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Wenn Angestellte schlechter wie tiere behandelt werden.

Vom 19.07.2011 17:38 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

happy-locke Tellerwäscher


Mitglied seit 19.07.2011
2 Beiträge (ø0,01/Tag)
Schönen Guten tag;
ich hab da ein riesen problem, das aus vielen kleinen besteht und weiß nicht was ich unternehmen soll, deswegen frag ich euch um rat.
Erstmals eine kleine Vorgeschichte über mich:
Ich heiße Happy bin 24 Jahre alt habe eine Ausbildung als Zimmermann die nicht unbedingt mein Wunsch war, da ich auf die 25 zugehe hab ich gedacht so jetzt packst du es an und machst nochmal eine Ausbildung zum koch um mal etwas für mich zu tun, unter der Voraussetzung den Beruf ordentlich zu lernen ohne Fertigprodukte und unnötige Geschmacksverstärker ( Glutamat) und co.
Wieder weniger zu verdienen, lehrlingsarbeiten zu erledigen und dadurch weniger Freizeit zu haben, würde ich alles in kauf nehmen um eine ordentliche Ausbildung zu bekommen wo man aus frischen zutaten das best möglichste rausholt. alles gar kein Thema.
Hab angefangen im Internet zu recherchieren, und hab mich dan schließlich beworben,
einmal in Hamburg und einmal in franken. ( Beide gehobene Gastronomie, letzterer mit mehreren auszeichnungen)
Hab ein Praktikum in Hamburg gemacht ,
(in der sogenannten gehobenen Gastronomie) wäre sofort genommen worden da ich von mir behaupten kann das ich ordentlich und gerne arbeite. Konnte mich aber nicht mit dem Gedanken
anfreunden nur noch tüten und Eimer aufzumachen. Dann nichts wie weiter zum nächsten Praktikum, diesmal nach Franken, also sprich meiner Heimat.
Beim Bewerbungsgespräch alles gezeigt, gesagt, hat von seinen frischen Produkten und den Bauern der Umgebung geschwärmt.
So jetzt arbeite ich 3 Wochen in diesem Betrieb hab Fondor ohne Ende gefunden, Säcke weise Glutamat - weiß durch einen Selbstversuch was Geschmacksverstärker eigentlich bedeutet.
Und bin absolut von der Gastro enttäuscht. Ist das der norm? Man kann sagen was man will, ich bin vielleicht ein Landei, aber Qualität hängt von den produkten ab die man benutzt und nicht den mitteln die Geschmack vorgaukeln. So ist es sogar auf dem Bau.
Dan noch jeden tag im Durchschnitt 13 Stunden arbeiten ohne was zu lernen, einen unkoordinierten
Chef, schlechtgelaunten Arbeitskollegen, die keine Lust mehr auf den Betrieb haben aber das Geld brauchen.

Jetzt kommt aber noch die Krönung:
In diesem Restaurant des gehobenen Gastronomie arbeitet eine Putzfrau, die eine Behinderung hat.
Nicht körperlich, sie darf keinen Führerschein machen und ist auch ansonsten ganz klar man merkt halt das mit ihr etwas nicht stimmt. Aber eine ganz nette und man kann sich auch mit ihr unterhalten.
Ich hab noch nie gesehen wie man einen Menschen so behandeln kann ( mein Vater ist Choleriker)
aber das sprengt den Rahmen der Anständigkeit nein sogar der Menschlichkeit!
Wenn sie gerufen wird und nicht sofort da ist, "WENN ICH DICH RUFE HAST DU SOFORT HIER ZU SEIN" noch eines der harmlosesten Aktivitäten ist. Die Frau fängt früh um 8,30 an um zwei ist mittag, da isst sie etwas und dan geht es weiter bis um 22 oder 23 Uhr.
Sie bekommt im Monat 1000euro und wird schlechter wie ein Hund behandelt.
Mehrere haben den chef schon darauf angesprochen und sogar schon den Vater der Frau, der nur erwiderte " Sie soll froh sein das sie überhaupt Arbeit hat"
Am liebsten würd ich dem... ah echt nit, was kann ich, sollte ich machen? Ich bin dermaßen angefressen und enttäuscht von den Menschen, der Gastro, mir selbst.
Weiß aber nicht was ich dagegen tun kann.
Wisst ihr vielleicht weiter?
Mir platzt der kragen, die Ausbildung werde ich in diesem Betrieb nicht weitermachen, bleib nur noch so lange bis ich was anderes gefunden habe.
Hab im Augenblick auch keine lust den Beruf weiter zu verfolgen- Koch lieber wieder selbst da hab ich noch die Möglichkeit zu zaubern.

Vielen Dank fürs Lesen, musste einfach mal dampf ablassen.
PS. Ich bin ein kleiner Idealist
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Vom 19.07.2011 18:12 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

grumbirn Hendlgriller


Mitglied seit 08.10.2008
4.822 Beiträge (ø3,63/Tag)
hallo!

mir ist ganz flau nach dem lesen deiner erfahrungen.


ich möchte dir einfach danken, dass du ein mensch mit mitgefühl bist.
mehr kann ich im moment nicht sagen.


lg gb
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Vom 19.07.2011 18:14 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Mamacanis Smutje


Mitglied seit 06.02.2011
582 Beiträge (ø1,22/Tag)
User hat eigene Rezeptsammlungen veröffentlicht
Hallo

Tut ab und an gut Dampf abzulassen, gerade wenn man es anonym machen kann.
Wie Du der Frau helfen könntest weiss ich auch nicht so recht, denke aus deinen Schilderung geht hervor das sie wohl unter Vormundschaft steht wird wohl Ihr Vater sein....ewt würde ein Brief an die Vormundschaftsbehörde etwas ins Rollen bringen? Müsstest Dir aber in nächster Zeit alles notieren was vorfällt inkl. Zeit und Datum was und von wem plus natürlich Arbeitsbeginn und Arbeitsende.

LG
Mamacanis
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Vom 19.07.2011 18:53 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Fadette  Küchenjunge


Mitglied seit 08.02.2009
91 Beiträge (ø0,08/Tag)
Hallo Happy,

ich krieg auch die Wut, wenn ich lese, was Du da über die Behandlung der Frau schreibst. Eine Idee, was man da machen kann, habe ich im Moment nicht. Den Chef anzuschreien würde Dich erleichtern. Aber ja leider der Frau nicht helfen. Kann man da rechtlich irgendwas machen? Vielleicht kennt sich ja jemand hier aus.

Zu Dir: Zimmermann magst Du nicht bleiben und hast Dich dafür entschieden, Koch zu werden. Ist es nun so, dass Du generell gemerkt hast, dass das nichts für Dich ist oder bist Du nur von den bisherigen Ausbildungsplätzen enttäuscht. Vielleicht könntest Du es ja noch einmal woanders weiter versuchen.

Liebe Grüße

von Fadette

PS: Bleib ein kleiner Idealist!!!
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Vom 19.07.2011 19:05 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

smokey1 Sternekoch


Mitglied seit 23.05.2007
13.356 Beiträge (ø7,29/Tag)
User hat eigene Rezeptsammlungen veröffentlicht
@ Hallo Happy

Dein Brericht hat mich sehr berührt und ich finde es ganz toll, dass es noch junge Menschen gibt, die das Herz auf dem rechten Fleck haben und etwas aus dem Leben machen möchten. Deine Erfahrungen sind leider sehr enttäuschend, aber es sind nicht alle Gastrobetrieb so. Klar, der Beruf des Kochs ist hart und Knochenjob, aber das was Du da erlebst, ist nicht überall so.


Der netten Putzfrau kannst Du vermutlich nicht wirklich helfen, aber ein gutes Wort hie und da und sie respektvoll behandeln, wird ihr wengistens ein Bisschen gut tun.

Behalte bitte Deine tolle Einstellung und suche weiter nach dem Ort, wo Du eine gute Ausbildung machen kannst. Ich bin überzeugt, DU findest ihn. Hätte ich ein Restaurant, würde ich Dich sofort einstellen. Aber leider....


LG
smokey1 Lachen
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Vom 19.07.2011 19:08 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Dröppelminna  Suppenkoch


Mitglied seit 03.09.2007
3.383 Beiträge (ø1,96/Tag)
User hat eigene Rezeptsammlungen veröffentlicht
Amt für Arbeitschutz?
Ich drück Dir alle Daumen dass Du einen anderen Betrieb findest, in dem es besser läuft.
Nicht alle sind so!

Et grüßt
die Dröppelminna

Das beste an der Zukunft ist vielleicht der Umstand, dass immer nur ein Tag auf einmal kommt
Dean Acheson

Grenzenlose Toleranz ist nur eine heuchlerische Art, sich selbst aufzugeben.
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Vom 19.07.2011 19:11 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

zinemin Hendlgriller


Mitglied seit 06.04.2010
4.106 Beiträge (ø5,24/Tag)
Hallo Happy

Also eines ich kann dir garantieren: Es gibt auch andere Küchen und Betriebe! Nämlich solche, in denen anständig und mit guten Zutaten gekocht wird und ausserdem auch noch anständig mit den Mitarbeitern umgegangen wird - unglaublich, aber ich habe es selber an eigenem Leibe erlebt! Na!

Lass dich von diesen beiden "Fehlgriffen" nicht entmutigen, wenn denn Koch effektiv dein Traumberuf sein soll. Wie in einem Betrieb gekocht wird, kann man sehr schnell während einer kurzen Küchenbesichtigung (während dem Service natürlich) feststellen, also versuchs doch noch mal und suche dir deinen Betrieb viel besser aus als bis anhin, schaue VORHER genau hin und absolviere zumindest ein Kurzpraktikum von ein paar Tagen. Warum nicht einfach einen guten Landgasthof anstelle der ewigen Sterne wählen? Viele "undekorierte" Betriebe haben eine sehr hochstehende Küche, unterliegen evtl. aber vielleicht deswegen einem geringeren Druck/ Erwartungshaltung, was sich positiv auf das Arbeitsumfeld auswirken kann (kann - nicht muss!) Na!

Gruzz - Zinemin
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Vom 19.07.2011 21:39 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

happy-locke Tellerwäscher


Mitglied seit 19.07.2011
2 Beiträge (ø0,01/Tag)
Danke für die antworten,
da mir das Thema keine ruhe lässt war ich grad bei einer Freundin die schon lange im Service arbeitet und wollte mal hören was sie dazu meint.
Im großen und ganzen ist sie auch der Meinung das ich ihr nicht wirklich helfen kann, da sie niemanden hat der hinter ihr steht. Arbeitsgericht wäre eine Möglichkeit, dann wäre sie aber gebrandmarkt würde vielleicht eine Abfindung bekommen und wäre danach arbeitslos. Sowas spricht sich schnell in der Szene rum. Dan wieder einen Job zu bekommen wenn es heißt "die war schon vor dem Arbeitsgericht" würde es ihr glaub ich auch nicht einfacher machen. Oder ihre Lage verbessern. Ist nen doofes Gefühl da nichts machen zu können. Es ist ja auch so, egal was ich machen würde das es dann auf jeden fall für sie recht unangenehm werden würde, da ja anscheinend keiner hinter ihr steht. ( Nur mal angenommen irgendeine Behörde würde sich da einschalten) Ist ja auch alles mit viel Ärger verbunden. Weiß nicht, muss doch irgend eine Möglichkeit geben das so zu drehen das sich da was ändert. Ins Gewissen reden hilft ja anscheinend nicht wirklich, haben ja schon andere versucht. Bleib da auf jeden Fall am Ball.

Ja keine Ahnung, des ist einfach wie man so schön sagt mein Traumberuf. Große Verwandtschaft, Opa hat immer für alle gekocht , tolle Stimmung, interessante Gespräche, und die Familie um sich - das macht für mich einen gelungenen Abend aus. Die Ausbildung würde ich nicht machen um Beruflich darauf aufzubauen das wollte ich eigentlich nur für mich machen um halt irgendwann meinen Kindern und Frau den tristen Alltag so zu verschönern. ich mein hey, wer fühlt sich nach nem super leckeren essen nicht wie ausgewechselt und euphorisch. Also mir gehts so, nen tolles Abendessen und der Tag geht gut zu ende. Ach ja und ich wieg nur 65 kilo, nicht das ihr denkt ich ess nur ; ) Das ist eigentlich der Grund für eine Lehre, bin mir jetzt aber nicht mehr sicher.Weiß noch nicht ob ich mir einen anderen Ausbildungsbetrieb suche oder erst mal wieder ins Arbeitsleben einsteige.
Muss jetzt erst mal wieder runder kommen, und dan in Ruhe überlegen wie es weiter gehen soll.
Danke für die Unterstützung
Mit dem Wunsch nach einem allzeit fürstlichen Appetit
Happy
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Vom 19.07.2011 23:04 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Dröppelminna  Suppenkoch


Mitglied seit 03.09.2007
3.383 Beiträge (ø1,96/Tag)
User hat eigene Rezeptsammlungen veröffentlicht
In Bayern heißt das Amt für Arbeitschutz übrigens Gewerbeaufsicht.

Und wegen der Fürsorge würde ich mal freundlich beim Amtsgericht anklopfen und mal dort nachfragen wer seine Fürsorgepflicht verletzt hat. Sowohl der Vater als auch der Arbeitgeber haben eine Fürsorgepflicht.
Und das Amtsgericht sollte den Vater als Betreuer überwachen, falls der seiner Aufgabe nicht richtig nachkommt oder damit überfordert ist kann das AG Maßnahmen einleiten.

Et grüßt
die Dröppelminna

Das beste an der Zukunft ist vielleicht der Umstand, dass immer nur ein Tag auf einmal kommt
Dean Acheson

Grenzenlose Toleranz ist nur eine heuchlerische Art, sich selbst aufzugeben.
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Vom 19.07.2011 23:19 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

stacheligeBeere Kartoffelschäler


Mitglied seit 14.12.2010
282 Beiträge (ø0,53/Tag)
Hi,

bekommt der vater denn alles mit? Vielleicht erzählt seine Tochter zu Hause das es gar nicht so schlimm ist, weil sie Angst(?) hat. Kannst du vielleicht mal mit dem Vater sprechen? Ich kann mir nicht vorstellen, das es ihm recht ist, wenn so mit seiner Tochter umgesprungen wird traurig

Wir hatten sowas auch mal in der entfernten Verwandtschaft, da hat die leicht behinderte Person immer zu Hause erzählt alles okay, und später kam dann durch Zufall raus, was da ablief in der Firma. Da war der Schock bei allen groß.

gruss, beere
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Vom 21.07.2011 00:25 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

minnenu Tellerwäscher


Mitglied seit 12.04.2011
78 Beiträge (ø0,19/Tag)
Hallo Happy,

es tut mir sehr Leid, dass du bisher nur so schlechte Erfahrungen in der Gastro gemacht hast. Ich möchte dir deswegen kurz erzählen, wie wir kochen.
Wir haben fast keine Tüten oder Pülverchen, einzig Pudding und Gries werden angerührt, alles andere machen wir selbst. TK haben wir auch nur sehr sehr wenig, bisschen Eis, bisschen Gemüse, n paar Pommes.
Fleisch kriegen wir teilweise noch am Knochen und parieren es selbst (Fett und Kette ablösen). Hat den Vorteil, dass öfters mal Material für Brühen oder ne Sülze da ist, von denen dann gleich ein Teil weggefroren werden kann.
Suppen kochen wir nach Möglichkeit à la minute, bei Soßen nach Möglichkeit dasselbe (z.B. Remoulade oder n Dressing). Immer in greifbarer Nähe haben wir verschiedene getrocknete/gemahlene Kräuter und Gewürze (z.B. Bohnenkraut, Kümmel, Majoran, Oregano, Thymian, ganze Knoblauchknollen, etc.). Obst und Gemüse ist zu 98% auch frisch vom Großmarkt.
Ich finde, man bekommt einen ganz anderen Bezug zum Lebensmittel und arbeitet mit viel mehr Respekt, wenn man noch sieht oder zumindest erahnen kann, wo die Sachen mal am Tier waren oder was für ein "Aufwand" hinter manchen Tüten steckt.

Fragen stellen kann ich so viele ich will, solange die "Sinn haben" und man mir nicht zig Mal dasselbe erklären muss.

Achja, wir sind kein Sterneladen, sondern n ganz bodenständiger kleiner Betrieb. Ich habe mir ganz bewusst diesen rausgesucht, da ich den Beruf wirklich von der Pike auf lernen will.

Mein Betrieb mag das andere Extrem sein, wahrscheinlich hatte ich auch n ziemliches Glück. Aber du siehst, dass es auch anders geht, dass TK und Tüte nicht die Norm sind.

Allerdings, wenn du "nur" für Freunde und Familie kochen möchtest, wären da nicht Kochkurse an der VHS oder Kurzpraktika in Restaurants besser geeignet? In der Ausbildung lernt man ja nicht nur Kochen, sondern auch mit dem Koch-Sein umzugehen (lange Tage, Müdigkeit, Hitze, Kälte, Lärm, Stress, ...) Alles Sachen, die du ja im normalen Leben als kochender Papa und Ehemann so eher nicht brauchen wirst. Ich weiß nicht, ob es sich dafür lohnt, ne Lehre zu absolvieren.
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