Küchenapotheke


Gemüse und Früchte (2.Teil: Kreuzblütler)


Brokkoli
Der Brokkoli ist auch unter dem Namen Spargelkohl oder Bröckelkohl bekannt. Es ist eine Abart des Blumenkohls und schmeckt auch ähnlich wie dieser. Die Römer sollen den Brokkoli nach Deutschland gebracht haben und in sehr alten Kochbüchern findet man ihn auch, allerdings unter dem Namen "Spargelkohl".


Eigentlich der wichtigste Inhaltsstoff ist das Kalzium. Er ist sehr viel, fast um das Fünffache, höher als beim Blumenkohl. Deshalb wird Kuhmilchallergikern auch der Verzehr von Brokkoli empfohlen, um den Kalziumbedarf zu decken. Weiterhin sind der Karotingehalt, Eisengehalt und Vitamin C-Gehalt ebenfalls wesentlich höher als beim Blumenkohl. Der Natriumgehalt dagegen ist gering und deshalb eignet er sich gut als Gemüse bei Nierenproblemen. Die Stiele sollte man unbedingt mitessen. Sie enthalten viel Selen, was die Abwehrkräfte stärkt. Kein anderes Gemüse hat einen so hohen Gehalt an Sulforaphan von dem man annimmt, dass es die Ausbildung und Vermehrung von Krebszellen verhindern kann.
Brokkoli ist aber auch ideal, wenn man mal wieder eine Diät zwecks Gewichtsreduzierung macht. Die Bitterstoffe sind günstig für die Verdauungswege und die Entgiftung.
Schmeckt besonders lecker:

    Zitronenbrokkoli

  • 500 g Brokkoli
  • 3 EL Olivenöl
  • Saft einer mittleren Zitrone

    Brokkoli in kleine Röschen teilen, Stiele nur unten etwas schälen und dämpfen oder garen, indem die Köpfchen aus dem Kochwasser ragen!. Dann in dem Olivenöl vorsichtig wenden, den Zitronensaft zugeben und heiß servieren.

Grünkohl
Alle Grünkohlfans warten schon sehnsüchtig auf den ersten Frost, denn dann beginnt die vor allem in Norddeutschland so geschätzte Grünkohlzeit. Durch den Frost verwandelt sich die Stärke in Zucker und das macht den "guten Geschmack" aus. Ebenso ist es ja bekannter weise beim Rosenkohl.
Grünkohl ist eines unserer wertvollsten Gemüse, die wir kennen. Vor allem kann er bei Osteoporose wegen seines sehr hohen Gehaltes an Kalzium wertvolle Dienste leisten. 200 g haben in etwa soviel Kalzium wie 400 ml Milch. Schwefelhaltige Stoffe sollen Lungenkrebs hemmen können. Kalium hilft gegen Wasser in den Geweben und unterstützt damit die Nieren, Blase und Herz. Bei Magengeschwüren ist Grünkohl ein ideales Gemüse.
Roh sollte er nicht verzehrt werden. Damit der Körper das Beta-Karotin nutzen kann, sollte Grünkohl stets mit etwas Fett zubereiten werden.

Kohlrabi
Der Kohlrabi ist bei uns erst seit dem Mittelalter bekannt. Er ist ein gesundes, wertvolles Gemüse aber leider heute oft mit viel zu viel Nitrat belastet durch die Überdüngung. Er enthält sehr viel Vitamin C und sollte möglichst roh verzehrt werden. Übrigens ist der Vitamingehalt in den Blättern wesentlich höher als in den Knollen!. Also die Blätter klein hacken und mitessen! Der hohe Magnesiumgehalt ist günstig zur Verhinderung der Arteriosklerose. In der Krankenkost kann er auch roh gerieben verwendet werden. Er regt die Nieren an.

Rosenkohl
Der Rosenkohl ist erst seit dem frühen 19. Jahrhundert bei uns bekannt. Als Wintergemüse sind sein Gehalt an den Vitaminen A, B und C besonders wichtig. Rosenkohl sollte bei allgemeiner Schwäche und/oder nach Krankheiten in der Erholungsphase gegessen werden. Er hilft bei Verstopfungen und Übersäuerung des Magens. Auch finden wir im Rosenkohl das Sulforaphan wieder - Sie erinnern sich? Es hat eine gute Anti-Krebs-Wirkung.
Rosenkohl kann fast roh gegessen werden, was viele gar nicht wissen. Roh ist er natürlich noch wertvoller als gekocht!

    Rosenkohlsalat

  • 500 g Rosenkohl, kleine Röschen, geputzt
  • 2 Zwiebeln, rote
  • 5 Tomaten, fest
    Für die Soße:
  • 5 El Gemüsebrühe (bitte kein "Instant"!)
  • Saft einer Zitrone
  • Salz und Pfeffer
  • 2 EL Joghurt, natur oder Senf, je nach Geschmack

    Die Rosenkohlröschen sehr klein schneiden. Die Zwiebeln in feine Ringe schneiden, Tomaten achteln und beides mit dem Rosenkohl mischen. Die Soßenzutaten verrühren, abschmecken und über das Gemüse geben, wieder vorsichtig mischen und mindestens 4 Stunden durchziehen lassen.

 

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Artikel vom 14.08.2001
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