Zinnbecher zum Trinken... ?
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![]() Mitglied seit 30.07.2003 |
ich hätte eine Frage zur Verwendung von Zinngeschirr. Ich habe einen Zinnbecher, der um 1820 hergestellt wurde, d.h. dass Blei wohl nur noch in geringen Anteilen vorhanden war und wahrscheinlich inzwischen \"ausgewaschen\" wurde. Nun habe ich schon über go*gle versucht, zu recherchieren, ob man ihn zum Trinken verwenden kann. Gefunden habe ich nur, dass man besser auf säurehaltige Getränke verzichten sollte. Nun kommt die Frage: kann ich Wein/Met o.ä. darin anbieten? LG Richensa |
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![]() Mitglied seit 03.10.2006 |
ich würde es nicht tun.
LG Luca |
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![]() Mitglied seit 17.09.2006 |
Hallo
Bei Essgeschirr aus Zinn muß ein Reinzinnstempel darin sein. Früher war Zinn sehr teuer und wurde mit Blei legiert. Ich würde aus dem alten Becher nicht trinken, aber ihn als Ziergegenstand verwenden. Viele Grüße johpe 1. Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt. 2. Aber wir stehen am Abgrund und machen einen großen Schritt vorwärts. |
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![]() Mitglied seit 19.10.2006 |
Hallo,
1. schade um den Wein. 2. schade um den Becher. Stell ihn als Zierde auf den Tisch und arrangiere Trauebn drumrum und ein Kerzenlicht. lg allspice |
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![]() Mitglied seit 14.07.2004 |
Huppla,
die alten Römer bevorzugten Wein aus Bleikrügen, des Geschmacks wegen. Kann man heutzutage sicherlich auch mal ausprobieren wie das schmeckt. Aber regelmässig würde ich davon Abstand nehmen. Bleihaltiges Zinn ist eher der Deko anzurechnen. Gruss, Goglo |
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![]() Mitglied seit 12.03.2006 |
Also ich finde ja den Metallgeschmack nicht so schön, vor allem, wenn man darin nen guten Wein serviert. Ich würde andere Krüge/Becher nehmen.
LG, Kicu |
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![]() Mitglied seit 15.03.2002 |
Hallo,
ich würde es auch nur als Deko nutzen. Es gibt Wissenschaftler die auf dem Standpunkt stehen dass der Untergang des römischen Weltreiches in direktem Zusammenhang mit den \"Bleibechern\" steht. LG EVA |
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![]() Mitglied seit 28.03.2005 |
Ich habe eine gegenteilige Erfahrung gemacht.
Ich bekam vor ein paar Jahren ein Zinn-Weinservice geschenkt. Wenn der Rotwein ein wenig in dieser Kanne gestanden und temperiert hat,schmeckt er spürbar besser,als aus Flasche ,oder Glas. Wir haben das einige Male ausprobiert,mit verschiedenen Weinen--war immer angenehmer. Rotwein trinke ich nur aus diesem,sehr schönen Becher. Mit Weißwein war dieser Effekt nicht spürbar. |
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![]() Mitglied seit 30.07.2003 |
Hallo miteinander,
alsooo... ich werde heute abend mal den fiesen Selbstversuch machen und berichten. Wenn ihr nie wieder von mir hört, dann war doch zuviel Blei drin... Und nun mal zu den Römern, danke für die interessanten Beiträge, aber ich wüsste nicht, dass es Trinkgefäße aus Blei bei den Römern gegeben hat, wenn überhaupt sind solche Dinge mal im Grabzusammenhang als Ersatz für die echte Silberausstattung oder so denkbar. Und wegen den Bleirohren ist das Römische Imperium auch nicht untergegangen, die hatten da ganz andere Sorgen (Völkerwanderungszeit, zu groß für die Verwaltung, etc. etc.) (Sorry, bin vom Fach, daher die Bemerkungen) Aber zurück zu Tisch, ich probiere es aus und lasse mich zumindest zum Geschmack aus, teste Zinn u Glas parallel... Danke erstmal LG Richensa |
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![]() Mitglied seit 14.07.2004 |
Noch ein kleiner Nachtrag zu den Römern: Sicherlich ist das römische Reich nicht an der schleichenden Bleivergiftung seiner Führungsschicht zugrunde gegangen. Aber wenn ich mich recht erinnere, hat man das Blei in gefundenen Knochen nachweisen können. Aus gutem Grunde hat man hierzulande ein paar tausend Jahre später auch nur die Abwasserrohre aus Blei gefertigt und nicht auch die Zuleitungen. Blei ist halt giftig. Und Zinn ist eine Legierung die Blei enthält. Aber auch Nikotin ist giftig, was aber Rauchern die Zigarette nicht verleidet.
Somit jedem nach seinem Geschmack. Goglo |
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![]() Mitglied seit 14.07.2004 |
Noch ein kleiner Nachtrag zu den Römern: Sicherlich ist das römische Reich nicht an der schleichenden Bleivergiftung seiner Führungsschicht zugrunde gegangen. Aber wenn ich mich recht erinnere, hat man das Blei in gefundenen Knochen nachweisen können. Aus gutem Grunde hat man hierzulande ein paar tausend Jahre später auch nur die Abwasserrohre aus Blei gefertigt und nicht auch die Zuleitungen. Blei ist halt giftig. Und Zinn ist eine Legierung die Blei enthält. Aber auch Nikotin ist giftig, was aber Rauchern die Zigarette nicht verleidet.
Somit jedem nach seinem Geschmack. Goglo |
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![]() Mitglied seit 14.05.2004 |
Zinn ist keine Legierung, sondern ein Schwermetall, wird aber u.a. mit anderen Metallen zu Legierungen verarbeitet (etwa mit Kupfer zu Bronze). Der Zinnbecher ist deswegen für den Weingenuß ungeeignet, weil die Säure, die im Wein enthalten ist, dem Zinn schaden kann und die Oberfläche angreift. LG Clarissa |
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![]() Mitglied seit 14.07.2004 |
Ohje, Asche über mein Haupt ... Zinn, Zink, ... die ältesten Metalle die es so gibt. Natürlich ist Zinn keine Legierung und eine Bleivergiftung kann somit nicht stattfinden.
Sorry, Golgo |
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![]() Mitglied seit 12.09.2006 |
Hallo Uli106
Wie wieter oben schon beschrieben. Es gibt heutzutage Zinnbecher und Geschirr für den menschlichen Gebrauch gemacht. Da ist ein Reinheitsstempel drin, und Du kannst unbedenklich daraus drinken und davon essen. Aber bei 1820 hat daran bestimmt noch keiner gedacht. Es ist eine altbekannte Tatsache, daß z.B. viele Studenten ihren Wein aus Zinnbechern trinken, weil da auch der billigste noch gut schmeckt. Das war schon so als mein kleiner Bruder noch studiert hat. Das ist 30 Jahre her. Ich habe zur Hochzeit von meinem Schwiegervater auch Zinnbecher für 12 Personen bekommen. Der hat nämlich beruflich Zinnbecher hergestellt. Da schmeckt der Wein gut, aber mir ist es immer zu schade. Ich habe keinen mehr, ders mal wieder aufpolieren kann. Gruß chrispe Ein Hoch auf die Familie, die immer dafür sorgt, daß man nicht arbeitslos wird. |
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![]() Mitglied seit 12.09.2006 |
Schau mal hier
\" Zinnlegierung und „Bleifreiheit“ [Bearbeiten]Reines Zinn ist für Lebensmittel absolut unbedenklich. Zinn wird aber wegen der besseren Verarbeitbarkeit, der höheren Festigkeit und um Zinnpest zu vermeiden, fast immer als Legierung verarbeitet. Verbreitete Legierungen sind Legierungen mit Antimon und Blei (insbesondere bei Loten). Spätestens seit dem Mittelalter ist die Giftigkeit von Bleiverbindungen bekannt. Giftig sind insbesondere Bleisalze, die bei Kontakt mit Lebensmitteln (Fruchtsäften, Wein, Essig…) entstehen können. Die Legierung hatte daher von Alters her in der Regel höchstens 10% Bleigehalt (z.B. das englische Pewter), was durch die Zünfte überwacht wurde. Zinngeschirr mit diesem relativ hohen Bleigehalt dürfte nur noch selten zu finden sein, da es üblich war, altes, abgestoßenes Zinngerät für neues wieder einschmelzen zu lassen. Im 18.Jahrhundert kam in England das weitgehend bleifreie Britanniametall auf. Seit dem Zink-Blei-Gesetz von 1887 ist in Deutschland nur noch Zinngerät mit maximal 0,5% Blei (max. 2% Kupfer, max. 7% Antimon) zugelassen. Bei Simulationen mit Zitronensäure, Bier und Cola wurden bei 24 stündigem Kontakt bei 20°C 0,3-0,9 ppm (Cola!) in der Lösung nachgewiesen. Für gelegentlichen Gebrauch ist die Benutzung also ungefährlich, insbesondere ist keine akute Bleivergiftung zu befürchten. Vor allem wenn das Gefäß bereits vielfach in Gebrauch war und das oberflächlich vorliegende Blei bereits längst gelöst ist, droht keine wesentliche Belastung mehr. Da sich Blei aber auch in Spuren im Körper anreichert, sollte dieses Geschirr (nach DIN 17810) nicht mehr benutzt werden. Auch der Engel mit Waage (altes RAL-Gütesiegel) ist insofern heute kein Gütesiegel für Unbedenklichkeit. Neues Zinngeschirr für den Gebrauch mit Lebensmitteln darf kein Blei enthalten bzw. abgeben. Gruß chrispe Ein Hoch auf die Familie, die immer dafür sorgt, daß man nicht arbeitslos wird. |
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Henglein
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