Gewürze


Küchengewürze A-Z

Mahlen

Anis

Den Geschmack der hellbraunen Samen, also die Lakritznote, kennen viele vom Verdauungsschnäpschen (Pastis, Ouzo etc.) oder von Tee, denn tatsächlich regt Anis die Drüsen des Magen-Darm-Traktes an und wirkt Verdauungsbeschwerden vor. Doch auch Süßspeisen werden gerne mit diesem einzigartigen Gewürz verfeinert, allen voran Weihnachtsgebäck, Kuchen und Obstkompott. Die ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet Pflanze, welche früher häufig mit dem Dill verwechselt wurde, ist heute fast auf der ganzen Welt verbreitet. Die Samen werden ganz oder gemahlen verkauft, wobei frisch zerstoßene Samen das kräftigste Aroma entwickeln.
Rezepte mit Anis

Bockshornklee

Die Gewürzpflanze mit den nach Heu duftenden Samen stammt ursprünglich aus Indien. Der Geschmack ist unverwechselbar und uns vor allem in Verbindung mit Currymischungen ein Begriff. So schmeckt der Samen geröstet und anschließend gemahlen besonders gut zu Fisch-, Fleisch- und Gemüsegerichten. Die runden orangebraunen Samenkörner können auch einfach mitgegart werden, so entfalten sie ihr würziges Aroma ebenfalls hervorragend. In Russland werden gerne Suppen, hierzulande auch Brot und Kräuterbutter mit Bockshornkleesamen gewürzt.
Rezepte mit Bockshornklee

Chili

Chili Chilis sind das Schärfste, was das Gewürzregal zu bieten hat, wobei Chilis frisch meist noch schärfer sind, als die getrockneten Flocken oder die pulverisierte Variante, also der Cayennepfeffer (aus der Chilisorte Cayenne). Chili gibt fast jedem Gericht den letzten Kick, gart man frische Schoten länger mit, desto intensiver entwickelt sich die Schärfe. Chilischoten gibt es in den unterschiedlichsten Größen, Formen, Farben und Schärfegraden. Getrocknete Chiliflocken gibt es mit und ohne Samen grob gemahlen, wobei letztere durch die Kerne weitaus schärfer sind. Auch beim Pulver sollte man sich immer vorsichtig rantesten, einmal zuviel gewürzt, lässt sich nur schwerlich rückgängig machen. Doch scharf ist auch gesund, Chili, Pfeffer und Co. heizen dem Immunsystem ein und stärken somit unsere Abwehrkräfte.
Rezepte mit Chili

Curry

Curry ist eine beliebte indische Gewürzmischung aus vielen verschiedenen Gewürzen, die es in den unterschiedlichsten Mischungen gibt. In eine Currymischung kommen u.a. Chili, Pfeffer, Kurkuma, Kardamom, Koriander, Kreuzkümmel, Ingwer, Nelke, Zimt, Piment, Muskat und Bockshornklee – die Zusammenstellung obliegt dem eigenen Geschmack, so hat im Ursprungsland Indien jede Familie ihr eigenes Rezept, welches gut gehütet wird.
Wichtig ist jedoch ein ausgewogenes Verhältnis der einzelnen Zutaten, sodass ein harmonischer Geschmack entsteht, egal ob angenehm süß oder richtig scharf.
Besonders gut schmecken Currymischungen zu allen Fleischgerichten, wird das Pulver kurz mit angeröstet, wird das Aroma noch intensiver und vollmundiger.
Rezepte mit Curry 

Ingwer

Die Wurzel der Ingwerpflanze gehört heute zu den beliebtesten Gewürzen der Welt und schmeckt von erfrischend zitronig bis würzig/scharf, je nach Herkunft. Am besten schmeckt Ingwer frisch, egal ob gerieben, in hauchdünne Scheiben geschnitten, gewürfelt oder gepresst. Die Wurzel verleiht nicht nur asiatischen Gerichten mit Huhn oder Meeresfrüchten den letzten Pfiff, auch Chutneys, Marinaden und Saucen schätzen diesen außergewöhnlichen Geschmack. Auch Süßspeisen wie Obstsalate, Kuchen oder Milchreis würzt Ingwer gerne, viele schätzen seine heilende Wirkung als Tee bei Übelkeit oder Erkältungskrankheiten. Frischer Ingwer hält sich mehrere Wochen im Kühlschrank ohne Geschmack einzubüßen, gemahlener Ingwer büßt jedoch einiges an Würzkraft ein.
Rezepte mit Ingwer

Kardamom

Kardamom gehört zu den aromatischsten und feinsten aller indischen Gewürze. Die Früchte des Kardamomstrauches sind als ganze Kapsel oder als Samen erhältlich. Einmal gemahlen, verflüchtigt sich das Aroma sehr schnell, deshalb ist es wichtig, Kardamom erst kurz vor Gebrauch zu rösten und anschließend zu zerkleinern. Geschmacklich erinnert Kardamom an Eukalyptus und ist süßlich scharf, weshalb es sowohl für würzige als auch süße Speisen verwendet werden kann. In Indien würzt man aber auch Reis, Brot, Wurst, Fleisch oder Obst damit. Auch bei uns wird das Gewürz häufig verwendet, Currygerichte Glühwein, arabischer Kaffee oder Spekulatius, Lebkuchen & Co. kommen nicht ohne aus.
Rezepte mit Kardamom

Koriander

Koriander Koriander ist den wenigsten als ganzer Samen bekannt, meist hat man dieses asiatische Gewürz in Pulverform im Regal. Dafür ist das Koriandergrün vielen ein Begriff, wobei sich der Geschmack mit den Früchten nicht vergleichen lässt. Die Samenfrucht schmeckt orangenähnlich und besitzt eine leichte Schärfe, welche u.a. Currymischungen oder die Würzpaste „Garam Masala“ abrundet. Koriander passt einzeln gut zu hellen Fleischgerichten, Fisch, Suppen, Saucen, Hülsenfrüchten, Gemüse- und Kartoffelspeisen. Sehr gut ergänzt es auch süß-saure Gerichte, z.B. Chutneys.
Rezepte mit Koriander

Kreuzkümmel

Kreuzkümmel verkörpert mit seinem außergewöhnlichen Aroma Indien, wie man es sich mit den vielen Gerüchen und Farben vorstellt. Es ist aus der indischen Küche nicht wegzudenken und darf keinem Gericht fehlen, verleiht aber ebenso der afrikanischen Küche ihre charakteristische Würze, allen voran Lammgerichten, Reis und Joghurt-Gurken Dips. Kreuzkümmel ist gemahlen oder als Samen erhältlich und hat geschmacklich wenig mit seinem Namensvetter dem Kümmel gemein. Kreuzkümmel ist eines der wichtigsten Gewürze in Currymischungen, sein Aroma entwickelt sich besonders gut, wenn man ihn vor dem Mahlen anröstet. Einmal pulverisiert, verliert er schnell seine Würzkraft, also immer frisch mahlen.
Rezepte mit Kreuzkümmel

Kümmel

Die kleinen braunen Samen sind für viele in der Küche unverzichtbar, denn Kümmel regt einerseits den Appetit an und fördert andererseits die Verdauung, weshalb er gerne in Kohl- oder Sauerkrautspeisen verwendet wird. Da Kümmel ein recht intensives und vordergründiges Gewürz ist, kann man ihn schlecht mit anderen Gewürzen kombinieren, Pfeffer und Salz ausgenommen. Wer Kümmel mag, würzt damit auch Kartoffeln, Brot, Käse oder Quark. Im Gegensatz zu anderen Gewürzen, wird das Kümmelaroma nach längerer Zeit dunkler und kühler Lagerung würziger und kräftiger.
Rezepte mit Kümmel

Kurkuma

Das leuchtendgelbe, gemahlene Pulver wird aus der Wurzelknolle der Kurkumapflanze, auch Gelbwurz, Indischer Safran oder Gelber Ingwer genannt, gewonnen. Geschmacklich ist Kurkuma feinwürzig und leicht bitter, selten wird das Gewürz allein eingesetzt, meist findet es als wesentliche Zutat in Currypulver Verwendung. Hier sorgt das gelbe Pulver hauptsächlich für die schöne Farbe, ebenso wie in Saucen zu Geflügel oder Fisch sowie Mayonnaisedressings. Die hohe Färbekraft wird sich ebenso bei Senf, gelben Nudeln oder Ostereiern zu Nutze gemacht und ersetzt das wesentlich teurere Safran.
Rezepte mit Kurkuma 

Muskat

Muskat Die Muskatnuss ist eigentlich der Samenkern einer aprikoseähnlichen Frucht. Am liebsten wird der runde Kern frisch gerieben, so entwickelt er sein würziges Aroma am besten und es bedarf nur kleiner Würzmenge. Muskat ist vielseitig einsetzbar, hat aber durchaus seine Favoriten, wie z.B. Kartoffelgerichte aller Art, allen voran aber das Püree, Eiergerichte, Kürbis und fast allen Kohlarten (Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi). Auch Gebäck profitiert von der aromatischen Würze, ebenso wie Eierpunsch oder Fruchtbowle. Die Nuss sollte in einem verschließbaren Behältnis, dunkel und kühl gelagert werden, dann hält sie sich bis zu drei Jahre. Rezepte mit Muskat

Nelke

Für viele gehört dieses Gewürz in die Vorweihnachtszeit, denn mit dem intensiven Duft wird die Freude auf Weihnachten verbunden. Gewürznelke verfeinert Süßspeisen, Lebkuchen und Glühwein, wird aber auch gerne Fleischgerichten, vor allem Wild, und Rotkohl beigegeben.
Verwendet werden die getrockneten Blütenknospen meist ganz, sie sind aber auch gemahlen erhältlich. Nelken haben ein sehr intensives Aroma, welches man sparsam einsetzen sollte, ein bis zwei Knospen oder eine Prise des gemahlenen Gewürzes reichen völlig für ein Gericht oder als Würze für Fonds, Schmorgerichte und Suppen. Auch in Currymischungen ist Nelke zu finden.
Rezepte mit Nelke

Paprika

Paprikagewürz ist meist in jedem Haushalt zu finden, denn es passt zu vielen Gerichten und rundet Speisen geschmacklich ab. Man unterscheidet Paprika anhand der Schärfe, zu den mildesten Sorten zählt die Gemüsepaprika, zu den schärfsten Peperoni und Chili. Zur Herstellung des Gewürzpulvers werden die Früchte getrocknet und anschließend gemahlen. Je nach Schärfegrad der Frucht sowie Anteil von Samen und Rippen, wird das Pulver in verschiedenen Sorten unterteilt, z.B. Delikatess-, Edelsüß-, Halbsüß oder Rosenpaprika, sprich von milder bis scharf. Je heller die Färbung des Paprikapulvers ist, umso schärfer ist, eine tiefrote Färbung weist hingegen auf eine milde Sorte hin. Färbt sich das Pulver hingegen braun, ist es nicht mehr verwendbar.
Rezepte mit Paprika

Piment

Piment oder Nelkenpfeffer riecht sehr würzig und erinnert sowohl an Pfeffer als auch Gewürznelke, vielleicht noch ein wenig nach Zimt, weshalb die getrockneten runden Früchte gerne in der Weihnachtsbäckerei Verwendung finden. Besonders Lebkuchen und Spekulatius profitieren von diesem Gewürz. Die Körner werden aber ebenso eingelegten Gurken oder Gemüse beigegeben, Suppen und Saucen verleihen sie ein leicht scharfes rundes Aroma. Kocht man mit Piment, kann Piment mit der Pfeffermühle gemahlen verwendet werden und passt besonders gut zur deftigen Regionalküche.
Rezepte mit Piment

Pfeffer

Pfeffer Die kleine runde Beerenfrucht des echten Pfefferstrauches ist in schwarz, weiß und grün erhältlich, entweder einzeln oder bunt gemischt. Grüne Pfefferkörner sind unreif gepflückt worden und haben eingelegt die mildeste Schärfe. Sie können einfach mitgegessen werden, gefriergetrocknet finden sie in gemahlener Form Verwendung. Trocknet man grüne unreife Pfefferkörner in der Sonne, werden sie schwarz und entwickeln die brennenste Schärfe. Weißer Pfeffer wurde nach einiger Zeit der Wässerung von seinem reifen roten Fruchtfleisch befreit und getrocknet, sehr selten ist auch der ungeschälte vollreife rote Pfeffer eingelegt erhältlich. Rosa Pfeffer hingegen ist nicht mit dem echten Pfeffer verwandt, findet sich aber trotzdem gerne in einigen Pfeffermischungen wieder. Geschmacklich passt Pfeffer zu fast jedem Gericht, wählt man den richtigen Schärfegrad.
Rezepte mit Pfeffer

Safran

Die roten Fäden mit der unglaublichen gelben Färbekraft sind die getrockneten Blütennarben einer in Vorderasien beheimaten Krokusart. Die Gewinnung der dünnen Narben von Hand ist sehr aufwändig, was sich in dem hohen Preis niederschlägt. Safran wird als das teuerste Gewürz der Welt gehandelt und wird meist in kleinen Päckchen zu je einem Gramm verkauft. Allerdings reicht diese Menge vollkommen aus, um eine Speise wie Paella, Nudeln oder Risotto zu würzen und ihr die typische gelbe Farbe zu verleihen. Die tiefroten Fäden sollten dunkel, luftdicht und lichtgeschützt gelagert werden.
Rezepte mit Safran

Sternanis

Diese wunderschönen sternförmigen getrockneten Fruchtblätter eines Magnolienbaumes mit den rotbraunen Samenfrüchten stammen aus China. Sie sind nicht mit dem Namensvetter „Anis“ verwandt, auch wenn sich Geruch ähneln, jedoch schmeckt Sternanis würziger und gleichzeitig süßlicher. Besonders beliebt ist Sternanis als Glühwein-, Tee- und Weihnachtsgewürz, würzt Pflaumenmus und passt hervorragend zu süß-sauren Entengerichten. Ebenso verträgt sich das sternförmige Gewürz mit Fisch und Meeresfrüchten sowie allem hellen Fleisch. Sternanis wird meist im Ganzen zugegeben und mitgeschmort.
Rezepte mit Sternanis

Vanille

Das wohl beliebteste Gewürz beim Backen und Zubereiten von Süßspeisen ist wohl eindeutig die Vanille. Die schwarzen langen Schoten sind die Früchte der mexikanischen Kletterorchidee enthalten ein schwarzes Mark, welches herausgeschabt wird. 2/3 des Geschmacks stecken jedoch in der Schote selbst, weshalb diese immer mitgekocht werden sollte, schließlich ist Vanille hinter Safran das zweitteuerste Gewürz der Welt. Besteht die Möglichkeit des Mitkochens nicht, kann die Schote auch dem Haushaltszucker beigegeben werden, so hat man sich seinen eigenen Vanillezucker hergestellt. Vanille verleiht vor allem Kuchen, Plätzchen, Eis und vielen anderen Desserts sowie Süßspeisen ein unwiderstehliches Aroma, auch Kaffee, Kakao und Tee profitieren von ihrem Geschmack.
Rezepte mit Vanille

Zimt

Zimt Zimt ist ein typisches Gewürz des Orients und zählt zu den ältesten bekannten Aromen. Zimt, meist als gerollte Stange oder als Pulver erhältlich, ist die Rinde des Zimtbaumes, welcher zu den Lorbeergewächsen gezählt wird. Zimt schmeckt süßlich und wird daher am häufigsten in Desserts und Backwaren verwendet. Aber es ist auch Bestandteil vieler Currymischungen und gibt, gerade in arabischen Ländern, gerne Fleischgerichten den letzten Pfiff. Die Mischung von Zimt mit Salzigem, Saurem oder Scharfem ist ein besonderes Geschmackserlebnis.
Wie viele Gewürze verliert Zimt schnell sein Aroma und muss deshalb luftdicht, trocken und dunkel aufbewahrt werden.
Rezepte mit Zimt

Tipp: Wer gerne scharf ist, lebt gesund! Schärfe desinfiziert, beugt so bakteriellen Erkältungskrankheiten vor und macht die Atemwege frei. Zudem wird der Kreislauf als auch die Durchblutung angeregt. Menschen mit empfindlichem Magen sollten allerdings nicht zuviel Scharfes essen, denn dies greift die Magenschleimhaut an. Hat man einmal zuviel Schärfe im Mund, hilft leider auch kein Nachtrinken, besser hilft Milch, Joghurt oder Brot.

Anmerkung der Redaktion:

Dies ist nur eine Auswahl an Gewürzen, einige Gewürzkräuter werden auch im Artikel „Kochen mit frischen, grünen Kräutern“ kurz vorgestellt.


zurück weiterlesen

Artikel vom 16.03.2009
nach oben | Artikel drucken

Ähnliche Artikel

Aktuelle Umfrage

Welche Art von Torten bevorzugen Sie für sich und ihre Lieben?
Ich mag einfache und schnelle Torten.
Ich mache besonders gern klasssische Torten.
Ich probiere mich gern durch unbekannte Tortenrezepte.
Ich liebe Torten, die besonders schön aussehen und gleichzeitig toll schmecken.
Ich mag keine Torten.
Ergebnis

Partnermagazine