Rote Bete

Rote Bete - die erdige Schönheit

Rote Bete ist gesund - das hört man immer wieder und trotzdem kommt die Rübe nur bei wenigen Menschen wirklich gut an. Für viele steht das tiefrote Gemüse sogar auf der Liste der unbeliebtesten Nahrungsmittel überhaupt. Schuld daran mag vielleicht die säuerlich eingelegte Rote Bete sein, die uns schon in Kindertagen abschreckte. Allerdings kann diese Alternative einem aromatischen Vergleich mit frischen Rüben nicht standhalten.

Rote Bete Suppe

Wer also über diese unschönen Geschmackserfahrungen der sauren Konserve hinwegblicken kann und der fleischigen Knolle in ihrem natürlichen Zustand noch eine Chance gibt, wird feststellen, dass der Eigengeschmack der Roten Rübe, wie sie auch genannt wird, durchaus nicht sauer, sondern angenehm süß und erdig ist. Wenn Sie nicht sowieso schon ein Fan der Roten Bete sind, trauen Sie sich jetzt an unsere leckeren Rezeptideen mit dem faszinierenden, nicht eingelegten, Gemüse heran. Es lohnt sich!

Rote Bete (Beta vulgaris), auch Rote Beete, Rote Rübe, Rande oder Rahner, ist eine Verwandte der Zuckerrübe und des Mangolds. Vor allem ihr Saft ist eine Art legales Doping, wirkt er doch extrem leistungssteigernd, blutdrucksenkend und stimmungsaufhellend. Und nicht nur als frisch gepresster Saft, sondern auch als Rohkost ist die Rote Bete tatsächlich ein kleines Wunder. Als eine der gesündesten Gemüsesorten auf der ganzen Welt ist sie reich an Betanin, Folsäure, Calcium, Magnesium, Vitamin C, A und K und hat einen hohen Nitrat- und Eisengehalt. Vor allem die Blätter der Rübe bündeln die Vitamine in sich.

Rote Bete lagern und aufbewahren

Und als wäre diese Ballung an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen nicht bereits genug, ist die Rote Bete auch noch sehr anspruchslos. Selbst in ungünstigen Lagen kann sie leicht angebaut werden, sie stellt keine hohen Anforderungen an den Boden und lässt sich zudem noch äußerst unkompliziert und lange lagern. Die Erntezeit beginnt im Juli/August und reicht bis kurz vor den ersten Frost. Rote Beten lassen sich zum Beispiel in Mieten leicht lagern und sind deshalb seit jeher auch ein beliebtes Wintergemüse.

Rote Beete halbiert

Zuhause kann man die frischen Rüben ohne Probleme an einem trockenen, kühlen und dunklen Ort lagern. Auch einfrieren kann man Rote Bete sehr gut. Dafür die Knollen putzen (Vorsicht: Schale nicht verletzten, sonst verliert sich die schöne rote Farbe), je nach Größe ca. 20 - 25 Minuten in Salzwasser garen, schälen, in Stifte, Würfel oder Scheiben schneiden und frosten. So hält sie sich bis zu einem Jahr und kann aufgetaut wunderbar als Salat, Gemüsebeilage oder Suppeneinlage verwendet werden.

Achten Sie beim Kauf von Roter Bete darauf, dass die Knolle nicht zu groß ist - denn damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Rübe holzig ist.

Rote Bete zubereiten

Wer die Rote Bete nicht als Rohkost im Salat essen möchte, hat generell mehrere Möglichkeiten, die Rübe zu garen. Man kann sie zum Beispiel in Alufolie einwickeln und bei 180° 70 bis 80 Minuten in den Ofen geben. Geschnitten kann sie alleine oder mit anderen Zutaten in der Pfanne angebraten und geschmort werden. Wollen Sie Rote Bete kochen, sollten Sie darauf achten, dass die Schale der Rübe nicht verletzt ist. Denn die Rübe wird mit der Schale gekocht - so bleibt ihre prächtige Farbe erhalten. Ist die Schale beschädigt, blutet die Knolle beim Kochen aus und ist nachher nicht mehr so ansehnlich. Nach dem Kochen schälen Sie die Rote Bete, allerdings am besten mit Handschuhen und gebührender Vorsicht, denn der rote Farbstoff ist sehr intensiv. Sollten Sie doch einmal rote Flecken auf die Kleidung bekommen, hilft heißes Wasser, denn der Farbstoff Betanin ist nicht besonders hitzebeständig. Wer sich diesen Kochvorgang sparen möchte, kann auch auf die in vielen Supermärkten erhältlichen im Ganzen vorgekochten, geschälten und vakuumierten Roten Beten zurückgreifen.

Rezepte mit Rote Bete, die besonders bekannt sind, sind der russische Borschtsch oder der nordische Labskaus. Wer den erdigen Geschmack nicht so gerne im Vordergrund schmecken möchte, rote Bete verträgt sich mit vielerlei Gewürzen, z.B. Kreuzkümmel, Fenchel oder auch Anis, wer es schärfer mag nimmt Chili oder Meerrettich. Aber ebenso fruchtige Noten wie Orange oder Johannisbeere harmonieren toll zu dem optischen Knaller auf dem Teller. Ein Schuss Rotwein unterstreicht Farbe und Geschmack, auch Balsamicoessig passt wunderbar.