Ausbildung in einem Jeunes Restaurateurs Betrieb?
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![]() Mitglied seit 01.01.2011 |
Ich bin neu hier und habe in den verschiedenen Foren viel gelesen und nachdem immer wieder gute und nette Antworten kamen möchte ich nun auch um Rat fragen. Um mich mal kurz vorzustellen: Ich heiße Kathrin, bin 23 Jahre alt und studiere Geographie. Mein Studienfach gefällt mir zwar thematisch sehr gut, allerdings ist es sehr theoretisch und ich beschäftige mich hauptsächlich damit Konzepte und Modelle zu erstellen etc. Mit der Zeit ist mir aber aufgefallen, dass dieses theoretische Arbeiten (auch im späteren Berufsleben) nicht das Optimale für mich ist und ich doch mehr handwerklich arbeiten möchte. Nach langen Überlegungen bin ich nun zu dem Entschluss gekommen, dass ich mein Hobby zum Beruf machen möchte (klingt abgedroschen, ich weiß Nun stellt sich mir natürlich die gleiche Frage wie allen anderen: Wie finde ich den besten Ausbildungsbetrieb für mich? Bei meinen Recherchen bin ich auf die Deutschen Jeunes Restaurateurs gestoßen und es hört sich an, als würde ich dort alles finden, was ich suche: Es wird frisch und saisonal gekocht, oft auch mit regionalem Bezug und die Ausbildung der Azubis wird ernst genommen. Außerdem gibt es z.B. die Möglichkeit eine „Eliteklasse“ (gut, das hört sich sehr hochtrabend an) zu besuchen. Es klingt für mich so, als würden hier Theorie und Praxis gut ineinander greifen. Nun als nach langem Schreiben meine Fragen (besonders an die Profis): Kann mir jemand von euch sagen, ob die Ausbildung dort wirklich so gut ist wie sie sich anhört? Hat mal jemand dort gearbeitet oder kennt jemanden, der dort arbeitet/arbeitete? Oder wie ist allgemein der „Ruf“ der Vereinigung, der Köche und ihrer Ausbildung? Es ist schon klar, dass Verallgemeinerungen schwierig sind, besonders da mittlerweile viele Köche dieser Vereinigung angehören, aber vielleicht kann man doch Aussagen in die eine oder andere Richtung machen? Ich frage mich auch wie ich sonst einen guten Ausbildungsbetrieb finde. Von „außen“ ist das ja immer schwer zu sehen. Für die Wahl der richtigen Uni konnte ich mich sehr gut auf Rankings und Besichtigungen verlassen, aber bei einer Ausbildungsstelle? Um in ganz Deutschland herumzufahren und mir die Betriebe anzusehen und mit den Köchen zu sprechen fehlt mir auch leider die Zeit (mal ganz abgesehen davon, ob das überhaupt gerne gesehen wird Das wird hier jetzt etwas lang und ich weiß auch, dass es noch Foren wie Stellenmarkt und Job gibt, aaaber, wenn ich doch schon mal dabei bin schiebe ich einfach noch ein paar Fragen hinterher. Wenn ihr mich in Schimpf und Schande davonjagt werde ich auch brav in die anderen Foren gehen Zum Beispiel wüsste ich gerne, ob ihr es überhaupt für sinnvoll erachtet in einem Sternerestaurant zu lernen? Auch wenn es jetzt arrogant klingen mag, aber ich möchte in keinen Raststätten-Betrieb, in welchem ich drei Jahre lang lerne wie ich, überspitzt gesagt, Dosen und Tüte aufmachen und diese zusammenmische. Andererseits wäre etwas zu abgehobenes und spezielles natürlich auch nicht gut. Wäre die Sternegastronomie zu hoch gegriffen? Das spätere Betätigungsfeld ist ja sehr vielfältig und alles kann man in der Ausbildung dann sowieso nicht lernen. Doch erst lieber gehoben Mittelklasse (wenn man das so nennen kann) und nach der Ausbildung versuchen in Sternerestaurant weiter zu lernen oder direkt versuchen dort anzufangen? Nächste Frage: Ist es überhaupt möglich einen Ausbildungsplatz ohne vorheriges Praktikum im gleichen Betrieb zu bekommen? Ich möchte schon einen guten Studienabschluss machen, auch wenn ich diesen Weg dann nicht weiter gehe. Dadurch habe ich nicht wirklich viel Zeit um Praktika zu machen, mehr als eine Woche wird da echt schon schwierig. Aber im Zweifelsfalle müsste ich da wohl einfach Prioritäten setzen… Ach ja und noch eine ganz dumme Frage zu Schluss: Wenn ich mich jetzt bewerbe, dann kann ich doch noch einen Platz für 2011 bekommen, oder? In Restaurants wird doch bestimmt nicht so sehr im Voraus geplant wie z.B. in Banken, wo man sich ja jetzt schon für 2012 bewirbt. Tja denn, das war es erst mal, ist ja auch mehr als genug geworden Viele Grüße Kathrin |
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![]() Mitglied seit 05.10.2009 |
hallihallo kathrin ....
zur frage wegen der praktikas ... also ich empfehls dir wirklich das du in dem betrieb in dem du anfangen willst einfach mal ein paar tage zur probe arbeitest, du musst ja bedenken das es fast 3 jahre deine "heimat" sein wird ... da wir in der gastronomie ned immer nach 8 stunden heimgehn können, sondern die tage in den regelfällen einfachmal zwischen 10 und 16 stunden arbeit beinhalten lg chris |
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![]() Mitglied seit 13.09.2005 |
Guten Abend.
Wenn du später in die Sternegastronomie (oder zumindest in die sehr gehobene Gastronomie) willst, dann ist es am einfachsten wenn du auch gleich dort anfängst. Natürlich sind Praktika hilfreich, aber es ist durchaus möglich ohne (oder zumindest nur mit kurzem Probearbeiten) eine Lehrstelle zu bekommen. Jeunes Restaurateures sind zwar eine nette Vereinigung, die ich keinesfalls schlechtreden möchte, aber ich würde mich bei der Lehrstellen suche nicht danach richten. Kauf dir den GuideMichelin oder besser noch den neuen GuideGaulltmillau2011. Dort findest du die besten Restaurants aufgeführt, jeweils mit einem kleinen Artikel was und wie die kochen. Danach würd ich mich bei allen bewerben die dir dort gefallen ;). Zur Frage des Startzeitpunkts: Schulen fangen halbjährlich mit der Ausbildung an (Sommer / Winter). Vielen Restaurants ist das aber egal, sodass sie dich einfach so einstellen und dich dann in eine laufende klasse stecken. Inhaltlich lernst du sowieso fast alles was du brauchst im Betrieb und nur einen sehr kleinen Teil in der Berufsschule. lg amun |
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![]() Mitglied seit 28.05.2009 |
Hallo!
Zu diesem Thema gibts viel zu lesen bei chefkoch! Zum Beispiel: www.chefkoch.de/forum/2,72,510236/Koch-einTraumberuf.html Gruß Kleemy |
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![]() Mitglied seit 27.02.2006 |
Ich bevorzuge ja ehr schwarzen Tee, aber nichts desto trotz auch eine antwort auf den GrünenTee:) Hast vll Glück das ich das gerade gelesen habe, aber ich bin einer der Jeunes Restaurateurs junioren. also gehe in die "eliteklasse". Hat mit sicherheit seine Vorteile, aber bei dem Preis den du für die Ausbildung auf dich nimmst wohl auch sehr viele nachteile. Will das aber hier nicht zu sehr kaputtreden. Währe einfacher du schreibst mir einfach mal ne Email und dann beantworte ich dir gerne jede Frage.
Grüße Friedo |
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![]() Mitglied seit 01.01.2011 |
Hallo,
vielen lieben Dank für die Antworten @chris_deg Ja, du hast natürlich recht, dass ich schon in den Betrieben ein Praktikum machen sollte. Nur wenn ich mich jetzt schon anfange zu bewerben, dann kann ich ja so schnell nie so viele Praktika hintereinander machen. Mal sehen wie ich das Dilemma gelöst bekomme. @amun Der Gault Millau 2011 liegt seit Weihnachten bei mir am Bett und ich freue mich jeden Abend auf ihn @kleemy Danke für den Link! Hab mir die Reportage mal angesehen und teilweise ist es schon heftig, was da gezeigt wurde. Andererseits ist es auch genau so, wie ich es mir vorgestellt habe. Es sollte jedem klar sein, dass die Ausbildung hart und der Ton rau ist. So blauäugig gehe ich da zum Glück nicht ran @friedokoch Wow, dass ich tatsächlich so viel Glück haben könnte hätte ich nicht gedacht Dein Angebot werde ich gerne annehmen und dir eine Mail schreiben |
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![]() Mitglied seit 08.11.2006 |
Servus,
ich habe seit diesem Wochenende eine Zusage von einem Jeunes Restaurateurs Betrieb und muss doch sagen, dass mein Eindruck sehr positiv ist. Der Lehrling im ersten Lehrjahr musste bereits in der Küche voll mitmachen, von Gemüse putzen bis Fleisch braten und das bei einem Michelin-Stern. Auch wurde er und auch ich, nach unserer Meinung zu den Gerichten und zum Menü gefragt und wir sollten uns einbringen. Man hat gemerkt, dass dort die Azubis für den Küchenchef mehr sind als billige Arbeitskräfte und es ihm richtig Spaß macht einerseits sein Wissen zu vermitteln aber andererseits auch offen zu sein für Vorschläge der Azubis. In einem anderen Jeunes Resaturateurs Betrieb habe ich ähnlich Erfahrungen gemacht. Von einem Lehrling in einem solchen JRE Betrieb, der auch in anderen Sterne nicht-JRE Restaurants Praktika gemacht hat habe ich viel schlechtes gehört. Bspw. aus der Traube-Tonbach, dass die Lehrlinge hauptsächlich damit beschäftigt sind Frühstücksplatten zu legen. Im Laurentius in Weikersheim ist der Platz noch nicht fest vergeben... Kannst mir auch mal schreiben, falls das nach einem Emailaustausch mit friedokoch noch nötig ist. |
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![]() Mitglied seit 24.01.2006 |
Gleich vorweg: Ich bin nur Gast in den Läden, kann also nicht wirklich mitreden.
Zu amuns Einwürfen möchte ich jedoch zu Bedenken geben: Fast alle JRE-Restaurants in Deutschland haben zumindest einen M-Stern und gute GM-Noten. Zudem tauschen sich die JRE-Köche viel aus (das ist ganz offenbar an ihren Konzepten zu erkennen), du bist also gleich in einem funktionierenden Netzwerk. Zumindest bei uns im Saarland sind die beiden JRE-Köche Kunz und Erfort als sehr gute Ausbilder bekannt. Gruß, K. |
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