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Hallo liebe ExpertInnen!
Ich interessiere mich für die Herd-/Induktions-Kochfeld-Kombination EEMX415171 von AEG und würde mich freuen, Eure Meinung dazu zu hören. Es ist eine Kombi aus dem gängigen Induktionsfeld HE634250X-B mit Edelstahlrand und dem Herd EE4503030M mit Backwagen. Diese Kombination kostet beim günstigsten Anbieter etwa 1000 EUR und ist damit etwa 200 Euro teurer als die Variante mit gleichem Induktionsfeld, aber mit Klappen-Backofen mit Auszügen - dort gibt es sogar noch eine "Sonderversion" mit 5 Jahren Herstellergarantie. Die Backwagendiskussion habe ich umfangreich mitverfolgt. Wir selbst hatten seit 30 Jahren ausschließlich Standherde mit Backwagen, sodass mir der praktische Vergleich mit (tief eingebauten(!) oder Stand-)Klappenherden fehlt und insbesondere die Einschätzung, wie mühsam es beim Klappenherd mit dem Bücken ist. Wir haben in den letzten Jahrzehnten genau ein mal Kekse auf mehreren Ebenen gebacken, die auch prompt misslungen sind, ansonsten überhaupt nicht, sondern nur Kuchen- und Auflaufformen, mal eine verbotene Pizza oder TK-Menüs oder ein Braten im Bräter jeweils nur auf einer Ebene. Beim Backwagen ist das alles bequem rauszuziehen und zu beschicken, ohne dass man ins Heiße fassen muss. Mehrere Ebenen allerdings extremst unpraktisch (wir hatten Geräte ohne Option des zusätzlichen seitlichen Herausziehens der Backbleche wie bei den aktuellen Siemens-Backwagen-Herden als Sonderzubehör). Allerdings waren es - wie gesagt - immer Unterbauherde oder Freistehende, und auch die obige Kombi würde natürlich wieder im/auf dem Unterschrank platziert. Meine Frage 1 daher: Würdet Ihr angesichts unseres geschilderten Einsatz-Szenarios auch denken, dass wir wieder einen Backwagen-Herd nehmen sollen? Man wird ja auch nicht jünger - bücktechnisch, und eine 78-Jährige ist auch im Bedienerkreis. Frage 2: Die Herd-Kombis von Bosch/Siemens und von AEG haben sanfte, stufenlose Regler für die Ansteuerung des Kochfeldes, ABER bei Bosch/Siemens sind diese plötzlich mit einer hakelig-schwergängigen Rasterung(!) versehen, sobald man ein Induktionsfeld dazu nimmt. Nur beim Wärmestrahlungsfeld hat man die stufenlosen Sanft-Regler. Bei AEG haben hingegen alle Varianten die stufenlosen Regler ohne Rasterung. Weiß jemand, was bei Bosch/Siemens die technischen Gründe für die Rasterung sind? Frage 3: Ein weiterer Vorteil der nicht autarken Herd-Kombis ist m. E. der einfachere elektrische Anschluss an die konventionelle Herdanschlussdose, weil das Kochfeld seinerseits per Anschlussbox an den Herd angeschlossen wird. So entfällt die Notwendigkeit für eine hinreichend abgesicherte zusätzliche Schuko-Steckdose für den Backuofen. So zumindest habe ich das bei Siemens gesehen. Ist das bei AEG auch so? Frage 4: Apropos AEG Induktionsfelder. Hier im Forum geht das Gerücht, dass diese Felder betont mittig heizen würden, also eher ungleichmäßig. Stiftung Warentest hatte in ihrem Test nach meiner Erinnerung nichts dergleichen beklagt. Wie ist der aktuelle Stand der Meinung / Diskussion zu diesem AEG-Aspekt hier im Forum? Und AEG ist generell OK, meine ich verstanden zu haben, während man bei Bauknecht und bei allen anderen nachrangigen Marken (unterhalb von Miele und den BSH- und AEG-Gruppen) eher Vorbehalte hat? Oder muss man auch bei AEG vorsichtig sein? Frage 5: Und das "Takten" der Induktionsfelder? Ist das heute Vergangenheit oder noch aktuell (AEG?)? Frage 6: Übersehe ich noch irgendwas Wichtiges? Es geht bei der Anschaffung um den Aspekt der Induktionsvorteile - schneller heiß und genauer regelbar, nur Rückwärme, kein Einbrennen, keine Brandgefahr beim Vergessen des Kochfeldes im eingeschalteten Zustand - besagte 78-Jährige ist zwar noch ganz gut drauf, aber man kann sie wissen... Wegen ihr möglichst auch "klassische" Bedienung, obwohl sie technisch gar nicht so unbegabt ist. Und kein unnötiges Bücken. Frage 7: Ab welchem vertikalen Abstand des Topfes zur Kochfläche schaltet diese eigentlich nicht mehr ein bzw. sich wieder ab? Soll heißen: Wenn ich einen Kork-Untersetzer auf das Kochfeld lege und den Topf darauf stelle, wird der Topf dann bereits/noch erkannt oder reicht das schon als Schutz gegen unbeabsichtigtes Einschalten? Wir müssen immer 1-2 Töpfe auf dem Kochfeld parken (vor allem den Schnellkocher), da wäre es schön, wenn hier bei Fehlbedienung keine ungewollte Erhitzung stattfinden würde. Es gibt so viele schicke Kombinationen (gerade) auch mit Autark-Feldern, da kann man wirklich schwach werden..., aber wir müssen uns angesichts der geschilderten Umstände vermutlich auf eine Herdvariante wie oben beschrieben beschränken. Sehr schade... Auch kommen wir leider keinesfalls über ein 60er-Feld hinaus. Jedenfalls dachte ich mir, dass ich - wenn wir in der Auswahl schon so beschränkt sind - wenigstens hier noch einmal nachfrage, ob ich irgenwas übersehen habe oder es noch Dinge gibt, an die man denken muss, die man aber als Induktions- und Einbauherd-Unerfahrener vorher nicht weiß. Ich hoffe, es sind nicht zu viele (und zu blöde...) Fragen auf einmal. Vorab schon einmal vielen Dank, und Grüße guzolany |
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Fang ich mal an, vielleicht kommt ja noch was dazu.
1) Beim Backwagen muss man sich immer über die Front bücken, bei der klappe mit Teleskopauszügen könnte man notfalls auch rückenschonend in die Knie gehen. Nur beim Schließen der Klappe könnte es von Nachteil gegenüber dem Backwagen sein. Am besten mit Mama bei einem Händler mal ausprobieren. 2) Ich vermute, dass sich die Kochfelder immer nur stufenweise regeln lassen, entsprechend der Anzeige in Stufen. Mit Rasterung könnte man regeln ohne auf die Anzeige zu schauen. Aber wie gesagt, das ist bloß eine Vermutung von mir. 3) An einer konventionellen Herdanschlussdose mit 3-Phasen-Wechselspannung kann man auch ein autarkes Kochfeld und einen Backofen anschließen, wenn man den Stecker des Backofens abschneidet. da es mich schmerzt einen Stecker abzuschneiden, habe ich mir eine Steckdose gesetzt. 4) Es ist kein Gerücht, aber es muss nicht für alle AEG-Modelle gelten. Mein Kochfeld hat das Problem, aber ich kann mit leben. Einen verlässlichen Überblick kann hier wohl kaum jemand haben. Ideal wäre, wenn es möglich ist, Kochfelder bei einem Händler im Betrieb zu vergleichen, was aber wohl eher unwahrscheinlich ist. 5) Bei höheren Leistungsstufen habe ich es noch nicht bemerkt, aber bei den unteren habe ich es bei meinem AEG festgestellt. 6) Mir fällt nichts ein. 7) Mit einem Korkuntersetzer schaltet es bei mir auf Fehler. Wenn der Topf zu heiß wird / leer ist, soll es lt. Bedienungsanleitung auch abschalten. |
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Toll, vielen Dank, das hilft mir schon sehr!
War heute im "größten Elektrofachmarkt der Welt", mit in Relation dazu bemerkenswert geringer Vielfalt an Induktionskochfeldern/-herden. Bzw. häufig dieselben Felder, nur mit anderen Öfen drunter. Aber mit viel Mühe und Not konnte ich ein paar der Bedienkonzepte jetzt einmal live sehen. Bei Neff und dem Siemens Disccontrol natürlich OHNE die Bedienknöpfe, die wären sicher jeden Morgen nach Ladenöffnung innerhalb von 15 Minuten geklaut... Bei "meinem" AEG mit Backwagen hakte dieser doch massiv. Aber ich glaube, der Herd war schief eingebaut und es kratzte an einer Seite... Dafür waren die Bedienhebel wirklich schön, während sie bei Siemens noch schlimmer waren als zuletzt erlebt. Der Backofenhebel wirkte da so als sei die Mechanik aus Gummi, so bockte und bog sich das Ding beim Drehen. Aber das sind eben diese Äußerlichkeiten, wegen der "inneren Werte" helfen nur Erfahrungswerte. Deshalb nochmal vielen Dank!! Grüße, guzolany |
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Hallo
Frage 4 Ich habe die Spulen von meinem AEG-Feld gesehen. Die Spulen haben genau den Durchmesser der angegebenen Feldgröße und geben die Leistung ziemlich gleichmäßig über die Fläche ab. Nur in der Mitte ist eine kleine Stelle, die nicht beheizt wird, aber das ist bei jedem Feld so. Frage 5 Soweit ich weiß, takten bei niedrigen Leistungen alle Felder. Frage 7 Das dürfte Geräteabhängig unterschiedlich sein. Ein dünner Korkuntersetzer ist wahrscheinlich zu dünn. Ein Holzbrett von 1cm wird wohl genügen. Aber das sollte man mit dem vorhandenen Gerät ausprobieren. Gruß Lechon |
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