Solnhofener Platten, bruchrau - optimale Reinigung und Pflege?

10.10.2007 16:45 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

kochchristine

Mitglied seit 25.08.2006
1.184 Beiträge (ø0,4/Tag)

Hallo,

wir sind seit vier Jahren glücklich mit unserem Natursteinboden aus bruchrauen Solnhofener Platten, das heißt, sie haben eine raue Oberfläche, sind also nicht glatt und poliert. In der Küche macht sich das aber mit der Zeit leider unangenehm bemerkbar, da der Boden offenporig ist und Fett regelrecht "einsaugt". Im Wohnzimmer sieht er schön hell aus, Farbe creme bis apricot, je nach Einschlüssen, aber in der Küche ist er wesentlich dunkler und richtig glänzend und speckig geworden.

Normalerweise sauge ich den Boden und wische ca. 1 mal die Woche mit Schmierseife, manchmal auch nur alle 2 Wochen (ich bin nicht so ein Putzteufel *ups ... *rotwerd*). In der Küche muß ich regelmäßig, das heißt alle 2 Monate, je nachdem wie viel ich gebraten habe, mit Soda auf den Knien Platte für Platte schrubben, oder ich verwende haufenweise diese Reinigungsradierer, mit denen man normalerweise Flecken von den Wänden wegradiert, dauert beides mehrere Stunden und macht echt keinen Spaß!

Auf Dauer gefällt mir das nicht so. Versiegeln läßt sich der Boden lt. Verleger nicht so gut, da sich dann evtl. die Farbe ändert und das wollen wir nicht.

Ach ja, und einen Küchenteppich wollen wir leider auch nicht....

Habt Ihr Erfahrungen und Tipps mit offenporigen Natursteinböden?

Liebe Grüße

Christine aus München

Hier könnt Ihr noch 2 Fotos sehen, sauberer Wohnzimmerboden mit Sonne und leicht angeschmutzter Küchenboden ohne Sonne


Solnhofener Platten bruchrau optimale Reinigung Pflege 2305163898

Solnhofener Platten bruchrau optimale Reinigung Pflege 128781808
 
11.10.2007 15:41 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

TPunkt

Mitglied seit 21.08.2007
6.808 Beiträge (ø2,59/Tag)

Ööhm, wie man eingesaugtes Fett aus den Poren wieder rausbekommt, weiß ich auch nicht. Aber Naturstein ist doch ideal für Hundepfoten. Ein Hund sorgt für eine gewisse Egalisierung - er saut das Wohnzimmer etwas mehr ein, kümmert sich dafür aber auch um in der Küche heruntergefallenes. Auf lange Sicht sollten sich die Farbtöne angleichen. Außerdem, wenn man den richtigen Hund hat, verdecken die Hundehaare einerseits recht viele Flecken, saugen andererseits etliche Spritzer auf, bevor sie den Steinboden erreichen. Es bietet sich ein Husky-Labrador-Mix an. Mit etwas Glück haart er so viel wie ein Husky und ähnelt in der Farbe des Fells Euren Solnhofer Platten.
Merke: Ein Leben ohne Hund ist möglich, aber sinnlos.hechel...

Ich weiß, mein Beitrag ist vielleicht nicht ganz so konstruktiv, aber mehr fällt mir wirklich nicht ein. Lachen
 
11.10.2007 17:20 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

vintoria

Mitglied seit 24.11.2004
2.929 Beiträge (ø0,81/Tag)

Hallo Christine,

http://www.chefkoch.de/forum/2,27,219947/Hat-jemand-Solnhofer-Platten-bruchrauh-Habt-Ihr-einen-Fleckschutz-aufgebracht.html

kannst Du Dir ja mal durchlesen. Ich kann zwar bestätigen, daß der Stein mit der Zeit etwas nachgedunkelt ist, aber alle paar Wochen schrubbe ich mit einer Seifenlauge (Sofix Steinseife) ziemlich naß drüber und da löst sich der Schmutz wieder recht gut. Ich habe es nicht bereut, den Stein nicht imprägniert zu haben und finde, daß die Patina eben zum Naturstein dazugehört.

lg

Gertrud
 
11.10.2007 21:25 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Taucherin

Mitglied seit 09.12.2004
365 Beiträge (ø0,1/Tag)

hallo christine,

wir haben den gleichen boden, auch bruchrauh verlegt. wir haben ihn damals allerdings mit so einer stinkenden brühe eingelassen. er hat dadurch keinesfalls eine andere farbe bekommen, ist aber wahrscheinlich etwas schmutzresistenter.
was passiert, wenn du versehentlich eine flüssigkeit auf den boden kippst, z.b. rotwein, soße, o.ä. ? wird das nicht vom stein aufgesogen ?

wie sind deine erfahrungen ?

vg taucherin
 
15.10.2007 09:23 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

kochchristine

Mitglied seit 25.08.2006
1.184 Beiträge (ø0,4/Tag)

Guten Morgen Taucherin und Gertrud,

schön, daß doch noch Meinungen kommen! Freut mich.

Gertrud, ich hab mir den anderen Beitrag durchgelesen, klingt ganz interessant. Ich kann mich erinnern, daß der Verleger damals nach dem Verfugen erst mal den ganzen Boden "gewässert hat", also da stand das Wasser richtig drauf, wurde aber richtiggehend vom Boden aufgesogen. Am nächsten Tag haben wir ihn dann einmal gewischt, ich glaube, nur mit Wasser, und dann kam nochmal der Verleger und hat aus einer Sprühflasche eine Flüssigkeit gleichmäßig auf den Boden verteilt. Ich weiß aber nicht mehr, was das war.

Ich hab bisher immer Schmierseife oder auch mal General oder sowas benutzt. Sofix Steinseife noch nie. Werd ich aber glaub ich auch nicht machen, weil ich die Patina eben nicht mag. Mir gefällt der Boden nicht, wenn er so speckig glänzt.

Also bleib ich erst mal beim Schrubben mit Soda oder beim Radieren mit Zauberradierer....

Taucherin, das stimmt schon, Flüssigkeiten oder Flecken werden wirklich aufgesogen und sind irgendwann nicht mehr sichtbar. Meiner Tochter fiel mal abends ein Salatblatt von der Gabel und ich entdeckte es erst am nächsten Mittag. Da war natürlich ein ordentlicher großer Fettfleck auf dem Boden, über den ich mich damals sehr geärgert habe. Und der ist inzwischen aber weg! Das dürfte jetzt aber auch schon zwei Jahre her sein.

Liebe Grüße

Christine aus München
 
15.10.2007 10:23 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

DanielduLot

Mitglied seit 11.08.2005
1.315 Beiträge (ø0,39/Tag)

Hallo,

ich denke, dein Boden ist einfach nicht richtig imprägniert. Eine richtige Imprägnierung macht den Boden wasser- und fettabweisend, hinterlässt aber keinen Film. Es ist wichtig, ein nicht filmbildendes Produkt zu nehmen.
Säubere ihn mit der Sodatortur, hol im Steinfachhandel eines der Mittel, die Fett aus dem Boden ziehen und versiegele ihn dann mit einer Steinimprägnierung (ich glaube Lithofin Nanotop wäre das beste). Und behandle ihn dann regelmässig mit einem 'Steinshampoo', wenn du putzt.
Klar, gegen Säureattacken (Essig, Zirone,..) hilft bei dem Kalkstein garnichts.
Und Kaffee-, wie Rotweinflecken gehen mit SchimmelEx sehr gut weg.
Und wenn du Angst hast, probiers einfach unter einem Schrank aus, oder hol dir im Handel eine Steinplatte, mit der du vor der grossen Aktion Tests machst.
Gruss
Daniel
 
05.07.2014 17:02 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Gipsy3

Mitglied seit 25.11.2004
67 Beiträge (ø0,02/Tag)

Hallo Christine, wie geht es deinem Boden?
Ich bin gerade auf deine Seite gestoßen, da ich meinen neuen Solnhofer Boden in der Küche versiegle. Vor 2Wochen wurde er vom Fachmann verlegt, und jetzt hab ich ihn entsäuert, Grundimprägnierer aufgetragen und dann wird er versiegelt. Ich hab im Vorraum auch Solnhofer Platten und wenn ich mit dem Schmutzradierer die Fugen säubere, gebe ich immer Steinpflege drauf, da bekommt er einen leichten Glanz und ist die Farbe ist auch frischer.
Ich hoffe, daß ich mit der Zeit nicht zu viele Flecken in der Küche bekomme.
LG Brigitte
 
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