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Hi,
jetzt werden mich bestimmt gleich ein paar hier (gedanklich) durch den Wolf drehen. Mal ganz ketzerisch gefragt: Was macht die Ausbildung so "langwierig", warum dauert es ganze 3 Jahre, bis man "richtig" kochen kann? Ich hab mir den "Jungen Koch" geholt und blättere schon die letzten Tage immer mal wieder durch, die Theorie selbst finde ich weder schwer noch viel. Gerade Garverfahren etc. lernt man ja nicht einfach stur Temperaturen und Zeiten auswendig, sondern exerziert sie immer und immer wieder durch, bis man es im Gefühl hat. Zum Beispiel steht im Jungen Koch im Abschnitt "Zwischenprüfung": Rezepte Umrechnen, Arbeitsablaufplan, Grundkenntnisse Service, Beschreiben von Speisen, Garverfahren, Grundtechniken Küche und Einfache Rezepte. Ich persönliche finde die Degustation am schwierigsten, die Rechnereien ziemlich easy und der Rest ist doch größtenteils einfach nur Üben, üben und nochmals üben.... Ehrlich, ich will hier niemanden angreifen, aber irgendwie ist mir nicht so ganz klar, weshalb das "so lange" dauert (lange relativ gesehen) |
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Hallo Vogu!
Ich musste ein wenig grimeln Ob man nach der Lehre kochen kann, dass hängt vor allem immer von den Schülern selber ab. Der eine hat Interesse und ist mit 25 schon Spitzenkoch, der andere kann nach fünf Jahren immer noch kein Wasser kochen. Es gibt auch noch andere Bücher, wo man erlesen kann, wie man zum besonderen Koch wird. Ein schönes WE Gruß Gastromacher |
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Noch mal ein Hallo!
Ich wollte dir noch einen Tipp geben: Vom Gesellen zum Meistergericht, ISBN: 978-3-8338-1088-6 Vielleicht macht dir das ja mehr Spaß! Der Gastromacher |
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*brüll*
vogu, bist Du in der Lehre? Guck Dir Deine Mitlehrlinge an ... noch Fragen? oder guck Dir die Hiiiiiiiiiiiilfe-Prüfung-Threads an .... Gruß Tin __________________________________________________________________ Eine Kerze macht noch lange kein Candlelightdinner. |
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@JordiTin
Nope, ich studiere und arbeite nebenbei in der Gastro als Aushilfe - daher kommt wohl auch mein reges Interesse daran. Im Betrieb ist n Azubi, aber der macht auf mich n ziemlich passablen Eindruck. Schule nicht so toll, aber sonst n ziemlich wacher Geist. |
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Tja...aber wo willste denn üben ? Zu hause ? Wer soll das alles den dann essen ?
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Vogu, man kann ja auch verkürzen. das ist imho unter optimalen Bedingungen auch in wesentlich kürzerer Zeit zu schaffen.
Man darf es trotzdem nicht unterschätzen - wir Hausfrauen würden uU an den Hygieneregeln scheitern. Gruß Tin __________________________________________________________________ Eine Kerze macht noch lange kein Candlelightdinner. |
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Hallo Fresszelle!
Wenn du eine große Familie oder einen noch größeren Bekanntenkreis hast, dann geht das! Ne aber im ernst, das sollen die Auszubildeten schon in der Küche lernen wo sie arbeiten. Wenn das nicht gegeben ist, dann ist es auch kein guter Ausbilder. Gibt es natürlich häufig! Leider Gruß Gastromacher |
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@JordiTin
Mal rein theorethisch: Wie weit ließe sich denn das ganze zusammenstauchen? Offiziell finde ich die Angabe, dass bei 3 Jahren Regelzeit die Ausbildung mindest 1,5 Jahre umfassen muss. Es tut mir leid, wenn meine Fragen hier reichlich naiv rüberkommen, aber ich studiere nicht ganz fachfremd (Lebensmittelchemie), von daher sind mir z.B. auch die ganzen Ernährungssachen schon seit dem Abi so sehr in Fleisch und Blut übergegangen, dass ich nur noch sehe "Aha ok, Proteine ... Enzyme ... ". Durch's Studium darf ich mir ja später auch noch den ganzen gesetzlichen Wulst schön lang und breit anhören (bin da schon gespannt drauf, eigentlich hat mir der Hygienepass schon gereicht...). Irgendwie ergänzen sich Studium und Arbeit bei mir - auch wenn's paradox klingt. |
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Hallo Vogu,
schon mal nachgedacht, dass bei den 3 Jahren noch Urlaub, Krankheitstagen, usw. dabei sind. Dann sind die Lehrlinge ja nicht immer in der Küche sondern auch in der Schule und nicht jeder ist so fit wie du vielleicht und braucht da auch seine Zeit, bis er es kapiert. Da ist dann nicht immer viel Zeit, wenn man alles zusammen rechnet zum Üben da. Ich bin zwar kein Koch, sondern Konditormeisterin, aber wenn ich da so an unsere Lehrlinge denke, da sind 3 Jahre echt knapp und wir haben andere Arbeitszeiten wie die Köche, d.h bei uns kann man nach der ARbeitszeit schon mal üben, aber dass müssen sie auch wollen. Gruß Lieben Gruß Daniela |
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Huhu,
ich habe Hotelfach gelernt und habe die Ausbildung auf 2 Jahre verkürzt. In der Zeit war der Stoff locker zu schaffen und ich denke, das ist für Köche unter optimalen Bedingungen auch der Fall. Voraussetzung: der Azubi muss sich reinknien, aktiv lernen und nicht warten, bis jemand ankommt und Dinge zeigt/erklärt, Initiative zeigen. Darüber hinaus muss der Ausbildungsbetrieb dies hergeben - wenn die Personaldecke ungemein dünn ist oder ein Azubi im ersten Lehrjahr nichts anderes machen darf als das Frühstücksbuffet zu bewachen, dann werden die drei Jahre schon gebraucht - wenn auch nur um das am Ende aufzuholen was am Anfang versäumt worden ist. Wie will man jemandem erklären wie ein Roastbeef im ganzen gegart wird, wenn derjenige noch nicht mal ein Schweinefilet von einem Ochsenschwanz unterscheiden kann (alles schon gesehen). Es gibt Azubis in dem Bereich, denen musst du alles 10 mal zeigen und das reicht noch nicht. Aber wer clever ist kann das auch in kürzerer Zeit schaffen. LG Kalimera |
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Moin!
Ich bin berufsfremd, lese aber interessehalber immer mal mit. Gefunden hab ich dabei: Hirn im Kopf + Koch = Traumjob ==> da reichen bestimmt 2 Jahre weniger Hirn im Kopf + Koch = Traumjob ==> Regelausbildungszeit 1 oder 2 plus "bescheidener" Ausbildunsbetrieb ==> mind. Regelausbildungszeit und das ist nur ein kleiner Ausschnitt. Die Regelausbildungszeit versucht halt das alles abzudecken. So einfach ist die Antwort auf das "warum so lange" Von den vollkommen hofnungslosen "Hiiiiiiiiiiiilllllllllfääääääääääääähhhhhhhh" fällen ist da noch gar nicht die Rede, die würden selbst an ner Bewerbung als hartz-4-Empfänger scheitern so es sie denn gäbe. Gruß, Nick ![]() ![]() ---- |
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Eine Frage hab ich dazu noch: Wenn ich nach Rahmenlehrplänen googel, finde ich nur Angaben in Bezug aufs reine Kochen-Können und was damit zu tun hat (Speisekarte, Menüs etc.). Die Lehrlinge haben ja aber nicht nur das, sondern soweit ich weiß auch noch Wirtschafts- und Sozialkunde. Was sind denn so neben dem Kochen Fächer bzw. was wird dort behandelt?
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google - IHK verordnung {dein bundesland}.... Da steht das alles ob in der Verordnung oder in den Prüfungsreglementen...
Zitat von nick67: "Ich bin berufsfremd, lese aber interessehalber immer mal mit. Gefunden hab ich dabei: Hirn im Kopf + Koch = Traumjob ==> da reichen bestimmt 2 Jahre weniger Hirn im Kopf + Koch = Traumjob ==> Regelausbildungszeit 1 oder 2 plus "bescheidener" Ausbildunsbetrieb ==> mind. Regelausbildungszeit" Hach ja, also sind alle Köche, welche die volle Ausbildungszeit absolviert haben, entweder ein wenig Bluna ode rhaben in einem schlechten Ausbildungsbetrieb gearbeitet, ja? Zitat von nick67: "Ich bin berufsfremd" Offensichtlich |
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Hallöle,
die Theorie sieht immer einfach aus... Ich bin gelernte Maurerin und wenn ich in meine ehemaligen Berufschulbücher schaue hört sich das auch alles ganz simpel an, im praktischen ist es aber harte knochenarbeit und die Fingerfertigkeit kommt auch nicht an einem Tag und das Arbeiten in einer Großküche ist nicht weniger einfach wie ich aus Erfahrung sagen kann da ich vor meiner Schwangerschaft auch als Beiköchin gearbeitet habe. Selbst nach 3 oder auch 10 Jahren kann man immer noch dazulernen, wenn man Interresse für seinen Beruf hat LG |
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![]() Cool, ich bin doof Bei uns gab es neben Wirtschaft und Sozialkunde auch noch Deutsch.-Englisch.-Französisch.- und Sportunterricht. Sowie die Technologie Küche, Technologie Mathe und Warenwirtschaft und natürlich auch gerätegestützten Unterricht (also kochen in der Berufsschule). Wirtschaft beinhaltete z.B.: Formen der Berufsausbildung, die verschiedenen Ausbildungsverträge, Schutzvorschriften in der Arbeitswelt, Sozialversicherungen/Zusatzversicherungen, Grundlagen Vertragsrecht(Rechts-und Geschäftsfähigkeit,Kaufverträge, Verjährung von Forderungen, Haftung und Schadensersatz usw.), Warenkennzeichnung,Verbraucherberatung, Geld (Umgang, Zahlungsmöglichkeiten, Binnenwert, Aussenwert usw.) Grundlagen Arbeitsrecht ( Tarifverträge, Betriebsvereinabrungen usw.) Entlohnung (Lohnformen, Grundsätze Lohnabrechnung, Wirtschaftliche Aspekte der Entlohnung usw.) Soziale Marktwirtschaft (Wettbewerb, Angebot und Nachfrage usw.) Simulation einer Unternehmensgründung (Ziele, Standort, Wahl der Rechtsform, usw.) Ich denke das sind genügen Ahnhaltspunkte was man so in Wirtschaft lernen kann. Sozialkunde wiederholt auf ein neues unter anderem Aufbau Bundesrat/Bundestag, Partein, Grundrechte usw. Ich hoffe ich konnte dir damit helfen. Liebe Grüße Nitsirk Essen ist ein Grundbedürfnis, genießen eine hohe Kunst !!! |
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![]() Ach ja und ordentlich schneiden, mit der richtigen Fingerhaltung so das einem nicht die Hand weh tut muss man auch erstmal lernen, das geht nicht von heut auf morgen. Bis man die Haltung als Routine inne hat dauerts wenigstens schon mal 3 Monate und dann fängt man an die Grundschnittformen zu trainieren, Julienne sollen ja alle gleich lang und gleich dick sein Liebe Grüße Nitsirk Essen ist ein Grundbedürfnis, genießen eine hohe Kunst !!! |
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Dazu kommt aber auch noch das Gefühl und die Sicherheit ein Gericht zuzubereiten, das kann man nicht aus Büchern lernen.
Kein Koch schaltet wenn er 6 Verschiedene Gerichte zubereitet, für jede Komponente die Eieruhr ein, sowas muß man einfach drin haben was, wann fertig ist. Oder die Planung allein im Kopf wenn eine Veranstaltung für 200 Gäste ansteht der Redner braucht 10 min. länger obwohl das Essen fertig ist, einige umbestellungen in letzter Minute, der Herd streikt plötzlich und 6 Sonderbestellungen stehen an. Dennoch muß alles rechtzeitig ohne Qualitätsverlust raus. Da wird kein Buch etwas helfen, sondern nur Erfahrung. Nur weil man etwas leckeres Kochen kann, ist man längst nicht fähig als Koch zu arbeiten. ____________________________________________________________________ Gruß vom Küchenpunk! |
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Moin!
Es ging um Möglichkeiten, nicht um absolute Wahrheiten. Während meiner A.hatten auch einige in der Berufsschulklssse das Potential ihre Ausbildung abzukürzen. Der einzige Vorteil den sie davon hatten war ein um 1/2 Jahr früherer Einstieg in das Vollerwerbsleben. "Dafür hab ich mir den Stress damals angetan" hat man dann später auf Klassentreffen gehört. Ich hab in meinem 1. Posting sehr plakativ geschrieben; es tut mir leid wenn sich jmd auf die Füsse getreten fühlt. Gruß, Nick ![]() ![]() ---- |
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hey vogu,
"jetzt werden mich bestimmt gleich ein paar hier (gedanklich) durch den Wolf drehen. Mal ganz ketzerisch gefragt: Was macht die Ausbildung so "langwierig", warum dauert es ganze 3 Jahre, bis man "richtig" kochen kann? " -> Das man einen Gesellenbrief hat, macht einen noch nicht zu einem spitzenkoch. Erst dannach geht es doch richtig los - in meinen augen. Also ich muss sagen wenn ich an meine Berufsschulklasse denke, muss ich leider sagen das im ersten anlauf 25-40% theoretisch wie praktisch durchgefallen sind. Wobei es an den schülern selbst lag, faulheit, arroganz, übermut, unvorbereitet, dummheit, desinteresse am beruf. Ich muss sagen, das berufsschulen die quertreiber besser aussieben sollten und anderen schülern die wirklich interesse haben den platz geben sollten. Desweiteren sollten viele betriebe garnicht ausbilden dürfen, da stimmt einfach was im gesetzt nicht. Es gibt zuviele "faule" betriebe, die ihre azubis missbrauchen bzw. ausbeuten. Also meine einschätzung was die lehrzeit angeht, wenn ich jetzt auf meine zurückschaue muss ich sagen das man die lehrzeit der köche sogar auf 4 jahre erhöhen müsste. Um sie theoretisch wie praktisch besser zu schulen. P.S. Es gibt immer engagierte azubis und schlaue köpfe, für diese leute gibt es ausnahmen, man sollte aber nicht das ganze der breiteren masse zumuten. MfG Sorbet |
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Hallo,
gestern abend kam in 3sat eine Doku über die Kochausbildung, danach wundern mich die Ausbildungszeiten nicht mehr. Wenn die Azubis hauptsächlich billige Arbeitskräfte sind, dann lernen sie allenfalls in der Schule was, und da sind auch noch drei Jahre zuwenig. Wenn man auch praktisch was "können" will, gehört auch das Erlernen von Routine und Arbeiten unter Druck dazu - da weiß ich nicht, ob man das in einer stark verkürzten Zeit hinbekommen würde, gewisse Dinge muss man halt oft üben, bis sie richtig sitzen. Ich lese z. B. gerne Kochbücher, aber selbst wenn ich die Rezepte runterrattern kann, sieht der Teller bei mir leider gar nicht aus wie in der Spitzengastronomie. Ich schätze, bei mir würde ein Jahr nicht reichen, bis meine Wurstfinger das machen würden, was sie sollten... Laienhafte Grüße Kate |
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Danke an alle, da waren ja doch noch n paar sehr gute Antworten darunter. Zusammen mit der 3Sat-Doku (die man bei Youtube finden kann), ist mir jetzt klarer, was Sache ist.
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