3 mal Bandscheiben OP und starkes Rheuma. Was umschulen??

30.04.2012 12:51 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Corry2404

Mitglied seit 24.01.2008
889 Beiträge (ø0,36/Tag)

Hallo alle zusammen,

mein hat gerade seine 3 Bandscheiben OP einschlieslich Reha hinter sich.
Er sollte eigentlich evt. betriebsintern eine Umschulung machen.
Das geht jetzt laut Arbeitgeber aber leider doch nicht.

Jetzt stellen wir uns die Frage, als was er denn umschulen könnte.
Er darf nicht mehr schwer heben, nicht ewig sitzen usw. wegen der Bandscheibe.
Kann aber auch wegen seinem Rheuma nicht lange gehen oder stehen usw.

Die Umschulung wird definitiv bezahlt, der Antrag ist soweit bewilligt.

Mein Mann ist aber gerade absolut ohne Perspektive, weiß absolut nicht was er machen soll.
Er ist jahrelang LW gefahren, hat zwichendurch in der betriebsinternen Werkstatt gearbeitet usw.
Vorher war er jahrelang im Bau beschäftigt.
Er ist eigentlich kein Mensch, der im Büro sitzen kann.

Habt ihr vielleicht Tips? War einer vielleicht schon mal selber in so einer Situation?

Wir sind dankbar um jede Hilfe.

LG Corry
 
30.04.2012 19:18 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Buschwindröschen

Mitglied seit 04.12.2009
572 Beiträge (ø0,32/Tag)

Hallo Corry!

Aus der Entfernung kann man zu der Fragestellung höchstens wilde Vermutungen abgeben. Wir kennen weder deinen Mann, sein Alter und seine Interessen, noch seine körperliche Belastbarkeit, noch seinen schulischen Hintergrund und beruflichen Werdegang. Mit Infos à la: "Meine Freundin hat nach Bandscheibenschaden von Erzieherin auf Floristin umgeschult." ist euch ja auch nicht geholfen.

Wer ist denn der Kostenträger für die Umschulung? Das Arbeitsamt? Die Rentenstelle? Wendet euch am besten mal dorthin.

Ich musste vor einigen Jahren auch aus gesundheitlichen Gründen den Beruf wechseln, die Umschulung lief bei mir damals über das Arbeitsamt. Dort hatte ich auch einen zuständigen Rehaberater, der sehr engagiert war und sich große Mühe gegeben hat. Ich habe erst einmal eine Orientierungsphase durchlaufen mit Praktikumsstellen in verschiedenen Betrieben und Arbeitsfeldern. Während dieser Praktika ging es darum, ob ich eine Umschulung in diesem Bereich gesundheitlich schaffen würde und auch darum, ob der entsprechende Beruf mir überhaupt Freude machen würde. Begleitet wurde diese Zeit mit Gesprächen und Tests beim Arbeitsamt.

Am Anfang dieser Orientierungsphase war ich etwas skeptisch, da ich eigentlich so schnell wie möglich wieder "richtig" arbeiten wollte und dachte, dass ich eh keine große Auswahl mehr habe, was den Beruf angeht. Am Ende habe ich aber Berufe kennengelernt, von denen ich vorher keine Ahnung hatte und bin inzwischen so froh, dass ich mir doch die Zeit genommen habe, um mir wirklich darüber klar zu werden, mit welcher Arbeit ich die nächsten Jahrzehnte verbringen möchte.

Vielleicht könnte das Berufsinformationszentrum (BIZ) beim Arbeitsamt eine erste Anlaufstelle für deinen Mann sein. So weit ich weiß, kann man dort auch Tests machen, bei denen man Interessen, schulische und berufliche Vorbildung, etc. angibt und am Schluß Berufsvorschläge "ausgespuckt" bekommt. Auch wenn man nicht alle Vorschläge ganz ernst nehmen darf, kann das eine erste Orientierung sein.

Früher gab es doch auch dieses Berufswahlbuch vom Arbeitsamt, das man im letzten Schuljahr in die Hand gedrückt bekam und in dem alle aktuellen Ausbildungsberufe mit Kurzbeschreibung stehen. Ich weiß nicht, ob es das heute noch gibt, aber alleine beim Durchblättern lernt man so viele Berufe kennen, die einem spontan sicher nicht einfallen würden und die trotzdem als Umschulung in Frage kommen könnten. Letztlich habe ich meinen aktuellen Beruf auch darin entdeckt und dann im Praktikum festgestellt, dass er wirklich toll ist und konnte dann auch im Praktikumsbetrieb meine Umschulung machen (und bin dort inzwischen als Gesellin fest angestellt).

Ich wünsche dir und vor allem deinem Mann alles Gute!

VG,
Buschwindröschen
 
01.05.2012 21:14 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Corry2404

Mitglied seit 24.01.2008
889 Beiträge (ø0,36/Tag)

Hallo Buschwindröschen,

danke für deine Antwort.

War jetzt auch anderen untewegs und hab mich ein bischen schlau gemacht.
Körperlich ist er nicht mehr ganz so stark belastbar.
Wie ich oben schon geschrieben habe, nicht schwer heben, nicht ewig sitzen, nicht lange gehen usw.
Mein Mann ist erst 43. Er ist auch schon seit fast 20 Jahren in der gleichen Firma, nur mit einer kurzen Pause von 3 Monaten. Da hat er zwischendurch woanders gearbeitet.
Die Umschulungskosten trägt die Rentenstelle. Er hat nächste Woche einen Termin am Arbeitsamt.
Da will er sich mal kundig machen. Ich werde mich auch weiter schlau machen.

Ich denke mal, kommt Zeit kommt Rat.
Wird schon irgendwie weitergehn.

Nochmal danke. Lächeln

LG Corry
 
02.05.2012 17:49 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

ampel

Mitglied seit 09.05.2003
6.545 Beiträge (ø1,57/Tag)

hallo corry

erkundige dich mal bei der drv nach einem integrationsdienst, evtl kann er deinem mann helfen.

lg ampel
 
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