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Hallo ihr Lieben,
ich mache mir momentan viele Gedanken über meine berufliche Zukunft. Habe 2006 mein Abitur bestanden und im Anschluss eine kaufmännische Ausbildung bei einem großen Konzern gemacht. Dort arbeite ich seitdem in einem eher technischen Bereich. Mein Einkommen liegt bei ca. 32000 im Jahr und steigt jährlich etwas an. Durch diverse tarifvertragliche Regelungen ist mein Arbeitsplatz auch ziemlich sicher. Nun überlege ich jedoch trotzdem ob ich nochmal etwas ganz anderes Neues anfangen soll, weil ich das Gefühl habe nicht weiter zu kommen und mich das Kerngeschäft meiner Firma auch nicht wirklich interessiert. Gerne würde ich Erziehungswissenschaften studieren und anschließend meinen Master in Erwachsenenbildung machen. Finde das viel interessanter und soziale Tätigkeiten entsprechen viel mehr meinen Neigungen als diese ewige Arbeit am PC. Ein paar Erfahrungen habe ich schon als "Teamerin" für eine Gewerkschaft sammeln können und habe hierbei auch gemerkt, dass mir diese Tätigkeit großen Spaß bereitet. Meine Ängste sind nun, dass meine bisherigen beruflichen Jahre "umsonst" waren, weil sie nichts mit Bildungsarbeit zu tun haben. Außerdem bin ich unsicher ob es unvernünftig ist einen sicheren Job aufzugeben. Was würdet ihr mir raten? Hat jemand schon mal etwas ähnliches studiert? Liebe Grüße |
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Hallo,
ich bin ähnlich alt wie du und auch ich habe ein Studium angeschlossen.... weil ich denke, - wir müssen noch ewig arbeiten - wenn ich scheitere, kann ich ja wieder in den Erstberuf zurück Du hast dir ja ein Standbein geschaffen, also besteht nicht soooo viel Risiko. Und man verbringt soviel Zeit in seinem Job, da sollte man nicht ständig zweifeln müssen. Umsonst ist nix im Leben, aber sicherlich ist es sinnvoll, dich umzuorientieren, wenn du dich da nicht so gut aufgehoben fühlst. Wenn du es nicht machst, bleibt immer das: was wäre wenn.... Liebe Grüße Nachtvogel |
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Hallo,
ich würde mir zumindest Gedanken machen, wie die Jobangebote für Erziehungswissenschaftler aussehen. Was nutzt es dir, wenn es dir Spaß macht, und du nachher keine Arbeit in dem Bereich findest. Bei einem technischen Studium würde ich dir sofort zuraten. Aber so viel ich weiß, sieht es im Bereich Erwachsenenbildung nicht gerade rosig aus. mfg Salvy Silvester - Gelatine - Maschine - Standard - Pubertät - die Speise - eklig - riesig - Haken - gar nicht ... |
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Hallo!
ich bin sogar viel älter als Du und studiere jetzt im vierten Semester erfolgreich Psychologie - und es war die beste Entscheidung, die ich je getrofen habe! gerade in EZW und ähnlichen Fächern sind viele Studenten "älter" und haben auch einen beruflichen background - also das sollte kein Problem sein:) Du musst natürlich wissen, ob Du das auch willst, aber je eher, je besser:) LG! |
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Hey,
also ich habs mit 23 nochmal wissen wollen- hab mein Abi nachgemacht und mein Lehramtsstudium begonnen! Und jetzt bin ich fast fertig Wichtig zu wissen ist auch wie du dich in der Zeit finanzieren kannst/willst... Liebe Grüße, Mea |
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Hallo!
Informiere Dich gut über die Gehälter im sozialen Bereich - nicht dass Du enttäuscht wirst. Was diese Ebene angeht, kann es sein, dass Du mit dem aktuellen Beruf besser wegkommst. Geld ist natürlich nicht das einzige Kriterium für die Berufswahl, aber ein niedriges Gehalt trotz Studium kann schon für Frust sorgen, und ich finde, man sollte sich damit auseinandersetzen. Außerdem - da bin ich ganz bei Salvy - solltest Du Dir Gedanken um Berufschancen machen, Dir überlegen, in welche Richtung Du genau gehen möchtest, welche Möglichkeiten Du hast, etc. Auch wenn das Studium noch so interessant ist, es nützt Dir ja nix, wenn Du hinterher keine Stelle bekommst. Wenn das alles bedacht ist, was spricht dagegen? Berufserfahrung und höheres Alter sind gerade im sozialen Bereich eher von Vorteil. Unter Umständen kannst Du Deine Erfahrungen sogar direkt nutzen, z.B. wenn Du Dich auf berufliche Weiterbildung, Coaching oder Ähnliches spezialisierst. Gemachte Erfahrungen sind nie umsonst, das ist jedenfalls meine Meinung. Etwas zu tun, was einem Spaß macht und wo das eigene Herzblut dranhängt, halte ich persönlich schon für wichtig. Unter Umständen könntest Du Deinen Job auch in Teilzeit weiterführen und Dir damit das Studium finanzieren. So hat es eine Freundin von mir gemacht. Gäbe es auch die Möglichkeit, ohne Studium auf das, was Du beruflich bereits machst, aufzubauen, und dabei den Aspekt "Erwachsenenbildung" einfließen zu lassen? Z.B. indem Du Dich dahingehend weiterbildest, fachliche Fortbildungen in Deinem Arbeitsbereich anzubieten? Bzw. wäre das überhaupt eine Option für Dich? An deiner Stelle würde ich mal einen Termin mit einem Berufsberater machen und alle Optionen genau durchsprechen. Der kann Dir genau sagen, welche Möglichkeiten sich für Dich anbieten. LG, Claudia |
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Ich würde mich an deiner Stelle auf jeden Fall gut informieren, sodass du genau weißt, auf was du dich einlässt wenn dies aber der Fall ist, dann finde ich es eher vernünftig, umzuschwenken, wenn du merkst, dass dein jetziger Beruf dich nicht erfüllt. Jetzt ist der Umstieg wohl leichter als später.
Natürlich solltest du dir im Klaren darüber sein, dass das nicht der Bereich ist, indem man das große Geld verdient. Aber wenn dir das bewusst und das nicht deine Intention ist, spricht auch nichts dagegen eine brotlose Kunst sind die Erziehungsschaften auch nicht und je nach dem, wie man seine Prioritäten setzt, ist ein erfüllter Job eher der Schlüssel zum Glück als das Gehalt. Außerdem hast du ja noch deine erste Ausbildung und die Berufserfahrung. Die Idee, nebenher weiterhin dort zu arbeiten, finde ich auch sehr gut. Vielleicht gibt es ja auch die Möglichkeit, deine Kenntnisse später zu nutzen vielleicht aber auch nicht, darauf müsstest du dich vorbereiten. Ich würde mich an deiner Stelle zunächst ganz genau über das Berufsbild informieren. Wenn möglich würde sich in deiner Urlaubszeit natürlich ein Praktikum anbieten, um möglichst sicher zu gehen, dass dir dies auch langfristig Spaß machen könnte und du einen realistischen Einblick in den Arbeitsalltags bekommst. Danach würde ich mich gut über das Studium informieren. Schau dir verschiedene Studiengänge in verschiedenen Städten an, sieh dir die Studienordnungen und den Verlauf und Aufbau an, durchstöber mal die Vorlesungsverzeichnisse. Außerdem würde ich bei der Fachschaft mal anfragen, vielleicht kannst du ein paar Kontakte knüpfen, eventuell auch zu anderen Quereinsteigern. Außerdem könntest du dich im nächsten Semester mal in eine Vorlesung setzen oder du informierst dich, ob es bei eurer hiesigen Uni Angebote für Neugierige gibt, um in bestimmten Bereichen aus Interesse Veranstaltungen zu besuchen. Es gibt durchaus auch einiges, das erst abends stattfindet, vielleicht lässt sich da etwas vereinbaren. Liebe Grüße |
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Hallo!
Du schreibst einerseits von Erwachsenenbildung, andererseits von sozialen Tätigkeiten. Das kann zusammenhängen, muss aber nicht. Überleg dir da mal genau, in welche Berufe du gehen wollen würdest, so ganz konkret. Und dann schau, welcher Weg für diese Berufe der sinnvollste ist, ob das wirklich die Erziehungswissenschaft ist, oder beispielsweise eher etwas Richtung soziale Arbeit/Sozialpädagogik. Auch im Hinblick darauf, ob Unis oder FHs die bessere Wahl wären (gerade für die sozialen Bereiche sind teilweise FHs durchaus geeignetere Ansprechpartner). Oder ob nicht beispielsweise auch etwas in Richtung Lehramt an Berufsschulen passen könnte (dort ist eine Ausbildung und Berufserfahrung im Vorfeld mehr als gern gesehen und die Berufschancen stehen alles andere als schlecht!). Auch kannst du überlegen, ob es nicht aufbauend auf deinem jetzigen Beruf Studiengänge geben könnte, die deinen Tätigkeitsbereich in eine Richtung erweitern könnten, der dir mehr zusagt. Da könnte es auch Angebote geben, die direkt berufsbegleitend angelegt sind, was die Finanzierung auch erheblich erleichtern könnte. Wenn du dann genau ausgelotet hast, wo du hin willst, welcher Studiengang an welcher Uni/FH dafür der richtige ist und was dieses Studium alles beinhaltet, dann wirst du wahrscheinlich selbst einschätzen können, ob es das ist, was du willst. Auf der Basis einer abgeschlossenen Berufsausbildung noch ein Studium wagen finde ich prinzipiell nicht falsch, denn ja, man hat dann etwas in der Hinterhand, wenn sich das Studium doch als Fehlentscheidung entpuppen sollte. Und letztendlich ist eine Weiterqualifikation immer eine gute Sache. Nur halte ich es für erfolgsversprechender, wenn du dann auch wirklich mit einer "DAS genau will ich und nichts anderes!"-Einstellung und einer realistischen Vorstellung des Studiums rangehst und dich nicht nur auf irgendein Studium stürzt, was auf dem Papier vielleicht ganz nett klingt, weil der aktuelle Job gerade irgendwie langweilt ;). GLG, Elphi |
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Hi SarahSusi,
ich glaube ich kann deine Situation ganz gut einschätzen (zumindest bei den Infos, die du bisher offenbart hast). Ich habe selbst Erwachsenenbildung (im Nebenfach) studeirt und kenne die inhalte des Studiums recht gut und ich arbeite seit ca 6 Jahren im Personalbereich und beschäftige mich professionell mit den Themen Auswahl und Anwerbung von Mitarbeitern. Grundsätzlich: Dein Alter ist kein Hindernis. In dem Studium wirst du mit 25 Jahren auch kein Exot sein. Es gibt sehr viele Studenten in dem Bereich, die erst gearbeitet haben und/oder eine Ausbildung vorher gemacht haben. Ein möglichst hohe Ausbildung gibt dir einen möglchst großen Spielraum bei deiner Jobwahl Nach einem Studium wirst du mehr Möglichkeiten haben auf dem Arbeitsmarkt. ABER: Mehr Möglichkeiten bedeuten nicht automatisch, dass du zufriedener bist etc. Mehr Möglichkeiten bedeuten in erster Linie, dass du auch mehr entscheiden musst. Willst du dich früh fokussieren? Willst du dich breit aufstellen? du wirst viele Möglichkeiten haben. Weiterbildungseinrichtungen, Personalarbeit in der Wirtschaft, Politische Weiterbildung, Soziale Tätigkeiten etc. Ein Studium reicht (i.d.R.) alleine nicht als Qualifikation, um einen Job zu bekommen Um dich von anderen Studenten abzuheben, musst du ggf bereit sein Praktika und möglichst Auslandssemester einzulegen. sonst wirst du es später schwer haben auf dem Arbeitsmarkt. Welchen Abschluss willst du anstreben? Wo willst du studieren? Planst du Auslandssemester und Praktika ein? VG Tim __________________________________________________ ____________ Seit einer Woche Neu-Blogger Also bitte mein neues Blog zum Thema Personalmarketing besuchen, wenn ihr Interesse habt: "Link von Admin entfernt" |
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Hallo Sarahsusi,
gibt es in dem Bereich auch Möglichkeiten des nebenberuflichen Studiums? Ich habe z.B. im Abendstudium einen BWL-Abschluß gemacht (ich weiß, ganz andere Branche). Aber vielleicht gibt es das ja auch für dein Thema. Oder evtl. was im Fernstudium, wie z.B. bei der Fernuni Hagen. Ist natürlich sehr anstrengend, kostet Geld und erfordert sehr viel Disziplin. Aber hat den Vorteil, dass du zunächst einmal nicht deinen Arbeitsplatz aufgeben mußt und erstmal sehen kannst, ob das wirklich dein Thema ist. LG, Tina |
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Hallo,
mein Mann hat mit 42 Jahren ein Vollzeitstudium an der Hochschule begonnen. Er hat sehr viel lernen müssen und sein Studium in Regelzeit abgeschlossen. Heute ist das jetzt über 10 Jahre her, er hat sich selbstständig gemacht und es gibt mittlerweile 3 Angestellte in der Firma. Das war aber nur möglich, weil ich arbeiten gegangen bin und das Geld für die Familie verdient habe. Wir sind froh, diesen Schritt gemacht zu haben, da sein alter Arbeitgeber 2005 pleite war. Trotzdem muss dass sehr gut überlegt sein! LG und viel Glück Petterson |
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Hallo SarahSusi,
aus eigener Erfahrung kann ich sagen TRAU DICH! Ich selbst hatte einen sehr sicheren Job beim Staat hatte dabei nicht wirklich das Gefühl, dass ich das mein Leben lang machen möchte. Also hab ich mein Abi nachgeholt und studieren nun mit fast 24 Jahren inzwischen im 2. Semester Medienmanagement. Ich geh dabei richtig auf, hab Spaß dabei und hab es nicht bereut meinen extrem sicheren Job aufzugeben, da ich einfach an dem, was ich jetzt mache Spaß habe. Dabei hab ich nicht aufs Geld geschaut, auch wenn ich danach anfangs vll sogar weniger als in meinem alten Job verdiene, ich hab Spaß dabei und ich kann davon leben. Mach was dir Spaß macht, genieß deinen Leben du hast nur eines und das in einer Firma zu verbringen, in der man seine Zukunft nicht sieht ist zu schade. lg Merci |
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Hallo SarahSusi,
Ich kann mich den anderen nur anschließen. Trau Dich! Alleine Deine Überlegungen in Richtung Studium und Dein Post lassen schon eine gewisse Unzufriedenheit durchklingen. Willst Du mit 40 zurück schauen und bitter bereuen, dass es nicht gemacht hast? Ich war in einer ähnlichen Situation, ich war 26, als ích meinen sicheren Job aufgebeben habe. Allerdings bin ich noch nicht mal studieren gegangen (Studium hatte ich vor dem Beruf abeschlossen), sondern bin zwei Jahre ins Ausland in eine Ferienanlage und habe dort im Entertainment gearbeitet. Zurück in Deutschland habe ich von der Erfahrung im Berufsleben unheimlich profitiert und muss rückblickend sagen, es war mit die beste Zeit meines Lebens. Inzwischen bin ich 40 und freue mich, dass ich damals den Mut hatte, es einfach zu machen und nun nicht über eine verpasste Gelegenheit trauern muss. LG Mona |
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Hallo SarahSusi,
ich habe Deinen Thread mal hervorgekramt weil ich selbst gerade mal wieder überlege - Studium oder nicht. Und jetzt bin ich natürlich neugierig, was aus Dir geworden ist und ob Du schon fleißig am studieren bist Viele Grüße vom greeneyedmonster |
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