Koch, einTraumberuf?
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![]() Mitglied seit 26.03.2009 |
gerade läuft auf NDR3 eine Doku über die Kochausbildung. Hochinteressant, bin leider gerade erst drüber gestolpert. Gibt es aber hoffentllch auch in der Mediathek. Zu Wort kamen bisher auch Johannn Lafer und C. Poletta Sehr interessant! Lieben Gruß Elke ------------------------------------------------------------------------- Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe. (Rene Descartes) |
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![]() Mitglied seit 06.10.2008 |
Das, was sich mal vor einiger Zeit im TV gesehen hatte über eine Kochausbildung, war ganz schön hart.
Feste Arbeitszeiten sind ja ein Fremdwort in diesem Gewerbe. Das weiß wohl jeder. Besonders problematisch war (und wohl auch immer noch ist), das viele der Lehrlinge die noch keine 18, also volljährig, sind und dementsprechend eigentlich lt. Gesetzt nicht so lange pro Tag arbeiten dürften, genauso hart ranklotzen müssen wie die "Alten" Es war eine Doku über mehrere Lehrlinge, bei denen einer davon "aus der Reihe tanzte", indem er sich an die gesetzlich vorgeschriebe Maximal-Arbeitszeit für Minderjährige hielt. Heißt, er kam etwas später und ging früher als die anderen Azubis, von denen die meisten ebenfalls noch minderjährig waren. Bei seinen Chefs und den Azubi-Kollegen stieß dies auf absolutes Unverständniss. "Kann doch nicht sein, "da muß man doch durch", "der hat ja überhaupt kein richtiges Interesse am Beruf" waren die gängigsten Kritiken. Am Ende des Beitrags schmiss der Azubi entnervt die Ausbildung und fing eine andere an. Es ist in der Kochbranche also gang und gebe das gesetzlich gegebene Arbeitszeiten nicht eingehalten werden (können). Ok, als Erwachsener muß man im Prinzip wissen "auf was man sich einläßt", aber das auch schon bei den (minderjährigen) Azubis kein Unterschied gemacht wird finde ich traurig. Und wenn sich dann mal einer daran hält, wird dieser noch als "Sonderling" oder "faul" beschimpft! |
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![]() Mitglied seit 12.09.2004 |
Moin!
Ich rate jedem Interessierten, mal für 14 Tage nur ne Zeltlagerküche vonne Pfadfinders (zum Beispiel) zu betreuen. Danach isser vom Berufswunsch Koch wahrscheinlich kuriert... Gruß, Nick
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![]() Mitglied seit 16.04.2008 |
Hallo,
ich habe das Thema hier übersehen und selbst eins aufgemacht und versuche jetzt mein Statement dazu hier unterzubringen. Wen es interessiert, hier der link:diesen Thread LG Mathias |
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![]() Mitglied seit 04.07.2008 |
Ich denke in jedem Handwerksberuf sind Azubi's die Angeschmierten. Gerade wenn es ein kleinerer Betrieb ist, bei dem kein Betriebsrat was zu sagen hat. Wenn ich an meine Ausbildung zurückdenke, dann waren 60 Stunden in der Woche keine Seltenheit. Wir haben als Schreiner um 7.00 Uhr angefangen und teilweise bis 19.00 Uhr durchgearbeitet. Eine halbe Stunde Mittag, zwischendrin eine kleine Brotzeit. Auf Montage waren es noch mehr Stunden.
Und am Freitag wenn die Gesellen um 13.00 Uhr Schluß hatten, haben die Azubis noch die Werkstatt aufgeräumt. Das war dann auch meistens 19.00 Uhr oder später. Dazu kam Urlaubssperre von März bis September wegen zuviel Aufträgen. Es war keine leichte Zeit, aber Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Mir tun einfach alle Lehrlinge leid, die von den Chef's "ausgebeutet" werden, nur weil es eine billige Arbeitskraft ist. Da sollte sich der Gesetzgeber mal drum kümmern. Wehren können sich ja die meisten eh nicht und wenn was gesagt wird, dann wird es nur noch schlimmer. Entweder Job weg oder noch mehr Arbeit. Trotzdem Respekt vor den Köchen allgemein. Ich möchte diese Arbeit nicht machen, auch wenn ich leidenschaftlich gerne koche. Aber jeden Tag bis nach Mitternacht in der Küche stehen ... neee Danke. LG Alley |
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![]() Mitglied seit 29.09.2009 |
Hallo,
es ist halt so, Kochen ist ein Kampfsport (sagt mein Sohn, Kochlehrling 3. Lj.) LG Elderberry |
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![]() Mitglied seit 25.11.2008 |
Hallo!
Wie sagte mein Chef in der Ausbildung immer: "Morgen kommen wir halt ein bisschen früher, damit wir später gehen können!!!" Geschadet hat es mir nie! Und wer keine Lust auf 17 Std Tage hat muss sich doch nur aus der Sterne Gastronomie zurückziehen. Viele kleine Betriebe sind sehr korrekt mit den Arbeitszeiten!!! LG, Patti |
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![]() Mitglied seit 26.03.2009 |
Hallo,
@SG74: das, was du schilderst, war ziemlich genau der Inhalt des Films von gestern abend, incl. der Aussage des Kochs, nie wieder unter 18jährige als Azubi einzustellen. Ich habe noch mal in der Programmzeitschrift nachgeschaut, dort steht als Produktiondatum Dtl. 2010. Erinnerst du dich, ob in dem Film, den du gesehen hast, auch Johann Lafers und Cornelia Poletto zu Wort kamen? Lieben Gruß Elke ------------------------------------------------------------------------- Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe. (Rene Descartes) |
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![]() Mitglied seit 01.02.2008 |
Hallo,
diese Reportage lief gestern früh bei phoenix und gestern abend bei N3. Auf der Homepage der Sender gibt's dazu noch Informationen. Das ist die Reportage, in der Lafer und Poletto auch interviewt wurden. Gruß don |
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![]() Mitglied seit 01.02.2008 |
Nachtrag:
das ist die Reportage, von der SG74 geschrieben hat don |
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![]() Mitglied seit 13.01.2009 |
Hallo,
das viele Betriebe mittlerweile nur noch volljährige Azubis einstellen hat zum einen den Grund des JuArSchg. Aber auch damit zu tun das viele erst mit 17- 18 Jahren die Schule beendet haben. Ich war gerade 16 als ich im Sommer 1989 meine Ausbildung als Restaurantfachfrau begonnen habe, mit Abstand die jüngste in der Berufsschule. Mein Ausbildungsbetrieb war auch klein ( Chef, Chefin, Koch und ich als Azubi, dazu dann verschiedene Aushilfen) Jedem der was in die Richtung Dienstleistung anstrebt empfehle ich ein Praktikum über mind. 2 Wochen. Da sieht man schon ziemlich gut was einen erwartet. Die Zeiten sind sehr gewöhnungsbedürftig- sowohl von der Menge als auch von den Zeitpunkten. Aber nicht alle Betriebe beuten aus! Nicht alle Azubis kommen mit Motivation und auch Elan in den Betrieb! Es gibt oft 2 Seiten. Auf keinen Fall gehören diverse Angriffe schwarz-weiß (Service-Küche) oder runtermachen des Azubis dahin. Aber das gibt es in jedem Beruf/ Branche Der Schreiner schmeißt mit Holzstücken, der Koch mit Bestecken und auf dem Büro wird jemand vor den Rechner gesetzt um softwarefehler zu finden, oder das Auto vom Chef zu waschen weil er eh für alles andere zu blöd ist. Gruß Ute, die ihre Ausbildung anstrengend fand aber auch sehr gerne dort gearbeitet hat. |
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![]() Mitglied seit 06.10.2008 |
@Glutinchen: Ob in dem Beitrag, den ich geschildert habe, Lafer und Poletto zu Wort kamen, weiß ich nicht mehr.
Mir ist nachdem nach dem Satz "Doku über Kochausbildung" dieser TV-Beitrag eingefallen. Wenn es nun genau dieser ist der da gestern lief, so war das reiner Zufall! Besonders ärgerlich an dieser Sache (Ausbildung) finde ich eben, das es von allen Seiten toleriert/hingenommen wird wenn gesetzlich vorgeschriebene Arbeitszeiten für Minderjährige nicht eingehalten werden. Die Azubis motzen nicht, weil dieses "längerbleiben" einfach verlangt wird und gerne gesehen ist und die jeweiligen Chefs scheinen wohl gleichzeitig einen entsprechend guten Draht zur Handwerkskammer haben, oder warum überwachen/kontrollieren die soetwas nicht??? |
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![]() Mitglied seit 16.11.2009 |
Hallo,
ich habe den Beitrag zwar nicht gesehen aber eine Ausbildung zur Köchin gemacht. Ja, es ist verdammt hart wenn die ganzen Mitarbeiter über einem einen so behandeln, wie sie einst selbst behandelt worden sind. Da gibt einer es an den anderen weiter. Ich hatte das Glück in einem kleineren Städtchen zu lernen, wo spät abends nicht mehr die Massen essen gegangen sind und wenn um 22Uhr Küchenschluss war kamen auch keine neuen Bestellungen (außer von bereits sitzenden Gästen z.B. Dessert) mehr rein. Doch auch das konnte sich bis 23:30Uhr ziehen, wenn sie kurz vor 22Uhr ihr 3- oder 4-Gang Menü bestellt hatten. Das war aber zum Glück äußerst selten. Das Jugendschutzgesetz verbietet es minderjährigen Arbeitnehmer über eine bestimmte Zeit/bestimmte Stundenanzahl hinaus zu arbeiten. Das ist richtig. Aber so sieht es auch Ausnahmen für gastronomische Azubis vor. Die selten gehalten werden sollen. Aber wo kein Kläger da kein Richter. Der IHK ist doch so ziemlich alles egal. Die werden nur aktiv wenn man sie direkt darauf ansetzten würde. Und dann wohl auch äußerst ungern. Und dann könnte der Chef ja immer noch sagen, dass es heute eine Ausnahme sei. "Stechuhren" oder Zeiterfassung gibt es in den wenigsten Betrieben. Und was würde der Gast sagen, wenn die nette Servicekraft ihm mitteilt, das er nicht mehr bekocht wird, weil der Azubi die zulässige Arbeitszeit für heute erreicht hat...? Gastronomie ist wohl der schwerste Arbeitsplatz den es gibt. Da können viele Köche viel erzaählen, jeder übertrumpft den anderen mit seinen schweren Erlebnissen. Ein Praktikum hilft, in die Welt hineinzuschnuppern. Aber den vollen Umfang wird man dort nicht spüren. Man möchte den potenziellen neuen Azubi ja nicht schon vorher vergraulen. Man muss halt wissen worauf man sich einlässt. Ich habe auch viel gezweifelt wärend meiner Ausbildung und habe mich später weitergebildet, so dass ich diesen Beruf nicht mehr zwangsweise ausüben muss. Doch bereue ich es erstmal nicht. Denn hey, ich kann kochen! Das bringt einem so manchen Respekt (und Lob vom Göga) ein. |
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![]() Mitglied seit 26.09.2006 |
Hallöle,
ich hab 1987-1990 meine Ausbildung zur Köchin gemacht und bei mir wars so richtig mies. Ich war damals schon 18, durfte also eh arbeiten, bis ich schwarz wurde. Zudem war ich in einem Kleinstbetrieb, das heißt, außer Chef und Küchenhilfe gabs nur noch mich. Wenn also der Chef sauer war, dann hab ich das immer komplett abgekriegt und das mußte mit mir speziell gar nichts zu tun haben. Überstunden waren völlig normal, anfangs hab ich sie noch vergütet bekommen, ab dem 2. Lehrjahr dann nicht mehr, weil "Ihr Lehrlinge verdient eh so gut!". Aha, hab ich gar nicht bemerkt, sapperlott! In der Schule saß ich generell immer komplett verpennt, weils bei uns keinen Küchenschluss gab und ich daher eben mit dem Chef drin stand, bis nix mehr kam. Dazu hatte ich zur Schule einen Anfahrtsweg von 70 km einfach! Ich hätte den Chef echt oft am liebsten erwürgt! Da der meist mit seinen diversen Liebschaften an der Bar beschäftigt war, hab ich eigentlich im Betrieb so gut wie nix gelernt. Ich habe 3 Jahre lang nur Spätzle gehobelt, Obstsalat gemacht, Bisquittortenböden gebacken und Salat gewaschen. Niemals durfte ich ein Stück Fleisch oder Fisch braten, wobei, doch 1x durfte ich nen Schweinerücken auf den Grill hauen. Nachdem der aber noch sehr rosa war beim runternehmen, hat der Chef beschlossen, dass ich zu doof für den Job sei und mich wieder in den Keller zu den Tortenböden geschickt. Alles was ich auch nur einigermaßen gut kann, hab ich in der Schule gelernt. Bei meiner mündlichen Prüfung ist ein Prüfer ausgerastet, nachdem ich ihm erzählt hatte, dass ich noch nie Forelle blau gemacht oder gegessen hätte. Der war so sauer und meinte nur: "Mensch nee und so einer kriegt überhaupt nen Lehrling!" Geschafft hab ich meine Prüfung trotzdem. Zwar nicht so gut wie ich hätte können, aber es gab Schlechtere als mich. Natürlich habe ich auch kein Arbeitszeugnis von meinem Chef bekommen. Der war nur froh, dass ich die Prüfung hatte, denn sonst hätte er mich noch ein halbes Jahr mit "durchziehen" müssen. Fragt mal, wie froh ICH erst war! Eine kleine Genugtuung hatte ich dann doch, nämlich als sie meinem überheblichen, dummen Chef das Restaurant unterm Hintern versteigert haben. Hin und wieder ist das Leben mal gerecht. Nur leider sehr sehr selten. Ich würde den Job sicher nicht nochmal lernen. Trotzdem bin ich froh, in gelernt zu haben. Der hat mich manches Mal schon gut über Wasser gehalten, vorallem in meinem Erziehungsurlaub, da hab ich nebenbei als Beiköchin gearbeitet und mir ein schönes Zubrot verdient. Das passiert einem als Bürokauffrau eher selten. LG Knöderl |
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![]() Mitglied seit 16.11.2009 |
Da fällt mir ein schöner Spruch ein, der auch irgendwie auf meine Lehre zutrifft...
50:50 Chancen verhaue ich zu 95% |
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![]() Mitglied seit 12.09.2009 |
Hi @ all,
ja die Zeiten sind schon lange. Mein 15-jähriger Cousin hatte jetzt erst in den Weihnachtsferien anderthalb Wochen in einem Restaurant gearbeitet, um hineinzuschnuppern. Es waren zwar alle sehr sehr sehr nett zu ihm (wie Kochwaesche schon sagte, wer will denn seinen potentiellen Azubi vergraulen), aber seine 12 Stunden musste er trotzdem leisten, natürlich ohne oder nur 15-minütigen Mittagspause. Die würden ihn auch gern ausbilden, jedoch müssen Fahrkosten und Bekleidung selbst bezahlt werden. Was die IHK angeht, kann ich auch nur sagen: Treffer, versenkt! Denn die sind froh, wenn die ihre Ruhe haben. Eine Freundin hatte Probleme mit ihrem Lehrbetrieb wegen sexueller Belästigung. Nachher war sie entlassen und stand als Lügnerin da. Die IHK meinte zu ihr, dass so etwas noch nie bei diesem Betrieb vorgefallen wäre und ob sie sich das nicht eingebildet hätte. Das war jedoch nicht in der Gastronomie. LG ardillachris |
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![]() Mitglied seit 23.07.2008 |
Um sagen zu können: Koch/Köchin ist der Traumberuf gehört Leidenschaft dazu, die setzt Leidensfähigkeit voraus. Wer aber nen echten Faible fürs Kochen hat, mit richtig guten Geräten und Zutaten arbeiten will, sich auch krativ austoben möchte und keinen Wert auf feste und geregelte Arbeitszeiten legt. Für den kann der Beruf zum Traumberuf werden. Die Berufsausbildung" ist dann aber nur der Grundkurs und die Ausbildung sollte besser nicht in der s.g. Schnitzelgastronomie beginnen. Wer nach de Ausbildung bereit ist einige Jahre zu tingeln um in richtig guten Küchen seine ersten Jahre weiter zu lernen, dafür dann auch gerne ein bisschen weniger Geld vedient als der "Schnitzelkoch", hat gute Aussichten. Wer in dem Beruf allerdings meint nach der Berufsausbildung (also der Grundausbildung) allwissend zu sein wird sicher schnell frustriert seine Jacke an den Nagel hängen.
1% Grundkenntnisse, 9% Talent, 20% Glück den richtigen Betrieb zu finden und 70% Leidensfähigkeit machen aus einen Kochazubi in vielen Jahren einen echten Könner. |
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![]() Mitglied seit 05.09.2008 |
Grüße
zu diesem Thema sage ich nichts lg boss |
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![]() Mitglied seit 26.09.2006 |
Bossi-Schatz,
bist du am Ende Ausbilder?? LG Knöderl |
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![]() Mitglied seit 28.11.2003 |
Hallo!
Ich habe die Sendung, zumindest in Teilen, gesehen. Der junge Kochazubi hat mir zwar leid getan, aber der war absolut im falschen Beruf. In der Gastronomie ist es halt mal so, dass Lehrlinge Arbeitskräfte sind. Und dass man geregelte Arbeitszeiten und 8 Stundentag im Normalfall vergessen kann. Sowohl als Azubi, wie auch später als Koch. Das kann man als Ausbeutung betrachten, allerdings auch als Vorbereitung auf die spätere berufliche Realität. Der Kerl hat wohl einen Nervenzusammenbruch erlitten und hat erst danch auf Einhaltung der gesetzlich geregelten Arbeitszeiten bestanden. Ich denke, selbst wenn er seine Ausbildung beendet hätte, wäre er im Kochberuf nie glücklich geworden. Der Küchenchef des Jungen hat es ganz gut auf den Punkt gebracht. Die Küchenmannschaft ist ein Team. Mit Visionen und Ambitionen. Und wenn da einer, egal ob minderjährig oder nicht, vorzeitig heim geht, weil er auf seine gesetzlich geregelten Arbeitszeiten besteht, dann sind die anderen nicht sonderlich gut auf den zu sprechen. Ich fand es zwar fies, dass der Kleine dann nur noch "Negerjobs" wie Kühlhaus aufräumen und Inventur machen durfte, aber andererseits war das auch nachvollziehbar. Sonst hätte er gegenüber den anderen Azubis, die die die Zähne zusammen gebissen und die branchenübliche Maloche durchgestanden haben, Privillegien genossen, die den Rest der Truppe nicht gerade motiviert hätte. Für einen Chef ist so eine Situation immer blöd. Weil es keine Lösung gibt, die allen gerecht wird. Ich denke, der war heilfroh, als der Azubi dann schlussendlich die Ausbildung abgebrochen hat. Cornelia Poletto kam zu Wort als es um das Verhältnis zwischen der männlichen Mehrheit und den weiblichen Wesen in der Küche ging. Die Sprache in einer Gastronomie-Küche ist schon eher derb und da werden auch mal anzügliche Bemerkungen zu Frauen gemacht. Cornelia Poletto meinte allerdings, dass sie da nie ernsthafte Probleme gehabt hätte sich gegenüber ihren männlichen Kollegen zu behaupten. Man darf halt nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Und ein gesundes Selbstbewusstsein braucht man in dem Job sowieso. Sie hat sich erstaunlicherweise sehr zurückhaltend und eher positiv ausgedrückt. Bei einer "Kerner-Sendung" habe ich mal mitgekriegt, dass sie bei Heinz Winkler gelernt hat. Und der muss als Chef wohl ein richtiges Ar....och sein. Sie hätte sicherlich die eine oder andere Gemeinheit zu erzählen gehabt, die ihr in Laufe ihrer Ausbildung widerfahren ist. Sie hat das aber nicht getan. Jedenfalls nicht in dem Teil der Sendung, den ich gesehen habe. Alles in allen war der Bericht für mich sehr interessant. Jetzt habe ich noch mehr Hochachtung vor den Leuten, die diese harte Schule duchstehen. Liebe Grüße, Thomas. |
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![]() Mitglied seit 05.09.2008 |
@Knöderl
ja aber ich würde diesen Berufsweg nicht mehr gehen lg boss |
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![]() Mitglied seit 13.09.2009 |
Hallo,
weiß jemand von euch, ob man die Sendung im Internet ansehen kann oder ob sie noch einmal wiederholt wird? Habe sie leider gestern verpasst und eben schon auf der Seite des Senders nachgesehen, aber nichts gefunden. Vielen Dank schon mal! Herrmania |
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![]() Mitglied seit 26.03.2009 |
Hallo Herrmania und ihr anderen
auf HP des Senders habe ich folgende Mitteilung gefunden: Allerdings habe ich beim Recherchieren ein Video aus der gleichen Reihe von NDR, heißt "45 Min" gefunden, das den Michelin-Stern-Träger Ali Güngörmüs zum Thema hat. Der soll in diesem Video auch darüber erzählen, was er in seiner Ausbildung erlebt hat. Ich schau mir das gleich mal an. Wenn ihr in der NDR-Mediathek den Suchbegriff "45 Min" eingebt, solltet ihr es finden! Lieben Gruß Elke ------------------------------------------------------------------------- Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe. (Rene Descartes) |
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![]() Mitglied seit 16.11.2009 |
Für alle die die Sendung nicht gesehen haben...Sie kam letztes Jahr im September schon in der ARD und im WDR. Und am 17.2. kommt sie jetzt nochmal im SWR oder 23.2. Eins Plus
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![]() Mitglied seit 09.11.2007 |
Ja, toller Beruf.
Sagenumwoben, und gespickt mit Legenden die es einem kalt den Ruecken runterlaufen lassen. Uebergewichtige, schlecht gelaunte Kuechenchefs beherschen die Zunft, und Terror, Angst und Schrecken beherschen die diversen Kuechen dieser Welt. Koeche sind Machos, sexistisch, rassistisch und pinkeln natuerlich nur im stehen. Koeche arbeiten bis zum umfallen, 14 Stunden Tage sind die Regel, und der Umgangston wuerde so manchem Geleerenkapitaen des roemischen Reiches die Roete ins Gesicht treiben. Lehrlinge, Praktikanten und andere Aspiranten werden vorzugsweise zu niederen Arbeiten eingesetzt, oder aber direkt roh verspeist, wenn nicht zufaellig die Lust nach Blut an einem zufaellig vorbeilaufendem Servicemitarbeiter ausgelassen wird. Jaaaaa, nur die harten kommen in den Garten, und die besten sterben jung. Kueche ist kein Kindergeburtstag, und Koeche keine feminisierten Warmduscher wie die im TV. This is a mans world. So weit so gut. Aber wie gesagt...... das gibt es in Kuechen, Malerbetrieben, bei Maurern, Schreinern, und Elelktroinstallateuren. Ich bestreite nicht, dass es solche Kuechen gibt. Ich bestreite auch nicht, dass die Ausbildung zum Koch hart ist. Aber ich habe doch oft den Eindruck dass heutzutage weder Eltern, noch Auszubildender wirklich wissen, welche Moeglichkeiten es gibt sich "zu schuetzen" Allzu oft wird der Ausbildungsbetrieb nur nach "Geschmack" ausgesucht.......... Geh mal zum Gasthof XXXX da haben wir damals deine Taufe und deine Kommunion gefeiert. Die sind gut. Auch das Menue zu Omas Geburtstag war richtig Klasse. Ja, ja. Neeee is klar. Bei jedem Kauf im Internet werden stundenlange recherchen ueber den Verkaeufer gemacht. Und wenn man den Wochenendurlaub plant werden auch erstmal die Bewertungen anderer fuer das Hotel gecheckt. Im Supermarkt werden natuerlich die Zutatenliste der Leberwurst und des Mueslis gelesen und ausgewertet........... Aber wenn es darum geht seinen Sproessling in eine 3-Jaehrige Ausbildung zu schicken, scheint bei manchen Eltern nur das Jahre zurueckliegende Konfirmationserlebnis auschlaggebend zu sein........ war echt lecker...... Schwarze Schafe gibt es in unserem Beruf. Wie in jedem anderen auch. Infos gibt es zu Hauf bei den Berufsschulen, IHK's, NGG, Google.......ja sogar Facebook etc. etc. Aber ....... braucht ja anscheinend kein Mensch.......... war ja lecker damals bei der Kommunion. |
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![]() Mitglied seit 19.08.2008 |
im swr kommt um viertel nacht etwas, was klingt wie der bericht über den hier diskutiert wird.
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![]() Mitglied seit 21.01.2007 |
Hallo,
ich gehöre von Berufswegen zu den natürlichen Feinden der meisten Köche Ich habe dank netter Kollegen einiges in der Küche gelernt und auch den Spaß am Kochen habe ich mir durch diese Erfahrungen nicht nehmen lassen. Ich habe eine ganze Reihe von Köchen in meinem Freundes- und Bekanntenkreis, die z. T. auch noch in diesem Beruf arbeiten und das zumeist auch gerne. Ich denke, dass man nicht pauschal sagen kann, dass Koch ein Traumberuf ist oder nicht. Wichtig bei der Berufswahl ist, dass man sich bewußt für einen Beruf entscheidet und im Vorfeld abwägt, ob der Job zu einem passt. Aber wirklich merkt man das eh erst, wenn man mitten drin ist. Ich möchte die Erfahrungen in der Hotellerie nicht missen, weil ich einfach sehr viele nette und interessante Menschen kennengelernt habe. Mittlerweile habe ich auf einen Bürojob umgesattelt und auch in diesem Bereich wird man durchaus ausgenutzt. 50-60 Stunden in der Woche ohne Ausgleich habe ich da auch, einen Arbeitsplatz, der keiner Arbeitsstättenverordnung entspricht, kann ich genauso bieten und ein cholerischer Chef ist ebenfalls im Spiel. Aber der Job macht trotzdem Spaß und das Team ist klasse. Ich glaube, den Traumjob schlechthin gibt es ohnehin nicht. Man muss einfach das beste aus der Situation machen und natürlich auch Glück mit den Kollegen haben. Habe zum Glück noch nie Zickenterror und Mobbing erleben müssen. LG, grisu |
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![]() Mitglied seit 28.05.2009 |
Hallo !
Mein Sohn hat bis kurz vor Weihnachten bei einem Sternekoch in Mainz gelernt. Dort herrschen ähnliche Zustände wie in der Wartenberger Mühle. Ist in diesem Gewerbe die Zeit im Mittlalter stehen geblieben? Kann dieses Gewerbe alle gesetzlichen Vorgaben ignorieren? Eltern ist es verboten ihre Kinder zu schlagen aber der Küchenchef darf? Was bitteschön ist der Zweck daß Lehrlinge gebrochen werden? Wo liegt der Sinn,wenn der Lehrling nach 17 Stunden Arbeit ohne Pause nach 3 Stunden Schlaf in der Berufschule sitzt, wegen der besseren Konzentation? Was rechtfertigt die Beleidigungen die da fallen? Mir Läuft die Galle über wenn ich solche Aussagen wie in dieser Sendung höre. Unser Sternekoch sagte, er würde nur Krieger ausbilden. Das könnte wirklich wahr sein, denn kochen lernt mein Sohn bei mir in der Küche. Das sind aus meiner Sicht keine Ausbildungsplätze sondern Ausbeutungsplätze. Grüße vom ziemlich erregten Kleemy |
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![]() Mitglied seit 23.07.2009 |
Hallo,
da muss man nicht erregt sein und sich auch gar nicht wundern. Man muss aber bereit sein, der Realität ins Auge zu schauen. Grundsätzlich kann die Ausbildung ja nicht soooo arg sein, es gibt doch genug gelernte Köche, oder? Man geht, wie bei vielen anderen Berufen auch, von einem "selbstgestrickten" Bild aus, das mit der Realität nichts bzw. nur wenig zu tun hat. Soll der Lehrling in einen Berufsablauf integriert werden, dann gehts hier genau so zu, wie auch nach der Lehre. Das beinhaltet eben Kochen auf die Minute hin genau, vorbereiten auf die Minute hin genau... - was denn sonst? Wenn ich den Lehrling so integriere, dann funktioniert der gesamte betriebliche Ablauf aber auch nur so, oder erwartet sich jemand, dass der Betrieb noch einen "Nebenherläufer" für den Bereich anstellt bzw. anstellen kann? Dass Kühlräume geputzt werden müssen, Arbeitsflächen, ja, die gesamte Küche an sich, sollte doch auch klar sein. Mir kommt bei der Debatte so vor, der Lehrling soll machen dürfen was er will und natürlich soll er spätestens um 18.00 Uhr zuhause sein.... Jetzt aber eine Frage an die, die die Leistungen eines KOchs nützen: nach 18.00 Uhr langt aufgewärmtes Essen in der Mikro? Service gibts natürlich auch keines mehr, selbst holen, im Mikro wärmen und danach auch abwaschen? Wohl eher nicht! Damit bleibt nur noch die Frage, ob Ausbildung so stattfinden soll, dass der Mensch weiß um was es in dem Beruf geht, oder ob man Beiläufer in Form Lehrling spielt..... Liebe Grüße Hannes |
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![]() Mitglied seit 27.03.2005 |
Hallo
die Sendung habe ich gestern auch gesehen. Ich muss sagen, dass mir dieser arrogante "Sternekoch" persönlich wirklich nicht gefallen hat. Dieses ständige Geschwafel von "Visionen"..... andererseits kam mir aber auch die Frage: Kann eine Küche, in der so viel los ist überhaupt "ausbilden"? Bleibt da überhaupt die Zeit, die man bräuchte um einen Lehrling ein- und anzuweisen? Muss ja scheinbar möglich sein, denn es kommen ja genügend junge Köche aus solchen Betrieben raus. Oder geht das nur mit Hilfe netter Berufsschullehrer, die den jungen Leuten dann auch "praktischen" Nachhilfeunterricht geben, in dem sie das lernen, wozu in den Küchen keine Zeit ist? Wenn man sich dann selbst so ins Abseits stellt, wie dieser Junge (bzw. von seinen Eltern dorthin gestellt wird) braucht man sich eigentlich nicht zu wundern, dass man nur noch Kühlschränke aufräumt. Versteh da auch die Eltern nicht: wenn ich sehen würde, dass mein Kind dem Stress nicht gewachsen ist, würde ich es tatsächlich da rausnehmen und versuchen, ihn in einem netten Landgasthof unterzubringen. Das Jugendschutzgesetz ist sicher wichtig und auch (überwiegend) richtig, aber dass es nun mal Berufe gibt, in denen es nicht eingehalten werden kann, liegt doch auf der Hand. Das Fazit des Betreibers: ich werde keine Azubis unter 18 mehr einstellen ist nur verständlich und wahrscheinlich auch für diesen Beruf richtig. lg eifelkrimi |
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![]() Mitglied seit 11.02.2008 |
Guten Morgen,mein Sohn möchte eigentlich Koch lernen und macht gerade ein Praktikum in einem bekannten Restaurant in Mannheim.
Da geht es fast genau so zu wie da gezeigt. Mein Sohn denkt darüber nach doch lieber eine Ausbildung im Service zu machen. LG biggile1965 |
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![]() Mitglied seit 27.03.2005 |
Hallo
hat er denn da die Gelegenheit, mal mit anderen Azubis zu reden? Zu fragen, wie es für die ist? Ob sie das Gefühl haben, da etwas zu lernen? Ich meine: zwischen Küche und Service liegen ja Welten. Und: wie alt ist er denn? lg eifelkrimi |
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![]() Mitglied seit 11.02.2008 |
Hallo eifelkrimi, also mein Sohn ist 17 Jahre alt und hat nun schon etliche Kochpraktiken hinter sich.
In den meisten Restaurants oder auch Grossküchen war es so. Ja, mit Azubis konnte er sich austauschen und die einen machen ihre Lehren fertig und machen dann was anderes oder wieder andere die wollten ihre Lehre abbrechen. Ja, stimmt schon da liegen Wlten dazwischen, das habe ich ihm auch gesagt. LG biggile1965 |
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![]() Mitglied seit 27.03.2005 |
Weisst du, vieleicht muss man auch ein bischen suchen...
ich meine da wirklich "Landgasthof" - da kochen ja auch nicht nur Deppen, selbst wenn sie oft Einheitsbrei fabrizieren müssen, weil der Inhaber oder das Publikum es so will also hier im Dorf gibt es einen Koch, der hat zwar mit seiner Kneipe Pleite gemacht, einfach weil er für dieses Kaff ein etwas zu gehobenes Angebot hatte. Der hat einfach saisonal und regional und nett gekocht mit einer kleinen Speisekarte, die häufig wechselte. Und das war für ein Publikum, die ansonsten gerne Jäger- und Zigeunerschnitzel mit möglichst viel Pampe obendrauf essen Perlen vor die Säue geworfen. Der kocht jetzt in einer Betriebskantine - ist aber weiterhin Koch aus Leidenschaft und betreibt auch noch einen Cateringservice..... das nützt dir jetzt nichts aber vielleicht würde es sich lohnen, danach zu suchen wichtig wäre es doch, die Grundlagen von der Pike auf sauber zu lernen ich meine, bei einem Spitzenkoch in der Ausbildung zu sein und dann Jahr um Jahr morgens das Frühstücksbufet zu richten, kann es ja auch nicht sein - oder? Oder streckenweise Deko auf Teller zu verteilen, weil grad ein Engpass ist... lg eifelkrimi |
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![]() Mitglied seit 16.11.2009 |
Lehrjahre sind keine Herrenjahre...
Auch in Sterneküchen lernen Azubis, ich würde sagen, sie lernen dort sogar mehr. Man muss ja bedenken, dass nicht nur den ganzen Tag Volldampf herscht. Die Kernzeit ist sicherlich Abends, wenn viele Gäste essen gehen. Doch das Essen muss ja auch vorbereitet werden. Und da lernen die Azubis von ihrem Ausbilder die meisten Sachen wie Garmethoden und Zubereitungsarbeiten wie "wie koche ich eine Soße". Jeder fängt klein an. Da wird am Anfang das gemacht, wo man nicht viel verkehrt machen kann, wie Salate. Aber gerade in solchen besseren Häusern gibt es immer mindestens einen Ausbilder, der sich auch um die Azubis kümmert. Im Landgasthof, und ist er noch so schön, gibt es meist nur den Chef und einen Gesellen. Dem Gesellen ist es egal, hauptsache der Azubi nervt nicht und macht alles richtig, und der Chef ist meist Chef des ganzen Betriebes und hat nicht die Zeit zum ausbilden, da Buchhaltung, Einkauf, etc. auch wichtig sind. Und so steht man dann da als Azubi... Beispiel: Restaurantöffnungszeit ist von 18-22Uhr dann fangen alle um 14Uhr an zu arbeiten, damit sie auf ihren 8 Stunden Tag kommen. Aber nicht alle Gäste sind um 22 Uhr verköstigt. Jeder soll sich mal bitte an die eigene Nase fassen, der kurz vor Küchenschluss (21:45) in ein Restaurant gekommen ist, ihm gesagt wurde es gibt nichts oder nichts großes mehr, und hinterher trotzdem wiedergekommen ist - Stamlokal zählt nicht... Tja, und wenn dann an dem Tag noch eine Veranstaltung ist, welche eine größere Vorbereitung benötigt, dann muss halt früher angefangen werden. Was @Biggile gerade im Service dann auch noch sehr viel später in die Nacht hinein gehen kann. Aber man ja nicht vorhersagen wie lange die Gäste bleiben. Klar wird im Service nicht in erster Linie so geschrien wie man es in der Küche kann, da ja die Gäste "mithören". Aber die haben auch ihre Mittel und Wege ihre Azubis zu "brechen". Schließlich geht es , sowohl in Küche als auch im Service, darum, dem Gast einen möglichst perfekten Abend zu liefern. Dafür bezahlt er ja. Ist der Gast zufrieden erzählt er es 2 Personen weiter, ist er unzufrieden erzählt er er 10 Personen. |
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![]() Mitglied seit 28.05.2009 |
Hallo,
Vorne sitzt die Bussi-Bussi -Schicki-Micki-Gesellschaft(wir waren gestern wieder bei Fräänky;die Stopfleber war wieder deliziööös) aber hinten wird geschuftet für einen Hungerlohn,die Lehrlinge getreten und beleidigt.Aber die Köche brauchen eh nur Geld für Drogen und Alkohol,Zeit für geldausgeben bleibt bei 16 Stunden pro Tag sowiso nicht. Ich prognostiziere mal: Lange geht das nicht mehr,denn im Moment wird auf breiter Front über diese Zustände diskutiert wie zum Beispiel bei Facebook :"Mehr Rechte für Gastro-Hackler" Da wird sogar über Streik geredet! Übrigens: Kennt jemand einen Koch, der mit 65 in seinem Beruf in Rente gegangen ist? Gruß von immer noch zornigen Kleemy |
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![]() Mitglied seit 23.10.2009 |
Mir fehlt jegliches Verständnis für die Aussagen von Sternekoch M. S. aus der Wartenberger Mühle. Gröbste Verstöße gegen das Jugend-Arbeitsschutzgesetz verkleidet er als "Visionen". Den "aufmüpfigen" Auszubildenden zur Strafe tagelang in einem fensterlosen Lagerraum Dosen zählen zu lassen, statt ihm die vertraglich zugesicherte Ausbildung zukommen zu lassen, ist völlig inakzeptabel.
Kein Mensch und schon gar kein Jugendlicher muß "gebrochen werden". Ausschließlich mit Motivation sind die gewünschten und vereinbarten Ausbildungsziele zu erreichen. Aber dazu mangelt es Leuten wie Herrn S. an vielem. Ich bin Ausbilder für kaufmännische Berufe und will jungen Menschen alles mitgeben um eigenständige und erfolgreiche Menschen zu sein. Wir brauchen gute Mitarbeiter und keine Sklaven. |
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![]() Mitglied seit 27.03.2005 |
Für mich kam in dem Bericht aber durchgängig der Tenor rüber: "Ich habe während der Ausbildung Sch**sse gefressen - also müssen die das heute auch"
seltsames Milieu lg eifelkrimi |
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![]() Mitglied seit 23.10.2009 |
Ja, eifelkrimi, das ist erschreckend.
Wird ein Sohn von seinem Vater geschlagen, dann wird er mit großer Wahrscheinlichkeit auch seine eigenen Kinder verprügeln. |
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![]() Mitglied seit 26.09.2006 |
Jepp.
So sehe ich das auch. Und das hat überhaupt nichts damit zu tun, dass Lehrjahre keine Herrenjahre sind. Es ist schlicht und ergreifend demütigend und in keinem Fall motivierend. Das aber Motivation und positive Bestätigung das A und O für einen guten Lehrling (Mitarbeiter, Angestellter usw.) ist, ist im kaufmännischen Bereich mittlerweile zur Genüge bekannt, in der Gastronomie herrscht da aber immer noch völlige Ahnungslosigkeit. Ich kann mich an meine Prüfung zur Köchin erinnern, als mich ein Prüfer fragte, wie man eine Forelle blau macht und ich ihm wahrheitsgemäß anwortete, dass ich leider keine Ahnung hätte, weil ich sowas weder jemals gemacht, gesehen oder geschweige denn probiert hätte. Daraufhin schaute er nach, wer mein Ausbilder gewesen ist, schüttelte den Kopf und sagte: "Mensch nee und so einer kriegt überhaupt nen Lehrling, nicht zu glauben!" Also komm mir keiner daher mit so saudummen Sätzen wie dass man in der Gastronomie leidensfähig sein müsse, weil man sonst nichts für diesen Beruf wäre. Was für ein Schmarrn! Leidenschaft hat mehr was mit Freude und Energie zu tun und weniger damit, dass man derbe angelabert oder als Volldepp hingestellt wird. Und während meiner Lehrzeit gabs auch schon wesentlich mehr "unkorrekte" Chefs als korrekte! Sorry, aber da werde ich heute noch sauer. Und ich kann durchaus mal nen derben Spruch vertragen. Aber einen Menschen brechen wollen, da muss ich doch ordentlich was an der Birne haben, wenn so etwas zu meinen Grundsätzen gehört! Knöderl |
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![]() Mitglied seit 27.03.2005 |
Ich habe früher auch Lehrlinge ausgebildet
Im Büro, in der Buchhaltung und das ist schon ca. 30 Jahre her und wenn ich einen Azubi so behandelt hätte, wäre ich wahrscheinlich in hohem Bogen rausgeflogen lg eifelkrimi |
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![]() Mitglied seit 13.05.2007 |
Ist zwar etwas OT aber als Speditionskaufmann trifft das vom Stil und
Arbeitsaufwand auch auf diesen Beruf zu. Als Azubi Überstunden ohne Ende, klar machen die anderen auch, also du auch, sonst gehörst du nicht dazu. Chefs die zwar viel Brüllen, aber in Wissensvermittlung unter aller Kanone sind. Im normalen Berufsleben kann man das mal hinnehmen, gegenüber Azubis allerdings unterste Schublade. Ausbildung beendet aber so schlau wie ein Stück Schnur Gibt doch immer so viele Bücher über Führungskräfte, anscheinend liest die niemand |
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![]() Mitglied seit 13.05.2007 |
Ich meinte natürlich "für Führungskräfte"
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![]() Mitglied seit 26.09.2006 |
Ha Winter,
dafür haben Chefköche doch keine Zeit, was meinste denn! |
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![]() Mitglied seit 27.03.2005 |
Na ja, also entweder man ist eine Führungskraft - einfach von seinen Anlagen und Fähigkeiten her - oder man wird nie eine. Da kann man noch so viele Bücher lesen
lg eifelkrimi |
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![]() Mitglied seit 09.11.2007 |
Da die anderen Profis ja anscheinend nicht in dieser Rubrik lesen, werde ich doch weiterhin alleine versuchen unseren Berufsstand zu verteidigen.
Dabei streite ich garnicht ab, dass es solch "extreme" Betriebe gibt (siehe meinen Beitrag weiter oben). Aber wie in den Medien ueblich wird mal wieder pauschalisiert, und alles ueber einen Kamm gescheert. Titel ist: Koch, einTraumberuf? Diese Frage pauschal mit Ja oder Nein zu beantworten ist natuerlich unmoeglich. Deswegen schreibe ich mal wie das damals bei mir so war in der beruehmt beruechtigten Lehrzeit. Ich habe damals (vor 22 Jahren) in einem Hotel gelernt. 160 Zimmer, Veranstaltungs- und Tagungsräume für bis zu 750 Pers. 2 Restaurants + Biergarten Klassisches 4**** Haus in einer Grosstadt wie es sie zu hunderten gibt in Deutschland. Nette Kuechenbrigade, sehr kompetenter Kuechenchef und ein prima Ausbildungsleiter. Ja, hart war es. Es gab auch die eine oder andere Ueberstunde, aber alles in allem war die Ausbildung gut bis sehr gut. Heisst, ich gebe einfach die Noten weiter, die ich bei meiner Gesellenpruefung bekommen habe. Zu beginn meiner Ausbildung, (wenn ich so zurueckdenke) war ich schon ein schwieriger Fall. Katastrophales abschlusszeugnis der Realschule...... Mathe 5. Ich war auch meinem Alter entsprechend natuerlich ein Rebell. Voll in der Pubertaet, eine richtige kleine Nervensaege. Leicht hatten es meine Ausbilder nie mit mir. Regelmaessig zu spaet, scheissegal. Berufsschule geschwaenzt.......auch scheissegal. Ich (und meine damaligen Freunde) haben so ziemlich jeden Mist gebaut, den ein Verkorkster Teenager damals bauen konnte. Vom ausloesen des Feueralarms, bis hin zu kleinen Diebstaehlen. Aber, anstatt uns hochkantig rauszuschmeissen hat man uns an die Hand genommen. Uns erzogen und sehr gut ausgebildet. Ich komme aus einer Akademikerfamilie. Pure 68er mit antiautoritaeren Erziehungsmethoden. Montessori und Waldorfschule.........glaubt mir, da mussten die so einiges wieder zurechtruecken. Danach dann zum Bund, und ab ins Berufsleben. Ich habe vieles ausprobiert. Sternegastronomie in Sueddeutschland, bis zur Matrosenkneipe in Kiel. Kreuzfahrtschiffe und Grosshotels in Asien und den USA. Irgendwann wollte ich dann doch noch auf die Hotelfachschule. Teuer damals. Gluecklicherweise haben meine Eltern die Kosten uebernommen, da sie meinem Bruder auch das Unistudium finanziert haben. Also........ ab in die Schweiz, mit einfachem Schulfranzoesisch und ziemlich blauaeugig. Aber ich habe es geschafft. Dann nach Frankreich fuer Accor, und dann wieder nach Asien wo ich meinen jetzigen Geschaeftspartner kennengelernt habe der dort als Koch ein Event im Hotel organisiert hatte. Sternegastronom im suedwesten Frankreichs suchte er nach einem Geschaeftsfuehrer der ihn bei seinem Expansionskurs zuverlaessig begleitet. Und hier bin ich nun. Der kleine Kochazubi von damals. Ihr erinnert euch? ....... Mathe 5 Heute Gesellschafter einer Firma mit fast 300 Angestellten und knapp 11 millionen € Umsatz. Ja, ich denke noch oft an meine Ausbildung in Deutschland zurueck, und diskutiere oft mit unseren deutschen Praktikanten. (wir arbeiten mit einer Hotelfachschule in Sueddeutschland zusammen) Also? Traumberuf? In meinem Fall ganz klar ja. Egal wo auf der Welt, egal mit welchen reduzierten Sprachkenntnissen........ ich habe immer gutes Geld verdient, bin viel rumgekommen, und habe vieles erlebt und gesehen. Ich hatte nette und wirklich schlimme Kuechenchefs. Ich habe manchmal Blut und Wasser geschwitzt, und habe auch mal 2 Monate in den USA in meinem Auto "gewohnt" Schoen war es, und ich moechte heute im nachhinein keinen Tag missen. Arschloecher gibt es in unserem Beruf. Hat es immer gegeben, und das wird auch so bleiben. Hat aber nichts mit der Gastronomie zu tun, sondern ist in jeder Branche so. Ausbeutung von Azubis gibt es auch. Aber hier muss ich ganz klar sagen, dass die Eltern in der Verantwortung stehen. Der kleine Azubi traut sich nicht den Mund aufzumachen, normal. Er fuerchtet die folgenden Represalien. Aber Eltern koennen und sollten ein Auge darauf haben. Es ist doch heute ueberhaupt kein Problem mehr den Ausbildungsbetrieb zu wechseln. Vieleicht koennen wir ja mal in einem anderen Thread ueber das Ausbildungssystem selbst diskutieren. So, nun ist es schon sooooo spaet, und ich sitze immer noch hier vor dem Computer. Mann, da werde ich morgen frueh aber mal wieder richtig schlechte Laune haben............. na ja, macht nichts. Knoepfe ich mir einfach mal einen unserer deutschen Praktikanten vor............. Bonne nuit les amis |
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![]() Mitglied seit 28.03.2004 |
Toller Bericht Deines Lebens, habe ihn mit Spannung gelesen.
LG Stephan |
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![]() Mitglied seit 04.12.2006 |
Moin,
abgesehen von den Jobs die Du und ich im Ausland haben, kann ich mittlerweile nur jedem raten in Deutschland etwas anderes zu machen, der "Verdienst" ist einfach sehr schlecht, jede Teilzeitverkäuferin verdient mehr, die Zukunftsaussichten sind sehr beschränkt in Deutschland und wenn du 40 bist kannst du vergessen irgendwo einen Job zu finden, was ich grad mal wieder aus eigener Erfahrung mitbekomme, 164 Bewerbungen und gerade mal 8 Antworten innerhalb von 3 Monaten im Raum München sprechen halt für sich, .... Liebe Grüssse elhooligan |
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![]() Mitglied seit 26.03.2009 |
Hallo Goutatout
danke für deinen Bericht, der unterm Strich ja doch sehr optimistisch klingt. Ich habe ihn sehr gerne und mit Spannung gelesen! Du scheinst allerdings wirklich Glück gehabt zu haben in der Anfangszeit deiner Ausbildung. Damit, dass die Ausbilder so viel Geduld und Überblick haben, kann man heutzutage anscheinend nicht überwiegend rechnen. Ich selbst kenne die Gastronomie nur als "Gast", habe also keinen Blick hinter die Kulissen werfen können. Aber nach dem, was hier zu lesen ist, scheint es ein wichtiger Punkt zu sein, sich von Anfang an den richtigen Ausbildungsplatz zu wählen. Dennoch scheint mir irgendwas falsch zu sein, wenn die "Trefferquote" relativ gering ist. Möglicherweise wäre eine generelle Diskussion über die Ausbildung zum Koch tatsächlich notwendig. Ich lese z.B. gern auch die Rubrik "Prüfungsmenüs und Ausbildung". Was da teilweise zu Tage tritt, ist auch nicht gerade ein Ruhmesblatt für die Ausbilder.... Lieben Gruß Elke ------------------------------------------------------------------------- Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe. (Rene Descartes) |
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![]() Mitglied seit 09.11.2007 |
Richtig, die Ausbildung in der Gatsronomie gehoert dringendst reformiert, und zwar von Grund auf.
Ein Auszubildender lernt heute alle moeglichen klassischen Garnituren aus dem Duch und sonstiges aus den vergangenen Jahrhunderten. Das ist aber leider (oder gluecklicherweise) so weit entfernt von der realen Berufswelt, dass sich heute jeder Commis de cuisine eigentlich vollkommen veraeppelt fuehlen muss wenn er dann endlich als ausgelernter Koch arbeitet. Die Ausbildung muss viel Realitaetsnaher gestaltet werden. Die Auswahl des Ausbildungsplatzes ist natuerlich primordial. Leider (wie ich schon weiter oben geschrieben habe) wird hier allzuoft nach "Geschmack" ausgewaehlt. Da wo's lecker ist.......... muss doch auch die Ausbildung gut sein......... vollkommener Quatsch. Hier sind die Eltern gefragt, die ihr Kind schliesslich fuer 2 bis 3 Jahre einem fremden anvertrauen, der massgeblich an der beruflichen Zukunft ihres Sproesslings beteilig sein wird. Na ja, von der AEVO bis zu den diversen Kammern....... da koennte (und sollte) man so einiges reformieren. Aber das koennen wir ja wie gesagt in einem anderen Thread diskutieren. Gastronomie ist und bleibt ein sehr interessantes und vielfaeltiges Berufsfeld......... |
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![]() Mitglied seit 26.03.2009 |
Na dann mach doch mal einen auf...
z.B. im besagten: Prüfungsmenüs und Ausbildung? Würde mehr passen als hier, und es würden vielleicht auch mehr von deinen Kolllegen lesen. Ich fühle mich da nicht berufen, obwohl mir die Doku im TV doch nachgeht. Großes Interesse des Azubi, und dann verheizt werden...Und das war ja nur ein plakatives Beispiel. Stellvertretend. Ich meine, Führung sieht im 21. Jahrhundert anders aus. Man könnte theoretisch doch als Ausbilder auch noch etwas dazulernen? Wenn ich alles, was ich früher erlebt habe, 1 zu 1 wiedergeben würde... oder meine Großeltern, oder deren...dann wären doch immer noch im Mittelalter... Lieben Gruß Elke ------------------------------------------------------------------------- Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe. (Rene Descartes) |
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![]() Mitglied seit 09.11.2007 |
Muss gestehen, dass ich die Sektion "Prüfungsmenüs und Ausbildung" erst jetzt entdeckt habe.
Schande ueber mich. (liegt vieleicht daran, dass wir nicht besonders oft in der Menuesektion lesen) Ganz witzig zu lesen, und Beweis dafuer, dass nicht nur absolute Vollpfosten unseren Beruf ausueben. |
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![]() Mitglied seit 28.03.2004 |
Ich habe den Bericht nun endlich sehen können. Also den Chefkoch der Mühle fand ich etwas merkwürdig und die Strafe von 5000 Euro war ein Scherz.
Tim Raue fand ich ehrlich und direkt. Er sagte es so wie es ist. Lafer hat in meinen Augen nur gefaselt und mit dem Wind gesabbelt. Der Kleine tat mir etwas leid, war glaube ich auch falsch in dem Beruf. Aber alles in Allem war es schon etwas erschreckend was da so abgeht. |
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![]() Mitglied seit 09.11.2007 |
Hallo nochmal,
habe nun einen Post bei den Profis aufgemacht. Dort werden wir hoffentlich "produktiv" ueber die Ausbildung im Hotel und Gastgewerbe diskutieren. Nichtprofis, oder aber angehende........... sind natuerlich auch herzlichst willkommen. http://www.chefkoch.de/forum/2,49,512848/Kochausbildung-Lasst-uns-unter-Profis-produktiv-diskutieren.html |
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![]() Mitglied seit 18.08.2004 |
Hab den Bericht letztens auch gesehen und war - geschockt. Vielleicht war ich blauäugig. Dass die AUsbildung zum Koch kein Zuckerschlecken ist, war mir klar. Aber dass die Staatsanwaltschaft eingeschaltet werden muss?!
Waren im August in der Wartenberger Mühle essen. Ja, es war lecker. Allerdings sind wir nach dem Bericht der Meinung, dass wir da unser Geld NICHT mehr hintragen werden. Der Azubi hat mir echt leid getan, dass er so gemobbt wurde. Nun geht er ins Hyatt nach FFM. Ob's da anders ist??? SteveHH: Wegen der 5000 EUR: Mein Mann meinte: Na, wo wird den die Lautrer Staatsanwaltschaft hin essen gehen? Will nix unterstellen, aber die Frage muss erlaubt sein... Und bei Lafer geb ich Dir recht: Laber laber: Mit Azubis darf man net schlecht umgehen. Bei ihm filmen war aber nicht erlaubt?! Auch nur so eine Überlegung... |
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![]() Mitglied seit 15.11.2004 |
moin.......
nachdem goutatout im profiforum einen neuen thread aufgemacht hat und diesen hier verlinkte, muß ich auch mal was zu unserer verteidigung beitragen. das wir andere arbeitszeiten haben und das der job nicht leicht ist, das will ich hier gar nicht aufs neue zur diskussion bringen, aber die ausbildungsmethode, wie sie hier einige vorredner beschrieben haben sind definitiv nicht der regelfall!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! ich habe selbst die ausbildereignung in meinem beruf und bilde seit nunmehr fast 6 jahren azubis aus. ja ist nicht wikrlich soooo die lange zeit, aber ich bin stolz darauf schon einige fast einser durch die prüfung gebracht zu haben. natürlich ist es schwierig in unserer branche sich an den gesetzen zu orientieren und ich schreibe bewußt orientieren. es ist nicht immer möglich die kids nach 8 stunden nach hause zu schicken, wirklich nicht! es wird immer von der dienstleistungswüste deutschland gesprochen, aber gastronomie ist nun mal ne dienstleistung. wenn der gast kurz vor küchenschluß noch n menü bestellt und der volldepp von kellner es nicht gebacken gekriegt hat den gast darauf hinzuweisen das gleich küchenschluß ist und es nur noch kleinigkeiten gibt, dann muß man da bleiben und die frisch geputzte küche wieder einsauen. und hey wir sind hier in der gastronomie, der typ da draußen der uns gerade so mächtig nervt, der bezahlt unser gehalt und nicht der chef! naja ich schweife ab. auf jeden fall will ich damit versuchen wenigstens ansatzweise die arbeitszeiten zu erklären. was den umgangston angeht, muß ich immer an meinen allerersten tag in ner profiküche denken. da waren sie diese absolut coolen typen in ihren stylischen jacken mit namensstickerei auf der brusttasche und knöpfe mit totenköpfen und piratenflaggen und son zeug. die fluchend in der küche rumgerannt sind und die mädels aus dem service ständig angegraben haben. die waren meine vorbilder! so wollte ich werden. ein mise en place(fachausdruck für vorbereitung) kloppender, lauter, versauter koch! naja was soll ich sagen? ich bin laut, wenn ich muß, ich manage ne chaotentruppe von 10 köchen und 3 azubis, ich bin versaut und mise en place kloppen krieg ich auch hin.....in meiner küche gehts ähnlich ab wie in der wo ich gelernt habe und es hat sich(mit ausnahme der frühstücksköchin, die nicht vom fach ist) noch keiner beschwert... was evtl auch noch dazu sagen muß. die kiddies erzählen auch nicht immer alles daheim. klar wirst du mal angeblökt wenns zum 48. mal schief gegangen ist. die erzählen aber nicht das man sich die zeit nimmt, seine teildienstpause opfert um denen was beizubringen, die erzählen dann zu hasue nur das sie wieder angeschrien wurden... naja hab ich ja selber nicht anders gemacht in meiner ausbildung... was aber auch noch unbedingt erwähnt werden muß, ist das dieser job numal wirklich nichts für "weicheier" ist. in ner küche ists immer warm, hier ists feucht, die luft ist fettig. wenn du deine mise nicht hin bekommen hast dann stehst du in der sch...e weil das restaurant auf einmal voll ist und die gäste natürlich alle sofort ihr essen wollen, das grenzt echt manchmal an krieg! in solchen situationen muß man den überblick und nen kühlen kopf bewahren können und man braucht n dickes fell, denn da fallen sehr oft worte die nicht wirklich ernst gemeint sind........... mein fazit der beschissenste traumjob der welt mfg der germanchef Köche regieren die Welt!!! |
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![]() Mitglied seit 16.11.2009 |
Dem kann ich mich nur anschließen. Und an alle "Pinguine" oder wie wir sie so schön nannten "Essenbringer"...ohne uns hättet ihr keinen Job zu tun.
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![]() Mitglied seit 20.05.2006 |
Tellertaxi...
LG Friesenkind |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Vieles trifft ja auch auf andere Ausbildungsberufe, z.B. im Handwerk zu. Und letzten Endes ist die Frage, ob das System so richtig ist und welche Reformen es nötig hätte, eine politische. Denn bei strengeren Anforderungen an die Ausbilder würden halt so einige Ausbildungsplätze wegfallen müssen... Dafür Ersatz zu schaffen, z.B. überbetrieblich, kostet Geld. Und Geld ist etwas, was wir gerne anderswo verbraten, statt in Bildung zu investieren. (Ich will euch aber nicht mit meinem ewigen Lamento über die sträfliche Vernachlässigung unserer wertvollsten Ressource, den Kindern und Jugendlichen, langweilen.
Aber anders als in den meisten anderen Bereichen gibt es in der Gastronomie zwischen "sehr schlecht" und "akzeptabel bis gut" eine enorme Bandbreite; zwischen einem schlechten und einem guten Schreiner ist es nicht ganz so weit. Die Restaurants, die Azubis lediglich als billige Arbeitskräfte ausnutzen sind meistens auch die, in denen der Koch schon lange seinen Beruf aufgegeben hat und nur noch Fertigzeugs verkauft. Davon gibts halt sehr viele, während um die wirklich guten Ausbildungsplätze wahrscheinlich Schlange gestanden werden muss. Es wurde schon mehrfach geschrieben, dass es für den angehenden Koch so wichtig ist, den richtigen Ausbildungsplatz zu finden. Das denke ich auch, aber ich glaube, dass das wirklich nicht so einfach ist. Nach welchen Kriterien sollen da Eltern und Kinder auswählen? Schulpraktikum unbedingt, aber wenn das im falschen Betrieb gelaufen ist? In den nächsten Ferien weitere Praktika machen in Küchen, die auch noch in Frage kommen. In Großstädten ist das vermutlich nicht so ein Problem, außerhalb dürfte es schon schwieriger sein (das Kind muss ja auch noch zu unüblichen Zeiten hin und wieder heim kommen... etc.). Apropos Zeiten: Da muss auch seitens des Gesetzgebers eine gewisse Flexibilität möglich sein (ich würde annehmen, dass das im Prinzip auch so gehandhabt wird). Klar brauchen Jugendliche noch mehr Schlaf, als Erwachsene (auch wenn sie selbst das nicht so glauben *gg*), aber dass es mal den einen oder anderen 10-Stundentag gibt, ist doch verkraftbar. Auch andere Handwerker können nicht immer den Hammer fallen lassen, wenn der Azubi heim muss. Entscheidend finde ich die Gesamtarbeitszeit, die darf nicht über Gebühr ausgedehnt werden. - Das sollte für alle Angestellten gelten, nicht nur für Jugendliche. Aber die unbezahlten Überstunden sind in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit ja schon wieder ein politisches Thema *seufz* Azubis aber mit Samthandschuhen anzufassen kanns ja auch nicht sein. Sicher muss ein Ausbilder aufpassen, dass er nicht allzu tief demotiviert, aber wenn der Arbeitston üblicherweise hart ist, nutzt es niemandem, wenn der "Kleine" verhätschelt wird. Atmosphäre gehört zum Beruf, das ist Teil des Lehrplans. Ich bin auch sicher, dass die meisten Azubis bald lernen zu unterscheiden, ob sie nun gerade im Stress mal angepflaumt werden, der Ausbilder aber sie als Person achtet und an ihrem Fortkommen interessiert ist, oder ob da jemand generell nicht mehr klar kommt mit seinem Job und sie als Blitzableiter mißbraucht. - Das gehört ja auch zum Erwachsenwerden, zu lernen, dass man nicht immer persönlich gemeint ist. Ausbildung ist in Deutschland eh ein heißes Thema, und seit die Köche so in den Mittelpunkt des allgemeinen Interesses gerückt sind, fallen da Missstände halt auch verstärkt in die interessierten Augen der Öffentlichkeit. Gruß Turi |
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![]() Mitglied seit 15.11.2004 |
sign!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Köche regieren die Welt!!! |
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![]() Mitglied seit 23.10.2009 |
Wer die Sendung "Traumberuf Koch?" noch nicht gesehen hat und sich selbst ein Bild darüber machen möchte, die Dokumentation wird heute Abend
12. April 2010 um 20.15 Uhr in 3sat wiederholt. |
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![]() Mitglied seit 18.03.2010 |
Jungs und Mädels, ich habs nicht bereut in die Gastro umzusatteln einen Ausdruck habt Ihr für unsre lieben Service-kräfte vergessen und das ist Tablettkasper. Mlg Rosi
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Um selbst an den Diskussionen teilnehmen zu können müssen Sie sich bei Chefkoch.de registrieren. Wenn Sie schon registriert sind, so müssen Sie sich mit Ihrem Benutzernamen und Passwort anmelden.






































