Mahlab (Weichselkirsche) als Pulver: Was macht man damit?
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![]() Mitglied seit 18.06.2005 |
Ich habe heute im Gewürzregal eines orientalischen Geschäftes eine Tüte entdeckt, mit dem Etikett: "Mahlab (Weichselkirsche)". Drin war ein helles, leicht gelbliches Pulver. Wie bei den anderen Gewürze und Gewürzmischungen waren 100 g in der Tüte. Gekauft habe ich es erstmal nicht - aber ich bin mit dem festen Vorsatz aus dem Laden gegangen, mich zu informieren, was das ist und vor allem, wie und wofür man das verwendet. Gefunden habe ich schonmal das hier - aber so wirklich umfangreich scheint mir das auch nicht zu sein. Offenbar nimmt man das Pulver für Brot und Gebäck und das Aroma wird mit süßsauer, nussig und aromatisch-bitter bzw. "an Tonkabohnen oder Bittermandeln erinnernd" beschrieben - aber wieviel kommt denn da an den Teig dran? Verwendet das evtl. jemand? Sonnige Grüße vom Bäumchen
Leben - es gibt nichts Selteneres auf dieser Welt.
Die meisten Menschen existieren, weiter nichts. - Oscar Wilde - |
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![]() Mitglied seit 14.02.2005 |
Hallo,
das kannst du als Mandelersatz hernehmen, hat einen leichten Bittermandel´geschmack (kein Wunder ist schließlich auch die Kusine der Mandel Mit Tonkabohne hat Mahaleb imho aber auch gar nichts zu tun. gwexhauskoch |
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![]() Mitglied seit 18.06.2005 |
Dankeschön, das ging ja superfix, @ gwexhauskoch!
Mandelersatz also. Hmmm. Nimmt man das Zeug dann auch so 100- bis 200-grammweise? Oder nur ne Prise wie bei bitteren Mandeln? Oder ...? Und das mit der Tonkabohne stand da so dabei, tut mir leid ... ich kenne ja weder das Aroma von Tonkabohnen - noch das von Mahlab. Sonnige Grüße vom Bäumchen
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![]() Mitglied seit 11.02.2004 |
Hallo
Was haben sie im Geschäft gesagt, wofür man es braucht? lg Pikale |
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![]() Mitglied seit 14.02.2005 |
Hallo,
vorwiegend wird das zum Backen verwendet. Ich mache das ja immer nach Gefühl bzw. ich teste den Geschmack, so vorsichtig wie Bittermandeln muss es nicht dosiert werden, aber auch nicht so viel wie Süßmandeln, da wird es dann schon sehr dominant. Mahalebsoufflee - mmmmmmmmmhh lecker! gwexhauskoch |
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![]() Mitglied seit 18.06.2005 |
@ Pikale:
Im Geschäft konnte man mir heute leider gar nicht weiterhelfen, da war nur eine deutsche Aushilfe da - und die weiß noch weniger als ich zu den Gewürzen. Nach ihrem entsetzten Blick auf meine Frage und ihrem Gestammel, als sie nur wiederholen wollte, wonach ich fragte, habe ich sie also erlöst - und gesagt, dass ich das schon irgendwie rausfinde. Ihren Dank konnte man förmlich mit Händen greifen ... Sonnige Grüße vom Bäumchen
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![]() Mitglied seit 18.06.2005 |
@ gwexhauskoch:
Du sag mal, wenn Du das Zeugs so gut kennst - hast Du evtl. nen Rezepttipp für mich, so für den Anfang? Oder sonst nen Tipp, wozu es am besten passt? Eher sowas wie Milchbrot oder so - an nem richtig dunklen Brot kann ich mir das wenig vorstellen irgendwie. Und das Gebäck - sind da eher sowas wie Teilchen gemeint? Oder Kekse? Oder ...? Sonnige Grüße vom Bäumchen
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Hallo,
nee, mach doch mal einen Kugelhupf mit Mahaleb. gwexhauskoch |
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![]() Mitglied seit 20.01.2004 |
Hallo,
man kann damit backen. Und man kann es in Süsspeisen geben. Ich mache Muhallebi und da gibt es einen feinen speziellen Geschmeck. Bei Bedarf gebe ich gerne das Rezept. LG Pera |
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@ Pera:
Was ist denn dieses Muhallebi? Auf jeden Fall muss ich jetzt erstmal schauen, wann ich wiedermal in die Gegend komme - und dann ein Tütchen kaufen zum Nachkochen oder -backen. Sonnige Grüße vom Bäumchen
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![]() Mitglied seit 20.01.2004 |
Ein türkischer Pudding.
Einfaches Rezept:7 Ess.Zucker und 1 l Milch auf den Herd setzen.1,5 Mokkatasse Reismehl und 1/2 Mokkatasse Staerke mit Wasser anrühren und dann unter den Pudding geben.Unter staendigem Rühren zum kochen bringen.Etwas dick werden lassen. Dann in Schalen geben. Darunter kann man eben z.B. das Mahlep-Pulver geben. LG Pera |
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![]() Mitglied seit 08.04.2010 |
Hi all,
zum Thema Mahlab 2 tips: 1.) Gutes Kochbuch für orientalische Gewürze (mit guter Beschreibung der Gewürze und interessanten Rezepten) auch für Mahlab: Safran und Kardamom: Die orientalische Gewürzküche <-- Googlesuche "Verlagangaben von Admin entfernt" 2.) eine klasse Seite der Uni Graz zum Thema Gewürze: www.uni-graz.at/~katzer/germ/spice_small.html Grüße aus Nürnberg Bertoli |
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![]() Mitglied seit 24.09.2011 |
meine freundin hat mit mir in syrien so eine art rosinenbrötchen gemacht, die sind total klasse und schmecken ein bisserl anders. sie nennen es brioche und machen es zu ostern und weihnachten (armenisches rezept) halten in der blechdose mehrere tage rezept eine tasse sultaninen in warmen wasser einweichen und klein hacken 1250 gr mehl 2 frischhefe prise salz 1 1 1/2 tassen zucker 1 gr. löffel mahlab 6 eier 250 gr butter in warmen wasser auflösen 1 tasse lauwarme milch 1/2 päckchen mistika (mastix gibt es beim räucherer, so eine art weihrauch) im mörser pulverisieren zuerst mit mehl etwas zucker, hefe und lauwarmen wasser vorteig machen dann alles andere beimischen und mindesten zweimal gehen lassen dann kleine teilchen, brötchen, schleifen... auf einem geöltem holzbrett formen und die hände ganz gut einölen (man braucht dann zum formen kein mehl mehr) dann geht es ab in den ofen bei ca 220 grad je nach grösse 10-15 minuten die menge kann man auch halbieren, aber in den arabischen ländern sind die familien halt riesig und das verputzen die sofort. gutes gelingen |
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![]() Mitglied seit 29.03.2010 |
Mahlab passt gut in Sesamringe. Gibt ihnen einen speziellen Geschmack.
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![]() Mitglied seit 19.06.2004 |
> Mit Tonkabohne hat Mahaleb imho aber auch gar nichts zu tun.
Sorry, aber da bin wohl ich dran schuld. Ich bin mir nämlich ziemlich sicher, daß der Wikipedia-Artikel das von mir abgeschrieben hat (ich behaupte das nämlich seit 1997 im Web). Und ich finde, da besteht wirklich eine diffuse Ähnlichkeit, jedenfalls mehr als mit Bittermandeln (ein Paper über die flüchtigen Inhaltsstoffe habe ich aber nirgendwo gefunden, leider). Aber Du weißt ja, Geschmäcker und Ohrfeigen sind verschieden.... Als ich für mein Gewürzbuch recherchiert habe, ließ sich nur eine Handvoll Rezepte für Mahlab auftreiben: Armenische Kekse (choreg), cyprischer Kuchen (flaounes und ein paar andere), arabische Kekse (Name vergessen, find wohl mit mu- oder mua- an). Angeblich auch zur Marinieren von Käse. Andererseits gibt es Freunde von mir, die sich die Körner in die Pfeffermühle stopen und auf mehr oder minder alles draufmahlen. Gemahlenes Mahlab wird leider fürchterlich rasch ranzig. Ich würde der geschätzten Baumfrau daher eher die ganzen Körner empfehlen, die halten aber auch nur ein paar Monate durch (außer, man lagert sie im Gefrierschrank). |
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![]() Mitglied seit 29.03.2010 |
...Maamoul
Auch kann man es in Zuckersirup geben und in milchige Desserts... |
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![]() Mitglied seit 20.04.2009 |
Hallo!
Am Wochenende war ich im Botanischen Garten in Berlin und habe da eine Weichselkirsche (Prunus Mahalab L.) gesehen. Der Baum hat mich besonders interessiert, weil ich eben so einen in meinem Garten habe und es in fast 20 Jahren noch nicht geschafft habe, ihn eindeutig zu identifizieren, ich wusste immer nur, dass es sich um eine "Prunus"-Art handeln muss. Als ich jedoch den etwas gedrehten Stamm gesehen habe, war ich mir sicher, und was ich im Web gefunden habe, bestätigt meine Vermutung. Mich interessiert jetzt, ob man die Steine dieser kleinen Kirschen direckt verwenden kann, eben als Mahaleb oder Mahleb? Denn wie bei anderen Kirschen sind die Kerne der Früchte ziemlich hart - auch Mandeln haben ja eine extrem harte Schale, die erst geknackt werden muss. Das böte ganz neue Möglichkeiten, denn bisher dienen die Früchte nur als Vogelfutter, und die Kerne scheinen in meinem Garten überall zu keimen, ich kann also jedes Jahr hunderte kleiner Bäumchen mit dem anderen Unkraut heraus reißen. LG, Heike |
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![]() Mitglied seit 20.04.2009 |
Streiche ein "c"...
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![]() Mitglied seit 14.02.2005 |
die Schalen der Samen müssen natürlich weg, der eigentliche Same ist etwa so groß wie ein großer Stecknadelkopf
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![]() Mitglied seit 19.06.2004 |
> Am Wochenende war ich im Botanischen Garten in Berlin und habe da eine
> Weichselkirsche (Prunus Mahalab L.) gesehen. Es stehen dort einige, aber ich kenne sie alle. Die Photos auf meiner Gewürzseite über Mahlab stammen nämlich alle aus dem botanischen Garten Berlin (das darf ich aber nicht laut sagen, sonst verklagen mich die Wappler). Dort habe ich diese Pflanzenart zum ersten Mal gesehen, und der große alte Baum schräg vor dem Haupt-Glashaus ist schon ein ziemliches Prachtstück. Bei der Selbsternte ist zu beachten, daß Du ja nur den geschälten Samen haben willst — die dünne Außenhaut, das mehr oder minder saftige Fruchtfleisch und die steinharte Samenschale müssen also irgendwie weg. Klingt nach ziemlich viel Arbeit, denn was dann übrigbleibt, ist ein tropfenförmiges Ding, das in der längsten Abmessung kaum 5 mm mißt. |
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![]() Mitglied seit 20.04.2009 |
Zunächst einmal danke ich Euch für Eure Infos, gwexhauskoch und Spice_Master. Ja, ich hatte schon befürchtet, dass es die harten, kleinen Kerne der Frucht mit Schale nicht sein können! Und obwohl ich an langen Winterabenden gerne stundenlang Walnüsse knacke, weiß ich nicht, ob ich einen Versuch mit den Minikernchen starten werde. Wenngleich... vielleicht sollte ich mal unter dem Begriff Pinienkerne nach Tipps stöbern, die Winzlinge werden ja auch in Handarbeit geknackt, so weit ich weiß.
Spice_Master, den Baum auf Deiner Seite habe ich schon gesehen, auch die Quellenangabe dazu, die man ja erhält, wenn man darauf klickt. Ich denke, es ist der Baum, den ich auch meine, er steht etwa am oberen Ende des "U" (keine Ahnung, wie man diese Parkform nennt) auf einer kleinen Naturwiese Richtung "Alpen". Der Baum ist schön mit seinem verdrehten Stamm, aber noch ziemlich klein gegen den, der in meinem Garten steht. Mit dessen Früchten könnte ich wahrscheinlich in die professionelle Mahalebproduktion einsteigen. Identifizieren konnte ich den Baum übrigens anhand sehr guter Fotos einer anscheinend italienischen Seite für Fotosammlungen, bei Interesse schicke ich den Link per PN gerne weiter. LG, Heike |
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Henglein
Rama Cremefine































