Schuhbeck vs. andere TV-Köche
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![]() Mitglied seit 29.10.2005 |
ich hätte eine Frage zu den Kochtechniken von Herrn Alfons Schuhbeck. Ich bin ja noch passionierter Anfänger bis Mittelreifer. Natürlich stöbere ich häufig in diversen Kochbüchern und mir ist auch schon das eine oder andere Essen wirklich gut gelungen. In meiner DVD Sammlung befinden sich auch viele KochDVD's von Jamie Oliver, Mälzer, Hennsler und co. Nachdem ich jetzt schon zahlreiche Rezepte mit Passion erfolgreich nachgekocht habe, wollte ich mich mal eine Klasse höher bzw. etwas klassischer vom Stil her trauen, und habe mir die beiden DVD's von Herrn Schuhbeck "meine Kochschule 1 & 2" bestellt und gerade erst angesehen... und ich bin ein wenig durcheinander um ehrlich zu sein. Da scheint doch lt. Schuhbeck vieles, was ich bisher bei den anderen TV Köchen gelernt habe, als falsch herauszustellen. Alfons Schuhbeck kocht -mit so wenig Öl wie möglich (nur nachträglich wird schon mal was hinzugefügt) -es wird fast immer nur nachträglich gesalzen (nachdem das Essen fertig ist) -Gewürze werden auch nur max. 20 Minuten vor Schluss hinzugefügt (ansonsten geht alles verloren) -gekocht wird grundsätzlich nie!!!! Nur leichtes Simmern oder vor sich hinziehen... sonst ist das Essen nicht "wertig". Da schmeisst Herr Schuhbeck also mein ganzes, jetzt mehrere Jahre angesammeltes Wissen durcheinander. Plötzlich darf ich mein Roastbeef nicht mehr scharf in meiner Eisen- oder Grillpfanne anbraten, meine Fleischbrühen darf ich nicht mehr kochen und Gewürze auch nur zum Schluss hinzufügen... Ich respektiere Herrn Schuhbeck und seine Erfahrung absolut. Bin nur gerade ein wenig darüber schockiert, was wohl alle anderen Köche laut Herrn Schuhbeck alles falsch machen. Heisst dass das Jamie Oliver (er kocht richtig heiss! damit nach Schuhbeck also wirklich falsch!), Johann Lafer (kocht immer mit viel Öl und brät auch scharf an), Mälzer etc. viel verkehrt machen? Ich hoffe ihr nehmt meinen Beitrag nicht falsch auf, er ist nicht als Kritik gedacht. Ich möchte eigentlich nur versuchen mich selbst weiterzubilden und dabei so viel wie möglich richtig machen. Und da widerspricht Schuhbeck halt viel, von dem was ich bei anderen TV-Köchen schon gesehen uns umgesetzt habe... Mich würde eure Meinung dazu brennend interessieren. Bitte um Aufklärung. Vielen Dank & beste Grüße, Andreas |
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![]() Mitglied seit 03.01.2005 |
Hallo,
ein sehr interessantes Thema. Also, ich schaue mir auch viele Kochsendungen an, stelle aber mein persönliches Kochen nicht nach einen bestimmten Fernsehkoch um sondern hole mir dadurch lediglich Tipps, Hinweise und neue Rezepte. Du solltest bei Deinen Stil bleiben und dies oder jenes mit einfließen lassen. Das ist jedenfalls meine Meinung. L.G. Schiffskombuese |
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![]() Mitglied seit 29.07.2002 |
Hallöchen,
ich sehe das so wie Schiffskombuese. Ich hole mir auch Tipps und Anregungen aus dem TV. Alfons Schuhbeck schaue ich sogar am liebsten, weil ich einfach seine bayerische Art mag, aber trotzdem brate ich mein Fleisch scharf an...schmeckt einfach besser Also nicht beirren lassen und sich selber irgendwo treu bleiben. ![]() |
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![]() Mitglied seit 06.11.2004 |
Hi,
als Bayer liieeebe ich unseren Fonse LG Jürgen |
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![]() Mitglied seit 29.10.2005 |
Danke für eure Antworten.
Ich versuche noch (m)einen Stil zu entwickeln. Ich bin dabei zunächst noch nicht so experimentierfreudig sondern koche meist einfach Gerichte nach, die mich optisch ansprechen, oder bei denen ich mir gut vorstellen kann dass sie schmecken werden. Was mir dabei nicht so gut gefällt, lasse ich einfach weg oder ersetze ex durch andere Zutaten etc. @versatil: danke. Ist halt alles noch etwas neu für mich. Schuhbeck brät auf halber bis max. 2/3 Stärke in beschichteten Pfannen mit wenig Öl. Lafer oft in Eisenpfanne, wo das Bratgut schonmal in Öl schwimmt und gleich zu beginn wird auch Thymian oder Rosmarin mit ins Öl gelegt. Oliver und Mälzer braten super scharf an, die Pfanne sollte schon fast "qualmen". Gewürze werden auch schon beigefügt, Salz und Pfeffer vor dem scharfen Anbraten zugefügt und dann geht schonmal vieles bei 200 Grad für 1 1/2 - 2 Stunden in den Ofen. Nach Schuhbeck totsünde. Ausserdem: Mälzer und Oliver "hauen" auf den Knoblauch (pressen ihn damit ein wenig) damit er leichter zu schälen ist, wozu Schuhbeck sagt, dass dadurch die ganzen ätherischen Öle rausgepresst werden. Ist halt irgendwie alles so Gegensätzlich... "die Pfanne sollte wirklich heiss sein..." vs. "die Pfanne darf niemals heiss sein" Da komme ich als Wissbegieriger schon ein wenig durcheinander... Interessant finde ich dass bei Schuhbeck viel Ingwer und Zitronenschale verwendet wird... |
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![]() Mitglied seit 21.07.2005 |
Für ein Steak sollte die unbeschichtete Pfanne richtig heiß sein. Laß Dich nicht verrückt machen. Ein schlaffes Steak schmeckt nicht. Auch wenn Herr Schubeck das Gegenteil behauptet.
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Hallo Andreas,
die Fernsehköche haben unterschiedliche Ziele bzw. Zielgruppen. Oliver und Mälzer sehen ihre Aufgabe darin, Menschen zum Kochen zu bringen, die sich bisher auf Fertig- und Halbfertigzeug beschränkt haben. Da geht es vor allem um Zeit, und es soll vorgeführt werden, wie man mit wenig Zeit und vorbereitendem Aufwand zu guten Ergebnissen kommen kann. Tim Mälzer ist dabei früher auch nicht vor Kartoffelbreipulver zurückgeschreckt (würde er heute wohl nicht mehr machen) und er ist ja berühmt für seine "Röstaromen", denn bei der großen Hitze, mit der er arbeitet, verbrennt ihm schon mal gelegentlich was. Schuhbecks Anliegen war es früher, deutsche Traditionsgerichte von unnötigem Ballast zu befreien und "moderner" zu kochen. Dass diese Zubereitungen oft auch gesünder waren, war wohl eher nebensächlich. Vor einiger Zeit fing er dann an, sich sehr für seine Gesundheit zu interessieren (wie viele Männer seines Alters *gg*) und für die gesundheitlichen Aspekte seiner Zutaten und Gewürze. Das tat in dieser Form in der Öffentlichkeit niemand, und zunächst haben da auch ziemlich viele Leute hingehört. Inzwischen beschäftigt er mit der Erforschung der Inhaltsstoffe und deren Wirken einige Wissenschaftler. Alexander Herrmann geht eigentlich ähnlich behutsam mit Lebensmitteln um, wie Schuhbeck, aber seine Stärke sehe ich mehr in seinen originellen Kombinationen und in seiner Kreativität. Lafer ist eigentlich nach wie vor auf dem Trip, mit einer Fülle von edlen Zutaten ungewöhnliche Gerichte zu konstruieren. - Seine Zutatenlisten sind immer ellenlang und irgendwas exotisches ist auch dabei Zum scharfen Anbraten: Das war vor vielen Jahren Konsens in den Kochbüchern, die Pfanne musste knallheiß sein, das Fett kurz vor dem Rauchpunkt - man bewertete verschiedene Öle danach, wie hoch sie sich erhitzen ließen, je höher desto besser - und Fleisch sollte darin bei mehrfachem (!) Wenden so dunkel wie möglich angebraten werden. Danach wurde die Ruhezeit unter Alufolie empfohlen (wobei die Kruste gerne wieder recht weich wird *g*), Salzen sollten man immer erst nach dem Braten. Pfeffer durfte bei manchen Köchen vorher schon ran... Damals stand die Imitation von Grillfleisch in der Pfanne - es kamen die Grillpfannen auf - im Vordergrund, ob es durchgebraten oder rosa war, war unwichtig. Auch ob der Fleischsaft gleichmässig verteilt ist, das Fleisch galt auch als perfekt, wenn es außen grau und in der Mitte dunkelrot war. Dass dieses Vorgehen weder optimal noch gesund ist, ist heute wohl doch bei allen mehr oder weniger Allgemeingut. Ich habe seit vielen Jahren von Schuhbeck vor allem durch seine Kochschulen sehr viele Basics gelernt bzw. umgelernt. Fleisch mache ich am liebsten nach seiner Methode - bei 2/3 Hitze rundum anbraten, auch an den Seiten, dann auf den Rost im Ofen und auf angewärmtem Teller lange genug ruhen lassen - und es wird fast immer sehr gut. Nur seinen Tick mit dem Hinterhersalzen mach ich nicht nach: ich habs ausprobiert, es schmeckt einfach besser, wenn man unmittelbar vor der Pfanne salzt (finde ich). Simmern versus Kochen? Das ist eigentlich nichts Neues, nur haben halt viele Leute grundlegende Techniken nicht mehr gelernt. Manches darf kochen, manches auf keinen Fall. Wenns um Tempo geht, werden auch von Mälzer und Oliver keine Gerichte vorgestellt, die langsames Köcheln/Simmern erfordern, wie z.B. die Herstellung von klaren Brühen, das Garen von Klößen usw. Naja, dann gibt es halt noch so ein paar Dinge im Bereich des Kochens, wo alte oder neue Mythen zum tragen kommen. Und wie bei allen Glaubenssachen, wird die Sichtweise, zu der sich ein Koch entschieden hat, besonders lautstark missioniert. So ist es mit vielen Dingen in der Küche, es gibt halt oft mehrere Wege, die nach Rom führen - und einige führen halt auch knapp an Rom vorbei... Diese alte Frau kocht schon recht lange, und hat sich viel Theorie angeeignet, aber dass ich einen eigenen Kochstil hätte, würde ich nie behaupten. Das überlasse ich den Profis, für mich ist die Hauptsache, dass es mir und meinen Lieben so gut wie möglich schmeckt. Und dabei gibt es eigentlich immer etwas, was noch verbessert werden könnte. Dazu sind die Tipps der TV-Köche oft sehr hilfreich, aber ich entscheide selbst, was davon mir einleuchtet und ausprobierenswert ist, und was ich bestimmt nicht nachmache. Du solltest nicht versuchen, die verschiedenen Köche gegeneinander abzuwägen. Vielleicht ist es wie mit guten Dirigenten: Jeder interpretiert die Musik ein kleines bisschen anders, aber jeder findet dabei auch seine Fans. Liebe Grüße Turi |
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![]() Mitglied seit 18.10.2009 |
@Turandot
Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen, Danke! ____________________________________________________________________ Gruß vom Küchenpunk! |
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![]() Mitglied seit 26.03.2009 |
Meine Güte, Turi,
was bist du nur für eine Besserwisserin Absolut d'accord, wunderbar erklärt, und genau mein Standpunkt. Und wieder mal ein paar Hintergrundaspekte hinzugelernt Danke auch dem Threadersteller für die sehr interessante Frage! Lieben Gruß Elke ------------------------------------------------------------------------- Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe. (Rene Descartes) |
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![]() Mitglied seit 29.10.2005 |
Hallo Turi,
ganz lieben Dank für die Mühe und deine ausführlichen Erklärungen. Jetzt ist auch für mich alles klar und macht Sinn. Liebe Grüße, Andreas |
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![]() Mitglied seit 25.06.2003 |
Morgen,
eine Turandot, die keine Köpfe rollen lässt. Gruß popel23 |
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![]() Mitglied seit 29.01.2005 |
Hallo Turi, Hallo Andreas,
eine umfassender und vor allem richtiger Beitrag von Turi, gro0es Lob. Seit etwa 3 Jahren koche ich mehr und mehr von Schuhbeck beeinflusst- trotz anfänglicher Schwierigkeiten und auch Unverständnis meinerseits. Man muss bei ihm verstehen, warum er etwas macht, und dann sieht man was für ein genialer Typ dieser Schuhbeck ist. Dann kann man, so wie von Tori beschrieben, die Art des Kochens kreativ auch für eigene Sachen nützen. Klar tritt er oft schulmeisterlich auf, ich glaube aber, daß es daran liegt, daß er und die anderen Köche unterschiedliche Ansätze haben: Schnelligkeit, vor Publikum, Schowbusinesseffekte, natürlich auch hohe Qualität, stehen da gegen gründliches Nachdenken, Eingehen auf die Besonderheiten des jeweiligen Gerichtes usw. Das ist im TV dann nicht immer kompatibel. Typisch ist hier auch der angesprochene Umgang mit Zitronenschale und Ingwer (wo man`s nicht erwartet). Wenn man die Zitrone deutlich schmeckt, ist´s schon zuviel, aber gerade so wahrnehmbar, eine Andeutung, ist dann einfach super. Meine Erfahrungen in den strittigen Punkten: Liebe Grüße Oggi PS.: Lesen von Rezepten, auch hier im CK, bringt mehr als TV und DVDs |
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![]() Mitglied seit 19.06.2008 |
Hallo zusammen,
was bist du nur für eine Besserwisserin Lala Absolut d'accord, wunderbar erklärt, und genau mein Standpunkt. Und wieder mal ein paar Hintergrundaspekte hinzugelernt hoppel hoppel hop! Danke auch dem Threadersteller für die sehr interessante Frage! Lieben Gruß Elke Dem schließe ich mich 100% an. Lieben Gruß Kräutersuse auch schon alte Frau |
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![]() Mitglied seit 27.09.2005 |
hi
so pauschalierungen wie "immer vorsichtig mit der temp." grenzen schon an ne "masche". turandot hat ja alles gesagt, wollte nur noch die asiatische küche zu bedenken geben, von der schuhbeck sich ja immer wieder mal zutaten holt. demnach wäre dann fast alles für die tonne, da die wok küche zumindest teilweise ne ganz schöne hochtemp. küche ist und viele jahre als gesunde und fettarme küche geprießen wurde, wobei fettarm auf keinen fall stimmt. was da immer so schön abfackelt beim chinesen ist ja kein remy martin sondern ein fett aerosol grüße joe ps. - ich stehe auf scharf angebraten steaks - manche fische brauchen ne krosse haut - gemüse wird in kochendem salzwasser (20g/l) blanchiert - teflonpfannen sind mir grundätzlich suspekt, da giftiger belag, lieber mehr fett |
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![]() Mitglied seit 04.02.2008 |
Hallo Turi,
für mich mal wieder ein absolut zeitungsreifer Artikel. Mann lernt eben nie aus, auch nicht in meinem Alter Liebe Grüße Liliane |
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![]() Mitglied seit 27.09.2005 |
wollte noch was nachtragen:
manche werden im Alter religiös und andere wiederum kochen mit low temp. mal schauen was bei mir passiert |
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![]() Mitglied seit 26.03.2009 |
Hallo,
darf ich mal ganz kurz OT, bitte: Was wird denn aus den Smileys, wenn sie in einem Zitat vorkommen? Lala und hoppel hoppel hop gehören an sich und ganz eindeutig nicht zu meinem aktiven Wortschatz.... *staun* Lieben Gruß Elke ------------------------------------------------------------------------- Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe. (Rene Descartes) |
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![]() Mitglied seit 06.01.2001 |
Hi Elke
Smilies lassen sich nicht wie der text einfach kopieren sondern erscheinen dann in ihrer ursprünglichen Form die du auch sehen kannst wenn du einfach mit der Maus draufzeigst LG Chiara
A man´s Home is his castle until the Queen arrives |
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![]() Mitglied seit 21.05.2006 |
Lass Dich nur nicht beirren, Anficht Da alle diese "Starköche" mehr oder weniger gleich kochen und mehr oder weiniger gleich gut kochen, ist es halt Schuhbecks Masche zu sagen alle anderen kochen falsch nur er richtig, um sich aus der Masse hervorzuheben. In Sachen Gewürzen nervt er mich langsam. Sicher hat er sich ein grosses Wissen angelesen. Doch er irrt sich in einigen Dingen und verwendet vor allem viel zu viele Gewürze auf einmal. Das gibt eine Geschmackskakophonie und bringt letztendlioch dem Gericht gar ncihts. Doch Schubeck irrt, wenn er z.B.- sagt man müsse Gewürze immer erst kurz vor Ende der Garzeit zugeben. Das kann man nicht pauschalieren, denn es gibt solche und solche Gewürze. Die Rezepte in seinem neuen Gewürzbuch - was als solches recht gut ist - sind auffallend chili- und vaille_lastig. Bei manchen Gerichten verwendet er so viele unertschiedliche Gewürze, dass man am Schluss einen Einheitsgeschmacksbrei hat. Es sind auch ein paar ausgezeichnete Gerichet dabei und zwar die, wo er sich auf ein, zwei Gewürze pro Gericht beschränkt. Neulich kochte ich aus diesem Buch "Hähnchenkeulen mit Zimt und Orange" nach. Als Gewürze wurde angegeben: Puderzucker, Tomatenmark, Rotwein, Ananassaft, passierte Tomaten, Pimentkörner, Wacholderbeeren, Zimtsplitter, Vanilleschote, Lorbeerblatt, Paprikapulver süss, Kurkuma, Ingwer, Orangenschale, Pfeffer aus der Mühle... Für meinen Geschmack einfach zu viel des Guten und das Ergebnis war auch eher enttäuschend. Gruss Morayma |
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![]() Mitglied seit 14.11.2009 |
moin
ich finde beim fonsi einfach schade, dass er immer alles, was er aus schlauen büchern, von ernährungswissenschaftlern oder von medizinern geklaut hat, als eigene erkenntnis verkauft. ich habe von ihm noch nie gehört, dass er mal sagt: "eine studie von dr. x oder prof. z. hat ergeben...... ". meines wissens ist herr schubeck küchenmeister mit hauptschulabschluss .... immerhin..... aber auch nicht mehr. schönen tag |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Sorry, aber das ist doch DEINE Interpretation. Ich habe Schuhbeck noch nie sagen hören "ich habe herausgefunden..." o.ä. Natürlich haben die Erkenntnisse, die er weitergibt, andere erforscht. Hast du schon mal ne Doktorarbeit geschrieben? Einige machen das mit eigener Feldforschung (meistens aber auch nix wirklich Neues), die meisten sind aber zusammengetragenes Wissen bzw. Forschungsergebnisse von anderen Wissenschaftlern aus entsprechenden Studien oder Büchern. Veröffentliches Wissen kann man nicht "klauen", indem man es lediglich weitergibt. - Willst du im Fernsehen wirklich auch noch immer die Quellenangaben vorgelesen bekommen? Ich nicht. Oder sind auch die anderen TV-Köche - egal ob Hauptschulabschluss oder Abitur -, die im Fernsehen den Zuschauern erklären, dass man grüne Bohnen immer garen muss, damit das enthaltene Phasin zerstört wird, weil gesundheitsschädlich, ebenfalls solche, die sich deiner Meinung nach mit "fremden Federn schmücken"? Liebe besserwisserische Grüße von Turi - die sich ebenfalls kriminell fühlen müsste, weil sie hier im CK nicht selten ihr "angelesenes" Hobby-Wissen weitergibt (weder Köchin noch Ernährungswissenschaftler) |
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![]() Mitglied seit 26.03.2009 |
Hallo Turi,
du warst schneller Aber das erspart mir eine ganze Menge Tipperei, weil ich mich dir ganz einfach anschließen kann, genau das wollte ich auch schreiben, inclusive dem Grauen vor der Vorstellung, jede Info bei Kochsendungen mit wissenschaftlich korrekten Quellenangaben vorgetragen zu bekommen Ich habe auch nicht den Eindruck, dass Schuhbeck sein Wissen als eigene Forschungsergebnisse verkauft. Er informiert sich nur sehr umfassend und gibt das, was er erfahren und erlesen hat, weiter. So what? Lieben Gruß Elke ------------------------------------------------------------------------- Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe. (Rene Descartes) |
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![]() Mitglied seit 21.05.2006 |
Den Eindruck habe ich eigentlich nicht, das Schuhbeck sein Wissen als eigene Forschungsergebnisse ausgibt. Warum sollte er auch. Es ist doch vollkommen legitim,dass man sich Wissen anliest und dann darüber spricht. Das tun wir hier im Chefkoch doch alle Wissen hat mit dem Schulabschluss wenig zu tun. Wichtiger als der Schulabschluss sind die Neugier und das Interesse Neues zu lernen. Was mich an Schuhbeck und seinem o.g. neuen Gewürzbuch stört, ist die Tatsache, dass er viel zu viele verschieden Gewürze zu einem Gericht verwendet. Mit Chili und Vanille hat er eine regelrchte Manie entwickelt, denn kaum eines der in dem Gewürzkochbuch aufgeführten Gerichte kommt ohne diese beiden Gewürze aus. Da wäre meiner Meinung nach einfach weniger mehr. Gruss Morayma |
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![]() Mitglied seit 29.10.2005 |
Vielen Dank für die zahlreichen Antworten weiterhin.
Ich lese jede einzelne mit großem Interesse. Viele Grüße, Andreas |
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![]() Mitglied seit 27.09.2005 |
hi
irgendwie hat keintopf trotzdem recht. es ist nicht die fehlende quellenangabe, sondern ganz allgemein die art und weise wie man info's rüberbringt. vor allem ist nichts so unsicher wie die aussage der ernährungswissenschaftler, die widersprechen sich doch teilweise gegenseitig. der eine sagt hü, der andere hott und es gibt immer welche die rennen den neuesten trends nach, die sich in 2-3 jahren womöglich als falsch herausstellen. man kann sich ja mal die ernährungspyramide der letzten jahre anschauen, wenn ich mich nicht täusche standen da mal kohlenhydrate ganz wo anders wie heute. joe |
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![]() Mitglied seit 14.11.2009 |
moin
@turandot du hast ganz sicher noch keine doktorarbeit geschrieben. meine freundin macht das gerade und ich helfe ihr dabei, so gut ich kann. ich bin momentan ganz gut auf dem laufenden, was zitieren und "sich mit fremden federn schmücken" angeht. mit ein bisschen feldforschung und bei anderen abkupfern ist es bei einer seriösen deutschen universität nicht getan. schönen tag |
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![]() Mitglied seit 21.05.2006 |
@keintopf
Je nachdem in welchem Fach man seine Doktorarbeit schreibt, ist das ganz einfach. Man muss nur genug Sitzfleisch haben Doch was hat das Schreiben einer Doktorarbeit mit Schuhbeck zu tun? Was hat Schubecks Kenntnisstand über Gewürze mit "sich mit fremden Federn schmücken" zu tun Es ist völlig legitim und üblich, dass man Kenntnisse, die man sich angelesen etc. hat, weitergibt ohne jedesmal zu zitieren" Bei XYZ steht das so,. bei ABC so..." Das wäre auch kompletter Unfug. Wen soll ich denn zitieren, wenn ich sagen, dass das Aroma des Zimts auf Zimtöl zurückgeht, das zu 75 Prozent aus Zimtaldehyd besteht Wieso zitiert Gernot Katzer auf seinen ausgezeichneten Gewürzseiten denn niemanden? Ab und zu sollte man die Kirche im Dorf lassen * * umgangssprachliche Redewedung, stammt kommt aus der Zeit, als die katholische Kirche Prozessionen durch einen Ort machte. Da aber manches Dorf zu klein war für eine Prozession, ging man auch aßerhalb ums Dorf herum. Aber die Kirche selbst, also das sakrale Gebäude, blieb natürlich im Ortskern stehen. Man sagte auch, "wir lassen die Kirche im Dorf", schließlich kann man die nicht mit rumschleppen. Irgendwann verselbständigte sich die Redewendung, so nach dem Motte "mach mal halblang" und übertreib nicht. Gruss Morayma |
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![]() Mitglied seit 26.03.2009 |
@ Morayama
( Aber natürlich hast du Recht, und die Diskussion über das Thema, das der Threaderteller eigentlich im Sinn hatte, ufert gerade aus und hat mit Herrn Schuhbeck nicht mehr allzuviel zu tun Und diese Diskussion, ob jemand mit Hauptschulabschluss oder aber mit einem Doktortitel mit mehr oder weniger Gewicht Informationen weitergeben darf, finde ich schon etwas überheblich, sorry. Wie Morayama (oder war das Turi, egal) schon sagte, sind die geistigen und wissenschaftlichen Anforderungen an die Promotion sehr vom jeweiligen Fach abhängig und erfordern durchaus nicht immer die gleiche geistige Leistung. Das ist einfach so. Lieben Gruß Elke ------------------------------------------------------------------------- Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe. (Rene Descartes) |
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![]() Mitglied seit 26.03.2009 |
und dem Threaderteller spendiere ich nun noch ein "s", so wird daraus ein Threadersteller
Lieben Gruß Elke ------------------------------------------------------------------------- Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe. (Rene Descartes) |
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![]() Mitglied seit 21.05.2006 |
Oje Glutinchen wie konnte ich nur Diesmal war's nicht Dr. Wiki, sondern www.gutefrage...und der gute alte Büchmann in echtem Buchformat Frau muss ja nicht alles wissen, sondern nur wissen wo's steht Gruss Morayma |
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![]() Mitglied seit 09.11.2007 |
Ich denke, heutzutage hat fast jeder Fernsehkoch als Guru seine Juenger die sich um ihn scharen. Waehre doch stinklangweilig wuerden sie uns alle das gleiche predigen. Und wie bei jedem Glauben gilt: Nur Radikalismus schadet.
Wuerde man kochen mit einer Religion vergleichen, so kaemen wir wahrscheinlich schnell zum Buddhismus. Schuhbeck ist ein absoluter Spitzenkoch, der sich sehr gut in Szene setzen kann. Nippend an seinem ewigen Glas Wasser mit einigen Ingwerscheiben, erklaert er uns die "wertigkeit" der diversen Zutaten je nach Zubereitungsart. Freie Radikale, Cholesterin und hohe Temperaturen sind seine Feinde. Seine Lehre: Eine Mischung aus traditioneller chinesischer Medizin, ein wenig Metaphysik, und einige Ueberlieferungen eines alten Indianerstamms aus dem tiefsten Amazonas. Da jauchzt die Hausfrau freudig vor dem Fernseher, und nur ihr Mann versteht nicht warum sein Rumpsteak nun auf einmal keine krosse Kruste mehr hat, und alles irgendwie nach Vanille, Zimt, Curry und Ingwer schmeckt. Er wird ihr wahrscheinlich sehr schnell einige DVD's und Buecher von Horst Lichter und Tim Maelzer kaufen. Kueche fuer richtige Maenner. Denn eines hat man schon vor einiger Zeit vollkommen vergessen beim kochen. Es geht nicht um die perfekte Wertigkeit und Erhaltung aller Naehrstoffe. Es geht nicht um die Glutamatayatollas, die Olivenoelgurus und die Bioprediger. Man darf Fleisch heiss anbraten, direkt ueber der Glut grillen............ und oh Frevel, man hoert sogar von einigen Judasanhaengern die angeblich ihr Fleisch vor dem braten salzen, und ihr Glaube spricht sogar von Poren im Steak. Wir sollten uns wieder auf das wesentliche beim kochen konzentrieren. Unseren.......... so unterschiedlichen und individuellen Geschmack. Das ist doch gerade das schoene beim kochen. Spass haben, lecker essen......so wie es euch schmeckt. Es gibt kein richtig oder falsch in der Kueche beim kochen........kein Schuhbeck oder Maelzer. Natuerlich gibt es diese Kuehlschrank-Ossamas die immer wieder auf die Traditionen und Lehren vergangener Jahrhunderte pochen werden. Aber im grossen und ganzen kommen wir doch immer wieder auf Buddha zurueck. Laechelnd, und mit einem glaenzenden dicken Bauch sitzt er da. Buddha.........der erwachte. (ja, ja, ich weiss........Siddharta Gautama war garnicht dick) |
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![]() Mitglied seit 18.10.2009 |
Amen!
____________________________________________________________________ Gruß vom Küchenpunk! |
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![]() Mitglied seit 14.11.2009 |
moin
da spricht jemand über überheblichkeit und endet sein posting mit "das ist einfach so". kopfschüttel schönen tag |
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![]() Mitglied seit 21.07.2005 |
Ich finde, Goutatout hat Recht. Je mehr die Religion verschwindet, umso mehr nehmen Themen wie Natur, Ernährung und Gesundheit deren Platz ein. Wer eine Krankheit hat oder einmal ein Tütensüppchen verwendet, ist ein Frevler. Zudem bildet der Mensch sich ein, das Wetter dirigieren zu können. Mensch, komm runter von Deinem hohen Roß und iss mal wieder mit Spaß.
Amen. Brielle |
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![]() Mitglied seit 09.11.2007 |
Ja es ist schon manchmal erstaunlich wie verbissen manche Menschen Rezepte oder Zubereitungsarten bis aufs Blut verteidigen.
Auch wenn sie aus vergangenen Jahrhunderten stammen. Spass und Freude treten immer mehr in den Hintergrund. In einigen Restaurants muss man sich den Teller vom Kellner erklaeren lassen, und natuerlich wird auch die Reihenfolge, in welcher der Inhalt dieses Tellers denn gegessen werden muss akribisch vom Kuechenchef festgelegt, denn nur so ist die Geschmackexplosion am Gaumen zu spueren, nur so kann man seine Philosophie der interpretation verstehen........... was fuer ein Schwachsinn. Die verschiedenen Ansichten, "Religionen" fuehren ja automatisch zu den Fragen die sich Andreas in der Eingangsfrage stellt. Die Millionen Euro Frage naechste Woche bei Jauch........ wer hat Recht? Schuhbeck, Maelzer, Lafer, Poletto, Hennssler, Mueller.......... oder gar Herrmann, Kleeberg, Lichter, Wiener? . . . . . Ok, ich nehme den Telefonjoker und rufe mal bei Chefkoch.de an............ |
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![]() Mitglied seit 26.03.2009 |
Hallo keintopf,
ich habe kurz überlegt, ob ich auf dein posting antworten soll, denn ist schon recht off topic. Ich tue es trotzdem. Die Schwierigkeit beginnt nämlich damit, dass du Dinge vermischst. Das Leben ist eben kein Eintopf, wie dein Nick so schön anklingen lässt. Es ist eine Sache, Tatsachen zu akzeptieren. Die Erde ist keine Scheibe. Das ist einfach so. Ebenso wird dir jeder Akademiker sagen, dass die Geistesleistung und der Anspruch bei der Promotion von Fach zu Fach sehr unterschiedlich ist. Das ist auch einfach so. Und das hat mit Überheblichkeit nun wirklich gar nichts zu tun. Doch andererseits klingt bei dem Satz von dir eine gewisse Überheblichkeit durch. Du glaubst, jemand mit Hauptschulabschluss, aber auch nicht mehr, darf sich nicht weiterbilden, und ist vor allem nicht so glaubwürdig, wie jemand, der einen Doktortitel hat oder zumindest einen mit Doktortitel zitiert???? Ja aber hallo. Und ist es nicht auch ein wenig überheblich, einem User, ohne Kenntnis der Person, von vorneherein abzusprechen, dass er/sie promoviert hat? Woher nimmst du diese "Weisheit"? Glaubst du, dass jeder, der akademische "Würden" hat, damit protzt? Wie auch immer, viel Erfolg für Deine Freundin bei ihrer Doktorarbeit Um zum eigentlichen Thema zurückzukommen: Ich schätze den Alfons, weil er mir Anlass zum Nachdenken gibt: Was nehme ich da überhaupt zu mir? Wie kann ich mich gesünder ernähren? Was von den alten Koch-Mythen und -gebräuchen sollte ich mal in Frage stellen, neu bewerten, und ausprobieren? Welche Gewürze habe ich bisher noch nie ausprobiert? ...usw. Was ich daraus mache, bleibt doch letztlich mir überlassen, und ich mache das, was mir am besten schmeckt, jawohl, schmeckt !!!! Lieben Gruß Elke ------------------------------------------------------------------------- Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe. (Rene Descartes) |
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![]() Mitglied seit 18.10.2009 |
Nun ist ja schon einiges hier geschrieben worden und kann mich da weitgehend anschließen, was dies Thema jedoch mit dem Bildungsgrad oder Doktortiteln zu tun hat kann ich leider nicht erschließen!
Ein gutes Gericht lebt vom Inhalt und der Zubereitung welche auf verschiedenen wegen erreicht werden kann, der eine macht es nunmal so, der andere andersherum. Wichtig ist das Ergebnis mit dem man glücklich und zufrieden, wohl genährt und mit der Welt eins ist. Ich habe es schon erlebt daß mein ehemaliger Chef + Familie meine Pizza in den Himmel gelobt haben, irgendwann wurde jemand anderes aus einer Pizzakette eingestellt, welche meinte mein Pizzateig wäre nichts und ich würde falsch belegen. Mein Ex Chef sagte mir demnach ich würde die Pizza falsch machen. Oh! Komischerweise wurde ich von meinen Ex Gästen darauf angesprochen daß meine Pizza besser war - Sie wussten offensichtlich nicht daß meine Pizza falsch gemacht wurde. Was ich mit dieser kleinen Anekdote sagen wollte ist, esst was schmeckt, nicht so wie es sein MUSS! Egal ob Schubeck, Lichter oder Oma was anderes sagen. Müssen, muss ich gar nichts, bis auf das was die Natur mir auferlegt hat. ____________________________________________________________________ Gruß vom Küchenpunk! |
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![]() Mitglied seit 04.11.2005 |
Ich gehöre zu den Älteren , die noch das "echte" normale Kochbuch von Fonse im Küchenschrank stehen hat ...
Aber heute, man sehe sich nur einmal die Rezepte bei Bayerischen Rundfunk an, die er zu den deutschen Küchenklassikern geschrieben hat. Kein Gericht kommt ohne 10 bis 12 verschiedene Gewürze aus. Ingwer und Vanille werden hemmungslos vom zu allem und jedem geschüttet - ich würde mich nicht wundern, wenn im Rheinischen Heringstopf oder in der Kartoffelsuppe auch diese Mischung zum Einsatz käme. Bei den meisten Köchen werden Gewürze und Kräuter als Akzente eingesetzt - und nicht als überall kompatible "Knoblauch-Ingwer-Vanille-Muskatnuss - Einheits-Melange. |
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![]() Mitglied seit 21.05.2006 |
Ingwer und Vanille werden hemmungslos vom zu allem und jedem geschüttet - Du sprichst mir aus der Seele, Lorbeer Nichts gegen Gewürze, aber doch nicht alle auf einmal. Vincet Klink sagte einmal: "Mit Gewürzen haben wir gerade die große Mode: Liegt es daran, dass heutzutage so manches übertüncht werden muss? Ich denke ja, wenn auch nicht ausschließlich denn eine Hausmacher Leberwurst ohne Majoran kann ich mir nicht vorstellen. Solch ein Kotelett jedoch verbietet jedes kreative Eingreifen und jegliche Würzung außer etwas Meersalz und Pfeffer. Wir servieren es in Butter sanft gebraten, fertig." Gruss Morayma |
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![]() Mitglied seit 09.11.2007 |
Vieleicht sind aber wir..........die Zuschauer schuld.
Das Volk lechzt doch nach allem was die diversen TV Sendungen uns alltaeglich vorsetzen. Da wird aplaudiert wenn ein Sternekoch es geschafft hat sein Fleisch rosa zu braten, und der Anschnitt wird von einem lauten aaaaah, oder aaaaah begleitet. Jeder leicht glasige Fisch wird bejubelt, und wenn dann auch noch Vanille in der Sauce ist, dann glaubt sich jeder Zuschauer schon in irgendeinem 5***** Ressort irgendwo auf ner Insel...........ist ja soooo modern und chic. (dass das ganze aus den fruehen 80ern kommt........ erinnert sich anscheinend keiner mehr.........mal sehen wann es Toast Hawaii wieder mal ins TV schafft) Der Zuschauer hat aber nicht nur ein exrem kurzes Gedaechtnis, er reist auch sehr viel. Die wage Erinnerung an das Riverside Curry in Bangkok bei Tran We Sun mit anschliessendem Lao Khao ist noch vorhanden. Ja, dem Koch konnte man zusehen. Und wie geschickt er all die vielen verschiedenfarbigen Puelverchen einsetzt........da kann der Schuhbeck doch soooo falsch nicht liegen. Wir wollen halt immer wieder was neues sehen. Jahrelang hat Schuhbeck seinen Krustenbraten praesentiert, mit a sauguadn krochater schwoatn.......... Jetzt halt mal was anderes. Wer sich noch an die "alten" Sendungen erinnert, kann sich dann natuerlich nur wundern. Ja wie denn jetzt? Erst wurde uns gepredigt alles mit dem achso gesunden Olivenoel zu ertraenken........... ist ja soooooo mediteran, bis zu dem Punkt, dass in jeder Frittenbude noch eine Traene Olivenoel ueber jedes Salatblatt im Doener getraeufelt wurde, dann kam der Hype mit frisch gemahlenem Pfeffer, so dass selbst der Lieblingsitaliener an der Ecke einen extra Kellner einstellen musste um das 1,50 Meter hohe Trumm von Pfeffermuehle zu jedem Gast zu schleppen.........dann wurde ploetzlich entdeckt dass Butter doch garnicht so schlecht ist, gepanschtes Olivenoel dafuer aber umso mehr.......... Tja, es ist nicht einfach. Wem oder was kann, sollte, muss, darf man glauben? Dass bei solchen Fragen natuerlich Kochanfaenger vollkommen verloren sind, ist logisch und nachvollziehbar. Und spaetstens dann kann man guten Gewissens sagen, dass nicht nur Sendungen wie DSDS etc........ durchaus etwas verwirrend sind. Dem Schuhbeck hat das TV aber auf jeden Fall gutgetan.......... der spricht ja mittlerweile schon fast fuer jeden verstaendliches Hochdeutsch. |
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![]() Mitglied seit 13.08.2003 |
Hallo,
ich sag' nur ganz schnell mal "Danke" für a) diese interessante Threaderöffnung und b) für die vielen (allen voran Turi) wunderbaren Beiträge. Es hat mir nach langer Zeit mal wieder Freude gemacht einen Thread ganz zu lesen und ich finde es wirklich klasse, dass es also auch mit (fast) ausschießlich sachlich geführter Diskussion geht. Billa Schmitz
Ich vergesse nie ein Gesicht, aber in Ihrem Fall will ich mal eine Ausnahme machen. |
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![]() Mitglied seit 21.05.2006 |
Sehr schön geschrieben Goutatout... Nicht vergessen, dass in den Fernsehstudios - unsichtbar für den Fernsehzuschauer - den Studiogästen per Tafel angezeigt wird, wann sie aaaaaaaah oder ooooooooooooh zu sagen haben und wann geklatscht werden muss. Der Trend zum Herdentrieb - auch am Küchenherd - kann man besonders in Deutschland wunderbar beobachten Man muss ja nur hier im Chefkoch mitlesen Es gab/gibt die Bärlauchwelle, die Sushiwelle, die NT-Garen-Welle, die exotische Gewürzwelle, die Olivenöl-, Kürbiskern-,Traubenkern-, Argarnöl-Welle, die Exotensalzwelle, etc, etc.....im Moment scheint sich eine Chorizowelle anzukündigen. Einer fängt an, klappert ordentlich, was ja zum Handwerk gehört und schon ist der neueste Trend im wahrsten Sinn des Wortes in aller Munde. Dabei weiss eigentlich keiner genau, worum es wirklich geht. Kaum einer traut sich zu sagen, dass ihm glasig gegarter Fisch oder blutig rosa gebratens Fleisch oder Arganöl oder Sushi eigentlich gar nicht munden und dass er von NT-Garen nichts hält, denn dann fährt ihm der "Kenner" sogleich übers Maul. Das Schlimmste ist, solche Wellen ziehen automatisch Massenproduktion nach sich, weil irgendein Produkt plötzlich massenhaft vorhanden sein muss, weil jeder es haben will. Darunter leidet dann nicht nur die Qualität der Produkte - in (Billig)Supermärkten gibt es keine besondere Qualität, so sehr deren Werbung uns das auch vorgaukeln will – sondern ganze Tier- und Pflanzenbestände sind von der Ausrottung bedroht. Die Ahnungslosigkeit der Konsumenten wird ausgenutzt. Oder glaubt irgendjemand im Ernst es gäbe so viel „echten“ Balsámicoessig, wie in den Supermärkten angeboten wird. Das meiste ist billiger Essig, mit Malz gebräunt und gesüsst und auf Balsámicoessig geschminkt. Ein guter Parmaschinken oder Pata-Negra-Schinken brauchen nun einmal Monate oder Jahre zur Ausreifung. Eine gute Chorizo trocknet auch wochenlang an der Luft. Wirklich gutes Olivenöl, egal ob es aus Spanien, Italien oder Griechenland kommt, ist nicht für 4,95 Euro pro Liter zu haben, nicht einmal im Herkunftsland. Und Thunfisch in der deutschen Erfindung „Sushiqualität“ bekommen nicht einmal die Japaner. Viel interessanter ist die Devise mit guten frischen Zutaten kochen, der Jahreszeit gemässe Produkte zu verwenden – z.B. keine Erbeeren und Tomaten im Winter – und sich weniger von den Kochgurus und der Werbung beeinflussen zu lassen. Gruss Morayma |
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![]() Mitglied seit 09.11.2007 |
Richtig Morayma,
und deshalb kann ich jeden verstehen der sich ein wenig fuer das kochen interessiert, sich und seinen Gaumen und Magen aber dann nach diversen Fernsehshows und lektuere der Foren aber wieder ganz schnell dem lokalen Pizzataxi anvertraut. Was mich persoenlich stoert, ist diese absolut blinde "hinterherlaufen"............. schon fast hoerig wird gelauscht was denn der Kuechenossama messerschwingend allwoechentlich predigt. Seine Parolen werden dann anschliessend in diversen Foren bis aufs Blut verteidigt, verwirren, und/oder werden vollkommen aus dem Kontext gerissen. Dschihad in deutschen Kuechen? |
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![]() Mitglied seit 26.03.2009 |
Hallo Goutatout,
wenn meine fast verschütteten Französisch-Kenntnisse nicht trügen, bedeutet dein Nick so etwas wie: Allen schmeckt es, oder so etwas wie Guten Appetit sogar? Nur mal so am Rande gefragt @Morayma, da schließe ich mich gerne an, vor allem mit der Idee, sich mal auf die jahreszeitlich angesagten und wenn es dann noch geht auf die regional verfügbaren Produkte zu konzentrieren und daraus kreative und schmackhafte Gerichte zu kochen. Hier in Schleswig-Holstein gibt es einen Verein, dem Restaurants aus der gehobenen Gastronomie beitreten können, und die genau dieses Credo "vorkochen". Wer mag, kann ja mal nach den "Feinheimischen" googlen. Ich war mehrfach in einem dieser Häuser essen und war jedesmal schwer begeistert. Dieses Konzept finde ich sehr nachahmenswert. Was das Bild des predigenden Küchenossamas und des Dschihads in deutschen Küchen betrifft, lieber Goutatout, glaube ich, du hast da möglicherweise eine Habanero Schote statt einer kleinen roten Haushaltschilischote erwischt Ich meine, dass du da Bilder miteinander vergleichst, die nicht "in einen Topf" gehören - die deutsche Küchen- und Fernsehküchenszene gemeinsam mit einem Ossama und dem Dschihad, nein, bei allem Engagement für die Kochszene, nein. Da bin ich recht eigen und glaube, man sollte mit solchen Bildern - mal wieder - die Kirche im Dorf lassen und vorsichtig sein. Natürlich gebe ich dir recht, wenn du daran appellierst, dass man nicht jeder Moderichtung folgen muss. Man kann es ja mal ausprobieren, und dann den eigenen Kopf und den eigenen Geschmack und den seiner Küchengäste befragen. "Höriges lauschen" hab ich eigentlich noch nicht festgestellt. Eher interessiertes Zuhören. Mittlerweile ist die Kochszene ja so vielfältig, dass sie für nahezu jeden Interessierten irgendwas bietet. Und das ist doch gut so. Von Röstaromen bis Gewürzvorlesungen, von Sushi bis NT, von Jamie bis Lafer, für jeden was. Und jede Reise beginnt mit einem ersten kleinen Schritt. Irgendwas bleibt doch vielleicht auch bei notorischen Pizzataxianhängern kleben, und wenn es der Eindruck ist, dass Kochen Spaß machen kann und ein Gesprächsthema ist. Das wär doch schon mal was. In diesem Sinne: Goût á tout (oder so ähnlich, sorry, klär mich bitte auf, wie es richtig aussehen muss Lieben Gruß Elke ------------------------------------------------------------------------- Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe. (Rene Descartes) |
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![]() Mitglied seit 21.07.2005 |
@Glutinchen
"Von Röstaromen bis Gewürzvorlesungen, von Sushi bis NT, von Jamie bis Lafer, für jeden was. " Es wäre aber schön, wenn Herr Schubeck das auch akzeptieren könnte und nicht jeden niederbügelt, der nicht genau nach seinem Gusto kocht. Mir bereitet es nahezu Schmerzen, wenn ich sehe, wie die armen Küchenschlachtkandidaten ganz demütig ihr Fleisch in die quasi noch fast kalte Pfanne geben und zu allem Ingwer dazuwerfen. Schubeck ist m.E. ein sehr unhöflicher und derber Moderator. Sollte ich mich je bei der Küchenschlacht bewerben, wäre es mir lieb, wenn der Moderator bei höflichen Tipps bliebe und mich so kochen ließe, wie ich das für richtig halte. Sollte ich schlecht gekocht haben, folgt halt ein Rausschmiss und ich habe es schwarz auf weiß, daß ich etwas ändern muß. LG Brielle |
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![]() Mitglied seit 26.03.2009 |
Nachtrag:
Auf der Homepage der Feinheimischen gibt es übrigens seit 2008 für jeden Monat ein saisonal passendes Rezept incl. Weinempfehlung und Kochanleitung. Ohne 12 Gewürze Lieben Gruß Elke ------------------------------------------------------------------------- Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe. (Rene Descartes) |
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![]() Mitglied seit 18.05.2006 |
Hallo Elke,
das was du da über die "Feinheimischen" schreibst, klingt so, als ob sie sehr nahe an den Grundlagen der Slowfood-Bewegung angesiedelt wären ... Wenn ich denn jemals "Anhänger" einer Kochrichtung würde, dann wäre es Slowfood! Gruß bluemoon |
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![]() Mitglied seit 21.07.2005 |
Slowfood ist klasse. Ich fahre jeden Herbst in den "Gründungsort" Bra im Piemont. Diese Gegend kann ich jedem Genießer empfehlen. In meinem Profil ist ein Photo der Slow-Food-Universität samt "Kantine".
LG Brielle |
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![]() Mitglied seit 09.11.2007 |
Eben daher mein Vergleich mit den diversen Extremen und Radikalen. Kueche und kochen lebt von Vielfalt und Diversitaet. |
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![]() Mitglied seit 26.03.2009 |
Hallo bluemoon,
in der Tat haben wir bei unserem letztem Besuch in einem"Feinheimischen-Restaurant" ein Exemplar der Zeitschrift von der Slowfood-Bewegung mit auf den Weg bekommen. Das war sehr interessant! Lieben Gruß Elke ------------------------------------------------------------------------- Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe. (Rene Descartes) |
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![]() Mitglied seit 18.05.2006 |
Ja, gell?!
wir haben Slowfood in der Lombardei kennen und schätzen gelernt, und wir suchen seither in jedem Italienurlaub mindestens einmal ein Lokal mit der Schnecke auf .... Außerdem verfolgen wir natürlich die Ausbreitung der Idee in Deutschland! Es lohnt sich! |
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![]() Mitglied seit 26.03.2009 |
Hallo Bluemoon,
wenn es dich interessiert, kann ich dir per KM den Link zu dem Restaurant in Schleswig-Holstein schicken, der mit dem Schnecken-Logo auf seiner HP wirbt. Falls dich der Weg mal nach Schleswig-Holstein führt... Ich will das hier nicht so offen tun, damit keiner sagt, ich wäre als Werber tätig Wenn ich mich nicht sehr irre, ist der Koch sogar mit einem Sternchen versehen ;). Oder d Lieben Gruß Elke ------------------------------------------------------------------------- Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe. (Rene Descartes) |
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![]() Mitglied seit 18.05.2006 |
@Elke:
Aber gern! Ich wohne zwar am anderen Ende der Republik, aber Teile der Familie haben sich auch in Schleswig-Holstein niedergelassen ... also liegt es nicht gar so "fern" für mich! |
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