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Hausschlachtung..., Vorbereitung für Blutwurst...

Vom 18.11.2009 00:54 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

suinomacia Kaltmamsell


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Hallo....

.....ich werde morgen ein ausgewachsenes Schweinchen (130 kg) schlachten und möchte endlich wieder einmal
Blutwurst/Zungenwurst selber herstellen....
.....ich werde die Vorgaben von Werner komplett übernehmen und hoffe, es wird ein Erfolg,so wie die Pfälzer Leberwurst!!

.....da das Blut hier für andere Zwecke verwandt wird, (Salz in die Blutschale, stechen, füllen und nach 5 Minuten das geronnene Blut sofort kochen) und ich selbst noch nie Blut gerührt,geschlagen habe, eine Frage an die "alten" oder jungen Hausschlachter: Wie bereite ich das frische Blut so vor, das ich es nach gut 2-5 Stunden für Blutwurst/Zungenwurst verwenden kann....

.....meine Oma mußte vor vielen Jahren das Blut rühren/schlagen, wenn im Herbst ein Schwein geschlachtet wurde...
...was da genau gemacht wurde, kann ich leider nicht mehr nachvollziehen..

....wie macht man es richtig, was kann man falsch machen, sind Zusatzmittel ratsam???

Grüße aus den Tropen

Klaus
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Vom 18.11.2009 02:11 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

mausi64  Suppenkoch


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Hallo Klaus,

Beim Blut wandelt sich das Fibrinogen unter Lufteinwirkung in Fibrin um. Während der Umwandlung gerinnt das Blut.
Beim Schwein beginnt die Gerinnung bereits nach ca. 3 Min.

es gibt 2 Möglichkeiten das Blut für die weitere Behandlung zu stabiliesieren.
1. Es wird so lange gerührt bis es abgekühlt wird.Stichwort "Defibrinieren".

Beim Defibrinieren wird durch standiges Rühren das Fibrin ausgefällt. Dieses Fibrin klumpt sich meist am Rührholz und wird entsorgt. Das Blut ist nun fertig zur weiteren Verarbeitung und kann gut gekühlt bis zur wieteren Verarbeitung aufbewahrt werden.

2. Durch den Zusatz von Phosphat und KOchsalz wird das für die Gerinnung notwendige Calcium gebunden und das Blut kann nicht mehr gerinnen. Hier gibt es ein Mittel Namens Fibrisol, welches dem Blut beigesetzt wird und dieses Stabil hält. Ich schicke Dir eine KM mit der Adresse eines Brasilianischen Händlers in Sao Paulo


Ich wünsche Dir "gut Wurst" für morgen
LG
mausi64
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Vom 18.11.2009 08:38 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Wurstler1 Sternekoch


Mitglied seit 17.01.2002
5.378 Beiträge (ø1,42/Tag)
Hallo Klaus

Das Blut wurde in einer Blutplatte (flache ca 50cm Durchmesser und 5-6 cm hohe) aufgefangen und die ganze Zeit
mit den Fingern schnell gerührt - wenn die Platte voll war hat der Metzger kurz unterbrochen während da Blut in einen
Eimer kam. Dieses Blut wurde nach ein paar Stunden durchgesiebt und verarbeitet - eine Tasse wurde gesalzen und aufgehoben für Saueressen.
Wie Mausi schrieb gibt es von Fibrisol ein Antigerinnungsmittel - ist ein Pulver wie Brätfibrisol (Kutterhilfmittel)

Gruß
Werner
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Vom 18.11.2009 10:43 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

suinomacia Kaltmamsell


Mitglied seit 12.10.2009
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Hallo Mausi, hallo Werner!


.....erstmal Danke für die schnelle Hilfe...., ich werde mich jetzt an die Regeln halten, dann dürfte eigentlich nichts schiefgehen!!

Grüße

Klaus
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Vom 19.11.2009 14:32 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

DerMetzger Kaltmamsell


Mitglied seit 13.09.2004
421 Beiträge (ø0,15/Tag)
Hallo,

Das Frische blut so lange schlagen, bis sich das Fibrin auf der Oberfläche absetzt, Fibrin dann entfernen(Blut sieben).

Lg

Steffen
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Vom 20.11.2009 00:37 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

suinomacia Kaltmamsell


Mitglied seit 12.10.2009
687 Beiträge (ø0,72/Tag)
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Hallo Steffen!

......., erstmal Danke..., habe gut 2 Liter abgezweigt..., alles o. k.

.....mußte das Schweinchen von 200 kg LG schießen....., dann in die Kratz und Brühmaschine ....., ein Knall und das Tierchen war ausgespuckt....., dann wieder mit gewaltiger Anstrengung in die Maschine (alles hermetisch abgeschlossen)......, obwohl mit 70 Grad ließ das Ergebnis zu wünschen übrig......, aber o. k., beim nächsten mal wird es besser gemacht!!!!

...ich gehe mal davon aus, dass die normalen Kratzmaschinen (Abele) nur bis 120 kg geeignet sind...

...trotz Streß, gewaltiger Anstrengung, etc., ist die Sau grob zerlegt und wird heruntergekühlt, .....ich werde mir jetzt auch was "Kühles" gönnen und werde morgen mit den Kochwürsten beginnen....heute läuft nichts mehr..., vielleicht noch ein Bier!!!

Grüße aus den Tropen

Klaus
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