Warum Suppenhuhn für Hühnersuppe?
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
warum verwendet man für eine Hühnersuppe eigentlich Suppenhühner? Was spricht dagegen ein "normales" Hähnchen zu verwenden? Gruß, Hotzenplotz - "der Unwissende" |
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![]() Mitglied seit 26.11.2000 |
Hi Hotzenplotz,
"Suppenhühner" sind in Ehren ergraute Eierleger, die man tatsächlich nur in etwa noch weich und geniessbar "kriegt", wenn man sie über Stunden "in heissem Wasser köcheln" läßt.... Im Idealfall (leider eher selten.....) haben sie ein körnerfressendes, im Mist, Gras und sonstigen Gegenden nach Würmern, Kerbtieren, Samen etc. kratzendes Leben hinter sich, mit all dem Duft, der sich ihnen durch ihre freie ungebunde Lebensweise verinnerlicht hat und den sie nun bereitwillig an eben dieses Wasser abgeben - danach als zu Recht hochgelobte "Hühnerbrühe" berühmt.... Mal etwas ernster: ein Suppenhuhn ist ein älteres Tier, das sich in Gottes Namen und beim besten Willen nicht mehr für den "Grill" eignet; das "normale" Hähnchen jedoch ist ein im Schnelldurchgang auf Gewicht getrimmtes Tier, das sich zu Zehntausenden in beschönigend "Farm" genannten Verschlägen "tummelt", meist mit "Kraftfutter" verwöhnt und das daher mit vielerlei Gewürzen nahezu alles aus sich machen lässt.... Ohne all diese im Normalfall jedoch ein ziemlich fades "Stück Fleisch" ist, aus dem noch nicht mal bzw. keinesfalls eine "Hühnerbrühe" würde...........jedenfalls keine, die diese Bezeichnung auch nur annähernd verdiente! Leicht sentimentale...... - hannnes |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Lieber Hotzenplotz!
Suppenhühner sollte man gar nicht kaufen, da sie schon so alt sind und zu viele Schadstoffe enthalten. Wir schneiden von jungen Hühnern immer das Fleisch grosszügig ab und von den Resten mit Knochen gelingt eine wunderbare Hühnersuppe. Wenn man diese Teile noch vor dem Kochen in Öl anröstet, hat die Suppe ein sehr gutes Aroma! Gruss aus Graz sunnyhilly |
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![]() Mitglied seit 17.05.1999 |
hallo, Hotzenplotz,
Eine richtig gute Hühnersuppe bekommt man nur vom Suppenhuhn, das so ungefähr 3 Jahre alt ist und nicht gar zu fett. Ältere Hühner sollte man nicht mehr verwenden. Im Laufe der Zeit entwickelt das Huhn im Fleisch und vor allem im Fett die guten Geschmacksbestandteile und vor allem bioligische Stoffe, die entzündungshemmend wirken. Welche das sind und wie sie genau entstehen und warum nur bei ausgewachsenen Hühnern hat man bisher noch nicht finden können, aber die gesundheitsfördernden Stoffe wurden nachgewiesen. Junge Hühner oder gar die Masthähnchen weisen diese Stoffe nicht auf! Ach nicht die Geschmackstoffe in dieser Ausprägung. Das irgendwas gutes in einer Hühnerbrühe sein muß, wußten schon unsere Vorfahren, denn bis heute gilt die Hühnersuppe als bestes Heilmittel bei der Erkrankung der Atemwege, also einer Erkältung! Das hängt damit zusammen, dass sie die Neutrophilen ankurbelt, die für die Vernichtung der Bakterien im Körper verantwortlich sind. Und bitte eine gute Hühnersuppe niemals "entfetten" - damit nimmt man ihr viel vom eigentlichen guten Geschmack! Was übrigens auch auf andere "entfettete" Speisen zutrifft! Lieber bei der Auswahl sorgfältig hinsehen! Sonja* |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Hi, Hotzenplotz,
bei uns gibt es manchmal halbe Suppenhühner frisch zu kaufen. So ein Teil wiegt dann ca 1,5 kg. Daraus eine ordentliche Hühnerbrühe gekocht, da braucht man dann nicht mehr zu fragen, warum Suppenhuhn was anderes ist als Grillhähnchen. Und von wegen alt und zäh - nach 45 min leisem Sieden ist das Fleisch genauso, wie es sein soll! Probiers aus und dann bist du schlauer! angi |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
na...ich weiss nicht... nach 45 min. habe ich oft noch einen gummiadler.... ein rechtes suppenhuhn verträgt schon 1,5 std.
gruss matti |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Wie war das in der Physik?
Je höher,desto schneller kocht es oder andersrum? In 45 Min. ein Suppenhuhn zu kochen ist schon eine Leistung . Leider,leider Tschüß Joachim |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
zu dieser Diskussion kann ich leider nix beitragen, außer daß ich in meinem Leben bisher nur Hühnersuppe aus den von matti vielgerühmten freilebenden Hühnern genießen durfte. (Von gelegentlichen Ausrutschern einer sogenannten Hühnersuppe aus Dosen, die ich jedoch soo niemals als solche bezeichnen würde) Das Glück hat man, wenn der Daddy selbst Hühner hält und man neben klasse Suppenhühnern auch noch jeden Tag frischgelegte Eier bekommt |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Vielleicht kocht angie es im Dampfkochtopf und hat nur vergessen diese Kleinigkeit zu erwähnen
Gruss von Pit |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Hallo!
Wollte mich auch mal kurz melden. Eine Hühnersuppe kriegt man nur mit einem "alten" Huhn ordentlich hin. Und wer schonmal das Glück hatte, ein wirklich freilaufendes altes Huhn nach seinem Dahinscheiden (= schlachten) auch essen zu dürfen, der wird schnell merken, daß man dies wohl kaum nach hiesigen Brathähnchen-Rezepten zubereiten kann - da kann man gleich seine Schuhsohlen kauen Also hinein in den Topf und eine feine Suppe daraus gekocht, die sowieso nicht zu fettig wird, wenn das Tier genug Auslauf hatte! Im Winter und bei Erkältung gibt es nichts besseres!!!!!!!! Nur - bitte nehmt nicht diese fetten, ekligen, tiefgekühlten und nicht mehr als Hühner zu erkennenden Dinger aus dem Supermarkt. Probiert einfach mal den Unterschied und ihr werdet es nie mehr anders wollen. Persönlich habe ich das Glück hin und wieder von meiner (wirklich lieben) Schwiegermama mit selbst geschlachteten Hühnern versorgt zu werden - ist wirklich was Feines !!!! LG, Claudia |
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Tut mir ja unsäglich leid, daß mein oben genanntes Suppenhuhn schon nach 45 min so weich war, daß ich die Knochen rausziehen konnte, ich bezweifle auch, daß es schon das verlangte methusalemalter erreicht hatte, geschmeckt hat uns das Süppchen daraus trotzdem!
angi |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Die beste Hühnersuppe ist die von einer alten "Turre". Ehrlich!
Mit Lorbeerblatt, Lauch,Wacholderbeeren, Möhren (von allem nur etwas) und dann noch die braune Haut von Zwiebeln. Mit Salz, Curry und Macisblüte.... Wichtig ist, das das Huhn leicht köchelnd mehrere Std. braucht, um gar zu werden. Nicht eins, das nach 25 Min. auseinanderfällt. Igitt! Die Brühe muß nach Hühnersuppe duften bevor man in den Topf sieht, nicht eine, die man erst als Hühnersuppe identifizieren kann, wenn man das Viech darin sieht. Gruß lisette |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
@sunnyhilly
weshalb älter Hühner mehr Schadstoffe enthalten als junge, das kann ich nicht nachvollziehen, genau das Gegenteil ist der Fall, denn hier wurde keine mit Futter und Medikamenten geförderte Mast angewandt. Und ein fettarmes Junghuhn hat vielleicht einen "huhnigen" , aber eben keinen "suppenhuhnigen" Geschmack. Das Huhnige bringt sogar die Suppenwürfel -Industrie besser geschmacklich hin, aber eben nicht den Suppengeschmack des echten, in Ehren ergrauten Suppenhuhns. Sonja hat gerade in der Sache Fett völlig richtig beschrieben. Letzendlich ist natürlich ein Suppenhuhn auch teurer, als ein Schnellmast-Hähnchen. Das Fleisch ist ja auch nicht das kullinarische Highlight, sondern die Suppe, in der das ausgelaugte Fleisch sein Kraft und Geschmack abgegeben hat. Aber die Kindheitserinnerung an das ausgelöste Hühnerfleisch des Suppenhuhnes in einer hellen Soße, läßt mich es gelegentlich auch heute noch kochen- keine Offenbarung- aber einfach gut. Walterspiel |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Noch ne gefundene Italienische Hühnersuppe:
(damit Du auch weisst, warum den ganzen Aufwand, Hühnerbrühe aus frischem "Alten" Huhn ist nämlich das Beste... 2 dl Kalte Hühnerbrühe 2 Eier 2 EL Gries 2 EL Geriebenen Parmesankäse 2 EL Gehackte Petersilie 1 Messer Geriebene Muskatnuss Salz Weißer Pfeffer Zubereitung: Für die Einlage Eier und 1/8 l Hühnerbrühe in einer Schüssel verquirlen. Gries und Parmesan nach und nach unter Rühren zugeben. Petersilie, Salz und Muskatnuß unterrühren. Restliche Hühnerbrühe zum Kochen bringen und die Eimischung unter ständigem Rühren in die Brühe gießen, so daß feine Eier- und Käsefäden entstehen. Unter Rühren 5 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. |
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![]() Mitglied seit 01.08.2001 |
Also, 45 min.Im Dampfdrucktopf ist zu viel,
da zerfällt es, inkl.der Knochen LG.N. |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
mein huhn habe ich gestern EINE stunde im dampfkochtopf gehabt und was soll ich sagen, das vieh war immernoch zäh und saah aus, wie eine bisschen grössere taube. mit krampf habe ich etwas von den keulen abgeschnitten und die brüste rausgezerrt. die Suppe hat eigentlich auch nicht richtig intansiv nach huhn geschmeckt und die 3 fettaugen waren überschaubar. das war nach 15 jahren mal wieder mein erstes und letztes suppenhuhn, ich koch jetzt meine brühe wieder mit hähnchen. mein erstes suppenhuhn habe ich mal 3 stunden gekocht und hatte mir geschworen, nie wieder..... meine freundin hatt auch immer tolle zarte hühnchen, auch aus der TK-Truhe. mein suppenhuhn war billiger wie nen hähnchen, hatte nen schwaches kilo auf den rippen....evt. hats ja daran gelegen. schöne grüsse von einer zum mittag hühnersuppe mit eierstich essenden fransi |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Die Klagen über das zähe Fleisch ist genauso widersinnig, wie wenn man darüber klagt, daß das Fleisch, das ich zur Gewinnung von Fleischbrühe benutze, ausgelaugt sei. Wenn ich eine Fleisch-oder Hühnerbrühe herstellen möchte, ist der Vorgang doch ein ganz anderer und auch das Ausgangsmaterial, als wenn ich eine gute Brühe haben möchte.
Wer das zarteste gekochte Huhn haben möchte und gleichzeitig die optimalste Hühnerbrühe- das wäre ja absolut d e r Spitzenkoch !! kopfschüttelnd Walterspiel |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
hallo walterspiel....
du nimmst dann also dein huhn aus dem topf und beförderst es gleich in den mülleimer??? nur, weil du eine brühe haben möchtest?? darüber kann ich wiederum nur den kopf schütteln.... wenn ich exklusiv kochen würde, dann verstehe ich dich! nur das beste verwenden , müll auf, rest rein...... ist ja wie beim kochduell.... die leutchen die ich kenne, mögen auch, wie ich, das fleisch vom huhn in der suppe, Marke: hausmannskost fransi |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
@fransi
Wenn Du gelesen hast, mag ich auch das klassische Suppenhuhn, nur steht dies halt nicht im Vordergrund bei der Hühnersuppen-Herstellung. Auch ein Tafelspitz wird nicht so gut, wenn ich ihn 2 Stunden bei Suppenherstellung auslauge, als wenn ich ihn nur eine 3/4 Stunde in der heißen Brühe koche. Das hat nichts mit exclusiv zu tun, sondern ist einfach eine Tatsache. Und ich esse mein Suppenhuhn auch und kaue halt etwas länger !! Walterspiel |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
o.k......
ich habe ja oben auch oben etwas von ausgelöstem Hühnerfleisch in heller sosse, von dir gelesen. wie gesagt, ich war von meinem hühnchen sehr enttäuscht, da ich den kräftigen geschmack einer hühnersuppe eigentlich bei meinem süppchen auch vermisst habe. im nachhinein denke ich, das ich das ich ein grösseres hühnchen hätte nehmen sollen. Wie sollte auch aus dem kleinen ausgemergelten hühnchen mit zähem fleisch eine kräftige brühe entstehen?? somit habe ich wieder dazugelernt.... X-) fransi |
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