Meinungen gesucht
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![]() Mitglied seit 27.04.2008 |
wie wohl die meisten Studenten arbeite ich neben dem Studium (mitten im Grundstudium). Und wie so viele hat es mich in die Gastro verschlagen. Anders als die meisten bin ich in der Küche gelandet und nicht im Service. Jetzt sollte ich vielleicht noch erwähnen, dass mein aktueller Studiengang Plan E oder so ist. Die Pläne A-D sind alle gescheitert, weil ich trotz Abi von 1,7 keinen Dualen Studienplatz bekam oder der NC zu hoch lag. Es ist also nicht mein Traumstudium, sondern mehr eine fachnahe Alternative, um nicht ohne irgendwas dazustehen. Aber zurück zum Eingangssatz: Gastrotypisch sind die Arbeitszeiten eher als grobe Orientierung zu verstehen und weniger als fester Plan. Dienst nach Stechuhr würde mir im Traum nicht einfallen. Mein bisher längster Tag war 9 Stunden durch ohne Pause. Für die Köche hier mag das n Witz sein, ich war nachher schon ziemlich müde. Momentan tut mir alles weh, ich hab mich letztes Wochenende wohl verhoben, überdehnt oder sonstwas wunderbares. Meine Hände sehen inzwischen echt malträtiert aus, teils geschnitten, teils gekratzt, manches aber auch einfach nur aufgescheuert, weil das Zeug so schwer ist. Dass grade jetzt wo es wärmer wird die Luft in der Küche steht, brauch ich glaube nicht extra betonen. ABER: Ich gehe gern dort hin. Mir macht die Arbeit einfach nur Spaß. Phasenweise wollen gefühlte Zwanzigtausend Leute was von mir und nebenbei darf man ja gegenüber den Gästen nicht großartig abgehetzt wirken und muss freundlich bleiben. Aber irgendwie treibt das bei mir die Glückshormone hoch, ich fühle mich nach manchen Tagen fast wie auf Droge. Ich darf ja auch immer mehr machen: Mise en place vorbereiten, Platten legen; halt lauter Kleinigkeiten. Da der Laden ein eher kleiner Landgasthof ist, werde ich recht gut ins Team integriert, muss halt jeder alles machen. Jetzt mal schluss mit palaver und zum Punkt gekommt: Das Studium finde ich nur noch ätzend. Langweilig, schwer und fern jeglicher Realität ('Angenommen, wir befinden uns in einem unendlichen Raum'), hingegen macht mir Küche verdammt viel Spaß. Mich hält nur eine Sache davon ab: Gastro ist unter aller Sau bezahlt. Allerdings ist mein Englisch passabel, in der Schule hatte ich in den letzten Jahren nur noch 13-15 Punkte. Wie siehts im Ausland aus? Wird dort die Kochkunst mehr gewürdigt als hier? Wenn ja, mit welchem 'Stellenwert' in Deutschland kann man das ungefähr vergleichen? Ich bin grad an einem Punkt, wo mir n volles Konto nicht mehr so wichtig ist, wenn ich mich dafür durch lauter ätzende Fächer quälen muss und das ganze in einem Bürojob enden wird - mein größter Horror schlechthin. |
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![]() Mitglied seit 27.03.2005 |
tja - sauschlecht bezahlt....
aber wie viel ist dir der "Spaßfaktor" wert? Ich finde, das größte Glück, das man haben kann, ist, einen Beruf zu finden, der einem Spaß macht, jeden Tag aufs Neue lg eifelkrimi |
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![]() Mitglied seit 21.06.2009 |
Hi,
Bewerbung in ausländischen Hotels? Mallorca, Karibik,Gibraltar, England, Rußland? Florida lass es. Die haben grad Rückgänge wg. dem Ölleck. viel Erfolg mayordomus PS: was bringt dir ein Job, der ein Haufen Geld einbringt, aber du bist innerlich total angefressen? Lieber verdiene ich weniger, bin aber glücklich. |
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![]() Mitglied seit 29.11.2008 |
Vogu,
wenn dir die Küche Spass macht, dann bleib dabei, lerne viel, dann kannst du später auch mehr verdienen. Ich hab auch seinerzeit mein Studium abgebrochen, bin in die Gastronomie, hab nach ein paar Jahren die Koch- und Kellnerprüfung nachgemacht und hab mich selbständig gemacht. Ich bereue es nicht, ich hatte schon mehrere Lokale, hab gerade wieder eines verkauft und hab jetzt verdiente Pause, es ist verdammt hart, aber ich würde es wieder tun! Allerdings mit dem Unternehmer werden, würde ich abwarten, denn, wenn man da kein Profi ist, verdient man weniger als sein Personal ! |
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![]() Mitglied seit 07.07.2008 |
Bonsoir,
mach einen Studienabschluss… auch wenn Du spaeter im Leben mit anderen Dingen Deinen Lebensunterhalt verdienst ….gibt natuerlich einige Spitzenkoeche ohne abgeschlossene Ausbildung…. aber nicht jeder heisst Ferran Adrià oder hat mal in HH am Bahrenfelder Friedhof eine Gastro aufgemacht und es zu einem Stern gebracht und troeddelt noch als Fernsehkoch rum…..eine abgeschlossenen Ausbildung ist auch fuer das Ego wichtig…. vielleicht nicht aktuell, aber sicher spaeter…. LG aus NL Ornellaia |
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![]() Mitglied seit 03.09.2007 |
Ornellaia,
so wie ich es verstanden habe, wird überlegt statt des ungeliebten Studiums eine Ausbildung in der Küche zu machen. Ne andere Frage, Ornellaia: wozu ein Studiumsabschluß in einem Fach, dass einen nicht interessiert, nach Jahren, durch die man sich nur durchgequält hat? Meine Meinung - lieber gleich feststellen, dass dieser Weg nicht der richtige ist, den richtigen entdecken (kann auch längst nicht jeder!) und ihn beschreiten. Und das mit dem richtigen Schuhwerk, ordentlich ausgestattet - soll heissen, nicht als Traumtänzer sondern überlegt und mit gutem Start. Et grüßt
die Dröppelminna Außer Hunden sind Bücher die besten Freunde des Menschen.
Innerhalb von Hunden ist es zu dunkel um sie zu lesen. Groucho Marx |
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Henglein
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