Bringt Spass in die Küche: Küchenlieder

Artikel vom 16.07.2001

Lustige Lieder: Teil 1

Heute habe ich mal etwas ganz anderes für Sie, liebe Nutzer des chefkoch.de - Newsletters! Beim Kramen und Stöbern in älteren Rezeptbüchern fand ich das eine oder andere Küchenlied oder -gedicht, das ganz bestimmt auch Ihnen gefallen wird. Manche sind so unterhaltsam und originell, dass ich ihnen einfach einen Beitrag widmen möchte! Ich hoffe, Sie haben eben soviel Freude daran wie ich.


Von Joachim Ringelnatz:

Abschiedsworte an Pellka

Jetzt schlägt deine schlimmste Stunde,
du Ungleichrunde,
du Ausgekochte, du Zeitgeschälte,
du Vielgequälte,
du Gipfel meines Entzückens.
Jetzt kommt der Moment des Zerdrückens
mit der Gabel!-- Sei stark!
Ich will auch Butter und Salz und Quark
oder Kümmel, auch Leberwurst in dich stampfen.
Musst nicht so ängstlich dampfen.
Ich möchte dich doch noch einmal erfreun.
Soll ich Schnittlauch über dich streun?
Oder ist dir nach Hering zumute?
Du bist ein so rührend junges Blut. -
Deshalb schmeckst Du besonders gut.
Wenn das auch egoistisch klingt,
so tröste dich damit, du wundervolle
Pellka, dass du eine Edelknolle
wars, und dass dich ein Kenner verschlingt.

Altes deutsches Sprichwort:
"Wer den Schweinskopf nicht ehrt,
ist den Schinken nicht wert!"


Von Jonathan Swift:

"Wer glaubt denn die Alfanzerei,
dass Bratenessen Sünde sei
und wider des Allmächtigen Zorn
der Hering ward zum Gnadenborn?
Schaut her, in Majestät gehüllt,
auf das, was uns den Magen füllt!"

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Artikel vom 16.07.2001
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