Eine blöde Situation
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![]() Mitglied seit 17.12.2008 |
ich schreibe das bewußt im Familienforum, weil ich hoffe, hier ein paar Anregungen zum Umgang mit der Situation zu finden. Es geht mir nicht drum, eine Stammtischdiskussion zu eröffnen, und auch an Erkenntnissen über die Jugend von Heute bin ich nicht interessiert Daher hoffe ich, nicht verschoben zu werden. Darum geht es: Vorhin hat es an der Türe meiner Privatwohnung geklingelt, davor mein Lehrling seit einer Woche, der mit mitteilt, das er morgen leider nicht arbeiten kann, denn er fährt jetzt mit seinen Kumpels zu einem Konzert nach Belgien. Hat sich spontan ergeben. Aha. Gut, sowas kann natürlich vorkommen. Ich sage, das geht so nicht, er kann zwar gerne zum Konzert fahren, was er in seiner Freizeit tut ist ja seine Sache, aber morgen früh muss er arbeiten kommen, und zwar pünktlich und brauchbar. Antwort: Nein, kann er nicht. Er hat den Kumpels zugesagt und seinen Spritgeldanteil haben sie auch schon vertankt, und er ist ja so fair, dass er mir jetzt schon sagt, dass er nicht kommen wird, ich kann mich also drauf einstellen. Ist doch rücksichtsvoll, oder? Nachdem ich jetzt erst einmal tief durchgeatmet habe mache ich mir Gedanken, wie es jetzt weiter geht. Ich bilde seit 14 Jahren aus, und kleinere Zwischenfälle gibt es immer mal. Aber eine Woche nach Antritt der Lehre habe ich sowas noch nicht gehabt. Ich warte jetzt bis morgen, ob der Junge morgen bei Arbeitsbeginn da ist, sonst werde ich mich an die Eltern wenden müssen und auch drüber nachdenken müssen, ob es überhaupt Sinn macht, das Ausbildungsverhältnis überhaupt fortzusetzen. Mir liegt dran, jedes begonnene Ausbildungsverhältnis auch bis zum Abschluß durchzuführen, aber ich bin weder Psychologe noch Beschäftigungstherapeut, das kann und will ich nicht leisten, und ich bin drauf angewiesen, mich auf meine Mitarbeiter verlassen zu können, daher ist mein Spielraum auch begrenzt. Welchen Umgang mit der Situation würdet ihr euch als Eltern vom Ausbilder eures minderjährigen Kindes wünschen? Immer noch kopfschüttelnden Gruß vom Chris |
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![]() Mitglied seit 14.02.2005 |
Hallo,
ist er in der Probezeit? Dann würde ich ihm, am besten im Beisein seiner Erziehungsberechtigten wenn unter 18, fristlos kündigen! Andernfalls schriftlich abmahnen und ihm deutlich machen, dass er die nächsten Wochen unter verschärfster Aufsicht steht. Bei allem Verständniss für die Sturm- und Drangzeit (kann mich noch ganz gut an meine eigene erinnern gwexhauskoch |
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![]() Mitglied seit 16.06.2007 |
Hmm, als Mutter wäre ich um jedes Verständnis froh, welches meinem Sprössling entgegenschlägt.
Und zwar, wenn es sich um eine echte Notsituation gehandelt hätte. Aber der spontane Wunsch, ein Konzert zu besuchen...also bitte... Was kommt als nächstes?? LG Brutzel |
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![]() Mitglied seit 26.07.2005 |
Hallo Chris, ich möchte Dir hier auch keine Erkenntnisse über die jungen Leute von heute weitergeben, aber ich denke der Junge hat noch nicht kapiert dass jetzt der Ernst des Lebens angefangen hat. Er wird morgen vermutlich nicht erscheinen............ Ich würde die Eltern informieren und dem jungen Mann eine Abmahnung geben. So hat er noch eine Chance zu kapieren dass es so nicht geht, und wenn sowas nochmal vorkommt kann das Ausbildungsverhältnis dann ja auch noch beendet werden. .......oder hat er evtl. gar keinen Bock auf diese Arbeit? Liebe Grüsse von der
....das wollt ich übrigens nur gesagt haben, damit nachher nicht jemand sagt, niemand hätte was gesagt..... |
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![]() Mitglied seit 29.07.2010 |
Hallo Chris
Also ich bin weder Mutter noch Erwachsen (genauer gesagt, ich bin 17Jahre alt) aber ich hoffe, das stört dich nicht. Als Mutter würde ich erwarten, dass der Ausbilder mit mir in Kontakt tritt, denn wahrscheinlich (das ist häufig so) flunkern die jungen Leute zu Hause "Er hat gesagt, das geht in Ordnung" oder "Ich darf das"; denn wenn ich es sonst erfahren würde - Lügen haben kurze Beine - würde ich zuerst einmal zum Ausbilder gehen und ihn zur Rede stellen. Im Übrigen - diesem Jungen scheint seine Lehrstelle nicht sonderlich viel zu bedeuten, da würde ich so oder so mit der Familie in Kontakt treten. Liebe Grüsse aus der Schweiz Lunetta |
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![]() Mitglied seit 27.06.2009 |
Hallo Chris
Bei uns gilt auch für Lehrlinge eine Probezeit.. ist das bei euch auch so? Wenn er nicht kommt, würde ich ihm a) eine Verwarnung schicken und b) mit den Eltern das Gespräch suchen. Wenn die Eltern vernünftig sind und den Eindruck machen, dass sie ihm die Situation begreiflich machen können, dann würde ich ihm noch eine Chance geben; sonst würde ich das Beschäftigungsverhältnis wohl beenden. Lieber ein Ende mit Schrecken etc.. Wenn so ein junger Mensch glaubt, dass ein Konzert mit Kollegen wichtiger ist, als seine Ausbildung ... tja dann ist es kein Wunder, dass es soviele ohne Ausbildung gibt. beste Grüsse Nice Nofret beste Grüsse Nice Nofret |
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![]() Mitglied seit 19.06.2002 |
Hallo !
Ich würde ihn zum einen erst mal abmahnen und ihm klar machen, dass es eine solche Situation kein 2. Mal geben sollte. Schliesslich muß er kapieren, dass so etwas auch nicht geht, wenn er erst einmal irgendwo fest angestellt ist - für sowas kann er sich Urlaub nehmen, aber keine Spontan-Aktion starten - die Zeiten sind vorbei LG Dag |
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![]() Mitglied seit 30.08.2006 |
Hallo Chris,
das ist ja echt ein Hammer! Ich hätt den jungen Mann bestimmt direkt vor die Tür gesetzt (bin da ein bisschen impulsiver Ich weiß zwar nicht wie es rechtlich ist, aber sicher gibt es für Azubis auch Abmahnungen o.Ä. So eine würde ich in jedem Fall erteilen, wenn der Bub morgen früh nicht pünktlich und frisch erscheint. Zudem würde ich in jedem Fall die Eltern informieren und richtig Dampf machen. Bei der nächsten klitzekleinen Verfehlung würd der Junge dann gehen müssen. Basta. Er ist alt genug um zu wissen, dass sein Verhalten (sorry) absoluter Bockmist ist. Soll er die Suppe selbst auslöffeln. Andere Vorgesetzte würden SOFORT die fristlose Kündigung aussprechen und hätten meiner Ansicht nach auch recht. Nur verstehe ich deine "moralischen" Bedenken auch... Was mich gerad an der Situation stört: der Junge fährt nach Belgien und sagt dem Chef vorher bescheid... dann hat er doch sicher auch seine Eltern informiert, oder?? Die haben dann sicher gemeint: "wenn du frei kriegst, dann fahr" oder irgendwas in der Art. Spricht ja auch nicht gerade dafür, dass die Eltern sich für die Ausbildung des Sohnes einsetzen, oder? Hmm... Ich als Elternteil hätte nämlich schon den Vogel gezeigt, wenn Sohnemann meinen würde nach einer Woche Ausbildung erstmal auf ein Konzert fahren zu müssen... VG jellyBelly |
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![]() Mitglied seit 17.12.2008 |
@Zwergenmuomi:
der hat bei mir zwei mal 3 Wochen Praktikum gemacht einmal Schulpraktikum, einmal freiwillig in den Osterferien, und da hat er echt Gas gegeben. Daher machte er er nicht den Eindruck, als hätte er keinen Bock, und auf Nachfrage betonte er wirklich mehrfach, er will das unbedingt lernen. Sonst hätte ich ihn, auf Grund grenzwertiger Noten, auch nicht genommen, und das habe ich ihm auch offen gesagt. Ich dachte wirklich, er macht das mit Einsatz und Interesse wett. Mir geht es hier auch nicht um menschliche Enttäuschung oder so, sondern einfach um ein sinnvolles weiteres Vorgehen |
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![]() Mitglied seit 17.12.2008 |
ja, es gibt eine Probezeit
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![]() Mitglied seit 14.02.2005 |
Hallo,
wenn es so ist würde ich ihm die Gelbe Karte geben und ein SEHR!! ernsthaftes Gespräch mit im führen! gwexhauskoch |
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![]() Mitglied seit 11.07.2003 |
Moin,
hui, ich sitze hier gerade mit herunter geklappter Kinnlade. Das ist nicht schon mehr frech, das ist schon dreist. Und wahrscheinlich ist der junge Mann noch im Glauben, es besonders fair gehandelt zu haben - andere hätten sich wahrscheinlich nur krank gemeldet. Nö, nach einer Woche würde ich da auch kein Auge zudrücken, sondern Tacheles reden. Dass eine Diskussion darünber anstrengend sein kann, kann ich bestätigen. Hatte selber erst vorgestern einen ellenlangen KM-Verkehr mit einem Mädel, die absolut beratungsresistent war und mir letztendlich vorgeworfen hat, ich sei oberlehrerhaft, spießig, verklemmt und typisch deutsch. Also stell Dich darauf ein! Viel Glück & Gruß Sabine |
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![]() Mitglied seit 18.07.2005 |
Hallo Chris!
Potzblitz, der junge Mann hat Nerven! Als AG würde ich mich gleich mit den Eltern in Verbindung setzen, als Mutter des Jünglings würde ich dann mit meinem Filius ein sehr persönliches Gespräch führen. Und - ich würde bestimmt nicht bis morgen damit warten, mich mit den Eltern in Verbindung zu setzen. Gruß renimo
********************************* Zeit, die du dir nimmst, ist Zeit, die dir etwas gibt. |
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![]() Mitglied seit 18.07.2005 |
Den Eltern würde ich klipp und klar sagen, dass wenn der Sohn morgen (sozusagen auf Ansage) fehlt, die Probezeit hiermit vorzeitig beendet ist.
Gruß renimo
********************************* Zeit, die du dir nimmst, ist Zeit, die dir etwas gibt. |
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![]() Mitglied seit 21.04.2005 |
Hallo Chris,
ich glaube, der junge Mann meint wirklich, er habe alles richtig gemacht. Er hat dir doch ganz ehrlich und vorher Bescheid gesagt, dass er nicht kommt! Ich bin Mutter zweier Söhne (knapp 17 und gut 19 Jahre alt) und habe im Büro junge Leute in der Ausbildung seit Jahren neben mir und um mich herum, wenn ich auch nicht verantwortliche Ausbilderin bin. Es gibt mehr junge Leute als man glauben mag, die wirklich willig sind, aber echt nicht wissen, was sich gehört und wie die Rechtslage tatsächlich ist. Das haben viele, nicht alle, einfach nicht gelernt! Ich würde, falls der Junge nicht erscheint morgen, den jungen Mann und die Eltern (falls noch nicht 18, dein Azubi) zu einem Gespräch bitten, in dem ich ganz deutlich machen würde, dass das so NICHT in Ordnung war! Man gibt nicht Bescheid, wenn man einen Tag Urlaub braucht oder haben möchte, man muss das beantragen und GENEHMIGEN lassen! Und wenn man die Genehmigung nicht bekommt (und die hätte er von mir auch nicht bekommen in diesem Falle, nach einer Woche Ausbildung und wegen eines spontanen Konzertbesuches), dann hat man keinen Tag frei! Dazu eine Abmahnung in die Hand drücken, damit der Ernst der Lage tatsächlich dokumentiert ist und natürlich auch gleich erklären, was eine Abmahnung rechtlich bedeutet und dann erst mal Schwamm drüber und weiter ausbilden. Wäre mein persönlicher Weg. Liebe Grüße, Doris |
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![]() Mitglied seit 30.08.2006 |
Ich bin renimos Meinung: Eltern SOFORT anrufen! Sollen die dafür sorgen, dass Sohnemann morgen pünktlich und fit erscheint und ihn notfalls zum umkehren auf halber Strecke bewegen!
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![]() Mitglied seit 08.09.2007 |
Hallo,
das Verhalten deines Lehrlings ist tatsächlich indiskutabel. Dass er das so einfach nicht machen kann, ist wohl allen klar - außer ihm selber vermutlich. Warum man daraus jetzt allerdings auf "die Jugend von heute" schließen sollte, das ist mir jetzt nicht ganz klar... Da der Lehrling bisher ja einen guten Eindruck vermittelt hat (Interesse an der Sache), würde ich es so machen, wie gwexhauskoch sagt. Dem muss mal mitgeteilt werden, dass eine solche Aktion NICHT normal/okay/nachvollziehbar ist. Gruß, TomKa |
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![]() Mitglied seit 21.02.2007 |
Hallo,
ich kann dir nur aus eigener Erfahrung sagen --- und zwar nicht mit der Jugend von heute, sondern auch schon mit der von vor 20 bis 25 Jahren (die war auch nicht besser Ich kann mich an keinen einzigen Fall erinnern, bei dem solche Leute irgendwann die Kurve gekriegt hätten. Es ist nicht ein Phänomen dieser Zeit, sondern einfach Fakt, dass es Menschen gibt, deren Einstellung zur Arbeit vollkommen inakzeptabel ist und die daran auch nichts ändern, erst recht nicht, wenn sie immer wieder ne Chance bekommen. Dein Azubi hat doch ne Chance bekommen, und zwar die, trotz seiner mangelnden Vorleistungen einen Ausbildungsplatz zu erhalten, den andere, vermeintlich engagiertere junge Menschen auch gerne bekommen hätten. Nutzt er die Chance? --- nein, er testet aus, wie weit er mit dir gehen kann. Mitarbeiter, die im Praktikum und/oder der Probezeit total Gas geben und danach nichts mehr bringen, kennen wir wohl alle --- Leute, die gleich so dreist anfangen, sind da schon seltener, aber auch die kommen immer mal vor. Das Ausbildungsjahr fängt gerade erst an ---- ich würde echt die Stelle mit jemandem besetzen, der noch verzweifelt sucht. LG Carrara Auch das beste Werkzeug kann mangelndes Know-how nicht ersetzen! |
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![]() Mitglied seit 26.07.2005 |
Chris - das klingt wirklich so, als hätte er es absolut noch nicht kapiert. Sagen nicht alle Ausbildungsbetriebe, dass die Azubis immer unfähiger und unreifer ankommen? renimo - ich vermute mal, der Spross ist schon halb in Belgien Heute würde ich die Eltern nicht aufscheuchen, vllt. geschieht ja nch ein Wunder und er erscheint morgen doch zur Arbeit |
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![]() Mitglied seit 18.10.2008 |
hallo,
vielleicht denkt er wirklich, daß er einfach nur sagen braucht, daß er morgen nicht kommt und daß das dann als Urlaub zählt. Gib ihm noch ne chance, schmeiß ihn nicht gleich raus, aber bestell ihn mitsamt den Eltern zu einem Gespräch und mach ihnen die Urlaubs- und sonstigen- Regeln sehr ernsthaft klar! Aber ich würd es ihm auch dringend klarmachen, daß es die allerletzte chance ist! Auf der anderen Seite, besser so, er nimmt kurzfristig urlaub, als hätte er einfach "Krank" gemacht, wenigstens ist er ehrlich, denke, daffodil hat recht, der ist sich keiner Schuld bewußt. Vielleicht hast Du einen recht kleinen Betrieb, und machst einen "zu netten" Eindruck, und er denkt sich, das kann man so "Kameradschaftlich" über den "Kleinen Dienstweg" regeln oder so.... und er hat den Ernst noch nicht begriffen. LG escalibur |
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![]() Mitglied seit 15.08.2007 |
Hallo,
ich krieg gerade den Mund nicht mehr zu. Liebe Grüße Salvy "Wer nichts weiß, muss alles glauben" (Marie von Ebner-Eschenbach) |
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![]() Mitglied seit 12.12.2005 |
Hallo,
ich würde auch die Eltern SOFORT anrufen und ihnen mitteilen, wenn Sohn morgen früh nicht pünktlich auf der Matte steht, ist das Ausbildungsverhältnis beendet. Jetzt gleich eine zweite Chance geben heißt nichts anderes, als dass dieses Verhalten keine Folgen für ihn hat. Wenn dem Jungen wirklich an dem Ausbildungsverhältnis liegt ist es seine Sache und die der Eltern, euch zu überzeugen, dass sowas nie wieder vorkommt. Notfalls lieber die Kündigung zurücknehmen als jetzt schon beide Augen zudrücken. Wobei ich denke, dass du an diesem Lehrling nicht viel Freude haben wirst. Heute ist er ehrlich, morgen wird er im gleichen Fall krank machen. VG Marion |
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![]() Mitglied seit 14.08.2008 |
also ich weiss noch wo ich selbst nach lehrstellen gesucht hab, tausende wuerden alles dafuer geben eine zu finden und nie im leben daran denken mal eben zu sagen man kann nicht arbeiten. sorry aber ich haette da ueberhaupt gar keine ruecksicht auf diesen jungen herrn.
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![]() Mitglied seit 17.12.2008 |
OK, mal etwas differenzierter, zur Erklärung:
Der Auszubildende ist 16 Jahre alt. Das ist allerdings für mich kein Argument, von wegen *er weiß das nicht besser*. Er will eine Ausbildung machen, er will dafür bezahlt werden, von daher kann ich nicht unterscheiden, ob er 16 oder 17 oder 18 ist, oder wie Verständig er schon ist. Die Eltern sind sehr bemüht, wirklich, die Mutter ist sehr dahinter her, das der Sohn sich kümmert und bemüht, und auch sonst macht der Junge wirklich einen guten Eindruck, sonst hätte ich ihn nicht genommen. Wie gesagt, er ist auch nicht mein erster Auzubildender, ich bilde seit 14 Jahren aus, und ich hatte noch keinen Auszubildenden, bei dem es nicht mal irgendwann im Lauf der Ausbildung in irgendeiner Form Stress gegeben hätte. Trotzdem, und da bin ich wirklich stolz drauf, haben bisher alle meine Auszubildenden auch ihre Ausbildung mit bestandener Gesellenprüfung beendet, und da liegt mir auch wirklich viel dran. Auch in diesem Fall hier. Ich habe vorhin wirklich mit mir gerungen, ob ich sofort bei den Eltern anrufe. Ich bin ja selbst Vater und würde mir das vermutlich in so einer Situation ebenfalls wünschen. Trotzdem habe ich bis jetzt nicht bei ihm zuhause angerufen. Meine Frau meinte, ich soll dem Jungen die Chance geben, morgen früh von sich aus aufzutauchen. Aus eigenem Antrieb. Das würde ihm langfristig mehr bringen. Mir ist auch flau dabei, aber sie meinte, sie traut ihm zu, die Kurve noch zu kriegen. Ich habe diese Überzeugung gerade nicht. Gruß vom Chris |
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![]() Mitglied seit 19.06.2002 |
Ich weiss nicht...
Ich denke, jeder hat das Recht auch mal einen Fehler zu machen - und hier ging es ja nicht um Leben und Tod. Wie viele hier schon sagten - man muß ihm klar machen, dass das so nicht mehr geht. Für mich hört sich der Kerl an, als ob er das einfach noch nicht so richtig realisiert hat, dass Arbeit und Schule 2 grundverschiedene Dinge sind, dass sein Leben sich gändert hat. Irgendwie naiv. Ich würde ihm sehr deutlich machen, dass er kein weiteres Mal sich einen Aussetzer dieser Art leisten kann, ihn abmahnen, und gut ist. LG Dag |
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![]() Mitglied seit 11.07.2003 |
Hallo Chris,
Deine Hoffnung in allen Ehren. Aber wenn er heute erst nach BELGIEN gefahren ist um dort ein Konzert zu besuchen (was ja wahrscheinlich einige Zeit dauern dürfte), dann findet vielleicht noch etwas Party statt und dann gibts noch die Rückfahrt, dazwischen Schlaf nicht zu vergessen, dürfte das in Anbetracht der verbleibenden Zeit bis morgen früh nicht zu schaffen sein. Also ich glaub nicht dran. |
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![]() Mitglied seit 30.08.2006 |
Wenn du die Eltern anrufst wird er wahrscheinlich jede Menge Ärger zuhaus bekommen und mit dir wohl auch noch mal ein Gespräch führen, was ihn dann hoffentlich ordentlich "auf den Pott" setzt. Vielleicht geht ihm dann ob seinem Verhalten mal ein Lichtlein auf.
Wenn du die Angelegenheit jetzt von "Mann zu Mann" regelst und seine Eltern außen vor lässt, kommt er mit einer leichten Verwarnung davon und lernt... naja, mit Pech lernt er nix aus der Situation. Schließlich kommt er ja mit einem blauen Auge davon. |
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![]() Mitglied seit 17.12.2008 |
Sabine, ich glaub auch nicht wirklich dran
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![]() Mitglied seit 23.09.2008 |
Hallo Chris,
ich würde erstmal bis Morgen früh abwarten. Wenn das so ist, dann erlauben es ihm seine Eltern sowieso bestimmt nicht. Und wenn sie ihm es erlauben, kurzfristig nach Belgien zu fahren, dann bestimmt mit der Auflage, dass er rechtzeitig zuhause ist. Wenn er Morgen nicht erscheint, dann auf alle Fälle Gespräch mit ihm und den Eltern und danach eine Abmahnung. Für den Fall, dass er wider Erwarten rechtzeitig da ist, würde ich trotzdem mit ihm über seine Einstellung, Urlaub und Fehlzeiten sprechen. LG BeeGee17 |
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![]() Mitglied seit 17.12.2008 |
nein BeeGee, gefahren sind die Jungs mit ziemlicher Sicherheit, er ist ja bei mir vor der Haustüre bei denen aus dem Auto ausgestiegen und wieder eingestiegen.
Wäre er zu Fuß gewesen, wäre ich ja hinterher, obwohl ich nur Badeschlappen anhatte, und hätte ihm die Konsequenzen erklärt. Gruß vom Chris |
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![]() Mitglied seit 23.09.2008 |
Huhu Chris,
dann wäre es bestimmt interessant zu wissen, wie er es seiner Mutter verkauft hat. LG BeeGee17 |
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![]() Mitglied seit 08.09.2007 |
Ich finde den Vorschlag deiner Frau ehrlichgesagt ganz gut. Okay, der Mensch ist erst 16, aber er macht 'ne Ausbildung und da ist man ja schon ziemlich in der "Erwachsenenwelt" angekommen. Der lernt doch nie, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen, wenn man jetzt den Eltern hinterher telefoniert.
Andererseits würden die Eltern bestimmt froh sein, dass sie benachrichtigt wurden und ihren Junior noch zur Umkehr bewegen können. Eine blöde Situation, du sagst es! In jedem Fall: ein ERNSTES Gespräch ist fällig. TomKa |
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![]() Mitglied seit 02.04.2005 |
Hallo
ich mußte nach deiner Beschreibung an den Mitlehrling meines Sohnes denken. Jener war von der Hauptschule aufgrund seines Verhaltens geflogen. Er hatte wohl schon ne KFZ Lehre begonnen , aber angeblich nciht fertig machen können weil der Betrieb pleite ging Er bekam also eine Chance weil der Betrieb bewußt Lehrlinge wollte die aufgrund irgendwelcher Punkte auf dem "Markt" schlechte Chancen haben. Beide haben zusammen angefangen, nach 3-4 Wochen war der andere krank ohne sich krank krank zumelden. Wenn die Lehrlinge krank sind haben sie sich um 7.00 uhr zu Arbeitsbeginn telefonisch im Büro zu melden. Für Lehrlinge gilt Krankenschein schon ab dem ersten Tag. Na ja am zweiten Tag meldete er sich dann. Kurz danach Blockunterricht. Die Berufsschule rief in der zeiten Woche Dienstags an, er sei seit 2 Tagen nciht in der Schule. Zuhause angerufen, ja ihm wäre es heute nicht gut gegangen, Mutter wußte nicht das er schon den 2. Tag fehlt. Er müßte sich am 1. Tag schon in Schule und Betrieb krankmelden Es liefen einge solcher Kapriolen. Einschließlich zuspätkommens, weil er erst um 6,30Uhr auf der Lanparty gemerkt hatte das er arbeiten muß. Na ja irgendwann nütze es ihm auch ncihts mehr das sein Vater im gleichen Betrieb an anderer Stelle arbeitet. Er flog. Selbst mein Sohn war entsetzt wie man so eine Chance vertun kann. Habe auch schon im Kindergarten erlebt wie Schülerinnen vor uns Praxisanleiterinnen miteinander diskutierten ob sie ihre Lehre anlügen sollen oder einfach gestehen , das sie einen Schultag geschwänzt haben. Die hat das gar nciht gestört das wir dabei sitzen, die kamen auch nciht auf die Idee daran zu denken das wir mit ihren Lehrern im Kontakt stehen. Ich würde seine Eltern informieren, die machen ihm bestimmt ordentlich dampf. Dann sieht man ja ob es eine einmalige Idiotie war, oder ob es ihm nicht ernst ist. Gruß Tiffany I never met a calorie I didn`t like |
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![]() Mitglied seit 12.04.2010 |
Hi Chris,
ich bin keine Mutter, aber ich könnte mir vorstellen, dass die Mutter sich wünschen würde, wenn Du das Gespräch suchst. Insbesondere dann, wenn sie sehr bemüht ist... Allerdings ist ja nicht seine Mutter bei Dir beschäftigt, sondern er selber. Auch als 16-jähriger muss ich Verantwortung übernehmen können für mich und meinen Job. Ich selber beschäftige mehrere Angestellte und einige freie Mitarbeiter - bei mir gäbe es ganz klar eine fristlose Kündigung. Ich übernehme keine Erziehungsaufgaben, die andere versäumt haben. So leid es mir persönlich für den einzelnen Menschen tut, aber Dein Kunde fragt Dich doch auch nicht nach den Gründen, warum eine Arbeit nicht fertig geworden ist. Dem kannst Du nicht erklären, dass Dein Azubi nicht zur Arbeit erschienen ist und Du deswegen einen Termin nicht halten kannst. Viele Grüße, quibas |
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![]() Mitglied seit 06.04.2008 |
eindeutig ein weiteres Opfer der Kuschelpädagogik: er hat nicht begriffen, das die fast alles tolerierende Schul- und Spielzeit nun vorbei ist.
Sehr viele Azubis weisen mehr oder weniger ausgeprägt dieses Verhalten auf. Manche lernen es auf die harte Tour, andere nie. Woher sollen sie auch wissen, was angemessen ist und was nicht, wenn es ihnen nicht rechtzeitig - also als Kind - vorgelebt bzw. erklärt wurde. Im Grunde sollten bei Bewerbungsgesprächen die Ausbilder stärker mit einbezogen werden, da diese soziale Defizite eher erkennen können als Fachbereichsleiter etc. Ich halte es schon für frech, daß er Dich privat aufsuchte. Da Du ihm dann eindeutig erklärt hast, was Sache ist und ihm mögliche Konsequenzen seines Verhaltens aufgezeigt hast, ist er für die Folgen seines Tuns ganz alleine verantwortlich. Ihn aus falsch verstandener Solidarität zu decken, würde iihm vermitteln, daß sein Ansinnen und Verhalten im Grunde in Ordnung ist - wäre also eine Bestätigung. So wie er es während seiner Schulzeit wohl ungestraft erfahren hat. Du bist Deinem Arbeitgeber, Deinem Job, Deiner Aufgabe und Dir verpflichtet. Alleine daraus kannst Du die richtige Entscheidung ableiten. LG wermut |
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![]() Mitglied seit 17.12.2008 |
Das das Ganze in keinem Fall ohne Konsequenzen abgehen kann, ist, denke ich, keine Frage, denn das ist klar.
Selbst wenn er morgen püntklich auf der Matte stehen sollte, ist klar, dass ein Gespräch fällig ist, in dem ich ihm seine Grenzen nochmal ganz klar abstecken werde. Die Frage ist mehr, wenn er NICHT pünktlich antreten sollte, ob dann ein Gespräch oder eine Abmahnung überhaupt noch Sinn machen. Ich bin durchaus ein mitfühlender Mensch, und ich habe auch viel Verständnis, wenn man jemand Bockmist macht. Aber ich habe auch Verantwortung für meine anderen Arbeitnehmer. Denen schulde ich, dass der Laden läuft, und die Zeiten sind für kleine Betriebe im Moment wirklich nicht leicht. Daher ist mein Spielraum wirklich begrenzt, und wie Wermut auch sagt, ich bin kein Erzieher und ich kann keine Erziehungsdefizite aufarbeiten. Das will ich auch gar nicht tun. Gruß vom Chris |
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![]() Mitglied seit 08.09.2007 |
Mir scheint, als wäre Chris selbstständig...
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![]() Mitglied seit 12.04.2010 |
Wenn er nicht kommt, gäbe es für mich wirklich nur die Konsequenz Kündigung - für Dich ja auch, wenn ich Deine Aussage richtig interpretiere. Wenn es dann auch noch so ist, dass jede Arbeitskraft zählt (tut es bei mir auch - vom jüngsten bis zum ältesten Mitarbeiter), fällt die Entscheidung sicher leichter, auch wenn sie natürlich unangenehm ist und man als Chef sich ja auch verantwortlich fühlt.
Aber wie Du schon schreibst: Du hast ja auch Verantwortung für die anderen Angestellten. Die haben vielleicht Kinder, die Oma lebt mit im Haus... Wenn Du zumachst, weil Du keine verlässlichen Mitarbeiter hast, sind viel mehr Menschen betroffen. Sollte er pünktlich erscheinen, sieht die Sache ja schwieriger aus. Er erfüllt ja dann seine Pflicht. Allerdings sollte es dann, so würde ich es wahrscheinlich machen, ein Gespräch geben, in dem klar gestellt wird, dass Besuche beim Chef zu Hause nur auf Notfälle beschränkt sind und solche Aktionen, wenn sie denn auch nur einmal in die Tat umgesetzt werden, zur sofortigen Kündigung führen. Das käme bei mir noch schriftlich hinterher. Viele Grüße, quibas |
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![]() Mitglied seit 23.09.2008 |
Hallo
Antwort: Nein, kann er nicht. Was war dann Deine Antwort drauf? Hast Du ihm mit Konsequenzen gedroht? Wenn ja, dann musst Du sie auch durchsetzen. Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr denke ich mir, dass - wenn er Morgen nicht da ist - eine Kündigung unumgänglich ist. Schliesslich hast Du gesagt, er müsse Morgen früh auf der Matte stehen. Alternativ wäre doch die Eltern anzurufen, damit sie schon vorgewarnt sind. LG BeeGee17 |
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![]() Mitglied seit 12.04.2009 |
Hallo !!!
Erst einmal.... mir waere es NICHT IM TRAUM eingefallen, am SONNTAG bei meinem Chef ZUHAUSE auf der Matte zu stehen und ihm dann sagen, dass ich aufgrund einer spontan geplanten Aktion am naechsten Tag nicht zur Arbeit komme. Vielleicht war ich zu schuechtern, vielleicht wusste ich, was sich gehoert.... Ich denke auch, er wird morgen nicht zur Arbeit antreten. Erteile ihm eine Abmahnung, erklaere ihm den Ernst der Lage (letzte Chance usw), sprich mit seinen Eltern. Beim naechsten Griff ins Klo ----> raus mit ihm, denn er war gewarnt. Alles Liebe von Kasi
Nr. 199 der SHGdBS |
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![]() Mitglied seit 23.09.2008 |
Hallo Kasi,
ich wäre auch nie im Leben sonntags zu meinem Chef gefahren. Ich hätte auch nicht einmal sonntags bei ihm privat angerufen. Vielleicht denkt aber der junge Mann, dass er ihn dadurch rechtzeitig informiert hat und nicht erst am Montag um 07:00 Uhr? LG BeeGee17 |
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![]() Mitglied seit 21.02.2007 |
Wie ich schon oben geschrieben habe --- für mich wäre der Fall erledigt; es sei denn, er stünde morgen wirklich auf der Matte, was ich nicht glaube
LG Carrara Auch das beste Werkzeug kann mangelndes Know-how nicht ersetzen! |
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![]() Mitglied seit 10.03.2010 |
Hallo Chris,
was Dein Azubi sich da leistet... alle Achtung... eigenmächtiger Urlaubsantritt mit Ansage Wenn Du ihm das jetzt durchgehen lässt, weiß er genau, wie er es machen muss um die Grenzen immer wieder zu überschreiten. Ich würde ohne zu überlegen mit den Eltern reden. Aber egal, wie Du mit der Situation umgehst, es ist heikel und ich wünsche Dir ein sensibles Händchen. LG Tenderoni
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![]() Mitglied seit 08.11.2004 |
Hallo,
ich würde die Eltern anrufen, ihnen sagen, was sich ihr Sohn gerade geleistet hat, und wenn der Knabe morgen nicht pünktlich zum Arbeitsantritt auf der Matte stände, bekäme er die Kündigung, das würde ich den Eltern als Erziehungsberechtigten auch androhen. Sorry, aber bei sowas könnte ich keinen Spaß verstehen. Sachen gibt's. Viele Grüße, Jana |
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![]() Mitglied seit 19.07.2006 |
Hej - spontan habe ich auch gesagt "Tschüss - so einen kann man nicht gebrauchen" - aber nach etwas überlegen und nachdenken sehe ich das jetzt ein wenig anders.
Klar, wenn er morgen nicht pünktlich auftaucht muss das auf jeden Fall ein mehr als ernstes Gespräch geben und die dunkel-gelbe Karte, evt. eingehend mit einer Verlängerung der Probezeit. Ob ich da die Eltern einbeziehen würde, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht ganz genau - aber vermutlich eher ja. Und im dem Gespräch muss dann ganz klar gemacht werden, dass, wenn er noch so eine Schraube dieser Art dreht, das Ausbildungsverhältnis mit sofortiger Wirkung beendet ist...... Ganz schwierige Sache das. Ich bin immer wieder von den Socken, wie leichtfertig manche heutzutage mit ihren Chancen umgehen..... Glück Auf Bernd |
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![]() Mitglied seit 17.12.2008 |
Ich hab jetzt keine Ruhe mehr, wenn ich nichts mache, raubt mir die Sache heute Nacht den Schlaf.
Mannomann, ich weiß nicht, ob ihr euch das vorstellen könnt, aber ich fühle wirklich, wie mein Blutdruck langsam vor sich hinsteigt Ich fahre jetzt bei den Eltern vorbei und höre mal, was die wissen und zu unternehmen gedenken. Vermutlich redet meine Frau dann kein Wort mehr mit mir. Aber egal, so kann ich es ja auch nicht bis morgen lassen. Ich werde bei den Eltern auch klarstellen, dass ich erwarte, das der Junge morgen früh um 7.15 Uhr vor der Türe steht, und ich nicht gewillt bin eine Krankmeldung oder ähnliche Kinkerlitzchen zu akzeptieren. Saublöde Situation. Ich fühle mich da echt scheiße bei. Gruß vom Chris |
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![]() Mitglied seit 10.03.2010 |
@Chris,
denke mal daran, wie blöd Du Dich fühlen würdest, jetzt nichts zu tun und später von diesem Azubi noch mal veräppelt zu werden. Ein Gespräch mit den Eltern ist ja noch keine Kündigung. Unter Umständen bewahrst Du den jungen Mann vor zukünftigen Dummheiten, wenn Du jetzt mit den Eltern sprichst. Viel Glück. LG Tenderoni
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![]() Mitglied seit 08.11.2004 |
Mach das, Chris. Die Eltern sind bei einem Sechzehnjährigen noch dicke in ihrer Pflicht als Erziehungsberechtigte. Daher ist es absolut angebracht, hier mit den Eltern zusammenzuarbeiten. Die Alternative wäre aus meiner Sicht nur die Kündigung.
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![]() Mitglied seit 12.04.2010 |
Wenn Du das Gefühl hast, dass das für Dich ein guter (na ja - eher angesichts der Situation besserer) Weg ist, setzt Dich ins Auto und fahr hin. Aus meiner Sicht ehrt Dich das sehr! Hoffentlich hat der junge Mann das verdient.
Viele Grüße, quibas |
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![]() Mitglied seit 11.07.2003 |
Chris,
mach das, finde ich ok. Du würdest heute Nacht eh kein Auge zu kriegen und Dir ständig Gedanken machen. So wissen die Eltern wenigstens Bescheid und können ihm als Erste die Hölle heiß machen. Wenn er sich danach noch uneinsichtig zeigt, wäre es das in meinen Augen gewesen. Viel Erfolg Gruß Sabine |
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![]() Mitglied seit 20.11.2006 |
Naja, letzten Endes muss jeder die Konsequenzen seines Handelns tragen. Das ist aber nur meine Meinung. Wenn er der Meinung ist, er kann einfach so auf ein Konzert fahren, anstatt bei der Arbeit zu erscheinen, dann muss er eben die Konsequenzen tragen. Es geht hier ja nicht um ein kleines Kind, dass keine Lust hat in den Kindergarten zu gehen, weil es eine neue Schaukel im Garten stehen hat...
Ehrlich gesagt, nach dem zu urteilen, was du schreibst, machst du nichts falsch, sondern zeigst dem jungen Mann nur Grenzen auf. Und daran gibts, finde ich, nichts auszusetzen. ~~~ Liebe Grüße, Kiwibirt ~~~
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![]() Mitglied seit 14.02.2005 |
Hallo,
sorry, aber du musst dich wirklich NICHT scheisse fühlen! Als Ausbilder hat man schon auch einen Anteil an der Erziehung der jungen Leute, auch wenn das hier anscheinend nur wenige glauben - Ausbildung beinhaltet einen deutlichen pädagogischen Aspekt! Aber alles hat seine Grenzen und die hat dein Lehrling bereits jetzt schon deutlich überschritten. Nun muss der Schaden begrenz werden und dafür gesorgt werden, dass solches nicht wieder passiert. gwexhauskoch |
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![]() Mitglied seit 06.04.2008 |
@ Chris: es besteht kein Grund dafür, daß D u Dich schlecht fühlst! Du bist dabei, das Maximale für den Burschen zu tun und hast Dir überhaupt nichts vorzuwerfen; im Gegenteil.
Wenn die Eltern nicht kooperieren bzw. machtlos gegenüber ihrem Sohn sein sollten (letzteres könnte ich mir gut vorstellen), wäre ich allerdings konsequent. Manchmal ist spätes Lernen sehr schmerzhaft, aber wenn der Bengel keine Grenzen aufgezeigt bekommt, muß es einmal das erste Mal sein. LG wermut |
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![]() Mitglied seit 21.04.2005 |
Hallo,
ich bitte dich dringend, Chris, dem Jungen noch eine Chance zu geben! Der ist "erst" 16 Jahre alt? In dem Alter sind doch echt viele heutzutage nicht annähernd am Erwachsensein dran! Wenn du ihn rausschmeißt, dann steht er erst mal ohne was da! Wenn dem Jungen tatsächlich nicht bewusst ist, dass er richtig Mist gemacht hat, dann sollte man ihm das dringend mitteilen. Aber wenn ich mich so umhöre im Umfeld meiner Söhne (Gymnasium) und im Bekanntenumfeld (Gymnasium und alle anderen Schulformen), dann ist es doch nicht nur von den Schülern aus Gang und Gäbe, mal "blau" zu machen! Eltern schreiben ihren Kindern Entschuldigungen, damit man günstiger ein oder zwei Tage eher in den Urlaub fahren kann, da gibt es doch viele Beispiele. Und das alles sehen und lernen Kinder heutzutage und dein Azubi hat davon vielleicht auch eine Menge mitbekommen. Und realisiert nun nicht, dass das so nicht geht. Er hat Bescheid gesagt, für ihn ist alles ok. Vielleicht. Frag ihn, führ ein sehr ernstes Gespräch mit ihm und entscheide dann. Und ich meine, bei einem 16Jährigen gehören die Eltern unbedingt mit dazu. Ich finde es klasse, dass du dir da solche Gedanken machst. Macht ja nun längst nicht jeder. Erst werden "die Jugendlichen" heute nicht vernünftig erzogen, dann hat man keine Geduld und schiebt sie sehr schnell ab! Nein, nicht jeder erzieht nicht und nicht jeder schiebt schnell ab. Ich hoffe, dein Azubi kriegt noch eine Chance und begreift und kriegt die Kurve. Ich hab bei den Azubis um mich herum durchaus festgestellt, dass sie sich noch entwickeln. Und bei uns fangen sie mit durchschnittlich 20 Jahren erst an. Trotzdem ist da noch nichts verloren, wenn sie erst mal die Spur nicht haben. Die kriegen sie, wenn man sie an die Hand nimmt und ihnen zeigt, wo es lang geht. Liebe Grüße, Doris |
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![]() Mitglied seit 29.10.2007 |
Hallo,
daß Du heute NICHT angerufen hast finde ich richtig! Es ist kein Notfall. Erscheint er morgen nicht ist der Anruf immer noch ausreichend, dazu eine Abmahnung und ein gemeinsames Gespräch mit den Eltern. Das ist seine Chance. Mach ihm auch gleich klar, daß fehlende Arbeitszeiten Lohnausfall bedeuten! Dann wird er sich seiner Pflichten vielleicht eher bewußt. Daß Du Dich so um ihn sorgst ist schon Chance genug. Was aus der Abmahnung wird liegt letztendlich am Azubi, wenn er seinen Weg ganz fix findet streichst Du sie aus den Akten und fertig. Wenn er nicht begreift, worum es in einem Ausbildungsverhältnis geht, ist die Abmahnung gerechtfertigt. LG Jule |
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![]() Mitglied seit 17.02.2006 |
Hallo Chris,
1. Dein Lehrling hat sich ungeheuer dämlich benommen. 2. Er hat zwei Praktika bei Dir geleistet, er war bemüht, die Mutter ist engagiert. Meiner Ansicht nach # solltest Du mit der Mutter im Beisein des Sohnes sprechen, egal ob er am Montag erscheint oder nicht. Du kannst ihm dann vermitteln, was für einen Unsinn er gemacht hat, die Mutter kann das den ganzen Abend und auch noch weiter fortsetzen. Kombination Ausbilder + Mutter = einprägsam # muss hier natürlich Klartext geredet werden; "So etwas passiert nicht wieder. Ganz einfach." Ob Abmahnung oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Falls Du # ihm den Ernst der Lage klarmachst # und ihn weiter behältst, # und ihm klarmachst, dass das nicht der Normalfall ist, wirst Du mit ein wenig Glück einen absolut dankbaren und loyalen Mitarbeiter haben, der sich daran erinnern wird, dass sein Chef zu ihm gehalten hat. In einiger Zeit wird er sein eigenes Verhalten anders sehen und Deine Reaktion zu schätzen wissen. Gruß Chris |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Hallo Chris!
Genau so würde ich es auch machen. Das ist meiner Meinung nach der einzig richtige Weg. Dass du nicht nur anrufen, sondern sogar hinfahren willst, ist ein sehr großes Entgegenkommen und zeigt den Eltern, wie wichtig die Sache ist. Wenn der Junge jetzt in Belgien auf dem Konzert ist, dann muss er eben sehen, wie er rechtzeitig heimkommt. Dann kann er mal dadurch lernen, Konsequenzen seiner Handlung zu tragen, sei es, durch Unbequemlichkeiten mit der Folge, dass er seinen Job behält, sei es durch Kündigung, wenn er es nicht tut. Du hast auf alle Fälle die richtige Einstellung als Ausbildender! LG von UTee |
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![]() Mitglied seit 02.06.2007 |
Hallo
Also ich würde ihm noch eine Chance geben und ihm aber ganz klar machen, dass es so nicht geht und das seine Letzte war. Einfach deshalb weil er ehrlich war und nicht wie viele andere es gemacht hätten einfach einen Krankenschein vorgelegt hat. Es gibt 16jährige die schon sehr erwachsen sind, andere hat man den Eindruck sie kommen gerade aus dem Sandkasten. Aber das kannst nur du wirklich beurteilen. lg moni |
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![]() Mitglied seit 06.04.2008 |
ich habe seit Jahren bei so gut wie allen Jugendlichen den Eindruck, sie kämen frisch aus dem Sandkasten...
Größtenteils davon ausnehmen kann ich allerdings bei uns die BA-Studenten. LG wermut |
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![]() Mitglied seit 08.09.2007 |
Die sind aber doch altersmäßig recht weit von einem 16-jährigen entfernt, oder?
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![]() Mitglied seit 03.07.2004 |
Hallo,
ich seh das ganz genauso wie cfn um 19.25 schrieb!!! Zudem: Dem Jungen würde ich es hoch anrechnen, dass er so ehrlich war! Und dann ist er auch noch persönlich bei dir aufgetaucht, um dir das mitzuteilen. Er hätte auch unehrlich sein können und hätte dir am nächsten Tag einen Krankenschein hingelegt. Ich finde, soo verkehrt ist der Junge nicht. Natürlich würde ich ihm das nicht sagen..... Gib ihm eine chance! Chefkoch ist kein Wattepusten! die Ex-Fritte
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![]() Mitglied seit 11.03.2010 |
Hallo,
ich muss zugebe, ich habe mir nicht alle Antworten durchgelesen, und auch wenn viele Leute glauben mit 22 Jahren wäre ich zu jung um mitreden zu können, allerdings habe ich schon viel mit "aufsässigen", "unmotivierten" und auch "fehlgeleiteten" Jugendlichen zu tun gehabt. Zudem war ich selber einmal in der Lehre und kann mir durch damalige Verhaltensweisen von Mitschülern ein wenig mitreden erlauben. Zum Thema: Es ist natürlich nicht einfach sich in so einer Situation richtig zu verhalten und viele werden sagen "Kündigung" doch gerade Jugendliche machen sich oft noch keine Gedanken über Konsequenzen, das ist etwas was ihnen Leute in ihrer Umgebung beibringen müssen. Verantwortung zu tragen und sich über die Folgen einer Handlung im Klaren zu sein ist ein wesentlicher Bestandteil der Lehre. Ihn einfach zu Kündigen wäre nicht das Richtige. Am Besten setzt du dich mit deinem Lehrling bei nächster Gelegenheit zusammen und machst ihm sein Fehlverhalten klar. Wie du aus deiner Erfahrung sicher weißt, darf man hier nicht einfach sagen das er einen Fehler gemacht hat. Versuche am Besten ihn seinen Fehler selbst zu entdecken. Führe ihm die Konsequenzen für die Firma, seine Kollegen und vor allem für sich selber auf. Mache ihm klar das so ein Verhalten auf Dauer nicht toleriert werden kann. Sollte er sich einsichtig verhalten weise ihn darauf hin, das du den Vorfall vergessen wirst, bei einer Wiederholung jedoch (bei einem Minderjährigen) die Eltern informieren wirst, das die ihn nochmal ins Gebet nehmen. Sollte er nicht mehr minderjährig sein, sage ihm klar, das er keine weitere Chance bekommen wird. Als Ausbilder ist es zwar nicht deine Aufgabe ihn zu erziehen, jedoch wird jeder Lehrling von seinem Ausbilder geformt. Das Verantwortungsbewusstsein muss in ihm geweckt werden, dazu gehört halt seine Kollegen nicht im Stich zu lassen und sein Privatleben so zu organisieren, das es mit der Arbeit vereinbar ist. Entweder Freizeit nach Arbeit anpassen, oder Arbeit nach Freizeit, insofern das Frühzeitig, bzw kurzfristig, machbar ist. Ich hoffe ich konnte dir helfen. LG kleines_kaeuzchen |
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![]() Mitglied seit 14.02.2005 |
Hallo,
Sorry - aber das ist Unsinn! Das gilt vielleicht für Kleinkinder, die noch nicht in der Lage sind zur Reflextion - einem Jugendlichen MUSS man ganz deutlich sagen, dass er einen Fehler gemacht hat! gwexhauskoch |
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![]() Mitglied seit 14.11.2006 |
Hi,
mh, ich weiß nicht ob es was bringt, ihm noch eine Chance zu geben. Dazu kenne ich ihn überhaupt nicht. Doch ich bin der Meinung, die hast du ihm ja schon an der Tür gegeben. Offensichtlich hat er diese nicht verstanden bzw. genutzt. Zu den Eltern hinfahren finde ich verdammt richtig. Die sind die Erziehungspflichtigen und sollten so etwas wissen. Die Entscheidung würde ich mit den Eltern fällen. LG lionhearten (die selber einen Azubi zu Hause hat) |
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![]() Mitglied seit 11.03.2010 |
@gwex
ich muss sagen, das ich in meiner Lehrzeit auch einige Azubis mit ähnlichem Verhalten getroffen habe, und die Methode sich vielleicht nicht auf jede Person anwenden lässt, jedoch im Allgemeinen gut funktioniert. Jugendliche sind zwar keine Kleinkinder, jedoch immer noch Kinder, die bisher von ihren Eltern behütet, verhätschelt und vertätschelt wurden, die bisher versuchten alles Übel und alle Probleme von ihren Kindern fern zu halten. Doch damit muss man diese "Kinder" jetzt konfrontieren. Eine gute Methode um es einprägsam zu machen ist, den Jugendlichen selbst seinen Fehler suchen zu lassen, ihn selbst die Konstequenzen aufzeigen zu lassen. Ansonsten hört er sihc die "Standpauke" an, das geht hier rein und dort wieder raus. Wenn er aber selber sein Köpfchen anstrengen muss bleibts haften. Man kann keine Methode verallgemeinern, und muss jede Person, an den Charakter angepasst behandeln. Jugendliche sind noch lange keine Erwachsenen, das muss man immer im Hinterkopf behalten. LG kleines_kaeuzchen |
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![]() Mitglied seit 17.12.2008 |
So, ich bin wieder da, habe mir meinen Anschiss von der Ehefrau abgeholt und will kurz berichten:
Die Eltern waren nicht zuhause, da war nur die Oma, die mich zum Kleingarten der Eltern schickte. Ich habe die Eltern da auch recht zügig gefunden, die waren gerade im Aufbruch nach Hause und fielen aus allen Wolken, denn vom Ausflug des Sohnes wussten die gar nichts. Also im Convoi zurück zu denen nach Hause gefahren, wo dann auch in der Küche ein Zettel auftauchte, mit der Information dass man zu einem Konzert gefahren sei. Kurze Unterhaltung über die mögliche Vorgehensweise, dann ein paar Telefonate hin und her zwischen den Eltern und dem Sohn, welcher inzwischen kalte Füße bekam und seine Kumpel überreden wollte, doch nicht auf das Konzert zu gehen, sondern sofort zurück zu fahren, was die jedoch ablehnten. Scheinbar haben die regulär Urlaub oder keinen Job, ich weiß es nicht und will mich da auch nicht in irgendwelchen Spekulationen ergehen. Da es keine andere Möglichkeit gibt, den Jungen nach Hause zu kriegen, ist der Vater losgefahren und holt seinen Sohn vom Konzert ab. Die Eltern versicherten, dass er morgen pünktlich auf der Arbeit erscheinen würde. Die Mutter heulte Rotz und Wasser, ich habe mich noch bescheidener gefühlt. Morgen Früh kommt die Mutter dann zum Gespräch mit. @Doris, mach mir bitte kein schlechtes Gewissen, ich knabber an der ganzen Situation sowieso schon rum und nehme das nicht leicht. Ich weiß noch nicht, wie es ausgeht, ich muß das davon abhängig machen, wie der Junge sich morgen früh gibt und ob eigene Einsichtsfähigkeit vorhanden ist. Mir liegt doch selber dran, dass er seine Ausbildung vernünftig macht. Gruß vom Chris |
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![]() Mitglied seit 30.09.2006 |
Hallo Chris,
so einen tollen Chef hätte ich mir auch immer sehr gerne gewünscht. Da bringt das Arbeiten noch Spaß und man setzt sich gerne ein. Klasse! LG galibema |
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![]() Mitglied seit 11.07.2003 |
Chris,
Hut ab vor Deiner Vorgehensweise. Mehr als das, was Du bis jetzt getan hast, kannst Du nicht machen. Dem Jungen wird das Hemd jetzt schon ganz schön flattern. Und morgen bist Du in der absolut souveränen und überlegenen Situation, ihm ein paar ordentliche Takte zu erzählen. Wie gesagt, Ich finde Dein Engagement wirklich klasse. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob er diese Chance verdient hat. Gruß Sabine |
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![]() Mitglied seit 28.02.2009 |
Hallo Chris,
ich denke nicht, daß Du ein schlechtes Gewissen haben mußt! Im Gegenteil. Der Junge ist für sein Alter noch ziemlich unreif und kennt keinerlei Pflichtbewußtsein. Manch anderer AG hätte am Montag den Schlußstrich gezogen und die Kündigung ausgeschrieben, da bin ich mir sicher. lg bata |
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![]() Mitglied seit 22.09.2005 |
Respekt....
Ich finds klasse...warte morgen ab und hör auf dein Bauchgefühl... LG Yvonne |
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![]() Mitglied seit 26.07.2005 |
ich war auch schon sehr gespannt wie´s weitergeht Klingt doch erstmal gut. Ich schätze mal, der ist morgen sooooooo klein mit Hut Scheint er hat da schon was kapiert |
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![]() Mitglied seit 19.07.2006 |
Andererseits hast Du meines Erachtens ein mehr als überdurchschnittliches Engagement gezeigt. Du hast viel mehr getan, als der allergrößte Teil der Arbeitgeber tun würde und gezeigt, dass Dir der Junge nicht egal ist!!! Das ist aus meiner Sicht wesentlich mehr als aller Ehren wert!!! Wie es jetzt weitergeht, kannst Du wohl nicht mehr beeinflussen - aber, egal wie es ausgehen wird. DU hast keinen Grund, Dir irgendwelche Vorwürfe zu machen - denn mehr als Du für den Jungen getan hast, ist wohl für einen Lehrherrn nicht möglich! Chapeau!!! Würden es noch viel mehr solcher Arbeitgeber geben, wäre auch die immer mehr um sich greifende Kälte in diesem Lande weniger zu spüren. Glück Auf Bernd |
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![]() Mitglied seit 23.05.2006 |
@kleines-Käuzchen, ganz ehrlich wenn ich sowas höre, der Junge muß selber drauf kommen was er für einen Bock geschossen hat, dann frage ich mich warum die ganz Erziehungsarbeit an den Lehrern bzw. Ausbildern hängen bleibt. Ich war weiß Gott kein einfacher Teenie, habe jede Menge Mist gebaut, aber ganz ehrlich sowas wäre mir nicht in den Kopf gekommen, ganz einfach weil ich schon früh mit Konsequenzen für mein Handeln konfrontiert wurde. Das scheint ja heut Gang und Gäbe zu sein das nicht mehr zu machen.
Ich würde genauso reagieren wie Chris es jetzt gemacht hat. Mit den Eltern reden. Da soll er sich nachher erstmal ein Fuder abholen und morgen Gespräch mit Erziehungsberechtigten und Auszubildendem, mit schriftlicher Abmahnung und genauer Information was das heißt, welche Konsequenzen für ihn daraus erwachsen können etc. Diese ganze Kuschelpädagokig und dieser Schmusekurs bringt meiner Meinung nach nicht viel und verweichlicht nur noch mehr.
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![]() Mitglied seit 14.02.2005 |
Hallo,
ich weiss, du willst das vielleicht gar nicht hören, weil dein Fred eine andere Intension hat, aber ich möchte deine Einstellung als Ausbilder und Chef auch ausdrücklich loben und anderen Ausbildern heftigst zur Nachahmung ans Herz legen! nur - das geht zu weit! nicht dass das Jüngelchen deine mitfühlende Art noch ausbeutet! gwexhauskoch |
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![]() Mitglied seit 10.03.2010 |
Hallo Chris,
wie Galibema schon geschrieben hat, so einen Chef wünscht man sich als Azubi. Respekt vor Deiner Vorgehensweise. Ich denke, damit hast Du ihn auch vor sich selber beschützt und ihm im wahrsten Sinne des Wortes eine Lehre erteilt - und das im besten Sinne. LG Tenderoni
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![]() Mitglied seit 17.12.2008 |
nee gwexhauskoch, das sicher nicht. Ich ziehe da schon eine ganz klare Grenze.
Das muss ich einfach machen. Ich habe mich so weit es ging aus dem Fenster gelehnt, jetzt muss was von der anderen Seite, also meinem Auszubildenden, kommen, sonst würde ich ihn wirklich rausschmeissen. Weil er ohne Einsicht nicht tragbar für den Betrieb wäre. Aber man fühlt sich zwangsläufig bescheiden, wenn man die Eltern, die wirklich nichts dafür können, was Sohn sich leistet, dermaßen unter Druck setzt. Und das tut man, auch wenn man es gar nicht will. Nachdenklichen Gruß vom Chris |
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![]() Mitglied seit 08.11.2004 |
Chris, die Eltern können Dir dankbar sein, daß Du ihren Filius nicht gleich hochkant vor die Tür gesetzt hast. Und es ist nunmal ihr Kind, für das sie verantwortlich sind
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![]() Mitglied seit 11.07.2003 |
Die Eltern sind heute noch fix und fertig wegen ihres missratenen Sprösslings.
Aber morgen werden Sie Dir auf alle Ewigkeit dankbar sein und dem Jungen eintrichtern, dass er sich vernünftig verhalten soll. |
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![]() Mitglied seit 10.03.2010 |
Chris,
überleg doch mal, wieviel Druck die Eltern - und der Azubi - hätten, wenn er mit diesem Klops durchgekommen wäre und es später noch mal gemacht hätte. Dann wäre eine viel schlimmere Konsequenz die Folge gewesen... Dass Du so ein blödes Gefühl dabei hast, ist verständlich... aber m.E. war Dein Handeln das einzig richtige. LG Tenderoni
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![]() Mitglied seit 17.12.2008 |
Jana, klar sind sie für ihn verantwortlich.
Aber ich weiß halt, wie viele Eltern sich heute nicht mehr groß kümmern, was aus ihrem Nachwuchs wird. Hier ist das anders, das sind ganz hochengagierte Eltern, die sich wirklich kümmern und tun und machen, und die es aus verschiedenen Gründen nicht leicht haben. Ihnen mehr oder weniger zu drohen fällt verdammt schwer, vor allen Dingen, wenn man dann mit der ganzen Ladung an Verzweiflung übergossen wird, aber es ging halt nicht anders, ich musste ja auf den aktuellen Stand und die möglichen Folgen hinweisen. Gruß vom Chris |
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![]() Mitglied seit 18.10.2008 |
Hallo nochmal,
na da hast Du es ja hinter dich gebracht, zumindest den ersten Teil. Zumindest scheinen die 3, der Junge und die Eltern einsichtig zu reagieren, und reissen sich jetzt auch ein Bein aus. Ich geh davon aus, der Papa wird dem Sohnemann auf dem Heimweg auch noch mal gründlich in die Mangel nehmen. Hoffentlich sieht der Sohn das auch so richtig ein und checkt, was er für einen Mist gebaut hat. Jetzt mach Dir einen Ruhigen Abend und enspann Dich, alles weitere kannst ja dann morgen nach dem Gespräch entscheiden, je nach dem wie er sich da verhält. Aber davon abgesehen, wenn ich mir die 15-16 Jährigen so anschaue, (zumindest die Jungs), und deren Benehmen, dann scheint mir da der Sandkasten näher als der Erwachsene. (wir waren damals doch ganz anders, oder? oder???) Viele Grüße escalibur |
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![]() Mitglied seit 08.11.2004 |
Ich weiß schon, daß das ein doofes Gefühl ist, aber trotzdem war es das einzig richtige, meiner Meinung nach.
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![]() Mitglied seit 30.09.2006 |
Hallo Chris
du hast toll reagiert und wenn der Knabe keine Einsicht zeigt,trotz netter Eltern,muß er die Konsequenz daraus ziehen. Pech für ihn. Bleib wie du bist. Herzlichst galibema |
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![]() Mitglied seit 13.09.2005 |
Guten Abend
Ich hab großen Respekt vor dem was du getan hast, obwohl ich es nicht richtig fand. Es ist nichts dabei in dem Alter abends auf ein Konzert zu fahren und dickste Partys zu feiern, darum hätte ich ihm die Möglichkeit gegeben morgends aufzutauchen, oder ich hätte ihm sofort, ohne viele Gespräche gekündigt. Ich hab mich grad als ich die 80 Posts durchgelesen hab nämlich so über die Undankbarkeit des Bengels geärgert, dass ich da klarer gewesen wär... (hofftentlich ;) ) Dennoch größte Hochachtung vor deinem Einsatz. Chapeau amun |
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![]() Mitglied seit 12.04.2010 |
Hallo Chris,
Hut ab, vor Deiner Reaktion. Ich wäre mit dieser Situation nicht so umgegangen. Vielleicht aber auch, weil ich mit zu viel Freundlichkeit und Entgegenkommen schon häufiger ausgenutzt und enttäuscht wurde, wenn es um arbeitsrechtliche Dinge geht. Der Junge kann von Glück reden, dass er bei Dir einen Ausbildungsplatz hat. Ich wünsche Dir für morgen die nötige Gelassenheit gepaart mit der nötigen Souveränität. Viele Grüße, quibas |
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![]() Mitglied seit 13.09.2005 |
... darf ich noch kurz erfragen in welcher Branche du tätig bist ?
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![]() Mitglied seit 17.12.2008 |
amun, ich habe nur einen kleinen Handwerksbetrieb.
Gruß vom Chris |
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![]() Mitglied seit 18.07.2005 |
Hallo,
also ich kann nur eins sagen: Der Junge kann sich "von" schreiben, dass er seine Ausbildung bei einem Chef wie Dir machen darf Gruß renimo
********************************* Zeit, die du dir nimmst, ist Zeit, die dir etwas gibt. |
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![]() Mitglied seit 06.12.2005 |
Was für eine aufregende Geschichte!
Du hast das einzige richtige getan, Du hast was unternommen, und Du hast die Last der Verantwortung, die dich so bedrückt hat, auf mehrere Schultern verteilt. Alles weitere liegt jetzt nicht mehr in Deinen Händen! Wenn Du heute Nacht nicht gut schlafen kannst, dann weiß ich es auch nicht... Liebe Grüße an einen tollen Chef Susanne |
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![]() Mitglied seit 14.06.2005 |
Hallo Chris! Auch ich möchte Dir, ob Deinem Verhalten, ein großes Kompliment aussprechen! Auch zeigt es mir, wie wichtig in einer Lehrzeit des Kindes, die Zusammenarbeit zwischen Ausbilder und Elternhaus ist. Dass der Junge seine Freunde zur sofortigen Rückfahrt bewogen hat, beweist mir, dass er noch nicht so abgebrüht zu sein scheint und Deine Maßnahme bestimmt zu schätzen weiss! Lehne Dich jetzt bitte entspannt zurück, denn Du hast Dein möglichstes getan und vielleicht wird gerade dieser Junge Dir ein Leben lang für Dein Verhalten dankbar sein! Manche Jugendliche brauchen eben so einen dicken Schuss vor den Bug um zu erkennen, was bei so einem Verhalten alles auf dem Spiel stehen kann! Trotzdem würde ich ihm morgen schon die Ohren gewaltig langziehen! Liebe Grüße
*Bewohnerin der Begegnungsinsel * |
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![]() Mitglied seit 19.06.2009 |
Ach Chris,
die Verzweiflung der Mama wäre noch viel größer gewesen, wenn Junior die Lehre verloren hätte - und im Normalfall hätte er das wohl auch. Dein "Druck" war Mittel zum Zweck und das kleinere Übel. Wenn sie hinter Junior nun her sind und ihn bekehren, sich ne andere Einstellung zu überlegen, bzw. da ihn mittlerweile ja selbst das schlechte Gewissen gepackt hat, überwiegt das Ergebnis das tausendfach... Stell Dir vor er säße morgen am Konzert, weil die Kumpels nicht umgedreht haben, und Du würdest Dich im Betrieb ärgern, dass er nicht da war. Blöd für beide, so rum macht es zwar Wind, aber auch eine Tür auf, einen neuen Anlauf zu nehmen. ESCH |
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![]() Mitglied seit 01.07.2007 |
Hallo Chris
Ich hoffe, Dein Lehrling weiß es später mal zu schätzen. Einen Chef, der sich seine kostbare Freizeit um die Ohren haut, um sich so einzubringen. Und das der Vater ihn abholt, zeigt auch, daß die Eltern sich kümmern. Vielleicht war das ja auch der 'Schuss vor den Bug' , den manche Jugendlichen anscheinend mal brauchen. Meinen Respekt. Gruss Javanne |
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![]() Mitglied seit 29.03.2010 |
Guten morgen,
chris, ich möchte auch gerne eine lehre bei dir beginnen.... du hast dem jungen mann doch bewiesen...du reichst ihm nicht nur den kleinen finger, sondern den ganzen arm....."ER wird dir die schulter ausreissen" chris ich gebe deiner frau völlig recht....hoffentlich findest du dann auch noch zeit dich um deinen betrieb zu kümmern (entschuldigung, aber ich weiss wovon ich rede)...die anderen gesellen bekommen das auch mit..falls irgendetwas in nächster zeit schiefläuft, werden sie dir die schuld dafür geben...nach dem motto...seine hauptaufgabe besteht nur noch sich um den jungen zu kümmern.... chris, ich habe 5 angestellte....der eine kam beim letzten mal eine halbe stunde zu spät...habe ihm unmissverständlich erklärt das das nicht geht und ich mich auf meine mitarbeiter verlassen muss...zwei tage später....er kam dann wieder nicht....(ich musste andere mitarbeiter spontan einteilen...die sind dann auch sauer auf den kollegen.... kurzum....ich habe ihn aufgesucht...auch gefunden...und er erklärte mir dann erhabe ein dickes knie....ich habe mir dann den "Vorschuss" zurück geben lassen (meine gutmütigkeit, er war mal wieder klamm...und der kühlschrank leer) das problem ist ja, als arbeitgeber trägt man schliessendlich für seine mitarbeiter eine gewisse verantwortung....man kümmert sich ....kennt die familiäre situation.....und hat dann noch den schriftkram mit ....Krankenkasse (an-abmeldung)....fragebögenausfüllung von arge...auftragsbeschaffung...kundenpflege..etc. chris...setz prioritäten...das bist du deinen anderen mitarbeitern gegenüber schuldig....lass dich nicht jetzt schon vo deinem lehrling einlullen.....mir ist das schon so oft passiert, weil ich immer wieder gesagt habe...naja komm so kannste auch nicht sein...gib noch eine chance....aaaber die erfahrung lehrt mich was anderes.. lieben gruss claudia |
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![]() Mitglied seit 27.03.2005 |
Hallo Chris
auch ich möchte dir sagen, dass ich finde, dass du dich total Klasse verhalten hast. Bin mal gespannt, wie die Geschichte weiter geht. @ ich möchte aber noch erwähne, dass ich durch meine Kinder (bzw. deren Freunde) ganz anderes Verhalten von Jugendlichen erlebt habe: da macht ein Mädchen ein Praktikum in einer Küche. Es ist in der Woche vor Karneval. Ihr Freund hat frei. Sie will auch frei haben. Fragt den Chef - geht nicht. Anderntags fährt sie zwar in den Betrieb, erzählt denen aber dort, dass sie Übelkeit hat, sich mehrmals übergeben musste und auch Durchfall hat. Klarer Fall: sie hatte bei der Gesundheitsbelehrung gut aufgepasst. Sie konnte nach Hause fahren - und dort auch bleiben. Die Praktikantenstelle war sie natürlich los.... in so fern denke ich, dass der junge Mann von Chris wirklich der Meinung ist, er hätte sich fair und anständig verhalten und in gewisser Weise hat er das ja auch. Wenigsten war er ehrlich und hat nicht gelogen. Und den Chef auch noch "rechtzeitig" informiert und nicht montags morgens vor vollendete Tatsachen gestellt. Dass man sich während der Arbeitszeit nicht einfach mal eben selbst beurlauben kann, schon gar nicht in einem kleinen Handwerksbetrieb, in dem die Arbeitsabläufe auf jeden Mitarbeiter abgestimmt sind, wird er schon noch lernen. Bei dem Elternhaus hab ich da gar keine Sorge lg eifelkrimi |
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![]() Mitglied seit 12.04.2010 |
Hallo Chris,
ich wäre sehr interessiert, wie das heute ausgegangen ist. Nur mal so am Rande.... Heute Morgen kam eine Angestellte, die noch nicht so lange hier beschäftigt ist, in mein Büro und erklärte mir wortreich, dass es sein könnte, dass sie sich in dieser Woche nicht so gut fühlen wird. Sie unterschätzt meine Fähigkeit, mir Dinge über einen Tag hinaus zu merken. Sie wollte am Donnerstag einen Tag Urlaub haben. Da ihr Projekt aber an diesem Tag zu einer Entscheidung kommt und es eine größere Besprechung mit mehreren Beteiligten gibt, konnte ich diesen nicht bewilligen. Darüber haben wir vor etwa zwei Wochen gesprochen. Ich genehmige sonst immer alle Urlaubswünsche, aber die Projektverantwortliche muss am Tag der Entscheidung schon da sein. Insofern musste ich das mit wirklichem Bedauern ablehnen. Ihr Mann wird an diesem Donnerstag übrigens 44 Jahre alt. Heute Morgen wurde dann die Abwesenheit (wie ich vermute) am Donnerstag mit Ansage vorbereitet. So viel zum Thema: Ich bin sonst immer gutmütig. Ich werde mich also nun schon intensiver in das Projekt einlesen. Es würde mich sehr wundern, wenn ich da am Donnerstag nicht einspringen müsste. Ich halte von dieser Frau sehr viel und dieses kleinere Projekt könnte der Auftakt für sie zu größeren und weitaus interessanteren Dingen sein. Ich bin gespannt. Viele Grüße, quibas |
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![]() Mitglied seit 26.03.2003 |
Wo leben wir hier mittlerweile eigentlich???
Also zu meiner Zeit hätte man erstmal den Chef gefragt, ob man Urlaub bekommen kann und dann mit den Kumpels weitergeplant (und Spritgeld gezahlt). Und nicht der umgekehrte Weg. Das würde ich dem "Azubi" auch mal mit auf dem Weg geben - sofern er noch bei euch weiterbeschäftigt wird. man klärt dieses erst mit dem Arbeitgeber ab - und dann wird Urlaub gebucht. Die Zeit hat sich scheinbar wirklich verändert. Ich glaube, er hat noch nicht verstanden, dass der Ernst des Lebens begonnen hat. Ist vielleicht für ihn ein betreuter Freizeitvertreib - zu dem man hingehen oder es eben bleiben lassen kann?!!? War er denn nun heute anwesend?? |
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![]() Mitglied seit 18.08.2009 |
Moin,
auch ich habe den Beitrag gelesen und mich gefragt, wie ich reagieren würde. Allein schon mit einem solchen Ansinnen Sonntags beim Chef zu Hause aufzulaufen, finde ich mehr als gewagt. Aus Arbeitgebersicht hätte ich wohl abgewartet, ob er heute morgen erscheint, ihn dann, je nach Verhalten bei einem Gespräch "danach" abgemahnt oder gekündigt. Als engagierte Mutter wäre ich Chris mehr als dankbar gewesen, mir die Möglichkeit zu geben, auf diese Art und Weise die Notbremse zu ziehen. Es ist zu hoffen, dass dem Stift klar wird, wieviel Massel er mit diesem Chef hat. Bin neugierig, wie es heute morgen weiter ging. Grüße von Marleneken |
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![]() Mitglied seit 18.12.2003 |
Hallo!
Ich habe nun die ganze Geschichte und eure Beiträge gelesen. Meine Meinung ist, dass das mal wieder ein Fall ist, bei dem das Kind/Jugendliche/junge Erwachsene die Grenze absteckt und die Erwachsenen/Ausbilder/Lehrer/Eltern diese Grenze gefälligst zu füllen haben. Aber umgekehrt wird ein Schuh draus! Denn die Älteren stecken die Grenzen in denen sich der Jüngere bewegen darf! Chris: Deine Leistung, dein Engagement und dein Verständnis für den in deiner Verantwortung stehenden Azubi ist gar nicht hoch genug anzurechnen. Meine spontane Entscheidung wäre auch gewesen: Schmeiß ihn raus! Aber du hast sehr umsichtig gehandelt, vorausschauend und ich hoffe sehr für dich, dass der Bursche das irgendwann merkt. Berichte bitte, wie es heute morgen war. Besten Gruß der Goldklos |
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![]() Mitglied seit 21.04.2005 |
Hallo Chris,
um Himmels Willen, ich wollte dir kein schlechtes Gewissen machen! Ich wollte nur an deine Menschlichkeit appellieren, sonst nichts. Und ich finde es großartig, was du gemacht hast, in deiner kargen Freizeit, am Sonntag! Hut ab, so einen Ausbilder wünsche ich mir auch für meine Söhne. Ich geh davon aus, die wissen besser als dein junger Azubi, was sich gehört, aber weiß ich es genau??? Genau solche Menschen wie dich brauchen wir, damit aus manchen unserer Jugendlichen eben doch was wird! Nicht gleich hinschmeißen, egal, wie recht wir haben, sondern immer noch eine Chance geben und den Kindern erklären, was sie falsch gemacht haben und sie zeigen lassen, dass sie gelernt haben und es besser können. Toll, dass du dich da so rein gehängt hast! Es ist doch halt so, dass mehr und mehr Eltern nicht mehr willens sind, mit Konsequenz und Engagement und natürlich immer mit dem zugehörigen Stress ihre Kinder zu erziehen und ihnen Grenzen aufzuzeigen. Es ist ja so viel einfacher, machen zu lassen, Steine selbst aus dem Weg zu räumen, als sich die Mühe zu machen, drauf zu bestehen, dass die Kinder was tun, was lassen, was einsehen (oder auch nicht und sich trotzdem an Anweisungen zu halten, muss auch manchmal sein). Und dann kriegt so ein Ausbilder so ein nicht-erzogenes Kind als Azubi. Und muss sich damit rumschlagen. Das Kind kann dann eigentlich wenig dafür, dass es so nicht-erzogen ist, oder? Aber dann bleibt es nur, entweder aufzugeben oder sich selbst reinzuhängen und die Erziehung nachzuholen, die bei den Eltern über Jahre versäumt wurde. Chris, ich bewunder echt, was du gemacht hast und wünsche nur, der Junge erkennt es mal an und macht seinen Weg bei dir als Azubi!!! Liebe Grüße, Doris |
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![]() Mitglied seit 13.09.2005 |
Guten Morgen
natürlich macht es schlechte erziehung einem Kind schwerer, aber ab einem gewissen Alter fängt auch die Selbstbestimmung an... Und als 16 jähriger ist "eigenmächtiges-Handeln" schon erwartbar. lg amun |
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![]() Mitglied seit 21.04.2005 |
Hallo Amun,
aber wenn das Kind das halt seine langen 16 Jahre lang nicht gelernt hat, woher soll es dann auf einmal wissen, wie man sich eigenverantwortlich und erwachsen verhält? Ich hab Eltern-Kind-Spielkreise geleitet, als meine Kinder klein waren, da hab ich tatsächlich Eltern erlebt, die hatten ihr 5jähriges Kind schon nicht mehr "im Griff". Das tanzte Mami auf dem Kopf rum, machte, was es grad wollte und Mami kriegte Kind nicht dazu, mit am Tisch zu sitzen, wenn gegessen wurde, nicht immer die Türme der kleinen umzuschmeißen. Es wurde angedroht, geschimpft, erklärt, aber nie mal konsequent durchgezogen, was man da so androhte. Meinst du, so ein 5Jähriges weiß dann mit 16 plötzlich, dass es sich dem Chef UNTERZUORDNEN hat, zu BITTEN hat, wenn es was will??? Es sind zum Glück nicht alle so "erzogen", aber leider sind solche auch keine Einzelfälle. Liebe Grüße, Doris |
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![]() Mitglied seit 27.03.2005 |
Ach Leute, kommt doch runter
zu meiner Zeit - ja klar zu unserer Zeit war alles besser, wir waren auch besser erzogen, wir waren alle viel braver Heute sind die Jugendlichen nun mal anders. Viele sind ja auch schon völlig verantwortungslos erzogen worden. Viele wachsen ja schon mit den Gedanken und Vorstellungen ihrer Eltern auf, dass sie nur Rechte haben und keine Pflichten guckt Euch doch mal im "Familienforum" um: Recht auf Schulbuchfinanzierung, Recht auf Schulbus, Recht auf pünktliches Nachhausekommen - also kein Nachsitzen, Recht auf..... später dann Anspruch auf Sozialleistungen, Anspruch darauf, dass alles von der Krankenkasse bezahlt wird, Anspruch auf.... ich finde, dass der Knabe von Chris und besonders seine Eltern da noch eine löbliche Ausnahme sind und sehe bei ihm wirklich nicht Hopfen und Malz verloren. Immerhin hat er es ja noch "gut gemeint" und seinen Chef vorher über sein mögliches Fernbleiben informiert möglicherweise war er von den Freunden animiert: "komm doch, stell dich doch nicht so an, was ist denn schon dabei" usw oder "He Mann, du hast doch mal ein Recht auf einen Tag Urlaub" und mit 16 kann man noch erstaunlich weltfremd und blöd sein Und ich kann mir wirklich vorstellen, wenn Chris jetzt hier Gnade vor Recht ergehen lässt, dass das eine prägende Wirkung auf den Jungen haben wird lg eifelkrimi |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
... besonders, wenn Papa ihn in einer Spezialaktion abholt .......
Ja, ich glaube auch, dass es so richtig war. LG von UTee |
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![]() Mitglied seit 13.09.2005 |
ja genau das meine ich. Denn das wort plötzlich stimmt da nicht. Irgendwann muss nämlich der Zeitpunkt kommen, dass man anfängt sich selbst zu reflektieren. Was ich nicht bestreite ist, dass das mit 16 noch nicht gänzlich der Fall ist, aber Fehlverhalten lassen sich nicht dauerhaft auf andere Personen abschieben. Soll er das mit 25 auch noch antworten ? lg amun |
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![]() Mitglied seit 04.01.2005 |
Hallo!
Zum Thema Jugend: "Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer." von Sokrates - griechischer Philosoph (um 469 vChr - 399 vChr) Gilt nach wie vor, oder? Also ein zeitloses Problem und nicht unbedingt immer die Schuld der Eltern. Das Verhalten von Chris war vorbildlich - der Junge wird sich immer an die Situation erinnern und reflektieren, dass er etwas falsch gemacht hat. Bin schon gespannt, was Chris noch dazu schreibt. Grüße Schoki |
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![]() Mitglied seit 08.11.2004 |
Zwischen 16 und 25 ist schon noch ein Unterschied, meine ich doch. Ein Sechzehnjähriger ist ein Teenie, ein 25-Jähriger ist ein Mann.
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![]() Mitglied seit 25.06.2003 |
Es gibt übrigens keinen "Beweis" das dieses Zitat wirklich von Sokrates kommt. Zum ersten Mal in den Umlauf wurde es nämlich 1950 gebracht... Wer weiss wer der Urheber ist aber Sokrates war es eher nicht. Abgesehen davon finde ich es klasse, dass es noch solche Lehrmeister gibt, wie Chris einer ist. Gruss Bettina |
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![]() Mitglied seit 30.08.2006 |
Hallo,
na, wenn ich mir das vorstelle: der "arme" Junge ganz verwirrt, wird vom Vater nach Hause verfrachtet, Mutter völlig aufgelöst und hat dann noch ein Gespräch mit dem Chef! Das hört sich nach einer unruhigen Nacht an Das sollte hoffentlich von solchen Späßchen kurieren und dem jungen Mann eine Lehre sein! Und wenn nicht, tja, dann ist er selbst Schuld und muss die Konsequenzen tragen. Auch mit 16. Und wieviel Glück dieser naive Bengel hat, merkt er wohl erst in 10 Jahren... so einen Chef, so besorgte Eltern (andere hätten die Schultern gezuckt und wären einfach überfordert, aber seine versuchen ja wenigstens was zu retten), das hat wirklich nicht jeder! Ich hoffe jetzt nur noch, dass er Einsicht zeigt, sich in den Hintern beißt und dann (weiterhin) voll Gas gibt um zu beweisen, dass es die richtige Entscheidung istihn weiter zu beschäftigen. VG JellyBelly |
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![]() Mitglied seit 02.06.2007 |
Hallo
Ich finde auch, dass Chris es richtig gemacht hat. In meiner Lehre hab ich auch mal blau gemacht. Ich hab meinen Freund anrufen lassen als meinen Vater. Meine Mutter wäre krank usw. Ich wurde nicht erwischt, aber die Angst ob mein Chef vielleicht doch zu Hause anruft Mit 16 ist man eben noch nicht erwachsen und eine 2.Chance finde ich hat jeder verdient. Ach, ich bin jetzt 53 und meine Söhne haben auch alle eine Berufsausbildung. lg moni |
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![]() Mitglied seit 17.12.2008 |
Ich habe Euch nicht vergessen, aber ich war heute noch nicht im Büro, sondern draußen unterwegs.
Erstmal was euch vermutlich am meisten interessiert: Als ich um 7.00 Uhr runter bin, stand Azubi mit der Mutter schon vor der Türe. Wir fangen um 7.15 Uhr an. Wir hatten dann ein sehr, wie ich meine, eingängiges Gespräch, will sagen, ich habe ziemlich viel gesprochen und es wurde, wie mir schien, auch zugehört. Auf Nachfrage erfuhr ich dann auch wie es zu allem gekommen ist. Die Kumpels suchten wohl noch jemand, der den Sprit mitfinanzierte, und setzten dem Azubi den Floh ins Ohr, das ihm pro Monat zwei Tage Urlaub zustehen würden, die er nehmen könne, wann er wolle, und wenn er im Betrieb vorher Bescheid sagen würde, dann könne man ihn auch nicht kündigen. Das stünde im Ausbildungsschutzgesetz. Als Mutter und Vater ihm dann am Telefon mitteilten, dass der böse Chef in ihrer Küche säße und gar nicht amüsiert sei, ging ihm der Arsch doch sehr auf Grundeis, und er wollte die Kumpels überreden, sofort zurückzufahren, worauf die aber nicht eingingen. Daher hat der Vater ihn dann auch abgeholt, heute morgen um kurz vor fünf waren sie zurück. Klar wäre es besser gewesen, wenn er selbst hätte zusehen müssen, wie er rankommt, aber das wäre nicht zu schaffen gewesen, und ich wäre nicht davon abgewichen, dass er heute morgen pünktlich zu Arbeitsbeginn da sein muss. Es ist Urlaubszeit und ich hatte ihn fest eingeplant, und sei es nur zum Leiterhalten und Material anreichen. Jedenfalls buk er heute ganz kleine Brötchen, erst haben ihm die Eltern tüchtig die Leviten gelesen, dann noch ein gepflegter Einlauf von mir. Im Moment habe ich das Gefühl, dass er verstanden hat, dass es jetzt deutlich anders läuft als bisher in seinem Leben. Sowohl was die betriebliche Ausbildung angeht, als auch, was von ihm während des Blockunterrichtes in der Berufsschule erwartet wird. Jetzt schleicht er schon den ganzen Morgen hinter seinem Gesellen her, und gähnt dabei wie ein Flußpferd Mitleid hat allerdings niemand deswegen, und er wird heute auch bis zum Feierabend arbeiten müssen, früher gehen ist nicht. @Claudia: ich verstehe gut, was du meinst. Allerdings gehen bei uns die Uhren wirklich etwas anders. Wir kümmern uns noch sehr umeinander, und alle Mitarbeiter sind dem Betrieb gegenüber loyal und oftmals auch kompromissbereit, wenn etwas anliegt. Das heißt aber nicht, das hier jeder durchgezogen wird, egal wie. Vor 4 Jahren musste ich einen Gesellen kündigen, der über 40 Jahre im Betrieb war. Als ich Klein war hatte der immer Bonbons für mich in der Tasche. Nur noch 3 Jahre bis zur Rente hätte der gehabt. Das fiel mir nicht leicht, ging aber nicht anders, der Mann wurde zum Sicherheitsrisiko, und schlug jede angebotene Hilfe aus. Ich kann also, wenn es um den Betriebserhalt geht, durchaus knallhart sein, und wenn der Azubi jetzt nicht die Kurve kriegt hätte ich auch keine andere Wahl mehr, als ihn hochkant rauszuwerfen. Ich hoffe aber, dass der Junge es jetzt kapiert hat. Gruß vom Chris |
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![]() Mitglied seit 05.01.2006 |
Genau sowas hatte ich mir die ganze Zeit schon gedacht. Ich find's auch toll, wie du reagiert hast. Und auch toll, dass der Vater sich sofort auf den Weg gemacht hat, seinen Filius abzuholen. Es gibt (und gab sie schon immer) genug Eltern, denen das sonst wo vorbei gegangen wäre. Ich drück und auch deinem Azubi die Daumen, dass er die Kurve kriegt und ne gute Ausbildung bei dir hinlegt. LG, syracuse |
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![]() Mitglied seit 27.03.2005 |
Schließe mich an.
Ich finde, besser hätte man es gar nicht machen können. im Übrigen ist es erstaunlich was solche "Pänz" sich alles so von "Freunden" einreden lassen. Da wollte mir mal so eine Schnepfe erzählen, ab 18 bekäme man kein Kindergeld mehr und ab 18 hätte man auch keinen Anspruch mehr auf ein Juniorticket in dem Alter ist immer einer klüger als der andere (aber irgendwie meine ich mich schwach erinnern zu können, dass ich in dem Alter nicht viel anders war lg eifelkrimi |
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![]() Mitglied seit 17.02.2001 |
Respekt, Chris!
Deine Postings machen Spaß, denn man merkt, wie sehr Du Dich für Deinen Laden und die Mitarbeiter engagierst. Deine Reaktion auf die - ich sag mal "saloppe" Art Deines Azubis ist lehrbuchmäßig und wird bei dem Jungen dauerhaft erheblich mehr bewirken als eine Abmahnung oder gar ein Rauswurf. Ich denke, Du hast damit einen lernwilligen und ehrgeizigen Azubi gewonnen, der künftig auch bei Sprüchen seiner Freunde vorsichtiger sein wird Glückwunsch zu Deiner Umsicht und Deinem Weitblick. Gruß von fine |
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![]() Mitglied seit 13.01.2009 |
Hallo,
herzlichen Glückwunsch an Chris habe mich durch den ganzen Thread gelesen, Hut ab. Es gibt auch Ausbilder die sich einsetzten und nicht nur die bösen "Ausbeuter die sich um nichts kümmern" Mein Hinweis an dich, es lohnt sich- einige bleiben hängen- auch nach vielen Jahren, und verschiedenen Betrieben- Sie kommen mal auf ein Wort oder auch das sie "gut von dir reden" oder auch noch mal einen Rat haben möchten; bzw. Infos zu anderen Betrieben. Habe seit den frühen 90ern Azubis- seit einigen Jahren nicht mehr- Firmen und Branchenwechsel und jetzt einen Betrieb der nicht ausbildet. Aber einige der alten Azubis melden sich heute noch. Das freut mich, und ein wenig bleibe ich so der Gastronomie noch treu... Gruß Ute, und noch mal Hut ab |
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![]() Mitglied seit 18.08.2009 |
Hallo Chris,
ich schließe mich meinen Vorrednern an, toll wie du die Sache angegangen bist. Und: natürlich bekommt er nicht frei, nur weil er übermüdet ist. Das wär ja noch schöner. Aber über die Aussagen der Kumpel des Azubis musste ich schon schmunzeln - stimmt schon, in dem Alter ist man schon noch sehr blauäugig und glaubt, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Diese Escapade wird dem jungen Mann hoffentlich eine Lehre sein (im wahrsten Sinne des Wortes) und die Eltern haben auch das ihrige dazugetan. Ich hoffe, dass meine Jungs später nicht auf so blöde Ideen kommen und wenn, dass sie auf einen solch verständnisvollen Ausbilder treffen werden, wie du einer bist. Grüße von Marleneken |
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![]() Mitglied seit 26.07.2005 |
Hallo Chris, find´ ich super! Ich denke, du wirst diese Entscheidung nicht bereuen Wenn ich da so manchmal an meine Anfangszeit zurückdenke... Oh-oh - ich war auch kein Muster-Mädel Leiden darf er ruhig ein wenig, aber ich bin der Überzeugung, EINE zweite Chance hat jeder verdient. Voreilig zu sagen: "Das bring sowieso nix" find´ ich nicht fair - man kann ja schließlich wirklich nicht ALLE jungen Leute über einen Kamm scheren Liebe Grüsse von der
....das wollt ich übrigens nur gesagt haben, damit nachher nicht jemand sagt, niemand hätte was gesagt..... |
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![]() Mitglied seit 23.11.2009 |
Ich macher es kurz Chris ,
Respekt vor Deinem Handeln , in der heutigen schnelllebigen Zeit sicher keine alltägliche Handlung . Wenn der "june Mann" diesen Schuss vor den Bug jetzt auch verstanden hat , hat sich Deine Mühe gelohnt . GRüße vom Serano |
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![]() Mitglied seit 12.04.2010 |
@ ute73
Das ist aber sehr schwarz-weiß gedacht! Viele Grüße, quibas |
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![]() Mitglied seit 22.09.2005 |
Nochmal meinen Respekt....
Ich find dein Verhalten Klasse... LG Yvonne |
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![]() Mitglied seit 17.12.2008 |
Ich finde es eigentlich ganz normal, zu versuchen Dinge ersteinmal in Ordnung zu bringen, bevor man sie in die Tonne haut.
Ich sehe darin gar keine so große Leistung. Allerdings liegt das vermutlich auch daran, dass ich Schwierigkeiten, jedenfalls bis zu einem gewissen Maß, als normal und dazugehörend betrachte. Hinzu kommt, dass ich bisher auch selten enttäuscht wurde, wenn ich Arbeit und Vorschussvertrauen in meine Mitarbeiter investiert habe. Ich sagte es ja schon: bisher haben alle Auszubildenden, welche bei mir eine Lehre angefangen haben, diese auch erfolgreich zu Ende geführt. Wenn natürlich jemand nicht bereit ist, sich einzufügen und am gleichen Strang zu ziehen, oder einfach feststellt, dass er doch keinen Bock auf den Beruf hat, dann kann man nichts tun. Ich denke, viele der Lehrbetriebe, denen man vorwirft, das es sich eher um Ausbeuter als um Ausbilder handelt, haben auch einfach schon sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Wenn du einen kleinen Betrieb hast, dann bist du da nicht der Glamour-Boss. In so einem Laden, wie meinem, bist du morgens der Erste und abends der Letzte, und manchmal gibt es Monate, in denen geht jeder meiner Gesellen am Monatsende mit mehr Barem nach Hause, als ich mir selbst an Gehalt erlauben kann. Wenn meine Mitarbeiter schon drei, vier Stunden im Feierabend sind, schliesse ich mal langsam die Werkstatt zu, aber nicht, um Feierabend zu machen, sondern um mich an den Schreibtisch zu setzen und Ausschreibungen zu sondieren, Angebote und Rechnungen zu schreiben und meine Bestellungen zu machen. Wenn du dann Mitarbeiter hast, die nicht wirklich Bock haben, kriegst du als Chef auch irgendwann einen dicken Hals, und ob ich noch so bereitwillig hinter meinen Leuten stehen würde, wenn ich schon öfter damit auf die Nase gefallen wäre, glaube ich auch nicht. Alles ist Endlich, wenn man öfter auf die Nase fällt, auch die Geduld und der Optimismus, daher verstehe ich vollkommen, wenn mancher sagt, er hätte es anders gemacht als ich. Gruß vom Chris |
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![]() Mitglied seit 29.03.2010 |
Guten abend,
Chris dein letzter satz spricht mir aus der seele..... ich tippe mal auf schreinerei oder klemptnerei.....mein mann kommt aus so einem betrieb....auch da gabs keinen sonntag....dann wurden nämlich die angebote und die ausschreibungen geschrieben...und kein angestellter interessiert sich für deine aussenstände deine gedanken sind durchaus gut und ich würde mir wünschen, das es viiiel mehr solcher menschen geben würde....es wäre für alle beteiligten wesentlich einfacher (Da gebe ich dir meine Hand drauf) lieben gruss claudia |
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![]() Mitglied seit 13.01.2009 |
Hallo,
@quibas: natürlich ist das schwarz weiß- über all die vielen, die einen guten Job machen wird meistens eh´ nicht gesprochen, leider. Aber die extreme fallen nunmal immer wieder auf. Ich weiß das es immer solche und solche gibt. Und Betriebe die Zeit für eine vernüftige Ausbildung / Einweisung nicht geben. Da wird zwischen "Tür und Angel" erklärt wenn man Glück hat, oder einfach "so wird es gemacht" Dann gibt es die große Masse die irgendetwas dazu erklärt. Und ein kleiner Teil der auch alle Grundlagen und ähnliches dazu mit erwähnt/ erklärt, und wenn schon mal die Grundlagen in einem anderen Zusammenhang gebraucht wurden- diese dann auch noch mal abfragt. Und die Ausnahmen wo sich Mitarbeiter und Azubis aus Intresse in ihrer Freizeit zusammen setzten- da sonst die Zeit im Tagesgeschäft nicht da ist. Gruß Ute, die selber einen tollen Ausbilder hatte, und versucht hat dies auch später an "ihre Azubis" weiter zugeben. |
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![]() Mitglied seit 23.02.2005 |
Hallo, Chris, mich würde mal interessieren, wie es in dieser Woche lief zwischen Dir und Azubi. Im übrigen fand ich deine Herangehensweise spitze. Leider sehr selten geworden. Liebe Grüße Laurinili |
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![]() Mitglied seit 17.12.2008 |
Hallo Laurinili,
diese Woche ist gut rum gegangen. Montag hat er ja unter extremer Müdigkeit gelitten, aber ab Dienstag war er fit und hat sich gut gemacht. Die ersten Berichte hat er auch schon in seinem Berichtsheft stehen, angeleitet vom Azubi im 3. Lehrjahr. Wenn er so interessiert und bemüht bleibt, gibt es nichts zu bemängeln. Also hoffen, dass es so bleibt Gruß vom Chris |
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![]() Mitglied seit 21.04.2005 |
Hallo Chris,
schön, das scheint also tatsächlich ein Ausrutscher mangels Kenntnis der eigenen genauen Azubi-Situation in der Firma gewesen zu sein, oder? Halt uns bitte langfristig auf dem Laufenden, mich würde schon interessieren, was aus deinem Azubi letztlich wird, der so furios eingestiegen ist in seine Lehre! Liebe Grüße, Doris |
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![]() Mitglied seit 04.07.2008 |
Hallo Chris,
ich habe die ganze Geschichte erst eben gelesen, dafür konnte ich sie in einem Rutsch lesen. Das liest sich ja wie eine Mischung aus Krimi und Familiendrama mit Happy End. Im Nachhinein sogar ganz niedlich, wenn man sich das einmal so plastisch vorstellt: kommt der vorher noch schnell bei Dir vorbei und will da 'mal eben so einen Urlaubstag anmelden - sei froh, dass Du nicht nur eine SMS bekommen hast. Ich finde, Du hast ausgesprochen gut reagiert. Und wahrscheinlich hat diese Geschichte Deinen Azubi so richtig in das Leben geworfen, ihm gezeigt, dass vieles anders ist, als im Elternhaus oder in der Schule! Diese Lektion empfangen zu haben, ist so wichtig, dass es vielleicht ganz gut war, was da passiert ist und das es vor allem um so etwas vergleichsweise Harmloses ging. Und die Kumpels? Wer solche Kumpel hat, braucht wirklich keine Feinde mehr! Leider ist es so, dass in einem Alter die Kumpel das Maß aller Dinge sind und wenn die einem erzählen, die Erde ist eine Scheibe, dann wird das eben so hin genommen! Na, vielleicht hat er da ja auch etwas gelernt. Bewundernde Grüße, der Hofschranze |
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![]() Mitglied seit 17.12.2008 |
Ich weiß schon, warum ich meine Handynummer nicht so ohne weiteres rausgebe Die hatte der Auszubildende ja nicht, und im Büro läuft am Wochenende, wenn wir keinen Notdienst haben, nur der AB. Da ihm die Kumpels aber doch eingeredet hatten, dass er vorher Bescheid sagen muss, wenn er seinen ihm zustehenden Urlaubstag nimmt, und dann nicht gekündigt werden kann, hat er mich ja privat rausgeklingelt. Das ist der Fluch, wenn man neben der Firma wohnt Gruß vom Chris |
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![]() Mitglied seit 11.04.2010 |
Hi Chris
ich möchte dich auch noch mal eben loben. Ich hab mir grad alle beiträge durchgelesen und muss echt sagen du bist ein Ausbilder wie man ihn nur noch selten findet. Aber ich muss auch sagen, dass nicht alle junge Leute (bin selber erst 19) über einen Kamm "geschert" werden dürfen. Ich habe z.b. eine Fachoberschulreife (1,3), verkürzte Ausbildung (2,3Abschlussprüfung, Abschlusszeugnis 1,8) und bin nun zur Überbrückungszeit bis zur FOS selbstständig. Es gibt in Deutschland also auch noch "gute" Azubis. Dennoch muss ich zustimmen das unter uns jungen Leuten immer mehr schwarze Schafe zu finden sind die einfach nícht wissen was sie wollen oder dies nicht durchsetzen können. Mein alter Ausbildungsbetrieb hat sogar 2mal ausschreiben müssen bis überhaupt ein geeigneter Azubi zu finden war. Berichte mal wie sich der Azubi weiter verhält. Gruß |
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![]() Mitglied seit 17.12.2008 |
Hallo Anna, deswegen hatte ich ja schon im Eingangsposting geschrieben: Bitte keine Stammtischdiskussion und keine allgemeinen Floskeln über die "Jugend von Heute" Hat ja auch ganz gut geklappt, wie ich meine. Schönen Schnitt hast du da, Glückwunsch. Gruß vom Chris |
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![]() Mitglied seit 19.10.2003 |
Hallo zusammen,
auch ich habe die Story erst jetzt gelesen und muss sagen: hut ab!!!! Aber ich habe noch eine Frage an Quibas, ist Deine Mitarbeiterin eigentlich an dem Donnerstag aufgetaucht?? Liebe Grüße melfi |
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![]() Mitglied seit 08.09.2010 |
Ich lese hier in Job & Karriere mehr aus Spaß mit und wundere mich
ja schon regelmäßig über die schockierenden Zustände im Kochberuf, speziell hinsichtlich der Arbeitszeiten und -bedingungen (sowohl der legendäre Umgangston als auch die Bezahlung). Dass ein Azubi nach einer Woche so einen Auftritt bringt, ist natürlich grob fahrlässig und ich kann jeden Ausbildungsleiter verstehen, dem da das Messer in der Tasche aufgeht. Allerdings frage ich mich ange- sichts der oben erwähnten Tatsachen (habe zumindest noch nirgend- wo eine Gegendarstellung gelesen), ob die Verantwortlichen für diese bürkriegsähnlichen Zustände ernsthafte Gedanken an Fairness oder Regelkonformität verschwenden, wenn Sie dem Azubi eine Standpauke halten, während nebenher der Betrieb im Prinzip von unterschlagenen Überstunden und einem Kodex der nicht zu hinterfragenden Autorität lebt. Kein Auszubildender ist per se ein schlechter Mensch und will seinen Arbeitgeber mutwillig schädigen. Der eine findet sich schneller ein, der andere brauch etwas Hilfe - aber am Ende des Tages kommt jeder auf den Trichter, dass alles ein Geben und nehmen ist und man gewisse Regeln beachten muss, wenn man im Leben (nicht nur im Beruf) weiter- kommen will. Respekt ist jedenfalls von beiden Seiten geboten und jeder Arbeitgeber hat irgendwann nur noch die Arbeitskräfte, die er verdient... |
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![]() Mitglied seit 03.06.2007 |
bürkriegsähnlichen Zustände ernsthafte Gedanken an Fairness oder Regelkonformität verschwenden, wenn Sie dem Azubi eine Standpauke halten, während nebenher der Betrieb im Prinzip von unterschlagenen Überstunden und einem Kodex der nicht zu hinterfragenden Autorität lebt. Bürgerkreigsähnliche Zustände allen Ausbildungsbetrieben???? Woraus schließt du, dass in diesem Betrieb Überstunden unterschlagen werden??? Woraus schließt du, dass es sich um eine Kochausbildung handelt???? Arbeitgeber mutwillig schädigen. Genausowenig wie jeder Ausbilder ein Ausbeuter ist LG Anne Courage ist gut, aber Ausdauer ist besser. Theodor Fontane |
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![]() Mitglied seit 17.12.2008 |
grob fahrlässig und ich kann jeden Ausbildungsleiter verstehen, dem da das Messer in der Tasche aufgeht. Allerdings frage ich mich ange- sichts der oben erwähnten Tatsachen (habe zumindest noch nirgend- wo eine Gegendarstellung gelesen), ob die Verantwortlichen für diese bürkriegsähnlichen Zustände ernsthafte Gedanken an Fairness oder Regelkonformität verschwenden, wenn Sie dem Azubi eine Standpauke halten, während nebenher der Betrieb im Prinzip von unterschlagenen Überstunden und einem Kodex der nicht zu hinterfragenden Autorität lebt. Hallo Blackfin du hast sicher an einigen Stellen Recht mit deiner Kritik. Allerdings möchte ich nochmal darauf hinweisen, dass es sich hier nicht um eine Ausbildung zum Koch, sondern in einem anderen Handwerksberuf handelt. Letztendlich macht das aber keinen wirklichen Unterschied, da auch Kochen ein Handwerk ist und auch hier die Gesetze gelten, genauso wie in jedem anderen anerkannten Ausbildungsberuf auch. Woher du die Information nimmst, dass der Betrieb von Meine Auszubildenen kennen keine Überstunden und kriegen immer ihre Pausen! Nicht zu hinterfragende Autorität, wenn ich drauf bestehe, dass sie pünktlich zu Arbeitsbeginn da sind? Ich bin sicherlich Kritikfähig, aber so ganz kann ich nicht nachvollziehen, wo deine Kritik ansetzt Gruß vom Chris |
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![]() Mitglied seit 08.09.2010 |
Woraus schließt du, dass in diesem Betrieb Überstunden unterschlagen werden??? Woraus schließt du, dass es sich um eine Kochausbildung handelt???? Sorry, falls ich mich missverständlich ausgedrückt habe. Ich sprach nach meinem Mitgefühl für den Thread-Eröffner nicht über seinen Betrieb - war eher allgemein gefasst und gemeint. Nicht alles ist so schwarz und weiss, wie es auf den ersten Blick vielleicht ausschauen mag. Und bei aller Sportlichkeit ist die Gastronomie ganz allgemein und statistisch betrachtet nicht gerade eine Vorzeigebranche des gelebten Arbeitsrechts. Um das nochmal gerade zu rücken: Chris hat sich geradezu vorbildlich mit seinem Auszubildenden auseinandergesetzt und das Problem damit offensichtlich auch super in den Griff bekommen! |
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Henglein
Rama Cremefine



































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