Von Elektro auf Gas - nach 30 Jahren
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![]() Mitglied seit 18.05.2005 |
nun ist es soweit: nach 30 Jahren Elektroerfahrung ziehen wir in ein Haus mit Gasanschluss. Wir müssen die Küche selbst planen und einrichten. Auf einen Gasherd freue ich mich wirklich sehr (Steak-Fan!). Allerdings will ich unbedingt einen Backofen mit Umluft (!) auf "Hüfthöhe". Ist das überhaupt machbar? Muss der Ofen auch Gasofen sein - ich hab ein bissl Angst vor der Technik, von wegen Gasabdrehen vergessen und Bummm! Kann es ein Elektroofen sein - wie steht es mit den Kosten, fragt mein Mann? Wahrscheinlich sind da noch mehr Fragen - aber die stehen noch aus, da wir erst mal am Planen sind. Was ist ein guter Gasherd (ist autark das richtige Wort?), worauf muss ich achten (3-Personen, wir kochen meist zu Zweit und brauchen eigentlich immer 3 Herdplatten oder 2 plus Ofen)? Ist ein Umluftbackofen separat möglich (Marken?). Wir sind keine Millionäre, unsere Küche ist relativ klein, 7 m2. Wir planen eine L-Form, da wir nur 1,20m als "Fußbodenfläche von links nach rechts" bei U-Form hätten. Gott, diese "Küchensprache" ist wirklich schwierig für einen Koch.... Ich bitte also um Links, Tips, Erfahrungswerte. Nur her damit - alles wird verarbeitet. Danke euch schon mal im Voraus. |
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![]() Mitglied seit 18.03.2008 |
Hallo BBC-Fan,
Gasherd und Elektroofen getrennt sollte eigentlich kein Problem sein, mit Gaskochfeldern kenne ich mich nicht so aus, aber eigenständige Backöfen gibt es von allen gängigen Firmen, und ich denke dass das bei den Gaskochfeldern ähnlich ist. Vielleicht gibt's da auch irgendwelche Sets, das ist meistens günstiger als beides getrennt aussuchen. Das war zumindest bei uns so, wir haben allerdings ein Induktionskochfeld mit getrenntem Backofen gesucht (wir haben in unserer Wohnung leider keinen Gasanschluss Beim Gaskochfeld würde ich auf jeden Fall darauf achten, wie das ganze zu putzen ist. Meine Mutter hat einen Gasherd und der ist einfach nur blöd zu putzen. Das Gitter auf dem die Töpfe stehen hat zuviele Ecken und die Deckel auf den Brennern (keine Ahnung, wie die heißen) sind aus Alu und dem entsprechend sieht man alles und meine Mutter ist ständig am Scheuern. Es gibt die Deckel auch in Schwarz, das stell ich mir etwas weniger anfällig vor. Ich hab auch mal gehört, das es Gasherde mit Glaskeramikplatte drüber gibt, aber ich hab keine Ahnung, ob das was taugt oder nicht. Aber allein wegen des Putzaufwandes würd ich mich da erkundigen, wenn wir auch irgendwann wohin ziehen, wo es einen Gasanschluss gibt. Ich hoffe, das hilft Dir ein bisschen weiter Viele Grüße Spanienträumer |
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![]() Mitglied seit 30.03.2005 |
Moin,
beim Gaskochfeld solltest Du achten auf: Kochfeld: + solide Ausführung in Edelstahl ohne „Schmutzecken“ und scharfe Kanten + sinnvolles Layout, ideal sind asymmetrische Anordnungen, d.h. drei oder fünf Brenner + mit einer Hand demontierbare Brennerkappen aus gutem Material + solide Gussroste mit ausreichend Eigengewicht + ggf. Glühplatte Brenner: + hohe Leistung + gute Regulierbarkeit + ggf. Justierbarkeit von außen ohne Demontage LG, Stefan |
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![]() Mitglied seit 18.05.2005 |
Danke für euer Feedback. Schwarze Brennerkappen (den Terminus hab ich mir grad bei Stefan abgeguckt
Und die Kurzinfo hab ich mir direkt ausgedruckt. Was ist eine "hohe Leistung". Ich hab ja keinen Vergleichswert. Ich hab beim Suchen gesehen, dass es Gasherde mit 90cm Breite gibt, die in der Mitte einen Wokbrenner haben. Für Leute wie uns, die ungefähr 70% im Wok kochen, ist das eine fantastische Erfindung. Lieber verzichte ich auf Apothekerauszüge... Hat hier jemand so einen 5-Brenner Gasherd mit separatem Elektroherd? Über Gasherde hab ichhier irgendwo auch noch gelesen, dass das Bratgut leicht verbrennen soll und Kuchen nicht (gleichmäßig) garen. Das sind ja schöne Aussichten, wenn wir nicht trennen können. |
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![]() Mitglied seit 21.08.2007 |
Mancher hier sagt, Wokken unter 11 kW ist Kindergarten. Nun ja, das kommt m.E. auf die Menge an. Unser "Wokbrenner" am Herd hat 4,5 kW - da komme ich bei 2 Portionen kaum mit dem Rühren hinterher, für 4 Portionen auf einmal könnte es aber knapp werden. Bei manchen Herden heißen aber auch schon 2,5-3 kW Brenner "Wokbrenner". Ich glaube, in etwa soviel haben bei unserem die mittelgroßen Brenner. Das reicht sicher für das normale Braten und große Töpfe Nudelwasser, aber kaum für einen Wok. Habe ich aber noch nicht probiert, weil diese mittleren Brenner bei unserem Herd hinten sind und dann dem Wok die Rückwand im Weg ist. Genau so wichtig wie eine hohe Leistung ist aber auch mindestens ein kleiner Brenner. Ich hatte mal mit einem Gastro-Gerät geliebäugelt. Ich glaube, der hatte so 2 x 3,5 und 2 x 5,5 kW. Wäre mir rückblickend betrachtet wohl zu viel gewesen. Oder ich hätte alle kleinen Töpfe ausrangieren müssen - was nützt Dir der tollste Brenner, wenn die Flammen am Topf vorbeischlagen und Du zwar die Arme nicht mehr rasieren musst, aber die Suppe trotzdem nicht kocht. |
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![]() Mitglied seit 12.12.2007 |
Über 11kW Gesamt-Gas-Leistung in der Küche brauchst Du eine Abluftanlage.
Wichtig ist noch, daß Du mindestens einen Brenner mit sehr kleiner Flamme und möglichst kleiner Minimalleistung hast, damit Du auch mal ne Brühe oder ein Ragout 3 Stunden köcheln lassen kannst. (Oder eben die oben schon angesprochene Glühplatte). Separater Elektroofen ist kein Problem, hat mit dem Gas-Herd gar nichts zu tun. Überleg aber nochmal, ob Du wirklich "Umluft" meinst oder nicht vielleicht doch "Heißluft". Gruß |
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![]() Mitglied seit 03.02.2004 |
Hallo,
Ihr könnt mit Sicherheit trennen. Elektrische Backöfen, selbst solche mit Pyrolyse-Reinigung, kann man fast durchweg an einem herkömmlichen 16A-Stromkreis betreiben, heißt: An einer ganz normalen Steckdose. Man muß nur darauf achten, daß an diesem Stromkreis keine weiteren, verbrauchsintensiven Geräte hängen. Es kann nie schaden, mal einen Elektriker die vorhandene Installation begutachten zu lassen. Zu den Leistungen bei Gasherden und Kochfeldern: Ein Wok-Brenner hat heute max. 5-6KW. Für Asiaten ein Witz, für Europäer ein Riesenfortschritt gegenüber Gasherden früher mit 2KW-Brennerchen. Bei 5 Brennern sollte mglichst noch ein 2. Starkbrenner ab 3KW dabei sein, damit man auch mal schnell größere Mengen Wasser zum Kochen bringt. So kann das aussehen. Stefans "Lastenheft" ist super! Einige Hersteller: Ilve, Smeg, Neff, Miele Grüße, Jens |
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![]() Mitglied seit 30.03.2005 |
Moin,
die Erfahrung von TPunkt kann ich bestätigen. Ein Wokgericht für zwei Personen und ohne Beilage geht mit ca. 5 kW problemlos. Ein Bami Goreng für vier Personen geht nicht. Die Märchen über Gasöfen werden hier vor allem von denen verbreitet, die so was mal vor dreißig Jahren in einer Studenten-WG gesehen haben, als der Herd auch schon dreißig Jahre alt war. Ob ein Ofen gleichmäßig gart oder nicht, ist eine Frage der Isolierung und nicht der Art der Energiezufuhr. Allerdings erfordert ein hochgebauter Gas-Einbauofen natürlich eine eigene Zuleitung, da wird es dann aufwendig. Einen normalen Elektroofen kann man an eine Steckdose anschließen. LG, Stefan PS: Das mit den schwarzen Brennerkappen habe ich nicht geschrieben. Mir ist Messing am liebsten, allerdings braucht das Material etwas Pflege. |
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![]() Mitglied seit 05.11.2003 |
Hallo,
ich hab Gas und Induktion.... alleine wegen dem Putzen hinterher benutze ich nur noch Induktion.... LG Rolf |
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![]() Mitglied seit 18.05.2005 |
Mensch danke. Ihr seid super! (Daumenhoch smilie) Wir haben eine Reihe kleiner Töpfe...
Heute fahren wir in das erste Küchenstudio- Plan haben wir schon im Kopf. Mal sehen, was uns der Berater davon "kaputt" macht. Zu Gasöfen: das mit unfertigen Kuchen habe ich schon wieder wo gelesen, allerdings wurde es dort damit begründet, dass der Herd mitten im Backen ausgehen kann und man es nicht merkt. Induktionsherd ist sicher nicht schlecht, aber sicher auch eine Kostenfrage. Stefan, ja, du hast nicht "schwarze" geschrieben, aber Brennerkappen. Das habe ich schon in meinen Wortschatz integriert. Auch ein Wort wie "autark" kannte ich bisher nur in küchenfremden Zusammenhang. Ich hab noch nicht herausgefunden,was eine Glühplatte ist. Mal sehen, ob der Küchenverkäufer uns das heute erklären kann. Ich rühr mich wieder. Also danke nochmal für euren Input. |
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![]() Mitglied seit 21.08.2007 |
Mit Gas Backen und Kochen tut man eher aus Überzeugung, aus Spaß an der Freude. Es ist aus meiner Sicht direkter, ursprünglicher, es ist mehr Handwerk, weniger Elektronikzauberei. LowTech statt HighTech - WYSIWYG halt.
Objektiv gesehen ist Induktion sauberer, mindestens genauso schnell wie Gas, aber eben auch etwas diffiziler und empfindlicher. Moderne Elektroöfen haben viel mehr Spielereien dran als Gasbacköfen und bieten mehr Möglichkeiten. Dafür bin ich der festen Überzeugung, dass Gaskochgeräte viel unempfindlicher und langlebiger sind als der Elektroschnickschnack. Besser bedienen lassen sich die auch - meine Meinung (einfache Drehknöpfe versus Sensortaster und Computermenüs). Außerdem habe ich bisher in keinem Elektroofen so gut Brot und Brötchen hinbekommen wie im Gasbackofen - das Klima ist in einem Gasbackofen anders. Kochen und Backen kann man aber sowohl elektrisch als auch gasbetrieben. Mit anderen Worten: Man muss Gas zu mögen, um damit glücklich zu werden. So wie ich. P.S. Der Deutsche an sich hat einen Hang zur Hightech-Küche. Drum gibt es nur eine extrem bescheidene Auswahl an Gasgeräten von deutschen Herstellern. In Italien und Frankreich sind die viel verbreiteter. Und ich habe gehört, in diesen beiden Ländern soll die Küche nicht gar so schlecht sein. |
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![]() Mitglied seit 30.03.2005 |
Moin,
eine Glühplatte ist eine Platte aus Gusseisen, roh oder emailliert erhältlich, mit einem Gasbrenner darunter. Sie bietet u.a. drei Vorzüge: 1. Zweidimensionale stufenlose Regelbarkeit. Einmal über die Flamme, einmal über das Verschieben der Töpfe. Damit lässt sich sehr präzise arbeiten, sinnvoll für empfindliche Saucen, Risotto, Patisserie und anderes. 2. Jede Art von Kochgeschirr lässt sich verwenden. 3. Bei cleverem Einsatz kann man mit der Glühplatte allein ein Gericht mit Beilagen zaubern. Gemüse im Topf dämpfen, zur Seite schieben, bleibt warm, dann Fleisch anbraten. Das lässt sich schwer beschreiben, das kann sich am besten vorstellen, wer mal eine Restaurantküche in Frankreich gesehen hat. Nachteile gibt es auch: 1. Die Dinger sind schwer und mühselig zu reinigen. 2. Im Hochsommer kann einem die Strahlwärme auf den Wecker gehen. Haushaltsgeräte haben aber nie nur eine Glühplatte, sondern immer auch offene Flammen; insofern wiegt der Nachteil nicht so schwer. LG, Stefan |
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![]() Mitglied seit 15.03.2002 |
Hallo,
Das in Italien,Frankreich und Spanien Gasgeräte so weit verbreitet sind liegt an den katastrophalen Stromnetzen,sofern sie,wie Gasanschlüsse, überhaupt vorhanden sind.Deshalb werden nicht nur Herde,sondern auch TK-/Kühlschränke und Wäschetrockner häufig per Gasflasche betrieben. Da wird aus der Not eine Tugend gemacht.Das hat mit guter oder schlechter Küche nichts zu tun. Da in Spanien die Lage ,was die Stromversorgung angeht,immer besser wird ist die Auswahl an Induktionsfeldern größer als hier und vor allem sind sie preiswerter. LG EVA |
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