Warmhalterost, um die Brötchen warmzuhalten, während das Fleisch noch auf beiden Seiten das typische Branding des Grillrosts erhält. Wenn das Burgerfleisch bereits einmal gewendet wurde, können Sie außerdem eine Scheibe Käse darauf schmelzen lassen. Geriebener Käse verläuft auch im fertig belegten Burger.

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Cheeseburger vom Grill

Willkommen bei Hack'n'Roll. Heute machen wir richtig tolle Cheeseburger. Dafür produzieren wir unser Hackfleisch selber. Wir haben große Stücke geschnitten aus der Oberschale vom Rind, das ist ideal für ein Burger, das lass ich jetzt komplett durch. Maschine aus und jetzt kommen wir zum würzen.

Burger machen ist ja eine kleine Wissenschaft für sich. Wichtig ist es beim Hackfleisch, dass wir ein Fettgehalt haben von circa 15 Prozent. Wenn ihr euch da unsicher seid, geht zu eurem Fleischer, der lässt euch das auch durch. Ansonsten Salz und Pfeffer mit ran, leicht vermengen, dass das Fett überall schön gleichmäßig ist. Normalerweise habt ihr so Paddys Zuhause, die sind so 100, 120, 125 Gramm schwer. Aber da wir Burger machen wollen, sind die ein bisschen schwerer.

Wir formen ein paar Kugeln, die werden circa 200 Gramm schwer. Jetzt kommt ein Trick und der ist wichtig. Jetzt müssen wir die Masse leicht hin und her bewegen. Und zwar aus folgendem Grund, dass die Eiweiße sich ein bisschen lösen und dass wir eine Bindung an das Fleisch bekommen. Weil sonst würden die einfach beim Grillen kaputtgehen, zu viel Fleischsaft würde austreten und das wollen wir natürlich nicht. Wenn ihr merkt, dass die Burger an euren Händen anfangen zu kleben, dann sind sie fertig. Zur Seite legen und den nächsten beginnen.

So sieht es aus, jetzt nehmen wir eine Burger-Presse. Da ist es wichtig ein bisschen Wasser zu nehmen, damit das Hackfleisch nicht an der Presse kleben bleibt oder ansonsten einfach mit der Hand formen, das geht natürlich auch, aber die Presse sieht cooler aus. Das Schöne an der Burger-Presse ist, die hat oben so eine kleine Kuhle, und die ist wichtig. Die könnt ihr euch Zuhause auch mit der Hand reindrücken, das mach ich mal hier, einfach den Burger so formen. Jetzt seht ihr, dass die auch nicht so kaputt gehen und einfach so eine kleine Kuhle reindrücken. Wenn wir die nachher grillen, dann zieht sich der Fleischsaft ins Fleisch und dann würden die rund werden. Und ein runder Burger zu belegen das ist immer so eine Sache, der Deckel kippelt immer so. Also Kuhle rein, dann passiert das nicht.

So sehen sie aus mit der Presse und so per Hand sieht schöner aus oder. Ein guter Tipp noch, einfach den Burger kurz in den Kühlschrank, dass sie noch mal runterkühlen, so 30 Minute bis eine Stunde und dann ab auf den Grill. Ich hab den Grill vorgeheizt auf circa 240 Grad. Die erste Burgerseite wird circa 4 Minuten, die zweite Burgerseite circa 2 1/2 Minuten, jetzt warten wir einfach ab. Die Wartezeit ist jetzt vorbei. Jetzt sieht man schön die Eiweiße, die sind geronnen, jetzt ist der Burger zum Wenden bereit. Ihr seht jetzt hier oben schöne Brandings. Andere Seite jetzt noch mal so circa 2 Minuten. Jetzt sind unsere Burger so weit. Wir haben eine schöne Bräunung. Die ziehen wir jetzt hier rüber.

Jetzt kommen unsere Zwiebeln drauf und dann schön den Käse. Der helle ist ein Manchego und der orangefarbene ist ein Cheddar-Käse. Den geben wir jeweils oben drauf, dann kann der schön schmelzen. Bacon nicht vergessen. Die Deckel lege ich oben auf die Warmhalteroste und die Böden mit der Schnittseite nach unten auf die direkte Grillroste. Die müssen leicht kross sein, sonst schmecken sie nicht. Den Bacon kurz einmal wenden, der soll nicht zu kross werden, weil sonst wird er trocken, das schmeckt nicht. Deckel kurz zu und wir warten.

Unsere Böden, unsere Deckel sind soweit, der Bacon ist schön kross geworden, fangen wir mit den Böden an und bauen uns hier eine kleine Burgerstraße auf. Eine schöne Sauce habe ich schon mal vorbereitet, das ist ein Mix aus Ketchup, Senf und einer BBQ-Sauce, alles eins zu eins. Das Auge isst ja auch mit, wisst ihr ja. Unsere schönen Tomaten. Jetzt ganz wichtig, unseren Bacon nicht vergessen der kommt oben drauf, schön verteilen, das ist ein Burger. Wer da zum Vegetarier wird, ist selber schuld. Lecker. Unsere Burger sind fertig und so sollte ein Burger aussehen. Und da beiß ich jetzt einfach rein. Hammer.
Von: Marc Balduan, Länge: 4:47 Minuten, Aufrufe: 71.352

Die Rezepte zum Video:

Burgerbrötchen: Außen knusprig, innen weich

Brötchen für die Burger werden aus Hefeteig gefertigt und sind daher innen fluffig und weich – sofern man sie selbst macht. Dann kann man auch die Süße des Teigs selbst bestimmen. Die Mühe lohnt sich, immerhin bilden die Buns den Rahmen des Burgers. Nachdem sie nämlich halbiert wurden, kann die Unterseite mit einer Soße, Salat und anderen Zutaten belegt werden. Die andere Hälfte dient als Deckel, wenn Patties und Bacon auf dem Belag liegen. Das Angrillen der Brötchen ist essentiell. Sie bekommen dadurch zusätzliche Röstaromen, werden aber auch durch die Mayonnaise oder Barbecue-Soße nicht so schnell matschig. Kalkulieren Sie pro Person zwei Buns und zwei Patties ein – Platz für Nachtisch muss nach dem Burger ja auch noch sein.

Der Hamburger und seine Variationen: als Frikadelle, mit Fisch oder vegetarisch

Die Freiheit, Würze und Konsistenz der Patties für Ihren Hamburger selbst zu bestimmen, ist eines der großen Vorteile selbstgemachter Burger. Wenn es Ihrem Geschmack entspricht, können Sie die Patties auch zu Frikadellen formen. Dafür geben Sie zusätzlich zu Salz und Pfeffer ein Ei, Zwiebeln, Brotkrumen und optional Muskatnuss in die Fleischmasse. Für noch mehr Variation können Sie auch Fischfrikadellen im Burgerbrötchen oder Veggie-Patties mit Gemüse vorbereiten.

Burger zusammenstellen: Burger mal anders

Rezepte für Vegetarier, die beim Grillfest auf Burger nicht verzichten wollen, sind sehr vielfältig. Bratlinge aus Mais, Kidneybohnen oder einem anderen Gemüse eignen sich ebenso gut als Pattie für den Hamburger. Man kann sie sogar grillen. Je nach Konsistenz der Bratlinge verwendet man dafür am besten eine Grillschale, damit die Bratlinge auf dem Rost nicht zerfallen. Auf gegrilltes Gemüse oder mehrere Sorten Käse mit frischem Salat auf ihrem Burger können Vegetarier ebenso ausweichen. Damit sind die Möglichkeiten, einen ultimativen Burger zu bauen, aber längst nicht ausgeschöpft – simpel bleibt es trotzdem.

Burger belegen: Den Klassiker Hamburger aufmotzen
Fleisch Fischfrikadelle, Bacon, Datteln im Speckmantel, Hähnchen und anderes Geflügelfleisch
Brötchen Deckel der Buns mit Käse überbacken
Käse Cheddar, Feta, Büffelmozzarella, Blauschimmelkäse, Camembert
Soße Basilikum-Pesto mit Pinienkernen, Erdnussbutter, rauchige BBQ-Soße mit Whisky, Curry-Soße, Honig-Senf-Soße mit Dill
Gemüse gegrillte Aubergine oder Zucchini, Krautsalat
Schärfegrad Jalapeños, Peperoni, Curry

Rezepte für die Fleischbeilage, Soße und Grillgemüse Ihrer Hamburger finden Sie auf der nächsten Seite. Auch wenn die Zubereitung der Burger einen Grill nicht notwendigerweise vorsieht, versuchen sollten Sie es unbedingt einmal. Das direkte Grillen ist simpel. Sie sollten lediglich darauf achten, dass die Temperatur nicht zu hoch ist. Die Holzkohle muss leicht glühen, darf aber keinesfalls brennen. Die Gaszufuhr Ihres Gasgrills steht mittelhoch. Dann aber steht Ihrer Burgerparty nichts mehr im Wege.

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