Gusseisenpfanne einbrennen - Fehler gemacht?

27.07.2010 21:18 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

schakal102

Mitglied seit 13.04.2010
8 Beiträge (ø0,01/Tag)

Hallo an das Chefkoch-Forum
Ich habe mir vor ein paar Wochen eine Gusseisenpfanne von Skeppshult gekauft (ist meine erste). Sie war schon eingebrannt in der Fabrik. Ich habe wie nach Anleitung die Pfanne nur noch mit warmen Wasser ausgespült und dann losgelegt. Allerdings ist mir vor paar Tagen beim Braten von Gulasch mit Zwiebelstücken das ganze an der Pfanne angebackt. Ich habe dann Sahne hinzugegeben und so eine tolle Sauce erhalten.
Seitdem habe ich aber den eindruck, dass die Pfanne nicht mehr eine so gute Antihaftwirkung hat. Ich habe die Pfanne leider mit einem Stahlwolleschwamm reinigen müssen und habe dann nach Forumrecherche versucht, die Pfanne wieder einzubrennen. Irgenwie weiß ich nicht, ob ich es richtig gemacht habe, bzw. ob das Ergebnis so richtig ist.
Da ich kein gelernter Koch bin und nicht die Erfahrung habe, wende ich mich an euch.
Meine bisherige vorgehensweise.
Ich habe zuerst in die gereinigte Pfanne Sonnenblumenöl gegeben und dann diese erhitzt bis zum Rauchpunkt für ca. 5 min - das Öl aber nicht komplett verrauchen/verbrennen lassen. Nach dem Abkühlen war in der Pfanne eine Art klebrige Restölschicht. Also habe ich mir gedacht, das war nicht OK und nochmal versucht diese zu Erhitzen. Es hat wieder ordentlich gequalmt und sich an einigen Stelle eine dunkle Schicht gebildet. Ist das nun schon eine Art Patina oder einfach nur verbrannte Ölreste?
Ich bin mir da nicht so sicher, weil ich folgende Beobachtungen gemacht habe.

1. diese dunkle Schicht blättert teilweise am Rand ein bisschen ab, also man kann nicht 100% sagen, dass es eine feste Verbindung zwischen zu der Eisenpfanne ist
2. wenn ich diese dunkle Schicht ankratze (auch mit Hölzlöffel ein bisschen fester drücke reicht schon) dann kommt unter der dunklen Oberfläche eine braune Schicht zum vorschein, halt so, als ob ich eine Verbrannte Kruste auf der Pfanne habe, die Innen noch nicht komplett verbrannt ist

Kann mir jemand helfen und sagen, ob meine Methode falsch war bzw. was ich da eigentlich gemacht habe (Patina oder verbrannte Ölreste)
Und des weiteren, hat jemand vielleicht einen Tipp, wie ich nun das einbrennen richtig machen kann? (ist billiges Sonnenblumenöl - Kaufland OK?)
Muss ich in der Pfanne nur einen dünne Ölschicht geben und diese vollständig verbrennen oder sehr viel Öl (mehrere mm) in die Pfanne geben und das nur rauchen lassen aber nicht komplett verbrennen lassen?

Irgendwie kann man beide Methoden lesen bzw. finden

Liebe Grüße
 
27.07.2010 21:34 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Ritchie.S

Mitglied seit 18.05.2004
31.722 Beiträge (ø8,51/Tag)

 
27.07.2010 22:58 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Joe_Cool

Mitglied seit 28.08.2004
9.528 Beiträge (ø2,63/Tag)

Hi,

ich geh mal von einer Pfanne aus "nacktem" Gußeisen aus, richtig?

Meine sind von Lodge und die schlagen folgendes vor: Öl dünn in der Pfanne verteilen und dann bei 200 Grad umgedreht in den Backofen und ca. 1 Stunde drin lassen. Danach ist die Pfanne eingebrannt. Am besten ein Backblech nehmen damit überschüssiges Öl den Ofen nicht zusehr einsaut. Danach die Pfanne im Ofen auskühlen lassen.

Raffiniertes Sonnenblumenöl hat einen Rauchpunkt von 210-220 Grad, das sollte ausreichen!

Viel Erfolg!
Gruß
Joe YES MAN
 
27.07.2010 23:00 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Joe_Cool

Mitglied seit 28.08.2004
9.528 Beiträge (ø2,63/Tag)

PS: Alles was abblättert bitte vorher rauskratzen, dadrauf kann man nix braten!
 
28.07.2010 08:30 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

hubert50

Mitglied seit 29.11.2006
11.356 Beiträge (ø4,06/Tag)

Joe, da es um eine Skeppshult-Pfanne geht, kommt dann aber ein Thread "Mein Holzgriff ist schwarz". Na!

Und da kann man gucken, was Skeppshult dazu sagt:

http://www.skeppshult.com/de/school/atgarder/


LG Hubert Gusseisenpfanne einbrennen Fehler gemacht 3098441979
 
28.07.2010 10:03 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Joe_Cool

Mitglied seit 28.08.2004
9.528 Beiträge (ø2,63/Tag)

Oh, ich vergaß mhmmmh hmmhmhmmmmhhh

Abschrauben is nicht, vermutlich?

Gruß

Joe YES MAN
 
28.07.2010 10:14 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

schakal102

Mitglied seit 13.04.2010
8 Beiträge (ø0,01/Tag)

vielen Dank erst einmal für die Hinweise. Die Methode mit dem Öl einreiben und kopfüber in den Ofen bei 200 °C werde ich mal so bald ich Zeit finde probieren. Kann man dafür auch Hartfett nehmen (Kokosfett) oder lieber Sönnenblumenöl?
Ich poste auch gleich noch paar Bilder von der Pfanne, wie sie leider aussah. Ich habe diese Kruste erstmal wieder abgemacht, da diese anscheinend keine Antihaftwirkung hatte und auch meines Erachtens nicht das Wahre war.

Kann jemand per Ferndiagnose sagen, um was es sich da gehandelt hat? War das die Patina (ich vermute mal stark nein) oder nur irgendsowas wie verkrustetes Öl?

Und generell zur Patina. Ist das eine feste chemische Verbindung IN der Pfannenoberfläche oder eine Ablagerung AUF der Pfannenoberfläche? Kann diese teilweise abblättern oder nicht und dann handelt es sich um was anderes?
 
28.07.2010 10:17 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

schakal102

Mitglied seit 13.04.2010
8 Beiträge (ø0,01/Tag)

um die Fragen von euch zu beantworten. Wenn ich die Frage richtig verstehe bzgl. "nackte" Gusseisenpfanne, so ist nicht emailliert oder beschichtet oder sonstwas. so wie eine gute gusseisenpfanne halt ist, blankes Gusseisen. Nur war sie laut Herstellerangaben schon in der Fabrik eingebrannt worden.
Und 2. meine Pfanne hat keinen Holzgriff. Das ist keine flache Bratpfanne sondern ein bisschen tiefer (ca. 4 cm) mit Metallgriff. deswegen verträgt sie auch den Ofen mit 200°C :)
 
28.07.2010 10:36 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

schakal102

Mitglied seit 13.04.2010
8 Beiträge (ø0,01/Tag)

Bezüglich des Hinweises der Skeppshult Hinweise:

Zitat: "...

Das Gefäß ist grau geworden
Ursache: Die ursprüngliche Fettschicht ist abgewaschen worden.
Maßnahme: Schmieren Sie das Gefäß (reichlich) mit Speiseöl ein. Stellen Sie das Gefäß bei 175 bis 200 Grad in
den Ofen für 15 bis 30 Minuten oder bis das Öl getrocknet ist. Wenn das Gefäß abgekühlt ist, entfernen Sie das
überschüssige Öl mit Haushaltspapier.

..."

Solche aussagen verwirren mich ja gerade. Da steht einerseits reichlich Öl verwenden und dann solange in Ofen, bis das Öl getrocknet ist (meine Interpretation: bis mehr oder weniger alles verdampft ist und dort keine Ölpfütze mehr ist)

dann aber zum Schluss die Bemerkung : überschüssiges Öl entfernen - HÄÄ? also doch nicht alles verdampfen?

Meine Beobachtung (s. Fotos) ist nach solch einem Vorgang für 20 min auf E-Herd Platte, wenn ich das Öl richtig schon verdampfen lasse, dann bildet sich an manchen Stellen solche komische schwarze Kruste, die fast schon 0,5 mm dick ist aber wenn man sie ankratzt innen braun ist. Am Pfannenrand wo das Öl teilweise nicht komplett verdampft ist, bleibt dann eine klebrige Ölmasse übrig. Diese ist nicht mehr dünnflüssig sondern fast wie Hönig. Die bekommt man mit Papier auch nicht mehr raus. Ich habe vermutet, dass das Öl nicht geeignet ist oder einfach nur ein billiges war. Die Hitze denk ich mal reicht aus, weil es ja auch qualmt. Mehr ginge auch gar nciht mehr, ich hab schon manchmal den Herd auf maximaler Stufe (billiges einfaches E-Herd modell in Mietwohnung)
Also ich seht, ich brauche dringend ein paar Experten-Meinungen

hier noch die Fotos

http://img341.imageshack.us/img341/9726/dsc07431.jpg\>


http://img411.imageshack.us/img411/3301/dsc07435k.jpg\>
 
28.07.2010 13:20 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Joe_Cool

Mitglied seit 28.08.2004
9.528 Beiträge (ø2,63/Tag)

Was ich auf den Fotos sehe ist Siff, der muss raus! Wenn sich die Pfanne klebrig anfühlt ist zuviel von dem Öl drinne, das muss sich richtig trocken und hart anfühlen, dann ist es Patina.

Du kannst sicher auch ein gehärtetes Fett nehmen, wenn der Rauchpunkt stimmt, ich weiss von Lodge, dass die das Gußeisen nach dem Gießen mit Sojaöl einsprühen, aber mit Sonnenblumenöl funktioniert das genau so.

Probiers mal so wie ich geschrieben habe, dass funktioniert.

Gruß
Joe YES MAN
 
28.07.2010 13:40 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

TPunkt

Mitglied seit 21.08.2007
6.476 Beiträge (ø2,55/Tag)

Meine Meinung:

Die Borke muss runter. Zur Not mit Stahlspiralschwamm.

Alternativ zu Joes Backofenmethode die Küchenkreppmethode (die aber wahrscheinlich nicht klappt, wenn das Gusseisen sehr rauh ist, weil das Küchenkrepp dann zerfusselt):

Pfanne erhitzen, max. einen Esslöffel Öl rein, mit einem zusammengeknüllten Küchenkrepp, das Männer mit Eisenfingern eben mit diesen und Mädchen mit einer Grillzange festhalten, verreiben. So lange fortwährend Verreiben, bis sich eine dünne, braunschwarze Schicht gebildet hat. Das ist die Patina.

Es soll nur soviel Öl in die Pfanne, dass sich ein dünner Film bildet, keine Pfützen.
 
28.07.2010 14:56 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Joe_Cool

Mitglied seit 28.08.2004
9.528 Beiträge (ø2,63/Tag)

Guck mal hier: http://www.grillsportverein.de/forum/dutch-oven/zu-doof-zum-einbrennen-131707.html und scroll bis nach unten.

So muss das aussehen
 
28.07.2010 15:57 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

schakal102

Mitglied seit 13.04.2010
8 Beiträge (ø0,01/Tag)

hm, hab ich mirs doch schon gedacht, dass da zu viel Öl war. Okay.
Hab gestern schon mit stahlwolle das gröbste abgemacht, heute versuch ich es nochmal mit sandpapier und dann die Ofen methode. ich probiers mal mit Sonnenblumenöl und versuche es mit nem silikonpinsel einzureiben (ich hoffe mal, dass ein vorteil bei dieser Methode ist, dass wenn man zu viel öl hat es herunterläuft bzw tropft, d.h. die pfanne nimmt sich eben so viel, wie sie brauch :) )
ich werde dann mal berichten
 
29.07.2010 09:18 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

schakal102

Mitglied seit 13.04.2010
8 Beiträge (ø0,01/Tag)

Hi, ich habe gestern abend die Methode durchgeführt, die Joe vorgeschlagen hat. Ergebnis war meines Erachtens ganz gut.
Zur Belohnung habe ich der Pfanne ein schönes Rindersteak geschenkt Lachen
Meine Frau meinte, es sei das beste Fleischerlebnis ihres Lebens gewesen, also muss die Pfanne gut geworden sein.
Als Krönung habe ich dann spät abends den Ofenvorgang nochmals wiederholt für ne gute Stunde mit ganz wenig Öl und über Nacht abkühlen lassen.

Ergebnis:

http://img686.imageshack.us/img686/1608/dsc07441r.jpg\>

http://img3.imageshack.us/img3/1257/dsc07443ub.jpg\>


Eine Frage hab ich noch. Bringt es was, wenn man diesen Vorgang im Ofen am Anfang das ein oder andere mal wiederholt?

P.S. die Pfanne ist jetzt megamäßig wasserabweisend Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen
 
29.07.2010 10:08 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Joe_Cool

Mitglied seit 28.08.2004
9.528 Beiträge (ø2,63/Tag)

Hi,

das sieht zunächst mal sehr gut aus. Ich würde jetzt von weiterem Einbrennen absehen, Steaks zu braten ist der allerbeste Weg, die Patina zu pflegen (und der vergnüglichste).

Auch dass die Pfanne sehr stark wasserabweisend ist zeigt, dass du auf einem guten Weg bist, wenn du dich schon traust kannst du anfangen, die Pfanne nach gebrauch nur mit heißem Wasser und eine normalen Spülbürste zu reinigen.

Wenn die Pfanne danach immer noch wasserabweisend ist braucht du sie nur gut zu trocknen, einölen ist dann nicht notwendig.

Sollte es schiefgehen weisst du jetzt, was zu tun ist!

Viel Spass dabei!
Gruß
Joe YES MAN
 
29.07.2010 20:19 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

schakal102

Mitglied seit 13.04.2010
8 Beiträge (ø0,01/Tag)

vielen Dank für die Hilfe. Das nächste Steak liegt schon im Kühlschrank und ist morgen dran. Diesmal Schweinemedaillon hechel...
Reinigen tu ich jetzt nur mit Küchenpapier, Bürste will ich noch nicht :)
 
01.08.2010 21:06 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

12Jupiter

Mitglied seit 07.02.2010
91 Beiträge (ø0,06/Tag)

Hallo schakal,

besorg dir einen Metroausweis oder einen Kollegen der einen hat und hol Dir in der Metro Argentinische Steakhüfte.
Das Kilo kostet so um die 9-10 Euro je nachdem wie das Angebot gerade ist.
Angeboten werden Stüche so um die 2-3 Kilo.

Dann schneidest du das Fleisch entlang der Linie wo die zwei "gewachsenen Richtungen" aufeinandertreffen auseinander.
Kann Dir auch der Metzger in der Metro erklären.
Danach Fleisch gemäß deinen Wünschen in der Stärke schneiden.
Restliches Fleisch kannst du gefrieren.
Die Dinger schmecken sehr gut.
Hab immer welche im Gefrierschrank

Gruss Jupiter
 
12.08.2010 19:59 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

mika1977

Mitglied seit 12.08.2010
2 Beiträge (ø0/Tag)

Entschuldigt, wenn mich mich hier mit einer Frage anschließe... Habe soeben meine neue gusseiserne Pfanne 60 minuten eingebraten... die erste Frage, ob Sonnenblumenöl wohl ausreichend ist, hat sich wohl oben positiv geklärt (hatte im nachhinein gedacht, butterschmalz wäre wohl besser gewesen, aber okay - passiert)
jetzt aber der Haken: nach den 60 minuten und der leeren Flasche Sonnenblumenöl schaute ich auf das Haltbarkeitseticket und: haltbar bis 5/2010! Mist!
Kann mir jemand die Frage beantworten, ob das nun gesundheitsschädlich ist ect?
Einbraten mit seit 5 Monaten abgelaufendem Öl :(
In der Gebrauchsanweisung meiner Pfanne steht: das aufgenommene (während einbraten) Fett in dem porösen Pfannenboden bildet sozusagen eine natürliche Beschichtung!
MMh, abgelaufendes Fett als natürliche Beschichtung... super!
Neue Pfanne?

Danke für Einschätzungen.
Beste Grüße,
Mika
 
12.08.2010 20:02 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

nice-nofret

Mitglied seit 27.06.2009
3.901 Beiträge (ø2,1/Tag)

Hallo Mika
Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen wenn das Oel nicht ranzig roch, ist es auch noch in Ordnung - also kein Problem .. und wenn es ranzig gewesen wäre, hättest Du es gerochen Na! .. und selbst DANN wäre es kein Gesundheitsproblem Ey man, bin ich blau!
beste Grüsse
Nice Nofret
 
12.08.2010 20:08 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

vadderheins99

Mitglied seit 30.03.2005
3.076 Beiträge (ø0,9/Tag)

Pfeil nach rechts Neue Pfanne? Pfeil nach links

Unbedingt. Dazu dreizehn handgeschriebene Liebesbriefe an die Poletto, vielleicht entgehst Du dem Fegefeuer dann.

Wenn Du zur Ängstlichkeit neigst: Pfanne mit Waschmittel reinigen und Einbrennen wiederholen. Wenn nicht: Vorfall verschweigen und Gäste einladen.

LG,
Stefan
 
12.08.2010 20:09 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

mika1977

Mitglied seit 12.08.2010
2 Beiträge (ø0/Tag)

also meinst du, die nächsten 100 stücke gutes fleisch werden jetzt nicht per se schlecht oder so und ich verderb mir den magen? (sorry für die bescheuerte Frage, aber... naja...)
 
12.08.2010 20:14 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

vadderheins99

Mitglied seit 30.03.2005
3.076 Beiträge (ø0,9/Tag)

@mika1977: Es ist wirklich ohne Belang, ob das für das Einbrennen verwendete Öl vor dem Abrauchen noch neu, schon etwas gebraucht oder was auch immer war. Es ist verbrannt. Zum Braten nimmst Du doch sowieso neues Öl. Aber wie schon geschrieben, wenn Du ein blödes Gefühl dabei hast und womöglich ein Vierteljahr die Pfanne nur noch in der Ritterrüstung anfassen magst, reinige sie und wiederhole die Aktion.

LG,
Stefan
 
24.09.2013 13:49 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

JörnE

Mitglied seit 20.03.2011
22 Beiträge (ø0,02/Tag)

Moin,

auf der Suche nach einem Rezept für gute Bratkartoffeln aus rohen Kartoffeln bin ich über diverse Freds gestolpert, die sich mit Bratpfannen aus geschmiedetem und/oder gegossenem Eisen beschäftigen. Nach ausgiebiger Lektüre und eingedenk meiner bisherigen "Erfolge" mit Bratkartoffeln habe ich mich dann für eine Black Line 24cm von Spring entschieden. Das Säubern der Pfanne laut Anleitung (Öl, Salz + Kartoffeln anbraten, ...) hat sehr gut funktioniert. Nun sollte - eigentlich - eine Patina in die Pfanne, aber sie wehrt sich. Mit Händen und Füßen! Verdammt nochmal - bin stocksauer

Der Erste Versuch machte ich nach der "klassischen" Methode: Sonnenblumenöl in die Pfanne. Stark erhitzen bis es raucht. Kurz stehen lassen. Herd ausstellen und alles abkühlen lassen. Danach sah die Pfanne aus wie vorher. Ich konnte keinerlei Veränderung feststellen. Der starken Rauchentwicklung wegen habe ich den 2. Versuch dann mit der Ofenmethode gemacht. Pfanne dünn eingerieben, umgedreht in den Ofen, 1 1/2 Stunden bei 200° backen und wieder abkühlen lassen. Danach hatte ich eine fühlbar erhabene, leicht klebrige Kruste in der Pfanne, wie auf dem 1. Bild von schakal102 (Posting vom 28.07.2010 10:36) zu sehen ist, nur nicht so viel. Oookai, mit Spüli und heißem Wasser ausgespült. Kruste zeigt sich unbeeindruckt. Meiner Freundin die Pfanne für die Spülmaschine gegeben, die kriegt normal alles blitzeblank sauber - inklusive Beschichtung. Lachen Kruste immer noch da. Stahlwolle besorgt und geputzt wie ein Blöder! Endlich ist die Kruste weg! Nächster Versuch ist die mit-Grillzange-und-Küchentuch-auf-dem-Herd-Methode. Diesesmal jedoch mit Brändle Vita Brat-, Back- und Frittieröl (hat übrigens trotz Aufschrift "hoch erhitzbar" geraucht). Was soll ich sagen? Bilder sagen mehr als 1000 Worte:

http://www.fotos-hochladen.net/view/1kl3voz24nx.jpg

http://www.fotos-hochladen.net/view/2u3wyers2mi.jpg

http://www.fotos-hochladen.net/view/3kbgv1xjulm.jpg

In der Mitte ist die Pfanne zwar sehr dunkel geworden, aber die Patina(?) ist leicht erhaben und klebt gaaanz leicht. Ich hoffe, man erkennt es auf den Bildern gut genug.

Bin ich nur zu blöd, oder hab ich was falsch gemacht? Was denn nun?

Vielen Dank schonmal für jegliche Anregung.

Gruß
Jörn
 
24.09.2013 14:31 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

TPunkt

Mitglied seit 21.08.2007
6.476 Beiträge (ø2,55/Tag)

Pfeil nach rechts Bin ich nur zu blöd, oder hab ich was falsch gemacht? Pfeil nach links

Ersteres weiß ich nicht, erzähl mal mehr von DirNa!.

Zweiteres: Du hast zu viel Öl genommen, das dann verharzt ist.

Ich bin inzwischen der Meinung, dass man nicht so viel "G'schiss" um die Patina machen muss. Wie Du es am Anfang gemacht hast: Öl rein, erwärmen, abkühlen lassen, Öl abgießen, mit Küchenkrepp auswischen, fertig, losbraten. Zumal diese spezielle Pfanne auf den www-Bilderchen so aussieht, als wäre sie schon ab Werk mit einer Patina versehen gewesen.

Egal:

Das klebrige Zeug muss raus. Es lässt sich vielleicht noch im heißen Zustand mit frischem Öl anlösen und auswischen. Ansonsten halt wieder wegschrubben...

Wenn es unbedingt eine schwarze Patina sein soll: Nimm halt viel weniger Öl. Bei der Küchenkrepp-Methode so wenig, dass die Pfanne so gerade eben feucht aussieht, es darf kein Öl in der Pfanne schwimmen. Bei einer 24er Pfanne würde ich mit einem halben Esslöffel anfangen.

Die Patina ist im Idealfall dann ganz glatt und schwarz, wie lackiert.
 
24.09.2013 18:12 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

JörnE

Mitglied seit 20.03.2011
22 Beiträge (ø0,02/Tag)

Pfeil nach rechts Pfeil nach rechts Bin ich nur zu blöd, oder hab ich was falsch gemacht? Pfeil nach links
Ersteres weiß ich nicht, erzähl mal mehr von Dir Na! . Pfeil nach links

Das war eine rethorische Frage, darauf wollte ich eigentlich gar keine Antwort haben. hechel... Lachen


Pfeil nach rechts Zumal diese spezielle Pfanne auf den www-Bilderchen so aussieht, als wäre sie schon ab Werk mit einer Patina versehen gewesen. Pfeil nach links

Die Pfanne hatte keine Patina. Laut Anleitung muss zuerst der Korrosionsschutz runter. Dann steht als Tipp noch drin, daß anfangs etwas mehr Öl benötigt wird und später immer weniger, wenn die Pfanne dunkler geworden ist, d.h. Patina angesetzt hat.


Pfeil nach rechts Nimm halt viel weniger Öl. Pfeil nach links

Ich habe beim letzten Mal schon sehr wenig Öl genommen. War wohl noch zu viel. Na gut, dann halt nochmal das ganze. YES MAN


Vielen Dank auf jeden Fall schonmal. :)

Gruß
Jörn
 
24.09.2013 20:46 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

charly63225

Mitglied seit 25.11.2007
1.821 Beiträge (ø0,75/Tag)

Hallo Jörn
Deine Pfanne wird beim erstenmal Einbraten sowieso nicht viel Patina bekommen.
Die erhälst du erst so nach und nach beim normalen Benutzen.
Am Besten am Anfang viel Schnitzel, Bratkartoffel, Pfannkuchen usw.
braten, dann bekommt sie die Patina von ganz aleine. Nie mit Spülmittel reinigen, wenn etwas zu Fest angebacken ist,
streue etwas Salz in die Pfanne und wische es mit Küchenkrepp aus.
LG charly
 
25.09.2013 09:09 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

JörnE

Mitglied seit 20.03.2011
22 Beiträge (ø0,02/Tag)

Pfeil nach rechts Am Besten am Anfang viel Schnitzel, Bratkartoffel, Pfannkuchen usw. braten, dann bekommt sie die Patina von ganz aleine. Pfeil nach links

Schnitzel? Najaaa. Pfannkuchen? Nicht so meins. Bratkartoffeln? JAAAAAaaaaaaa...! Lächeln


Pfeil nach rechts Nie mit Spülmittel reinigen, ... Pfeil nach links

Und vor meiner Freundin in Sicherheit bringen. Die steckt alles(!) in den Geschirrspüler. Auch Sachen aus Holz und letztens meine gute, alte Knoblauchpresse. Okai, sie war danach picobello sauber - sogar die Beschichtung war ab! BOOOIINNNGG....

Gruß
Jörn
 
25.09.2013 09:19 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Joe_Cool

Mitglied seit 28.08.2004
9.528 Beiträge (ø2,63/Tag)

>Nie mit Spülmittel reinigen, ...<

Na ja, ab und zu Spülmittel schadet nicht wirklich, Spülmaschine ist allerdings tödlich.
 
25.09.2013 09:57 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

TPunkt

Mitglied seit 21.08.2007
6.476 Beiträge (ø2,55/Tag)

Nicht in den Geschirrspüler ist schon richtig. "Nie Spülmittel" ist aber eher ein Mythos. Das Ausreiben mit Salz kann man machen. Mir war es irgendwann zuviel Aufwand. Viele verwechseln auch verkohlte Speisereste mit Patina. Die verkohlten Speisereste bilden zwar nach einiger Zeit auch eine schöne dicke Schicht. Aber die kann dann auch mal abbröckeln und dann sehen die Bratkartoffel gepfeffert aus, obwohl noch gar kein Pfeffer dran ist.
Ich reibe meine Eisenpfanne inzwischen immer einfach mit so einem Edelstahlspiraldingsbums unter fließend Heißwasser aus, trockne sie ab und fertig. Und wenn ich Fisch drin gebraten habe, nehme ich auch schonmal Spülmittel.
 
28.09.2013 07:34 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

JörnE

Mitglied seit 20.03.2011
22 Beiträge (ø0,02/Tag)

Nach der Zubereitung meinen ersten (und bisher einzigen) Bratkartoffeln hatte ich eine dicke Kruste drin. Das lag aber daran, daß ich sie mit voller Hitze gebraten habe, statt sie zu reduzieren, nachdem ich die Kartoffeln in die Pfanne getan habe. *ups ... *rotwerd*

Offtopic
Speck und Zwiebeln waren seeehr dunkel und knusprig, aber nichtsdestotrotz haben die Bratkartoffeln göttlich geschmeckt. Kein Vergleich zu denen, die ich bis dato in meiner beschichteten Pfanne gebraten habe. Lag vielleicht zudem am sebstgemachten Butterschmalz. Na!
/offtopic

Gruß
Jörn
 
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