Die Saarländische Küche

Typische Spezialitäten aus der Saarländischen Küche

Sauerkraut Zur Bundesrepublik Deutschland gehört das Saarland politisch gesehen seit 1955, der endgültige und damit auch wirtschaftliche Anschluss erfolgte erst 1959.
Nach dem Dreißigjährigen Krieg lebten auf dem Gebiet des heutigen Saarlandes kaum noch Menschen. In den nachfolgenden Jahrzehnten siedelten sich Franzosen (vor allem Hugenotten), Protestanten aus Österreich und Wallonen aus belgischen Gebieten an.
Ende des 19. Jahrhunderts erlebte das Saarland einen weiteren Einwanderungsschub. Der Grund war vor allem ein Arbeitskräftemangel in den Gruben und Stahlhütten. Hier gab es günstige Voraussetzungen, in “Lohn und Brot” zu kommen und Grundeigentum recht günstig erwerben zu können.

Die Gerichte, die in den Arbeiterküchen zubereitet wurden waren einfach und nahrhaft: Eintöpfe, Kartoffelgerichte, Sauerkraut, Zwiebeln, Kohl, Wurst und Schweinefleisch.

Typisch saarländisch ist der aus dem Saargau stammende „Viez“, ein Apfelwein. Auch Obstbrände werden heute noch reichlich gebrannt, der Saarländer trinkt aber ebenso gerne Bier und guten Wein, der an der saarländischen Obermosel angebaut wird.

Lyoner, eine Brühwurst, stammt aus Lyon und hat es im Saarland zum Kultstatus gebracht. Hier heißt die Wurst auch nicht “die” sondern “der” Lyoner. Es geht sogar die Kunde, dass kein “richtiger” Saarländer sein Land ohne einen guten Vorrat an Lyoner verlässt. Nachgeprüft haben wir das aber nicht… Der Begriff “Saarländischer Lyoner” wurde sogar geschützt.
Am Liebsten isst man dazu „Kerschdscher“. Das sind rohe Kartoffelwürfel in heißem Fett gebacken bis sie braune Krusten, eben „Kerschdscher“, haben.

Das Saarländische Nationalgericht ist aber “Dibbelabbes“ oder „Dippelappes“ - ein Auflauf oder Kuchen, der aus rohen, geriebenen Kartoffeln, Dörrfleisch und Lauch zubereitet wird. „Dibbe“ bedeutet im hochdeutschen Topf. Der „Topfkuchen“ schmeckt am besten mit Apfelmus. Ganz ähnlich wird auch „Schales“ zubereitet. Hier wird der Teig allerdings unter ständigem Wenden in einer Pfanne gebraten.

Zwei weitere Spezialitäten, die als Grundlage denselben Teig haben, sind "Hoorische Knepp", sprich „Haarige Klöße“, und "Gefillde", also „gefüllte Klöße“.
Dafür werden zu gleichen Teilen rohe Kartoffeln (geschält, gerieben und fest ausgedrückt) und gekochte Kartoffeln fein zerkleinert. Beide werden vermengt, nach Geschmack gewürzt und zu Klößen geformt. „Gefillde“ bekommen zusätzlich eine Füllung aus Hackfleisch, Leber- oder Blutwurst und Gewürzen. Zu beide Arten von Klößen gibt es eine deftige Speckrahmsoße, evtl. auch. Sauerkraut.

Im Saarland kann man, vor allem im Sommer, oftmals dem „Schwenker“ begegnen. Das ist in der Regel ein selbstgebauter, dreibeiniger Grill, dessen Rost „geschwenkt“ werden kann. Aber auch der Grillmeister wird Schwenker genannt, ebenso wie das darauf zubereitete Fleisch – der köstliche Schwenkbraten bzw. ein Schwenksteak.

Die Saarländer mögen ansonsten gerne Suppen, z.B. Bohnen- oder Kartoffelsuppe, dazu gehört aber unbedingt Kuchen wie der Quetsche oder Apfelkuchen.

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