Bräuche und Rezepte zu Fest- und Feiertagen


Was in Vergessenheit geraten ist vielleicht erinnerlich zu machen und Sie zum Wiederentdecken und Nachahmen alter Bräuche, die wir in unserer Kindheit noch kannten, zu interessieren. Die Idee kam mir, als im "Forum" immer öfter Fragen nach Gerichten und Rezepten auftauchten, die "meine Oma uns so kochte". Ich hoffe, Sie haben Spaß und Freude daran und versuchen sich an dem einen oder anderen alten Rezept!


Der Februar beginnt mit "Lichtmess" oder auch "Mariä Lichtmeß", der am 2. begangen wird. Maria brachte an diesem Tag ihren Sohn in den Tempel zum Erstlingsopfer.
Später wurde und wird dieser Tag als "Bauernfeiertag" angesehen. Traditionsgemäß wurden alle Kerzen eines Haushaltes gesegnet, eine Lichterprozession fand statt und die Dienstleute bekamen ihren Lohn und konnten an diesem Tag den Dienst aufkündigen. Noch heute weiß man, wenn jemand sagt: "Für mich ist jetzt/heuer Lichtmeß", dass er etwas abschließen will oder mit etwas fertig ist.
Die Dienstleute bekamen in vielen Gegenden eine Wegzehrung mit, die aus selbstgebackenem Brot und Rohrnudeln bestand.

Da diese auch heute noch beliebt sind, hier das Rezept:

  • 500 g Mehl
  • 2 Tassen lauwarme Milch
  • 2 Eier
  • 20 g frische Hefe
  • 2x1/2 Tasse flüssige Butter
  • 1/2 Tasse Zucker
  • 1 Prise Salz
  • Zucker zum bestreuen

    Alle Zutaten haben die gleiche Temperatur! Mehl in eine Schüssel sieben, Hefe in eine Mulde in der Mitte bröseln, etwas Zucker und Milch dazu und einen kleinen, dickflüssigen Teig rühren, mit Mehl bestäuben und gehen lassen, bis er doppeltes Volumen hat.
    Dann langsam alle anderen Zutaten (von der flüssigen Butter 1/2 Tasse) unterkneten und den Teig schlagen, bis er sich vom Schüsselrand löst und Blasen schlägt. Rundum mit Mehl einstäuben und zugedeckt gehen lassen. Nun sticht man eigroße Stücke (ca. 14 Stück) ab, formt sie zu einer Kugel und lässt sie wiederum 15 Min. gehen.

    Nun die übrige 1/2 Tasse flüssige Butter in eine Form (Bräter, Raine oder Auflaufform) geben, die Nudeln darin vorsichtig drehen, damit sie rundum voller Butter sind und nicht zu eng hineinsetzen. Bei ca. 200 Grad werden sie dann eine halbe Stunde gebacken, herausgenommen und sofort mit Zucker bestreut.

    Mit dem 14. Februar, dem Valentinstag, kann wohl jeder etwas verbinden. Obwohl nie so recht klar wurde, was der Heilige Valentin mit den Verliebten zu tun hatte! Er war Bischof von Terni in Italien und wurde in Rom um 269 hingerichtet. Immerhin soll er Fürsprecher der Verlobten und Gewährsmann für eine gute Ehe sein, aber auch der Schutzpatron der Epileptiker: Valentin = "Fall-nit-hin". Rote Rosen und gebackene und verzierte Herzen gibt es bekannterweise zum Valentinstag, aber kennen Sie die "Liebesküsschen"? Nein? Dann sollten Sie es in diesem Jahr mal damit versuchen!
  • 250 g Kokosfett
  • 150 g geriebene Blockschokolade
  • 250 g Puderzucker
  • 3 Eier
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1/2 TL Instant-Kaffee
  • 1 Paket große Backoblaten.

    Kokosfett im Wasserbad flüssig werden lassen, Eier und Puderzucker miteinander verschlagen und darunter rühren.
    Dann die Schokolade, Vanillezucker und Kaffee dazugeben. Masse leicht abkühlen lassen und etwas davon auf eine Oblate streichen, mit der nächsten bedecken und dies 2x wiederholen, Oblate bildet den Deckel. Im Kühlschrank erkalten lassen und in beliebige Formen schneiden und verzieren, z. B. mit roten Marzipanherzchen!

    Einen schönen Valentinstag wünscht Ihnen
    Sonja


  • Artikel vom 08.02.2001
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