Alte Kochrezepte
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![]() Mitglied seit 16.08.2004 |
kennt Ihr alte deutsche Kochrezepte unserer Mütter und Großmütter, die sie in den 1950er/1960er Jahren kochten, als Schmalhans Küchenmeister war? Dazu gehört auch das Verarbeiten von Essensresten des Vortages, aber auch Brotsuppen. Dafür würde ich gern einen neuen Thread eröffnen. LG lorena2 aus Berlin. |
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![]() Mitglied seit 16.08.2004 |
Vielen Dank schon mal im Voraus. lorena2.
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![]() Mitglied seit 29.11.2002 |
Reis mit Linsen- oder Bohnensoße. Schnell und preiswert. Mit Kidneybohnen aus der Bose natürlich ultraschnell, mit roten Linsen dauert es etwas länger, klar. Auch mit einer selbstgemachten Tomatensoße, die man auf Vorrat haben kann, bleibt man bei ca. 50-60 Cent pro Portion.
Ansonsten kenne ich von meiner Oma nur Rezepte, die hier schon zig mal gekommen sind. Pellkartoffeln mit Quark oder Stippe usw. Bin mir aber auch nicht sicher ob in den 50ern und 60ern Schmalhans angesagt war. Wohl eher das große Fressen der Kriegshungernden. DA könnte ich dir etliche reichhaltige (aber nicht zu teure) Rezepte nennen. Aber auch die kamen hier schon oft. Milchreis, falscher Hase, usw. |
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![]() Mitglied seit 02.06.2009 |
Hallo...
Buttemilch Bohnensuppe mit Einlagen ... Saubohnen mit Kartoffeln und Speck untereinander .. Eintöpfe ... Kartoffelsuppen ... eingelegte Heringe mit Pellmännern ... Heringsstipp oder roter Heringssalat mit Pellmännern ... gebratener Seelachs mit Senfsauce, Salzkartoffeln und Salat ...Buchweizenpfannekuchen mit Speck, Zwiebeln und Blutwurst ... Eierpfannekuchen mit grünem Salat ... Blumenkohl, Kohlraben, Porree in Holländischer Sauce (Milchsauce) mit Salzkartoffeln und frischer Bratwurst ... Möhren süß/sauer, Salzkartofffeln und Frikadellen ... Rübstiel untereinander (Rübstiel, Kartoffelstampf, frischer magerer Speck oder dicke Rippe) ... Rübstiel in Milchsauce, Salzkartoffeln und falsche Koteletts.... Grünkohl untereinander (Grünkohl, Kartoffeln, Mettenden) ... Spinat, Salzkartoffeln, Spiegeleier ... Sauerbraten ... Rinder Rouladen ... Koteletts ... Schnitzel ... Russische Eier mit Kartoffelsalat ... Kartoffelsalat mit Würstchen... Gulasch mit Nudeln ... Nudeln mit Hacksauce ... Schweinebraten ... Hackbraten mit hartten Eiern gefüllt (falscher Hase) ... Erbsensuppe mit Eisbein... etc. Es gibt sooooooo wiele Rezepte...... LG Ulla |
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![]() Mitglied seit 03.01.2010 |
Laut meiner Mutter (Jahrgang 33) waren die 40er Jahre diese "Schmalhans-Jahre", in den 50er und 60er war Wirtschaftswunder, das waren eher die "fetten Jahre".... _____________________ Donnerstag ist Veggiday - für den Klimaschutz KLICK MICH
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![]() Mitglied seit 26.05.2010 |
Mahlzeit.
Als "Klassiker" fällt mir da sofort " Arme Ritter" ein. LG, DieterDosenbier |
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![]() Mitglied seit 12.10.2006 |
Hallo
Auch der Toast Hawai war sehr beliebt. L.G Santokula |
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![]() Mitglied seit 10.09.2010 |
Hi,
Reis, rote Linsen, Kidneybohnen??? Sorry, aber das sind für mich nicht gerade typische Zutaten der Küche aus den 50er und 60er Jahren ... Fee |
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![]() Mitglied seit 08.08.2011 |
Hi,
Ich kenne Resteverwertung auch nach den 50/60ern. Ein Klassiker meiner Mutter waren / sind Schinkennudeln mit Ei oder das Verwerten von übriggebliebenen Bratenstücken und Bratensosse im Linseneintopf am nächsten Tag. LG, Tina |
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![]() Mitglied seit 06.10.2007 |
Hallo,
ich möchte jetzt hier kein Rezept anfügen, aber oft waren die alten Rezepte gesünder als heute, wo man sehr fett kocht. Die Deutschen sind ja bekannt dafür, daß sie viel Sahne verwenden. Früher konnte man die sich wegen des Preises auch oftmals nicht leisten. Bei uns in der ehemaligen DDR war Sahne so teuer, daß wir sie sogar aus Butter und Milch zurückgeschlagen haben. Wäre heute ein Irrsinn. LG Lucia |
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![]() Mitglied seit 26.07.2004 |
Hallo Lorena,
wenn ich an die Erzählungen meiner Oma/Vater denke, waren die mageren Jahre eher in der Nachkriegszeit. Da wir aus Schwaben stammen, kamen dort Gerichte auf den Tisch, die man auf dem Dorf eigentlich immer hatte: Eier, Mehl, Kartoffeln, Gemüse - saure Bohnenbrüh - saure Kartoffelrädle - Dampfnudeln - Brennt´s Mus - saure Kutteln - Kässpätzle - Schleifernudeln - Schupfnudeln mit und ohne Kraut - grüne Wurstknöpfle - Kartoffelsalat - Linsen + Spätzle - Maultaschen, aber selten, weil ja Fleisch drin war LG Rosenblatt |
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![]() Mitglied seit 03.04.2006 |
Mahlzeit,
bei uns ( meiner Mutter und deren Verwandschaft ) wurde nicht nur in den 50+60gern sehr "schmal" gekocht. Das sparsame Kochen, ( Lebensmittel und Energieverbrauch ) und tägliches Restverwerten ist bis zum heutigen Tag beibehalten. Denn großzügige Lebensmittel gabs damals wohl auch nur in größeren Städten mit ner Auswahl an Tante-Emma-Läden. Es wird gegessen was auf den Tisch kommt. ! Was es saisonmäßig und regional gibt. Nix ausländisches. |
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![]() Mitglied seit 29.11.2002 |
@Fee: In Deutschland nicht, nee...
Ich dachte nur, der Sinn einer Nachfrage von Rezepten, die aus der Schmalhans-Zeit waren sind neue Ideen für kostengünstige, und einfache Gerichte zu finden. und ich bin mir ganz sicher, diese gerichten wurden in den 50ern und 60ern und auch den 40ern in vielen teilend er welt gegessen und werden es heute noch, wo die Menschen eben heute noch wenig haben. Da kann man ja mal hinschauen, wnen man sich fragt, wie kocht man günstig und trotzdem ausgewogen. |
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![]() Mitglied seit 18.06.2010 |
Hallo,
also ich trage mal ein Rezept bei (sorry ist von mir) Mit wenigen Änderungen ist es überall nachzukochen. Die eigentlichen Pizza & Paella Rezepte gehören ja auch dazu. LG, Carco |
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![]() Mitglied seit 10.09.2010 |
@björk:
will jetzt nicht mit dir streiten, aber ich habe halt das hier wörtlich genommen und nicht angefangen, zu interpretieren, was könnte die TE gemeint haben ... Fee |
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![]() Mitglied seit 13.11.2005 |
Hallo,
Brotsuppe, Bohnensuppe aus getrockneten Bohnen (weiße und Feuerbohnen) Gemüsesuppe mit allem, was da war Grießbrennsuppe Pell- oder Salzkartoffeln, im Teller zerdrückt mit heißer Milch übergossen und gesalzen Pell- oder Salzkartoffeln mit Butter und einem Glas Buttermilch Erbsensuppe mit Speckschwarte Linsensuppe mit Speckschwarte Rührei mit Brot Brot mit Margarine und Malzkaffee Lg, Marie |
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![]() Mitglied seit 29.11.2002 |
Fee, ich will auch nicht streiten.
Was du nicht zitiert hast, war die Frage nach Schmalhans-Rezepten. Da musste ich mich entscheiden. Schmalhans oder 50er/60er. da diese zeit eben die zeit des großen Fresens war. Es gab nicht die Auswahl, die es heute gibt, klar. Aber es wurde gut und reichlich gegessen. Fleisch, fett. was weder für den geldbeutel noch für die Linie Schmalhans geesen sein dürfte. Niemand muss doch die Rezepte hier ausprobieren, gut oder lecker finden. Wenn es dir nicht gefällt. Lass es einfach. Letzlich geht es doch nicht um DIE richtige Antwort, sondern darum, dass jeder den das Thema interessiert sich etwas passendes für sich raussucht. Abgesehen davon wurde dieses Thema schon wirklich sehr sehr oft hier behandelt, es hätte sich schon gelohnt mal selbst zu suchen. Noch blöder, das die TE sich nun nicht mehr meldet und selbst nichts beizutragen hat, bisher. |
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![]() Mitglied seit 20.01.2008 |
Bei uns gab es im Sommer oft
- Pellkartoffeln mit Gurkensalat und Rührei oder - Pellkartoffel mit grünem Salat und Rührei. Das waren preiswerte, trotzdem sehr schmackhafte Gerichte. Esse ich heute noch sehr gern. LG Jonis |
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![]() Mitglied seit 17.07.2011 |
Hallo
Mit alten Rezepten kann ich dienen. Hab mir grad von Mutter das 100 Jahre alte Kochbuch von ihr geliehen Also.......was willste haben? Gekrösesuppe, Froschkeulen, Fleischpudding oder doch lieber ne Nusstorte???? LG peddieni |
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![]() Mitglied seit 13.11.2005 |
Hallo Peddieni,
Gekrösesuppe klingt sehr interessant. Magst du die gelegentlich aufschreiben? Danke, und Lg, MArie |
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![]() Mitglied seit 17.07.2011 |
Okay...............Marie38, du hast es so gewollt.
"Gekrösesuppe Zutaten: Gekröse, Salz, Gewürz, Zwiebeln, Selleriewurzeln, Majoran, Mehlköße, Kartoffeln Man nimmt das Gekröse (Kopf, Flügel, Magen, Herz und Hals) von 4-5 Enten oder Gänsen..............soll ich weiter machen???............. säubert es, wäscht es gut ab und sezt es mit reichlichem Wasser zum Feuer, schäumt es, sobald es kocht, ab, tut Salz, Gewürz, einige abgeschälte, in Scheiben geschnittene Zwiebeln sowie einige Stücke Selleriewurzel heran und lässt es gut weich kochen. Dann nimmt man es heraus, legt es auf eine Schüssel und begießt es mit ein wenig Brühe. An die Suppe legt man einige Stauden Majoran und kocht Mehlklöße darin gar. Man kann auch Kartoffeln statt der Klöße in die Suppe nehmen. Dieselben werden in Stücke geschnitten, in Salzwasser gar gekocht, zerdrückt und dann in die Gekrösesuppe gelegt." Quelle is übrigens das "Allgemeine Illustrierte Kochbuch für die deutsche Küche" von 1904 |
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![]() Mitglied seit 13.11.2005 |
Hallo Peddieni,
danke dir fürs abschreiben. Mal sehen, wann die erste Gelegenheit kommt, die Suppe zu machen, ich denke so um die Martinigans herum. Lg, Marie |
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![]() Mitglied seit 17.07.2011 |
Also ich tät es nich wirklich essen wollen.
LG peddieni |
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![]() Mitglied seit 13.11.2005 |
Jeder Jeck ist (und isst) anders
Lg, MArie |
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![]() Mitglied seit 16.08.2004 |
Ihr Lieben,
habt Ihr vielleicht ein gutes Rezept für eine Brotsuppe ohne Leberwurst (hat hohen Cholesteringehalt), die auch noch gut schmeckt? Ich habe altes Brot im Kühlschrank, das ich verwerten muß. Übrigens koche ich gern nach dem Kochbuch meiner Mutter aus den 50er Jahren. Da stehen normale Rezepte drin ohne Schnickschnack, die schmecken und preisgünstig sind. LG lorena2. |
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![]() Mitglied seit 13.11.2005 |
Hallo,
ich kenne Brotsuppe mit Leberwurst gar nicht. Meine geht Pi mal Daumen so: Brotstücke in ein bißchen Butter rösten, wenn es noch nicht hart ist. In einen Suppenteller geben, feingehackte Petersilie dazu, eine Zehe Knobi drüberdrücken und zwei Kellen Fleischbrühe vom Rind drübergeben. Anstelle des Knobis gehen auch in Butter gebratene Zwiebelringe. Fertig. Lg, Marie |
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![]() Mitglied seit 14.08.2006 |
Hallo,
die 50er hat wohl jede Familie anders erlebt. 'Wir' hatten damals noch keinen Strom - also weder Kühlschrank noch Kühltruhe. Das nächste Geschäft war weit weg, und eine befestigte Straße gab es auch nicht. Gegessen wurde alles was man aus Mehl, Kartoffeln und ungekühlter Milch machen kann. Zum Beispiel gestockte Milch mit Kartoffeln. Und am nächsten Tag: Kartoffel mit gestockter Milch. ;o) Das Rezept für saure Milchsuppe z.B. findest du in der Datenbank. Ürgs! Mehr sag ich dazu nicht. Meine Mutter schwärmt ja immer noch von dem Zeug. Und sie macht es angeblich nur deswegen nicht mehr, weil Milchsuppe mit Leitungswasser nicht schmeckt. Ja, ja... Das einzige was ich noch ab und zu mache, sind Kartoffelnudeln. Und Schornblattl waren sooo lecker! Aber die schmecken aus dem Elektroherd wahrscheinlich auch nicht so gut wie aus dem Holzofen. Schornblattl sind ein einfacher Teig aus Mehl und Wasser, in der Luxusvariante mit Eiern, der flach ausgerollt und im Ofen gebacken wird. Das ganze wird dann, im heißen Zustand, mit viiiiiel Butter bestrichen, aufgerollt und möglichst heiß gegessen. Hmmmm! Vielleicht sollte ich es doch einfach mal probieren? Gruß Schneckentier |
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![]() Mitglied seit 15.07.2007 |
Hi,
Sauerkraut wurde am naechsten Tag mit weissen Bohnen verlaengert. Esse ich heute noch sehr gerne. LG fim |
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![]() Mitglied seit 30.08.2011 |
Hallo,
also ich liebe diesen Hack-Kohl-Topf - es ist zwar keine direkte Resteverwertung, aber wirklich günstig zuzubereiten, und Kartoffeln vom Vortag kann man auch noch hinzufügen. Die Tomaten lass ich bei diesem Gericht übrigens weg. Man kann ihn auch in grösseren Mengen zubereiten und entweder mehrere Tage hintereinander essen oder portionsweise einfrieren. LG Affenkind |
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![]() Mitglied seit 11.01.2011 |
Moin,
da ich seit Jahren alte Kochbücher sammel (von ca. 1730 - Nachkriegszeit) habe ich einen ziemlichen Fundus. Und da wird auch deutlich, daß man die 50er und 60er Jahre getrennt sehen muss. In den 60ern war nicht mehr soviel mit Schmalhans. Deutschland steckte im Wirtschaftswunder, und auch kochmäßig wurde aufgeholt. Von Kalorien hatte ja noch keiner etwas gehört. Ich erinnere mich z.B. an Folgendes: Es gab einen monatlichen Skatabend, bei dem die Gastgeber reihum wechselten, und die Frauen durften natürlich auch auftischen. Und meine Mutter kam auf die Idee, Pommes zu machen. Natürlich richtig so mit einem mechanischen Pommesschneider und einer lebensgefährlichen Friteuse. Fertige Pommes gab es ja noch nirgends zu kaufen (jaha, da staunt ihr Youngster: Es gab auch ein Leben vor McCain und Konsorten). Und ein Nachbar sagte ganz verzückt:"Urselchen, scheene Bratskartoffeln haste jemacht, säähr scheen. Muss ich sajen meiner Else bei Jelejenheit". Ansonsten stand aber der eigene Gemüsegarten hoch im Kurs, und da wurde alles verwertet. Meine Ex-Schwiegereltern hatten bis in die 80er Jahre hinein auch noch immer Geflügel und Schweine für den Eigenbedarf. Womit wir bei der Gekrösesuppe wären. Die 50er waren hingegen wirklich Schmalhans. Entfernungen waren ja kaum zu überbrücken, als mein Vater 1950 sein erstes Auto gekauft hat, war es eine kleine Sensation. Das Angebot war mickrig und im Verhältnis zum Einkommen meist sehr teuer. Es gab ja noch keine Supermärkte mit SB. Dafür gab es Milchläden, wo man nicht nur Milch und Butter lose kaufen konnte, sondern auch Negerküsse einzeln. Im Nachbardorf hatten wir bis ca. 1985 noch so einen Mini-Laden. Im Gegensatz zum Schneckentier hatten wir zwar schon Strom, und meine Mutter hatte zu meiner Geburt - 1957 - sogar eine Bügelmaschine gekriegt (das Ding benutze ich heute noch), aber ansonsten war ja fast alles Handarbeit und entsprechend mühsam. Und vor diesem Hintergrund muss man die Rezepte sehen. Also für uns heute wenig aufwendig, damals extrem zeitraubend und deshalb mit möglichst wenig raspeln, reiben, schlagen. Natürlich gab es auch andere, aber es war eben die Ausnahme (man denke nur an die phantastischen Kartoffelpuffer). Und es gab kein exotisches Obst und Gemüse. Keiner kannte Nektarinen oder Brokkoli. Äpfel, Möhren etc. Eben das, was hier wächst. Milch ja, Sahne war Luxus (Creme Fraiche natürlich unbekannt). Wenn man sich das vor Augen hält, landet man von ganz alleine bei einer bestimmten Art von Rezepten, die hier auch massenhaft in der DB zu finden sind. Mit leichten Abwandlungen vielleicht, aber die muss man dann einfach zeitgerecht "zurückbauen". Im Übrigen knüpfen an diese Philosophie heute auch wieder die Bio-Kisten an: Regional, Saisonal. Damals gezwungenermassen, heute aus den verschiedensten Beweggründen. War zwar jetzt ein Roman, aber vielleicht auch ein Denkanstoss zum Rezepte-Suchen. Wenn Du etwas Bestimmtes möchtest, das Du nicht in der DB findest, gehe ich gerne in den Büchern graben. LG Tina LG Tina
![]() Wer kochen kann, zaubert auch auf einem Campingkocher etwas Leckeres, den anderen hilft auch die 100.000.- € - Küche nicht |
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![]() Mitglied seit 13.11.2005 |
Hallo Tina,
so isses! Gut geschrieben. Lg Marie |
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![]() Mitglied seit 16.08.2004 |
Lb. Chefkochgemeinde,
Ihr seid wunderbar, was Ihr in diesem Forum zusammengetragen habt. Ich habe das Kochbuch meiner Mutter aus dem Jahr 1955 vom Bertelsmann Verlag, in das ich öfter hineinsehe. Da gibt es z.B. Kochhinweise "Wenn Sie sparen müssen", wie man beim Kuchenbacken ein Ei einsparen kann, wie man einen Hackfleischbraten (Falscher Hase) verlängern kann, wie man falsche Sahne herstellt, indem man Milch mit wenig Mehl aufschlägt und eine Suppe damit sämig macht oder legiert. Alles Dinge, die man heute kaum noch kennt. @koeksch111. Dein Beitrag ist sehr gut. In den 50ern hat meine Mutter viel mit Kochwurst und Anschnitt (das sind Wurstwaren, von denen die erste Scheibe abgeschnitten wurde, weil man sie so nicht verkaufen konnte) gekocht. Alles, was billig war, wurde verarbeitet. Einen Garten hatten wir in Bremen nicht. Obst und Gemüse war selten. Mit Grundnahrungsmitteln wurde schmackhaft gekocht, Nudeln, Kartoffeln, Reis. Als Kind aß ich gern Kartoffeln mit einer Mehlschwitze mit Petersilien (Petersilienkartoffeln). Mein Vater mochte es gern fett. Er sprach von Nahrungsfetten und Streichfetten und träumt davon, ein halbes Schwein filettiert im Keller zu haben. Wir hatten aber keine Kühlung und der Keller war nicht zur Aufbewahrung geeignet. Dazu muß ich sagen, daß meine Eltern in den Mitt-50ern gerade gebaut hatten, soll heißen, Geld für den Haushalt war Mangelware. Egal. Vielen Dank für Eure Beiträge. Lb. lorena2. |
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Henglein
Rama Cremefine



































