Richtig Einfrieren


Allgemeine Tipps zum Einfrieren

Allgemeine Tipps zum Einfrieren Friert man Lebensmittel und vorgekochte Speisen selbst ein, ist Frische die oberste Vorrausetzung. Je länger das Nahrungsmittel auf den Kälteschlaf wartet, umso größer ist der Qualitätsverlust. Am besten überlegt man sich bereits direkt nach dem Einkauf, welche Speisen haltbar gemacht werden sollen.
Sobald das Produkt für den Frostvorgang vorbereitet ist (geputzt, getrocknet, in Stücke geschnitten, ggf. blanchiert, bereits Gekochtes abgekühlt), wird es in kleinen Portionen in ein gefriergeeignetes Gefäß oder eine spezielle Gefriertüte gegeben, welche luft- und feuchtigkeitsundurchlässig ist. Um das zu frostende Lebensmittel vor Vitaminverlust und Gefrierbrand (siehe unten) zu schützen, sollte man versuchen, so wenig Luft wie möglich in der Verpackung zu lassen, am besten lässt man sich Fleisch schon beim Kauf vakuumieren. Allerdings darf ein Gefäß auch nicht zu voll gefüllt werden, da es sonst in gefrorenem Zustand (durch Ausdehnung von sehr wasserhaltigen Speisen) platzen oder sich zumindest der Deckel abheben könnte.
Wie bei gekaufter Tiefkühlkost ist auch bei selbst Eingefrorenem eine Kennzeichnung wichtig, um den Überblick zu behalten. Dies gilt sowohl für das Datum, an dem Sie das Gericht oder das Lebensmittel eingefroren haben, für die ungefähre Mindesthaltbarkeit, als auch für den Inhalt. Passende Klebeetiketten gibt es in jedem Schreibwarenladen zu kaufen.

Nun gilt es, das Gefriergut möglichst schnell runterzukühlen, damit der natürliche Alterungsprozess des Lebensmittels gestoppt wird. Manche Tiefkühlgeräte verfügen über eine so genannte „Schockfrost“ – Funktion, wenn das Gewicht des Gefrierguts 1000g nicht überschreitet, kommt man aber auch ohne aus. Werden allerdings zu viele Lebensmittel auf einmal ins Gefrierfach gegeben, verlangsamt sich der Kühlprozess und die Speisen leiden unter Haltbarkeits- bzw. Qualitätsverlust. Wichtig ist, das frische Gefriergut nicht auf bereits gefrorene Tüten und Behälter, sondern flach in die Gefrierbox zu legen, so kann ein gleichmäßiger Gefriervorgang stattfinden.
Einen groben Überblick über die Haltbarkeit einiger Lebensmittel (bei optimaler Lagertemperatur von -18° Celsius) haben wir für Sie zusammengestellt:

  • Gemüse: 3 -12 Monate
  • Kräuter: 3 – 4 Monate
  • Obst: 9 – 12 Monate
  • Fleisch/Fisch: 3 – 12 Monate
  • Wurst: 1 – 6 Monate
  • Backwaren: 1 – 3 Monate
  • Milchprodukte: 2 - 6 Monate
  • Selbstgekochtes: 1 – 3 Monate

Genauere Angaben zur Vorbereitung, Lagerdauer, Auftauzeiten sowie Tipps für die Verwendung der eingefrorenen Gemüsesorten finden Sie im Artikel: Einfrieren von Gemüse und Kräutern. Zu den exakten Lagerzeiten bestimmter Fleisch-, Wurst- oder Fischsorten, fragen Sie bei Ihrem Metzger/Händler nach.

Damit das Gefriergut seinen vitaminerhaltenden Kälteschlaf gut übersteht, sollte es langsam und schonend aufgetaut werden. Viele Lebensmittel, die gefroren direkt in den heißen Topf gegeben werden, verlieren an Knackigkeit und Konsistenz. Nur einige Gemüsesorten, wie Spinat, überleben diese Vorgehensweise unbeschadet, zarte Obstsorten, wie Himbeeren, werden durch zu schnelles Erhitzen eher matschig.
Fleisch, Fisch und besonders empfindliche Lebensmittel sollten am besten am Abend vorher aus dem Gefrierfach genommen und über Nacht im Kühlschrank aufgetaut werden, da Bakterien nach dem Kälteschlaf wieder aktiv werden und sich besonders schnell bei warmen Temperaturen vermehren.
Deshalb sollten auch bereits eingefrorene rohe Lebensmittel, die einmal komplett aufgetaut wurden, nicht ein zweites Mal gefrostet werden – die Anzahl der Bakterien und Keime ist so erhöht, dass das Produkt weitere Lagerzeiten qualitativ nicht übersteht. Wurde das eingefrorene Lebensmittel nach dem ersten Auftauen gegart, kann es noch einmal eingefroren werden, allerdings sollte dies schnell passieren.

Was ist Gefrierbrand?

Gefrierbrand entsteht, wenn das Gefriergut mit zuviel Sauerstoff eingefroren wird oder Teile des Lebensmittels durch eine undichte Verpackung mit der kalten Frischluft in Berührung kommen. Die in Mitleidenschaft gezogenen Stellen trocknen aus und erhalten eine weißlich-graue Farbe. Dies passiert, da die Temperatur im Gefrierschrank leicht schwankt, es kommt immer wieder zu Wasserverdunstungen an der Lebensmitteloberfläche.
Gefrierbrand ist weder ungesund noch schädlich, es mindert jedoch erheblich den Geschmack des Gefriergutes an diesen Stellen. Die Stellen sind also insofern nicht wirklich genießbar und sollten großzügig entfernt werden. Ist das Lebensmittel großflächig betroffen, ist von dem Genuss aus geschmacklicher Sicht komplett abzuraten.
Verhindern kann man Gefrierbrand mit einer luftdicht verschlossenen Verpackung, am besten funktioniert jedoch eine eng anliegende Verpackung, am besten vakuumiert.


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Artikel vom 13.10.2008
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