Bremer Pinkel - Wann zum Grünkohl zufügen?
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![]() Mitglied seit 18.06.2005 |
hier spreche ich eher die Nordlichter unter euch an: Ich habe ein Problem: Meine bessere Hälfte kommt aus Bremen. Letztes WE waren wir da zu Besuch und haben Bremer Pinkel (von der Fleischerei Röpke) mitgebracht. Nun soll ich ein Kohl-und-Pinkel-Essen ausrichten. Ich als Thüringer kenne ja nun Grünkohl auf eine ganz andere Weise. Bislang habe ich Kohl & Pinkel immer bei meiner Schwiegermutter (ratet mal, wo die herstammt) genießen dürfen. Nun ja, Grünkohl-Rezepte gibt es hier ja einige. Ich habe da auch schon ein oder zwei in der Auswahl. Nun aber sagt meine Schwiegermutter, ich dürfte die Pinkelwürste erst kurz vor dem Servieren auf den Kohl legen und nur warm ziehen lassen, weil die sonst platzen würden. In den Rezepten steht aber was ganz anderes, nämlich mitkochen. Wie denn nun ??? Hoffe, ihr könnt mich aufklären. LG, der Ellmi |
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![]() Mitglied seit 21.07.2003 |
Hallo Ellmi
ich lasse die Wurst immer etwas mitschmoren(und pikse die auch an lg Angelika |
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![]() Mitglied seit 29.05.2008 |
Hallo,
ich gebe immer eine (geöffnete) Pinkel in den Kohl dazu, die restlichen Pinkel erwärme ich in heißem Wasser und pikse sie kurz vorm servieren an. Achja und in den Grünkohl kommt bei mir keine Hafergrütze, sondern Knipp MMHHH ich freue mich jetzt schon auf´s WE dann gibt es Grünkohl mit Pinkel LG Nicole |
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![]() Mitglied seit 30.05.2009 |
Moin Moin,
Schwiegermutter hat recht. Lege die Würste einfach ne halbe Stunde vor dem servieren auf den Kohl, dann können sie in Ruhe ziehen. So schnell wie z.B. Bockwürste platzen die nicht... Viele Grüße, Kutterscholle |
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![]() Mitglied seit 03.04.2007 |
Hallo,
ich kenne es so, dass die 30-40 min. auf dem Kohl mitgaren. LG Ciperine |
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![]() Mitglied seit 19.04.2008 |
Hallo,
Grünkohlrezept Ich mache es immer genau so. Einen Teil am Anfang mit einrühren, und die Würste zum Schluss dazugeben. Sooo lecker, ach ich freu mich schon auf das erste Grünkohlessen dieses Jahr! Liebe Grüße, Terry
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Probiert doch mal den GK etwas kürzer zu garen. Eine gesamtgarzeit von 1/2 bis 1 h reicht vollkommen aus. Dann hat man zwar nicht den gewohnten GK-Matsch, aber ein völlig neues GK-Erlebnis.
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![]() Mitglied seit 21.02.2006 |
Bender,
Bremer verstehen keinen Spass, wenn es um Kohl geht. Wer will schon ein neues Gruenkohlgeschmackserlebnis? Ich jedenfalls will "den gewohnten Matsch" Pinkelwuerste kann man einmal mit der Gabel anpieksen, damit das leckere Fett in den Kohl laueft, und dann auf dem Kohl so etwa 40 min mitkochen lassen. LG Youtas _____________________ denkwürdige Zeiten sind das! |
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![]() Mitglied seit 19.04.2008 |
Hallo,
genau, der "Matsch" ist köstlich! Liebe Grüße, Terry
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Probierts doch mal aus, das eine schliesst das andere ja nicht aus.
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![]() Mitglied seit 26.10.2006 |
Moinsen,
@ Bender und die, die's auch interessieren mag. Den, in diesem Falle wirklich frischen, Grünkohl kürzer zu garen ist tatsächlich ein anderes Grünkohlerlebnis, und obendrein das schlechteste nicht. Aber: ich kann nur vermuten, dass Du nicht aus einer Ecke dieser Republik bist, in der Grün-, bzw. Braunkohl eher eine Tradition denn eine profane Speise ist. Experimente darf man da nur im stillen Kämmerlein, für den engsten, auserwählten Familienkreis machen. Es ist nicht ratsam, sich an diesem regional zwar unterschiedlich zubereiteten, aber dennoch "heiligen Mahl" mit irgendwelchen Modifikationen* zu versuchen, wenn man einen größeren Kreis Eingesessener, die ansonsten sogar sehr weltoffen sein mögen, beköstigen will. Man wird zwar nicht sofort und umgehend geteert und gefedert vor die Landesgrenze gejagt, aber die so Verköstigten stochern lieblos mit Leidensmine im Kohl herum. Beides für einen, der gern und mit Herzblut kocht, kein Vergnügen! Daher auch eine an anderen Stellen mehrfach geäusserte Ansicht, dass man bei diesen Traditionsbraunkohlessen wirklich schadlos die (gute) Konserve Marke "Heinrich Lüders" nehmen kann. BG Hinnerk * Es ist nicht einmal ratsam, einem SO-Niedersachsen die Ostholsteiner Variante mit den karamellisierten Kartoffeln vorzusetzen. |
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![]() Mitglied seit 07.11.2009 |
Also, meine Mutter hat immer zum Grünkohl noch kleine Schnipsel vom fetten Speck mit angebraten, dann den Kohl dazu und leicht mit Wasser angegossen, den Kohl dann ca. 1 Std. gekocht und in den letzten 20 Min. die geräucherten Mettenden (Pinkel) dazu gegeben. Die Pinkel hat sie auch immer angestochen, so lief das Fett in den Kohl und der Geschmack war grenzenlos gut. Wir waren drei Brüder und haben uns regelmäßig gestritten, wer den meisten Kohl und die meisten Pinkel kriegt. Ich bin wohl kein ausgesprochenes Nordlicht, aber meine Geburtsgegend grenzt an Westfalen an (Oberbergischrer Kreis-GM).
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![]() Mitglied seit 21.07.2003 |
hi
mein damaliger schwiegertiger hat auch geräuchterten Bauch reingekocht. das schmeckt auch sehr gut. nächsten Samstag gibt es Grünkohl *freu* LG Angelika |
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![]() Mitglied seit 15.02.2002 |
Hej,
ein richtiger Braunkohl muss mit Pinkel, Bauspeck, Kassler, Kochwurst und Hafergrütze gekocht werden. Das Fleisch gebe ich ca. 1 Std. vor Garende mit der Hafergrütze in den Topf. Du darfst nur nicht mehr rühren wenn die Grütze im Topf ist. LG PEtterson |
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![]() Mitglied seit 11.12.2005 |
Hallo zusammen!
Ich lasse auch gern 1 - 2 Würste einfach mit verkochen. Pelle ab und rein. Die restlichen brauchen dann (angepiekst) höchstens 30 - 40 Minuten zum Heißwerden. Und: Bei uns gibt es auch nur gut verkochten Grünkohl! Liebe Grüße Emmy - Ly Eine gute Köchin hat mehr Fett an den Händen als auf den Hüften! |
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![]() Mitglied seit 21.07.2003 |
Hafergrütze? Petterseon, kläre mich bitte auf für was das gut ist, zum andicken?
als reingeschmeckter Neu-Hamburg kenne ich nur den gut durchgekochen "Matsch". Kochwurst ist mir zu fett, die bekommt mein Mann, dafür nehme ich den Bauch (ist auch nicht unbedingt magerer, schmeckt mir aber besser) lg Angelika |
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![]() Mitglied seit 11.12.2005 |
Hallo zusammen!
Übrigens, ich koche auch ohne Hafergrütze. Die soll wohl nur zum Eindicken sein? Wenn man den Grünkohl lange genug kocht, und der Flüssigkeit die Möglichkeit des Verdampfens gibt, dann braucht man keine Grütze. Liebe Grüße Emmy - Ly Eine gute Köchin hat mehr Fett an den Händen als auf den Hüften! |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Da gibt der arme Grünkohl sich solche Mühe soviel Vitamin C zu produzieren, dass er jedes andere Gemüse übertrifft und ihr kocht ihn solange, dass kaum noch was davon übrig bleibt. Selber schuld wenn ihr jetzt alle die (Schweine-)Grippe bekommt!
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![]() Mitglied seit 23.10.2008 |
Hallo zusammen
@bender für die Gesundheit gibt's doch den Klaren Zum Thema: Ich kenn es auch so, dass man eine Pinkel aufpiekst und mitköchelt. Und wenn ich am Rande noch auf einen Aspekt aufmerksam machen dürfte, bei dem wir Bremer keinen Spaß verstehen: Es heißt Braunkohl, mit Betonung auf der zweiten Silbe. Grünkohl sagen die Niedersachsen Grüße Limo |
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![]() Mitglied seit 21.07.2003 |
@limo
und was essen die Bremer dazu? süße kartoffeln (zum Teil karamellsiert oder einfach Zucker drüber) wie die Hamburger, für mich als Franke ein Geschmackserlebnis der besonderern Art LG Angelika |
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![]() Mitglied seit 27.04.2009 |
Hallo,
ich koche Pinkel auch max 40 min mit. Speck, Kassler Mettwürstchen hingegen die ganze Zeit. Hafergrütze verwende ich nicht. Sondern Haferflocken. Das Ganze wird dann etwas sämiger. Früher habe ich nur Mettenden gehabt mittlerweile gibt es hier in NRW auch Pinkel zu kaufen. Wir waren jahrelang vom Privatlieferservice der Schwiegereltern abhängig. LG Heik-e |
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![]() Mitglied seit 05.04.2008 |
@Angelika
Salzkartoffeln (schüttel) VG aus S.-H. Jörk |
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![]() Mitglied seit 23.10.2008 |
@Jörk stimmt, aber wieso "schüttel"? Es wurde doch schon festgestellt, dass es auch die zerkochte Variante sein muss. Dazu passen eben Salzkartoffeln
@Angelika die karamellisierte Variante kenn ich nicht - klingt interessant - aber für den Bremer Braunkohl vermutlich zu avantgardistisch! Gruß Limo |
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![]() Mitglied seit 26.10.2006 |
@ Limonata
Oh nein, nicht alle! Im Braunschweiger Land, das in SO-Nds. liegt, sagt man ebenfalls Braunkohl (wobei beide Silben nicht besonders betont werden). Dazu gibt's Brägen- bzw. Bregenwurst. Wenn auch ansonsten nicht viel kulinarisch Nennenswertes aus dieser Ecke der Republik kommen mag, diese Wurst ist wirklich gut, und zwar in beiden Varianten, geräuchert und ungeräuchert. Und sie kommt ganz ohne Zusätze, wie Grütze aus. Traditionell gibt's dazu eigentlich Salzkartoffeln, doch haben sich in den letzten Jahren Bratkartoffeln als Beilage immer mehr durchsetzen können; worüber ich nicht tarurig bin BG Hinnerk |
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![]() Mitglied seit 19.08.2008 |
Hallo,
Pinkel nur so 30 bis 40 min mit garen ,auch ich mache 2 Pinkel mit in den Kohl ,und mir schmeckt er am besten am 2Tag aufgewärmt,darum koche ich ihn auch immer einen Tag vorher.Richtig lecker finde ich Grünkohl am 3 Tag mit Bratkartoffeln . Lg Ute |
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![]() Mitglied seit 20.12.1999 |
Hallöle,
die Bremer die ich kenne, essen auch GRÜNkohl... bei Braunkohl muss ich immer an Brennstoff denken - pfui bäh Ich - als Hamburgerin - kenne als Beilage nur Röstkartoffeln (kl. ganze Kartoffeln in Schmalz gebraten) OHNE Zucker. Aber ich glaube, daß ist dann auch noch von Stadtteil zu Stadtteil verschieden. Apropo verschieden - auch die Pinkel gibt es in verschiedenen Variationen - Oldenburger Pinkel ist ewas ganz anderes als Bremer Pinkel... Hurra - am Samstag gibt es den ersten Kohl!!!! *FREU* Hungrige Grüße Lexi no comment
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![]() Mitglied seit 11.09.2004 |
Hallo Ihr Lieben,
vielleicht reiße ich nun Mauern ein oder trete in ein Fettnäpfchen, aber nur so mal als Anregung, habt Ihr schon einmal Grünkohl mit Wirsing gekreuzt. Nein nicht in der Natur sondern als Gemüse in einem Topf zusammen, schmeckt etwas milder als der für mich etwas strenge Grünkohl alleine. LG Hobbyko PS: Geschmackssache hat der Affe gesagt und biss in die Seife! Hobbyko’s Leitspruch: Ich mache mir nicht viel, .................aus wenig zum Essen !! |
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![]() Mitglied seit 05.04.2008 |
@hobbyko:
DAS ist HIER ein Sakrileg VG Jörk |
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![]() Mitglied seit 27.04.2009 |
Also ich bin da ganz locker, im Münsterland wird Grünkohl traditionell als Eintopf gekocht. Da sind die Kartoffeln schon mit drin. Das mochte ich als Kind sehr gerne. Die Oldenburger Variante mit Grütze ( bei mir wie gesagt mit haferflocken) habe ich allerdings schätzen und lieben gelernt.
Für andere Variationen habe ich immer ein offenes Ohr. LG Heik-e |
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![]() Mitglied seit 05.03.2008 |
Grünkohl ist Grünkohl und Braunkohl ist das was nach der Verwertung hinten rauskommt. PUNKT.
Ich als Ostwestfale und zu Studienzwecken Zugewanderte, präferiere auch den grünen Matsch mit und jetzt kommt es: Kohlwurst und Pinkel. Also koche ich den Grünkohl im großen Topf mit Kohlwurst und Pinkel und zwei Pinkelwürste schneide ich auf und verteile sie unterm Grünkohl. Der Rest wird mit Salz- und wahlweise Bratkartoffeln (man muss auch mal abwechseln können) oder KaPü serviert. |
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![]() Mitglied seit 11.09.2004 |
Hallo Rahmkartoffel,
da bist Du nun der Meinung was vom Wirsing hinten rauskommt bleibt grün, ich behaupte es wird auch Braunkohl. Außerdem und nichts für ungut bin ich der Meinung dieser Fred gehört schon lange in ein anderes Forum, hier wird die Worscht gemacht und nicht der Grünkohl damit verfeinert. "Gut Wurschtel" + LG Hobbyko Hobbyko’s Leitspruch: Ich mache mir nicht viel, .................aus wenig zum Essen !! |
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![]() Mitglied seit 13.10.2007 |
Hinnerk schrieb da oben...
Im Braunschweiger Land, das in SO-Nds. liegt, sagt man ebenfalls Braunkohl (wobei beide Silben nicht besonders betont werden). Dazu gibt's Brägen- bzw. Bregenwurst. Wenn auch ansonsten nicht viel kulinarisch Nennenswertes aus dieser Ecke der Republik kommen mag, echt eine Frechheit was du da schreibst... denn aus Braunschweig ist die Leberwurst, Mettwurst, Sauerfleisch, Preßsülze und vieles mehr bekannt, wie Du schreibst der Braunkohl mit Bregenwurst ein muß (mein Original- Rezept kann von mir angefordert werden() Im Braunschweiger Land wird privat sehr gern gewurstet und deftig gekocht... und Du schreibst so etwas Unbedachtes über uns Genießer! Was hast Du gegen die Braunschweiger? |
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![]() Mitglied seit 26.10.2006 |
@ Claus-Peter
Leberwurst, Mettwurst, Sauerfleisch, Preßsülze gibt's im Rest der Republik auch. Du wirst doch wohl nicht im Ernst behaupten wollen, dass es sich dabei um eine Braunschweiger Erfindung handelt? Leider, und das zu meinem und in meinem Bekannten- und Freundeskreis größten Bedauern, werden private Schlachtungen in der Region immer seltener. So selten, dass man es kaum noch als selbstverständlich bezeichnen kann. "Deftig" wird hier, wie in anderen Regionen auch, gekocht, das ist richtig. Zu deftig, wenn Du mich fragst, aber das ist wiederum Geschmacksache. Wenn Du genauer hingelesen hättest (ich habe mich schon mehrfach zu der kulinarischen Diaspora SO-Nds. geäußert), wäre Dir vielleicht auch aufgefallen, dass sich meine Kritik ausschließlich auf kulinarische Aspekte bezog, nicht auf die Menschen an sich. Da habe ich schon an anderer Stelle drauf hingewiesen, dass ich die Menschen in der Region größtenteils wegen ihrer Zuverlässigkeit und Hilfsbereitschaft schätze. Nur halt beim Thema "Essen" sind sie sehr einfach strukturiert; Ausnahmen, wie immer, nicht ausgeschlossen. Du wärst übrigens der Erste, der in der Lage wär, mir Gerichte zu nennen, die aus dieser Ecke kommen und auch typisch Braunschweigisch sind, überall in Gastronomie als solche angeboten werden, in den Haushalten regelmäßig auf den Tisch kommen und darüber hinaus im Rest der Republik als solche bekannt sind. Vergiss aber nicht: Braunkohl und Bregenwurst hatten wir schon abgehakt. Und die Mumme kannst Du auch gleich ad acta legen. Dieser Malzextrakt wurde zwar von einem Braunschweiger Apotheker hergestellt, es wäre aber übertrieben zu behaupten, dass man Großflächig mit ihr konfrontiert, bzw. in der Alltagsküche gekocht wird. Es gibt halt nichts, was es anderswo nicht auch gäbe. Also worüber regst Du Dich auf? BG Hinnerk |
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