Nach der Ausbildung arbeiten oder studieren?
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![]() Mitglied seit 08.03.2005 |
Also, unser Sohn 19 Jahre, hat seine Ausbildung beendet, ist ab heute Kaufmann im Groß- und Außenhandel. Prüfung gut bestanden. Jetzt wollte ihn sein Lehrbetrieb nicht übernehmen, wegen der Wirtschaftskrise. Also hat er sich vorgenommen, sein Fachabi nachzuholen und dann zu studieren. Die Schule hat ihn angenommen, der Bafög-Antrag liegt hier auf meinem Schreibtisch. Plötzlich kommt sein Ausbildungsbetrieb gestern her und bietet ihm an, ihn nun doch zu übernehmen, da ein Mitarbeiter in den Außendienst geht. Er soll jetzt im Lager arbeiten als Fachkraft für Lagerlogistik. Das will er aber nicht so gerne. Andererseits ist es heutzutage nicht sträflich, eine angebotene Stelle abzulehnen? Jeder halbwegs vernünftige Mensch würde doch die Stelle annehmen und sich dann nebenbei noch nach einer anderen Stelle umschauen, oder? Nur, davon hat er auch kein Abitur. Allerdings hat man mit dem Studium ja auch noch keine Stelle. Was, was, was sollen wir ihm nun raten? Er weiß auch nicht, was richtig ist. Es ist so schwierig. Wir wollen ihm nichts falsches raten, aber auch nicht Schuld sein, wenn er nur unszuliebe die Stelle annimmt und er ist unglücklich damit. Was würdet ihr denn machen? Er hat noch über's Wochenende Zeit, seine Entscheidung zu fällen. Bitte helft mir. L. Kaps |
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![]() Mitglied seit 23.01.2006 |
Hallo,
an seiner Stelle würde ich die Schule machen und danach studieren. Durch seine Zeit als Azubi ist er das Lernen noch gewöhnt und die Umstellung fällt ihm leichter. Dadurch wird er höher qualifiziert und hat beruflich mehr Möglichkeiten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er glücklich wäre, seinen Arbeitsalltag bis irgendwann im Lager zu verbringen. Außerdem - wer sagt denn, dass die Anstellung wirklich langfristig wäre? Jetzt hat er die Zusage der Schule, wer weiß, ob er die später noch mal bekommt. lg muuda Chant down Babylon Kaum macht man's richtig - schon geht's |
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![]() Mitglied seit 29.04.2004 |
Hallo,
besteht evtl. die Möglichkeit, das Abi in einer Abendschule nachzuholen? So würde er die Arbeit haben und schon Geld verdienen, hätt das Abi und kann danach dann immer noch entscheiden, was, wann, welches oder überhaupt Studium er dann noch beginnt. lg Doris |
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![]() Mitglied seit 23.01.2006 |
@Doris: Abi als Abendschule ist gut und schön, dauert aber doppelt so lang wie Schule in Vollzeit, dazu die Doppelbelastung - tagsüber arbeiten, abends und am WE lernen...
Chant down Babylon Kaum macht man's richtig - schon geht's |
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![]() Mitglied seit 15.05.2004 |
Hallo,
auch wenn es "sträflich" sein mag, heutzutage einen angebotenen Job abzulehnen... Dein Sohn möchte diesen Job nicht machen (was ich auch verstehen kann) und würde sich lieber weiterbilden (was ich gut finde). Natürlich kann man jetzt weiterargumentieren mit: "Es sitzen doch schon genug Studierte auf der Straße...", was ja auch stimmen mag. Doch sollte man einen jungen Mann von 19 Jahren der nach Höherem strebt beschneiden und klein halten? Ich denke nicht. Und wer weiß, was sich daraus ergibt? Du hast es doch auch schon richtig erkannt: Was, wenn er Euch zuliebe den Job annimmt und dann unglücklich dabei wird? Ich finde, man sollte ihm die Möglichkeit geben, sich zu entfalten (solange es nicht so ausartet, dass er Schule und Uni als Nebenher-Zeitvertreib sieht, während er das Partyleben ernsthaft studiert). Beste Grüße Tsunami |
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![]() Mitglied seit 29.04.2004 |
Mit der Doppelbelastung das stimmt schon, aber das machen doch viele, dafür gibt es ja diese Möglichkeit.
Ich meine, er ist jung und hat noch keine Familie. Meine Nichte arbeitet auch voll und macht nebenbei im Abendstudium ihren Immobilienfachwirt, immer dienstags und donnerstags abends. Das ist schon zu schaffen. Zumal man in dem Alter ja auch nicht schlecht dran ist, wenn man nicht "nur" Schüler ist, sondern auch schon finanziell ziemlich unabhängig. Auto usw. will man ja auch haben, denke ich. Also ich finde Abendsschule ne tolle Alternative. lg Doris |
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![]() Mitglied seit 16.12.2003 |
also wenn ich das rfchtig sehe ist der Bereich "Lagerlogistik" nicht ¨100%ig das, wofür er ausgebildet wurde - und auch nicht das was er wirklich will...
seinen Schulplatz & Bafög hat er schon in der Tasche - bei der Konstellation würde ich ihm gar nichts "raten" - sondern ihm schlicht ohne Dreinreden die Entscheidung überlassen...vielleicht nur ermutigen "tue das, womit du dich am Besten fühlst"... die Angst um den Job in diesen unsicheren Zeiten ist ja sicher berechtigt - aber einen jungen Menschen evtl nun zu einer beruflichen Entscheidung zu drängen, die er eigentlich nicht will - finde ich sehr kurzsichtig... ungeliebte Jobs hat man nicht lange, wenn man sie mit Widerwillen tut - und manchmal machen sie sogar krank... |
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![]() Mitglied seit 08.03.2005 |
....die Möglichkeit der Abendschule hat er natürlich auch. Aber wie schon hier gesagt, das ist sehr stressig und er traut es sich nicht zu, beides gleichzeitig zu machen....
L.Kaps |
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![]() Mitglied seit 24.10.2007 |
Hi,
ich würd dazu raten, den Job zu nehmen. Er kann auch ohne Abi Diplom (Fachwirt) machen neben dem Beruf, auch das ist ein Sprungbrett für Karriere. Wahrscheinlich sogar eher als Studium. Und dass er nach dem Studium überhaupt einen Job findet, ist auch nicht gesagt. In den nächsten Jahren strömen noch einige geburtenstarke Jahrgänge in die Arbeitswelt unter anderem der Doppeljahrgang vom G9 /G8. Dass die ihm jetzt angebotene Stelle nicht so sein Ding ist, heißt doch nichts. Er muss das ja nicht für den Rest seines Lebens machen. Und aus der relativ gesichterten Position einer Festanstellung heraus kann er sich immer noch neu orientieren. Ich weiß ja nicht, ob es ein mittelständischer Betrieb ist oder ein Großkonzern. Im Konzern hast du häufig die Möglichkeit den Arbeitsplatz zu wechseln, auch in andere Städte oder ins Ausland. Was ich mich fragen würde: Ist der Betrieb gesund? Denn wenn der von einer drohenden Insolvenz zur nächsten schlingert, ist er möglicherweise den Job auch bald wieder los. Was du ausgangs schon sagtest: Einen angebotenen Arbeitsplatz nicht anzunehmen ist einfach dämlich. Meine Meinung. LG Minosch
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![]() Mitglied seit 21.04.2004 |
ich habe einen Sohn und eine Tochter, sie haben beide (nach dem Abitur) eine kaufmännische Ausbildung gemacht und danach studiert, beide haben heute einen Job der ihnen viel Spaß macht. Wenn dein Sohn die Chance mit der Schule hat und er es will würde ich ihn bei dieser Entscheidung unterstützen. Liebe Grüße
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![]() Mitglied seit 31.08.2004 |
Hallo,
Dein Junior sollte sich folgende Fragen stellen: Hätte ich auch die Idee mit Schule und Studium gehabt, wenn mir ein Job in der passenden Abteilung oder direkt der Logistikjob angeboten worden wäre? Bin ich gerne zur Schule gegangen oder nur, weil ich musste? Wenn nicht, ist die Weiterbildungsidee evtl. nur eine Verlegenheitslösung für ihn. Die weitere schulische / Uni- Ausbildung erfordert sehr viel Selbstmotivation und Verzicht auf Dinge wie Freizeit, Geld ausgeben, Unabhängigkeit. Mit schlechten Schul- und Uninoten wird er kaum bessere Berufsaussichten haben als mit praktischer Erfahrung und guten Zeugnissen des Arbeitgebers. Dann wäre es evtl. sinnvoller, sich jetzt zunächst die Stelle zu sichern und alles an Logistik-Fachwissen hereinzuziehen, was er bekommen kann. Gefällt es ihm nicht, kann er versuchen, auf eine freie Stelle zurück in den alten Bereich zu kommen. Auch für Logistiker gibt es berufsbezogene Fachausbildungen, die von Arbeitgebern sehr nachgefragt werden. Viel Glück bei der Entscheidung! Chris |
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![]() Mitglied seit 10.04.2006 |
Hallo,
also ich würde ihm auch zum Fachabi raten. In der Abendschule kann er sein Abi eher nicht machen....das verhindert die neue Arbeitszeit im Einzelhandel . Die Kurse fangen gegen 19- 19.30 Uhr an , da ist er meistens nicht fertig mit seiner Arbeit. Wie sieht es übrigens mit Bundeswehr aus ?? katir |
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![]() Mitglied seit 24.10.2007 |
@katir: Wer spricht hier von Einzelhandel?
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![]() Mitglied seit 10.04.2006 |
Halo minosch,
der Sohn der TE ist doch Kaufmann im Groß und Aussenhandel..und ide haben doch auch mittlerweile so lange Arbeitszeiten. katir |
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![]() Mitglied seit 05.11.2007 |
Er ist noch jung, jetzt kann er sich noch bequem weiterbilden und qualifizieren, ohne dass der mit sich gebrachte Verzicht wegen einer Familie allzu stört oder er Sicherheit aufgeben müsste. Einen Job, den er nicht mag, kann er auch später finden, sein Abi nachholen und studieren nicht so einfach.
Aber ich denke auch, am Wichtigsten ist es, ihm die Entscheidung zu überlassen. Mit ihm darüber reden, seine Gründe hinterfragen - aber ihn zwingen, sich genau mit seinen Wünschen auseinander zu setzen, in dem man es ihm nicht "leicht" macht und etwas rät. Liebe Grüße |
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![]() Mitglied seit 08.03.2005 |
Vielen Dank an alle, die mir geholfen haben. Nachdem wir ihm nun es wirklich nicht leicht gemacht haben. Alle Vor- und Nachteile aufgezählt, wenig Geld usw. usw..... Er hat es sich lange überlegt... und will jetzt trotzdem sein Fachabi machen und dann Logistik studieren. Wir haben ihm zu seiner Entscheidung gratuliert und hoffen, es war richtig. Vor allem, weil er für sich selbst hier richtig kämpfen musste und trotzdem bei seinem Willen geblieben ist.
Na, was meint ihr dazu? Liebe Grüße L. Kaps |
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![]() Mitglied seit 26.09.2006 |
Hi Kaps,
ich denke, er macht das schon richtig. Eine gute Ausbildung und ein Studium kann einem hinterher keiner mehr nehmen. Und als Lagerkraft dann irgendwo versauern und sich sein halben Leben dann darüber ärgern, dass man nicht studiert hat, das wäre noch viel schlimmer. Der wird seinen Weg schon machen! LG Knöderl |
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![]() Mitglied seit 21.10.2007 |
Hallo,
erstmal @ muuda: Wie kommst du darauf, das Abendschule doppelt so lange dauert??? Der Abendkurs an meinem Kolleg dauert genauso lang wie der Tageskurs. Lediglich die Stundenzahl ist verkürzt und die Fächerauswahl für Leistungskurse kleiner. @ Ikaps: Ich habe gerade letzte Woche meine Abiturfeier hinter mich gebracht und muss sagen, ich bereue keinen Augenblick. Nochmal zur Schule zu gehen war die beste Idee meines Lebens. Neben den neuen Perspektiven, die sich nun eröffnen hat es auch mein Selbstwertgefühl gesteigert. Dein Sohn hat meiner Meinung nach eine sehr gute Entscheidung getroffen. Nur eins: Er soll sich nicht so auf Fachabitur versteifen. Wenn es an der Schule möglich ist und es ihm da gefällt, sollte er überlegen ruhig das "richtige" Abitur zu machen. Diese 9 Monate von Fachabitur zu Abitur vergehen so schnell, das merkt man kaum. (Und mit 19 ist er ja noch jung, ich hab mit 24 angefangen mit der Schule Lg und viel Erfolg für deinen Sohn, Eternity |
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![]() Mitglied seit 23.10.2008 |
Hallo Ikaps
ich würde Deinem Sohn unbedingt raten, alle Schul-/Studienabschluss mitzunehmen, die er seinen Neigungen und Fähigkeiten entsprechend erreichen kann. Das Risiko der Arbeitslosigkeit ist statistisch gesehen geringer, je besser die Ausbildung. Ist doch ganz einfach: Im Lager können ihn viele ersetzen - sattelt er noch Ausbildung drauf, werden es schon weniger. Grüße Limonata |
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![]() Mitglied seit 08.03.2005 |
....Ja, er denkt tatsächlich schon darüber nach, auch sein Vollabi noch zu machen, damit er auch ev. an die Uni kann.
Liebe Grüße lkaps |
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![]() Mitglied seit 08.03.2005 |
....nur leider haben wir heute mitgeteilt bekommen, dass er wohl kein Bafoeg bekommt, zumindest in diesem Jahr nicht. Warum? Er hat vom Ausbildungsgehalt Geld gespart, Bausparvertrag, Festgeld... Leider zuviel... Jetzt soll er das Geld erstmal verbrauchen, so ist das. Also wird man für's Sparen auch noch bestraft. Denn bei dem Einkommen seiner Eltern wäre das Bafoeg locker drin gewesen, so reich sind wir gar nicht. Ob das alles so richtig ist, weiß ich ja nicht.....
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![]() Mitglied seit 23.10.2008 |
Hallo Ikaps,
daran sollte ein Studium aber nicht scheitern, oder? Bafög ist doch auch "nur" ein Darlehen - gibt es nicht noch andere Stellen, die günstige Studiendarlehen geben, zB KfW?!? Und wenn alles nichts hilft, muss er halt jobben, und Ihr müsst als Eltern auch mit ran. Ist 'ne gute Investition. Grüße Limo |
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![]() Mitglied seit 21.10.2007 |
Hm,
also vom Einkommen der Eltern ist das Schüler Bafög, das er bekommen würde, nicht abhängig. Das ist dann egal. Das ersparte allerdings macht Probleme, wenn es unter seinem Namen läuft... Das hättet ihr vorher umschichten müssen. Ich denke, da könnt ihr erst nach einer gewissen Zeit wieder was machen, wenn das Geld ausgegeben (oder auf einem Elternkonto verschwunden ist). Ich hatte das große "Glück", das mein Bauspardarlehen meine Ersparnisse quasi ausgeglichen hatte und das dann nicht gegolten hat. Und Schüler Bafög ist kein Darlehen. Im Gegensatz zum richtigen Bafög, das man beim Studium kriegt, muss man da keinen Cent zurückzahlen. Wäre also schon eine nette Finanzspritze gewesen... Aber ansonsten stimme ich mit Limo überein: Bloß nicht von sowas abhalten lassen! lg, Eternity |
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![]() Mitglied seit 21.10.2007 |
Ach ja, nochwas: Nebenbei arbeiten ist wirklich ne gute Idee. Wenn er noch bei euch zuhause ist, würde er wohl eh kaum was kriegen, aber so ein Nebenjob (höchstens 400 Euro pro Monat sind erlaubt) ist da ein netter Ersatz dafür. Und es ist zu schaffen. Ich hab das ganze auch so durchgezogen. Mo-Fr Schule und Fr + Sa zusätzlich noch gearbeitet.
Wird schon |
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![]() Mitglied seit 23.10.2008 |
Ach so, Schülerbafög, das ist natürlich was anderes... Aber wofür benötigt Ihr das Bafög denn? Ich meine, eine solche Finanzspritze ist ja schon zweifelsohne sehr nett, aber Fachabi kann man doch auch noch mit geringem Budget machen und seine Ausgaben einschränken, oder? Welcher Abiturient bekommt schon Bafög? Wohnt Dein Sohn schon auswärts, oder noch bei Euch? Und wenn Dein Sohn sich über die Lehre schon an mehr Taschengeld gewöhnt hat und auf einiges nicht verzichten will, dann kann er ja immer noch an seine Ersparnisse ran. Ausbildung ist halt auch eine Investition, und zwar eine gute
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![]() Mitglied seit 21.10.2007 |
Ich glaub die Frage nach dem Benötigen ist müßig. Hier geht es viel mehr um zustehen oder nicht zustehen. Klar, ein normaler Abiturient kriegt soweit ich weiß nur in Ausnahmefällen Schüler Bafög, aber beim Besuch eines Kollegs steht es dir halt zu (immer vorausgesetzt, das nicht zuviel erspart ist).
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![]() Mitglied seit 02.03.2002 |
Ich gehe mal mit dem mir angeborenen, unverbesserlichen Optimismus davon aus, dass sich bis zum Renteneintritt von Kaps Sohn die allgemeine wirtschaftliche und politische Lage zu unseren Gunsten verbessert haben könnte, empfehle dem Junior aber trotzdem, jetzt schon an seine Rente zu denken.
Meine frisch gemachte Erfahrung lehre mich, dass sich die Schulzeit bis zum Abi und ein anschließendes Studium auf die Höhe der Rente nicht wirklich positiv auswirken. Ok, in der Zwischenzeit verdient man gutes Geld, das aber dann eher zum Teil die Rücklage fürs Alter sein muss - gleich, wie man es anlegt. Will sagen, als Rentner mit Studium und ggf. akademischen Titel stehste am Ende nicht unbedingt besser da als der KFZ-Schrauber o.ä. Das mal jetzt alles OHNE Berücksichtigung des Spaßfaktors, der mit Sicherheit bei der Berufsfindung sehr hohc angesetzt sein sollte. Gruß Brigitte |
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![]() Mitglied seit 23.10.2008 |
Eternity
Wenn Schülerbafög abgelehnt wurde, muss man sehen, wie man die Finanzierung anderweitig realisiert. Und da gibt es zwei Möglichkeiten: Ausgaben senken oder eine andere Einkunftsquelle erschließen. Beides zusammen ist vermutlich am sinnvollsten. Insofern stellt sich die Frage nach dem Benötigen jetzt schon Grüße Limonata |
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![]() Mitglied seit 02.03.2002 |
Veto, Eternity!
Schüler-Bafög bei Besuch einer Kollegschule gibt's nicht grundsätzlich sondern auch nur unter bestimmten Voraussetzungen. |
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![]() Mitglied seit 21.10.2007 |
Natürlich Brigitte: Unter der Vorraussetzung, das man kein zu hohes Vermögen hat und eine gewisse Altersgrenze nicht überschreitet (was Ikaps Sohn nicht tut)
Aber das sind die einzigen Ausnahmen, die mir einfallen. Und ich hab grad 3 Jahre Rumplagerei auf diese Weise hinter mir. Und bei mir an der Schule hat jeder Bafög gegkriegt, bei dem nicht einer der beiden Fälle vorhanden war. @Limonata: Da gebe ich dir recht. Deswegen hab ich ja erwähnt, das so ein Nebenjob ne feine Sache. Zumal der Verdienst dadurch mit großer Wahrscheinlichkeit höher ist, als das was er an Bafög kriegen würde wenn er noch zuhause wohnt (und die Ersparnisse nicht da wären) |
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![]() Mitglied seit 08.03.2005 |
Hallo Ihr alle,
vom studieren abhalten lässt er sich auf keinen Fall. Das Bafoeg wäre halt nur gut gewesen, um seine Fahrtkosten zurückzubekommen. Er muss nämlich 25 km weit zur Schule fahren, mit dem Auto, weil es hier keine Busverbindugen gibt. Wir wohnen auf dem Land, die nächste Haltestelle ist schon 8 km entfernt. Außer dem normalen Schulbus zu den allgemeinbildenden Schulen gibt es hier nichts. An unserem Gymnasium war im Februar jemand von der Verbraucherberatung. Nach seinem Vortrag konnte man davon ausgehen, dass eigentlich jeder, der studieren will, auch Bafoeg bekommt. Ganz einfach. Da hörte sich das ganz normal an. Inzwischen sehe ich, dass das ja so gar nicht stimmt. Ist auch jetzt egal, das mit dem Nebenjob ist eine gute Sache, die unser Sohn auch durchziehen will. Seine Ausbildungsfirma hat ihm das auch schon angeboten. Wird schon klappen. Müssen wir eben ein bisschen sparen, dafür gibt es ja genug Sparrezepte hier. Ich bekomme auch immer wieder den Rat einer guten Freundin, Studieren wäre blösinnig, hinterher ist man sowieso genauso arbeitslos wie alle anderen auch, nur, dass man dann noch älter ist und die Jahre einem für die Rente fehlen würden. Unser Sohn solle sich doch lieber wieder irgend eine Arbeit suchen, Hauptsache Geld verdienen. Und nicht den Eltern auf der Tasche liegen. Na ja...... Liebe Grüße lkaps |
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![]() Mitglied seit 16.12.2003 |
"Ich bekomme auch immer wieder den Rat einer guten Freundin, Studieren wäre blösinnig, hinterher ist man sowieso genauso arbeitslos wie alle anderen auch, nur, dass man dann noch älter ist und die Jahre einem für die Rente fehlen würden"
dass man mit Studium im Moment noch rententechnisch theoretisch schlechter dasteht als mit ner Lehre zB - stimmt...ist aber nur rein theoretisch - keiner weiss zu Ausbildungsbeginn, wieviele Jahre er später tatsächlich einzahlen kann - das mit der Arbeitslosigkeit - kommt ganz drauf an, was man studiert - hat besagte Freundin eigentlich selbst studiert oder plappert sie nur nach, was sie irgendwo aufgeschnappt hat ??? Studium um jeden Preis, nur um was zu studieren - macht keinen Sinn, ganz klar - Studium mit konkretem Berufsziel und dem Wunsch, eben in einer Sparte die bestmögliche Qualifikation anzustreben - macht mE immer noch Sinn...und ich werde keines meiner Kinder nur mit dem Seitenblick auf einen ohnehin schlecht einzuschätzenden Arbeitsmarkt ganz sicher nicht daran hindern, zu studieren - wenn sie das wollen... das mit der Rente - wird für unsere Kinder eh mal anders laufen als für uns - |
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![]() Mitglied seit 02.03.2002 |
Naja....
Ich wollte den Rentenaspekt halt nur als einen unter mehreren Überlegungspunkten in die Diskussion werfen. Auch ich hätte mir eher die Zunge abgebissen, als meinen Kindern ihrern Berufswunsch auszureden. |
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![]() Mitglied seit 04.05.2006 |
hallo
wenn er den job nicht gern macht,soll er lieber zur schule gehen und studieren die entscheidung muss er selber treffen. unserem sohn ging es ähnlich,er hat nach der ausbildung zwei jahre in der produktion gearbeitet,hatte sich schon für die schule angemeldet und dann ein angebot in seinem erlernten beruf bekommen. und ist sehr glücklich gruss und viel erfolg suse |
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![]() Mitglied seit 16.12.2003 |
es ist schon ein Aspekt, Brigitte - gerade für Frauen, bei denen vielleicht noch durch Erziehungszeiten später volle Beitragszeiten fehlen werden...
trotzdem ists für mich nur ein halbes Argument - und zieht vor allem dann, wenn der Studiengang blauäugig, ohne jeglichen Blick auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes, gewählt wird - also meine Klassenkameraden, die versuchten, in den 70ern mit Geographie-Englisch (oder: Geographie-Sport... aber es gibt ja auch die Studenten, die schon während des Studiums den Arbeitsmarkt beobachten & ihre Studienschwerpunkte entsprechend setzen - da¨mache ich mir dann weniger Sorgen um die berufliche Zukunft - |
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![]() Mitglied seit 10.11.2006 |
...viele erfolgreiche Menschen, haben das getan, wozu sie sich innerlich berufen gefühlt haben. Und das waren selten Buchhalter und Kontroller
Man muß sich irren, man muß unvorsichtig sein, man muß verrückt sein. Sonst ist man krank! (Jaques Brel) |
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![]() Mitglied seit 16.12.2003 |
die innere Stimme ist ja gut und schön - aber wer keine Eltern hat, die finanziell pampern und keine Lust hat, sich später mit igendwelchen kleinen miesen Jobs über Wasser zu halten - der muss wohl oder übel auch drauf achten, was der Arbeitsmarkt hergibt...
diese Erfolgsgeschichten - sind immer nur EIN Beispiel - rausgepickt aus der Menge der vielen anderen, die den selben Weg gingen - mit weniger gloriosem Ergebnis - aber davon redet dann natürlich keiner... aber eines ist schon klar: man sollte nichts nur aus finanziellen oder praktischen Gründen tun - Interesse & etwas Begeisterung brauchts schon - wobei ich Controller sehr interessant finde - interessanter als Zoodirektor, zB - |
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![]() Mitglied seit 10.11.2006 |
...nur haben viele Menschen entweder keine innere Stimme, oder sie haben nie das Vetrauen gehabt auch darauf zu hören...
Ob Zoodirektor oder Controller besser ist, darüber kann man sicher ein Leben lang diskutieren Aber ich schrieb Kontroller (mit "K") - Verballhornung von stark "selbst kontrolliertem Menschen" - gebe zu, dass das missverständlich ausgedrückt war! noch ein schönes Gedicht zur Thematik: Vorzeit, und neue Zeit Ein schmaler rauher Pfad schien sonst die Erde. Und auf den Bergen glänzt der Himmel über ihr, Ein Abgrund ihr zur Seite war die Hölle, Und Pfade führten in den Himmel und zur Hölle. Doch alles ist ganz anders nun geworden, Der Himmel ist gestürzt, der Abgrund ausgefüllt, Und mit Vernunft bedeckt, und sehr bequem zum Gehen. Des Glaubens Höhen sind nun demolieret. Und auf der flachen Erde schreitet der Verstand, Und misset alles aus, nach Klafter und nach Schuhen. Karoline von Günderode Man muß sich irren, man muß unvorsichtig sein, man muß verrückt sein. Sonst ist man krank! (Jaques Brel) |
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![]() Mitglied seit 16.12.2003 |
es ist ziemlich müsig darüber zu streiten, Gutwein, da die allermeisten Menschen ihr Geld später von irgendeinem Arbeitgeber bekommen, der sich um "innere Stimmen" nen Dreck schert - läufts meistens auf nen Kompromiss raus -
was nun das "C" im (K)Controller betrifft - da lasse ich dich gerne alleine weiter Haare spalten - oder dichten meinetwegen...mit dem Thema hats ja nix zu tun... |
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![]() Mitglied seit 10.11.2006 |
@grisou ...warum seid Ihr so mürrisch, euer Ehren...
...hatte gerade angefangen, dich für einen besonders netten Forumianer zu halten Na ja, die innere Stimme Man muß sich irren, man muß unvorsichtig sein, man muß verrückt sein. Sonst ist man krank! (Jaques Brel) |
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![]() Mitglied seit 23.05.2009 |
Hallo,
es muss doch nicht immer das eine oder andere Extrem sein, also glücklich irgendwas studieren und später arbeitslos sein oder nur mit Blick auf den Arbeitsmarkt studieren und hinterher todunglücklich sein, weil man arbeitsmäßig verkümmert. Ich kenne einige, die es geschafft haben den goldenen Mittelweg zu gehen. Und wie "gut" man die "Bedürfnisse des Arbeitsmarktes" einschätzen kann ... dazu folgende Geschichte: als ich in der Schule war, so ca. 9./10. Klasse wurde uns dringendst abgeraten den Lehrerberuf zu ergreifen. Mit einem Lehramtsstudium gäbe es nur zwei Möglichkeiten: Arbeitsamt oder Taxifahrer. In der 12./13/ Klasse bekamen wir dann Besuch vom Oberschulamt (!) mit folgendem Vortrag, man möge doch u n b e d i n g t ein Lehramtsstudium anfangen, denn es gibt viel zu wenig Lehrer und man wüsste überhaupt nicht wie man nachfolgende Generationen unterrichten solle. Mag sein, dass es nicht in jedem Beruf solche radikalen Sprünge gibt, aber Hoch und Tiefs gibt es überall, da nützt der beste Blick auf den jetzigen Arbeitsmarkt nichts. Gruß, aoide |
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![]() Mitglied seit 23.10.2008 |
Hallo nochmal,
ich würde jedem uneingeschränkt raten, seinen Neigungen und Fähigkeiten entsprechend die beste Ausbildung zu erlangen, die er/sie bekommen kann, weil: Grüße Limo |
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![]() Mitglied seit 16.12.2003 |
ich würde das mit dem exotischen Spezialgebiet nicht zu rosig sehn - die Liste meiner Freunde, die mal Sinologie, Völkerkunde oä aus "Neigung" studiert haben und heute irgendwo als eher frustrierte Kundenberater, Verkäufer etc arbeiten - ist recht lang...
womit ich trotzdem keinem abraten würde, das zu studieren, wenn er das wirklich möchte - aber dann in Kenntnis aller Risiken - wers gerne etwas sicher hätte - und nicht so gerne was anderes tun möchte (nur um den Lebensunterhalt zu verdienen) - für den isses nix... |
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![]() Mitglied seit 23.10.2008 |
@grisou: Stimmt schon, ein bisschen Realismus kann nicht schaden. Andererseits - was wäre, wenn die Leute nicht Sinologie studiert hätten, sondern gleich BWL oder so und dann im Anschluss in die Kundenberatung - dann wären sie doch auch nicht glücklicher geworden.
Sinologie usw ist schon exotisch, da hast Du recht. Im Hinblick auf das Eingangsposting ging es mir auch eher darum, Mut zu machen, auch "etwas zu wagen", wenn es nicht sofort Kohle und Rentenpunkte bringt und vielleicht auch für die Eltern noch eine fremde Welt bedeutet. Manchmal fehlt einfach die Erfahrung und die Vorstellungskraft über andere Berufsbilder und Ausbildungswege, insbesondere wenn sie nicht so fest greifbar sind wie Bäcker, Verkäufer, Arzt, Lehrer usw., insbesondere wenn am sie aus dem eigenen Berufsumfeld und Bekanntenkreis nicht kennt. Aber hier ja erst einmal das Fachabi, der Rest kommt (vielleicht) später... Grüße Limo |
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Henglein
Rama Cremefine




































