Deutsche Pute
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Hallo ihr Lieben,
ich esse am liebsten ungarischen Kesselgulasch der über dem Feuer hergestellt wurde, da er einen noch würzigeren Geschmack hat als der, der auf dem heimischen Herd produziert wurde. Am allerbesten erst nach dem zweiten oder dritten mal Aufwärmen. Wie haltet ihr es oder schmeckt ihr keinen Unterschied? Viele Grüße su-chef |
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Moin!
Sach mal, wieso stellst Du eigentlich dauernd Fragen, auf die Du die Antwort schon kennst?? Klar schmeckt Gulasch, jede Art, am nächsten Tag besser! Ich persönlich habe ewig Kartoffeln gehasset, aber trotzdem in der Lehre immer wieder Kesselgulasch gemacht und verteilt. (auf "normalem" Herd gemacht, war halt DDR und nicht so viel Technik da). Mittlerweile muss ich mein Noch-Zu-Hause-Kind überzeugen, Gulasch zu wollen... kurz gesagt: Is halt so!!! LG Andrea |
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Hi Andra,
der Geschmacksunterschied war eher bezogen auf Herdkochen oder überm Feuer. Ich bin der Meinung, das man den Rauchgeschmack herausschmeckt. Viele Grüße su-chef |
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Hi,
klar schmeckt man das Rauch-Aroma heraus. Ist genauso wie ein Steak/Burger/Schwenker/Wuerstchen vom Grill vs. in der Brat-/Grillpfanne gebraten. Im Alltag muss man aber eben (meist) auf die Herdplatten zurueckgreifen. Und das Schoene ist doch - es schmeckt auch ohne Feuer ;) LG, saar |
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Sorry, das hab ich dann falsch verstanden!
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Kein Problem Andrea, schließlich sind wir ja zum Diskutieren hier.
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Hm,
nur eine kleine Einschränkung.... es gibt kein ungarisches Kesselgulasch. Was da herumgeistert ist eine traditionelle Suppe die von den Rinderhirten (Gyulás) immer vor Ort zubereitet wurde und eigentlich Gyuás-ok heißt. Sie hat mit dem Gulasch ziemlich wenig zu tun, das ja eigentlich "Wiener Saft-Gulasch" heißt und in der K.u.K Zeit so adaptiert wurde. Sie wurde wahrscheinlich auch nie aufgekocht, sonder gleich vertilgt. LG rodaroda |
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Hallo,
ich muss rodaroda bei ein Paas Sachen widersprechen als Ungarin. Es GIBTS einen Kesselgulasch, aber das einzige Unterschied zu den "normalen" ungarischen Gulyás ist, dass dieses in einem Kessel über Feuer zubereitet wird. Es hat (fast) nichts mit dem "Wiener Saft-Gulasch" zu tun, auch nicht mit dem, was man im Deutschland unter Gulasch versteht. Aber soweit hat rodaroda recht, dass dieses Gericht hat den Name von den Rinderhirten bekommen, die aber Gulyás hiessen, und eingentlich hat man früher im Ungarn von der Rindersuppe von Gulyás Art gesprochen. Liebe Grüße Eva |
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evake.
im Prinzip hatten wir das alles schon. Ich weiß aber noch immer nicht, wo ich in Ungarn ein Kesselgulasch bekomme, das nicht einer Gyulás-ok im alten Original entspräche. (Außer vielleicht in touristisch angepassten Lokalitäten) Gruß rodaroda |
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Hallo rodaroda,
Kesselgulasch kann man überall bekommen, in Restaurants, bei Familien, Jahrmärkten, Kirchweihen, usw. Wie ich schon geschrieben habe, ist ganz normales Gulyás im Kessel gemacht, aber immer für einen größeren Gesellsaft. In den früheren Zeiten in den Tscharden (Csárda auf ungarisch) hat mann Gulyás (und auch andere Gerichte) immer in größeren Mengen ausschliessslich in Kessel gemacht. Im Ungarn verschiedene Eintöpfe in Kessel kochen kommt auch noch Heute ähnlich oft vor, wie hier im Deutschland etwas draussen grillen. Aber Gulyás (und nicht Gyulás - das ist etwas ganz anderes) heißt auch das Gericht und auch ein Rinterhirt, die Rinterhirte - im Mehrzahl - sind Gulyások, aber ein Gericht mit den Name Gulyások gibt es nicht. LG Evake |
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Danke, jetzt weiß ich auch mehr zu dem Thema.
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evake
was Du in Restaurants bekommen kannst ist das bográcsgulyás, das lediglich mehr Fleisch als die Gulaschsuppe. Welche beide ("Fremdenfreundlich" auch in einem kleinen Kesselchen serviert werden) , sonst die gleiche Zutatenliste aufweisen. Und von den Gulyás-ok stammt die Zubereitung Ich kann also nicht bestätigen, dass es als " ganz normales Gulyás im Kessel gemacht, aber immer für einen größeren Gesellsaft." Bitte was ist übrigens ein "normales Gulasch"? Mag ja sein, das mit der größeren Gesellschaft, Dreibein, Kessel, offenes Feuer und ein allgemeiner mulatság. Aber wie gesagt, ich habe außerhalb solcher touristischer Ereignisse und Gelegenheiten in den letzten 10 Jahren, so etwas noch nie in einem ungarischen Restaurant erlebt. , die wohl auch für den normalen Betrieb auf die Zubereitung in einem Kessel am Dreibein über offenen Feuer verzichten. Das was anderswo unter Gulasch verstanden wird (Ausnahme Wiener Saftgulasch) heißt in Ungarn Pörkölt oder Paprikás (mit saurer Sahne), oder ähnlich gekocht, auch Tokány Aber wichtiger als dies, ist doch wohl die Zutatenliste, meinst Du nicht auch Gruß rodaroda PS: all das kann man übrigens auch nachlesen |
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Hallo rodaroda,
ich will nicht lange mit dir diskutieren, weil anscheinend weiß du immer alles besser. Ich bin jedes Jahr mehrmals im Ungarn, bei der familie und Bekannten. Dort wird auch jetzt sehr oft - in Gärten - Kesselgulasch gekocht, das das kann man nie "touristischer Ereignisse" nennen. Ich habe in dem ganzen Zeit von Gulyás geschrieben, was nicht identisch ist mit dem Gulasch. Wenn du jemals mit einem Ungar oder Ungarin geschprochen hättest, dann würdest du wissen, dass im Ungarn einen ganz normalen Gulyás als Gericht überall bekannt ist, allerdings ist es ein Eintopf oder Suppe mit wenig Flüssigkeit und nicht das, was man hier unter Gulasch meint. Die Gulyás(suppe) wurde von den Gulyaschen in der Pusta über offenes Feuer in Kessel gekocht, weil da war das die einzige Möglichkeit warmes Essen zubereiten. Von Touristenattraktionen war auf keines Fall die Rede. Ausserdem sind die von dir aufgelistete Gerichte nur seh entfernt miteinandet verwandt, die kann nur jemand in einem Topf werfen, die nicht aus Ungarn kommt und deshalb weiß nicht viel Bescheid. Übrigens, nicht die Zutatenliste ist die Hauptnterschied, sondern die Zubereitunsart. Und was man allgemein im Internet darüber lesen kann, haben meistens solche Leute geschrieben wie du, die nich von da kommen, und deshalb immer Aussenstehenden sind. Evake |
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Ich finde schon, dass auch die Zutaten eine Rolle spielen. Zumindest wenn ich mich an meine wenigen, zugegebenermaßen Touri-Erfahrungen, erinnere. Da war Gulyás immer eine mal mehr, mal weniger dicke Suppe aber immer mit Kartoffeln drin. Während Gulasch, Kesselgulasch oder auch Saftgulasch hier bei uns im kalten Westeuropa doch eher ein reines Fleischgericht ist. Wobei sich die Varianten hauptsächlich in der Zwiebelmenge Unterscheiden und man über Anbraten oder nicht ganz trefflich in superlangen Threads streiten kann. Viele Grüße vom Rand der Welt Manfred Ich koche gern mit Wein, manchmal gebe ich sogar welchen ins Essen.
Ich koche also bin ich.
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Guten Morgen,
besonders die Zutaten spielen mit Sicherheit eine grosse Rolle! Auch innerhalb Ungarns gibt es regionale Unterschiede, so wie in Deutschland auch je nach Bundesland für simpelste Sachen entsprechende Unterschiede zu finden sind. Traurig finde ich es nur, wenn ein Urlaubsreisender wirklich glaubt, die landestypische Küche seines Urlaubsortes in allen Facetten zu kennen. Wir betreiben den Gulasch-Kessel-Kult besonders im Winter zu verschiedenen Anlässen sehr gerne - mit sehr viel Glück bleibt auch etwas Gulasch bis zum nächsten Tag übrig - das schmeckt mindestens genauso gut wie am Vortag. Eines ist sicher, man kann nicht genug davon haben! LG Ute ![]() Das Leben kann so schön sein, wenn man es schafft, mindestens einmal am Tag zu lachen! |
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Na ja, was man aus einem einfachen Hinweis aus gelebten Nationalgefühl alles machen kann....
@ su-chef Deine Eingangsfrage zu beantworten (Versuch): Durchaus möglich, dass der Rauchgeschmack (besonders wenn es qualmt- pardon) die Geschmacksnerven beeinflußt . Aber ich glaube nicht falsch zu liegen, dass es vordringlich die durch die über offenem Feuer erfolgende urtümliche Zubereitung ihre eigen Atmosphäre auf die "Esslust" und damit auch auf die Geschmacknerven überträgt. Wie heißt es so schön? ..."denn das Auge isst mit" Wie aus einigen Beiträgen ja auch hervorgeht, trägt das auch - neben der Freude am Geschmack - zur Geselligkeit bei. @ evake auch bei noch so vielen persönlichen Angriffen (was in der Tat nicht einer Diskussion entspricht), bleibt es eine abgewandelte Suppe, die - wie ich schrieb - ohne irgendwelche Absichten von den Rinderhirten - für die Nahrungszubereitung unter einfachen Umständen entwickelt wurden und so auch ihren Namen bekam. Ich habe auch nie Familien, Folklore-Veranstaltungen und spezielle Anlässe von dieser Zubereitung ausgenommen, sondern nur von der fehlenden Durchdringung von ungarischen Speisekarten (im Gegensatz zu Dir) in Restaurants geschrieben Aber auch bei solchen Gelegenheiten bleibt es eben eine (leckere) Suppe mit mehr oder weniger Feischzugabe. Übrigens: rein kochtechnisch ist Gulasch - wie ein Ragout - ein Schmorgericht mit kontrollierter Flüssigkeitszugabe, das zugedeckt über relativ kleiner Flamme über längere Zeit gegart wird. Über der Hitze eines offen brennenden Feuers kann nur gekocht werden, wenn ausreichend Flüssigkeit vorhanden ist. Vielleicht berichtet @ ute ob die Kessel in ihrem Klubgeschehen mit Deckel betrieben werden. Und damit endet meine Antwortfreudigkeit an Dich Gruß rodaroda |
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rodaroda - vielleicht informierst du dich mal über mein "Klubgeschehen", bevor du dir von mir weitere Berichte erwartest!
LG Ute ![]() Das Leben kann so schön sein, wenn man es schafft, mindestens einmal am Tag zu lachen! |
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@ ute
wie sollte ich das und warum? Weshalb kann man einer einfachen Bitte, nachdem Du auf die Aktivitäten hingewiesen hast, nicht antworten? Seltsam. Gruß rodaroda |
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Öhm, @rodaroda, meinst du sicher, dass du alles besser weißt,als eine Ungarin
Gruß Veronika ![]() "Eine Sauce muss auf Braten oder Fisch zugeschnitten sein, wie ein knapper Rock auf eine Frau."...... Georges Auguste Escoffier |
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aber dieser Thread hat mich so inspiriert, dass ich mir einen Kessel für Kesselgulasch zulegen werde
Gruß Veronika ![]() "Eine Sauce muss auf Braten oder Fisch zugeschnitten sein, wie ein knapper Rock auf eine Frau."...... Georges Auguste Escoffier |
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und ich frag mich ob man so seltsam wird, wenn man zuviel Gulasch gegessen hat
Und dabei mag ich das Zeugs sehr gerne. Also, aufpassen is angesagt |
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Hoffentlich hast Du keine Rauchmelder in der Wohnung?
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Gaggerla -probiere es aus! Wenn du so bleibst, wie wir eigentlich sind, hast du keinen Fehler gemacht! Wenn du Töpfe benutzt, bei denen der Rauch in den Topf eindringt - naja, das könnte anders enden!
Ich habe schonmal Feuer unter den Kessel gemacht: ![]() LG Ute ![]() Das Leben kann so schön sein, wenn man es schafft, mindestens einmal am Tag zu lachen! |
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naja, wenn der Rauch in den Kessel dringt, dann dringt das Fleisch oder sie Soss ja raus. Oder gibts nen Spezialrauch, der an der Oberseite des Topfes halt macht, den Deckel lupft und sich da reinschleicht?
Also so langsam trau ich dem Gulaschfrieden nich mehr |
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hallo!
da ich in der puszta, und bei den nachkommen der mitteltransdanubier des öfteren auf dem feld zubereitete echte kesselspeise gessen habe -in diese kam rein, was die natur und der vorratsschrank gerade hergab- kann ich erzählen, es schmeckt immer wieder ein bisschen anders und jedes dorf hat ein eigenes rezept, der nahe am fluss warf fische rein, der rinderhirt fleisch, wenn er es hatte, und bei den armen leuten waren kräuter und pilze drin. das ist meine erfahrung. die ursprüngliche ungarische küche ist so vielfältig wie keine andere, die ansiedler aus den verschiedensten gebieten brachten ihre rezepte und zubereitungsarten mit, wer das dogmatisch über einen (vojvodinischen) kamm scheren möchte, lieber rodaroda, hat die freheitsliebende seele der ungarn nicht vestanden. aber, generell, gedünstete und langsam gesimmerte kesselgerichte entfalten einen geschmack, den man auf einem kleinen topf am herd natürlich nicht erreichten kann. lg gb guten appetit! |
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doch wir haben Rauchmelder, aber das Kesselgulasch wird im Garten gemacht, habe gerade alles, was man dazu benötigt bestellt, ich freue mich schon drauf Gruß Veronika ![]() "Eine Sauce muss auf Braten oder Fisch zugeschnitten sein, wie ein knapper Rock auf eine Frau."...... Georges Auguste Escoffier |
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Und ich dachte schon, es ginge einfach so wie es bei uns hier im "Klub" gemacht wird:
Umleitung zum Gulasch-Klub: LG Ute ![]() Das Leben kann so schön sein, wenn man es schafft, mindestens einmal am Tag zu lachen! |
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aber annelore, so viel gift, nachdem einmal Deine Beiträge gelöscht wurden?
Unbewiesene Behauptungen schwingen ist halt leicht..und andre schlecht machen auch... Zur Info, die vielleicht ein wenig nachhilft (grumbirn) ich bin in Rumänien geboren und habe die Balkanküche von Kindheit auf mitbekommen. (Um "Bemerkungen" gleich den Bodeen zu rauben: Ungarn ist nicht Balkan! Wohne jetzt seit 12 Jahren ein paar km von der ungarischen Grenze, habe 2 Ungarn als Mitarbeiter und bin jede Woche "drüben" und esse auch gerne dort, bei Bekannten und im Restaurant. Aber in einem hast Du schon recht. die landschaftlichen Küchen sind verschieden. Die Einflüsse der Serben und der Rumänen ergeben z.B. zu der im ehemaligen Komitat "West-Ungarn" bestehenden Küche, sehr unterschiedliche Gerichte und Zubereitungen/Zutaten, wobei vieles (wie auch in Rumänien und dem eigentlichen Balkan) auf die Türkenzeit zurückgeht. Wer hier die gemachten Aussagen so vollmundig verspottet folgender Link: www.netzwissen.com Küchen der Welt in dem auch steht "Im Gegensatz zur Meinung außerhalb Ungarns ist Gulasch (gulyás) in Ungarn eine Fleischsuppe mit Zwiebeln, Gemüsen und Kartoffeln, die die ungarischen Hirten traditionell in einem Kessel (bogrács) über offenem Feür gekocht haben. Was in Deutschland als Gulasch gilt ist in Ungarn ein Ragout aus Fleisch. Fischoder Pilzen und wird in Ungarn 'pörkölt' genannt. Wird dieses Gericht mit Sauerrahm(tejföl) verfeinert, heißt es paprikás. Verwendet man schwarzen Pfeffer an Stelle des Paprikas spricht man von tokány." In diesem Sinne allen Lieben Gruß rodaroda |
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Hallo Manfred und auch viele Andere,
Du hast geschrieben, dass die Zutaten bestimmen ein Gericht. Teilweise hast Du recht, aber bei Gulyás, Pörkölt, Tokány sind die Zutaten grundsätzlích die gleichen. Bei Pörkölt, wird erstmal im Schweinefett die in Würfel geschnittene Zwiebel (egy mittelgroße für ein kg Fleisch, nicht mehr) hellbraun geröstet, dann kommen die in Würfel geschnittene Fleischstücke dazu, wird schnell durchgerührt, mit Paprikapulver und Salz gewürzt und weiter geröstet. Erst wenn das ausgetretene Flüssigkeit wieder gerdampft ist, kommt Wasser/Rotwein dazu und wird langsam weitergeschmort, bis das Fleisch gar ist. Pörkölt wird mit Spätze, Salzkartoffel, in Rechtecken geschnittene Nudel oder nur frisches Weisbrot gegessen, nach der verschiedenen Regionen und Gelegenheiten angepasst, und sauer eingelegte Gemüse. Bei Gulyás wird etwas mehr Flüssigkeit dazu gegeben, weil die soll eine Eintopf sein, und wenn das Fleisch fast gar ist, kommen Kartoffelwürfel - und je nach Regionen auch Suppengemüse dazu. In die fertige Suppe wird dann Csipetke (eine ungarisch Nudelart) gekocht. Dazu isst man nur frisches Brot. Bei Tokány schneidet man die Zwiebel und auch das Fleisch in länglichen Streifen, die werden zusammen in dem Schweineschmalz gedünstet, aber nie geröstet, und mit wenig Weißwein gegart. Am Ende wird meistens mit Schmand verfeinert. In diese Art kommt nur im Ausnahmefällen Paprikapulver rein. Bei einigen Varianten kommen noch andere Zutaten dazu, aber das Grundrezept ist wo, wie ich geschreben habe. Dazu kann man auch eingelegte Gemüse aber auch frisches Blattsalat essen. Bei alle drei Zuberetungsart nimmt man die gleiche Zutaten, und nur die Art, wie die zubereitet werden, bestimmt das Unterschied. Aber keine wird bedeckt zubereitet, wird immer offen geschmoren lassen, und die Flüssigkeit wird nach Bedarf nachgefüllt. Aber alle drei Varianten kann man durchaus auf Feuer machen - und ein offenes Feuer bedeutet gar nicht, dass es wirklich lodernd kochen soll. Man kann die Feuer mäßigen, ausserdem kann man den Kessel höher oder tiefer stellen, und so kann man den Vorgang sehr gut regulieren. Liebe Grüße Eva |
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Hier ist ja was los... Zum Thema selbst sag ich nix, weil ich mich mit Kesselgulasch einfach nicht auskenne. Aber an rodaroda würde ich gerne noch ein paar Worte richten: Vermutlich denkst Du, das ist ja mal wieder typisch, dass Du hier von allen Seiten angegriffen wirst, wo Du doch nur Dein Wissen mit uns teilen möchtest. Allerdings ist es so, dass Du wirklich immer so herüber kommst, als ob Du besser als jeder Einheimische in allen Länderküchen dieser Welt Bescheid weißt und jedem auf Deine so außerordentlich charmante Art und Weise klar machst, dass alle anderen keine Ahnung haben, außer Dir. Du selbst kritisierst auf eine ziemlich arrogante Art hier herum, bist aber selbst sowas von 0,0 kritikfähig, so dass Du Dich nicht wundern brauchst, wie hier in den Foren auf Dich reagiert wird. Tja, und so bin ich mir ziemlich sicher, dass ein Austausch mit Dir tatsächlich auch konstruktiv sein KÖNNTE, würdest Du endlich mal von Deinem hohen Ross heruntersteigen! |
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so kenne ich die Suppe auch, vor allem mit den Nudeln, die man dazu selbst macht Tsu, rodaroda wird 'oben bleiben' Gruß Veronika ![]() "Eine Sauce muss auf Braten oder Fisch zugeschnitten sein, wie ein knapper Rock auf eine Frau."...... Georges Auguste Escoffier |
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Liebe tsunami auch off topic,
wenn Du mir eine falsche Aussage nachweisen kannst, nur zu. Aber im allgemeinen geht es um Fakten, die nachprüfbar sind. Also richtet sich im Endeffekt die Kritik gegen Fakten. Insofern ist das in der Tat typisch. Unrichtige Aussagen beruhen auf ungenauen, inkorrekt interpretierten oder Nicht-Wissen. Wenn Dir Korrekturen nicht passen, bedauere ich das. |
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Und wenn Du mir zeigst, wo ich Dich der Falschaussage bezichtige, dann nehme ich diesen Teil gerne zurück. Fakt ist allerdings, dass Du mir (und der Reaktion nach zu urteilen auch einigen anderen) dadurch unangenehm aufgefallen bist, weil Du Einheimischen grundsätzlich unter die Nase reibst, sie hätten keine Ahnung von ihrer Länderküche.
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Hallo Gaggerla,
mit Deine Frage meinst Du den Gulyás? EINE Erfinden gibts nicht, es waren die einfache Hirte, die diese und auch andere einfache Essen entdeckt haben. Im Ungarn waren traditionell Tiere extensiv, auf den Wiesen (Puszta) gehalten, und die Hirte haben auch da gelebt. Die konnten nur essen, was sie selber zubereitet haben. Kartoffel, getrocknete Nudel, Salz, Paprikapulver wurden mitgebracht (weil die gut lagerfähig sind), und Fleisch haben die Tiere selber "geliefert" wobei meisten verletzte geschlachtet wurden. Weil aber die Hirte nicht zu viel Zeit (und Lust) hatten zum kochen, haben solche Gerichte erfunden, wo alle Zutaten ziemlich schnell ins Kessel gelegt wurden und bis alle Tiere für den Nacht untergebraucht wurden, war auch das Essen fertig. Natürlich habe nicht jeden Tag Fleisch gegessen, aber von den mitgebrachten Zutaten konnte man sehr viele, einfache, aber trotzdem schmackhafte Gerichte kochen. LG Evake |
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hallo evake,
die Frage mitm erfinden war eher als Spass gemeint. Is quasi abgekupfert von der Ricola-Werbung. Das ist doch üblich, wenn sich jemand mit fremden Federn schmückt, dass man den dann eben a bissle in die Spur bringt - dazu eben dieser Spruch. Und das Rodaroda hat halt nu mal so getan, als ob der das Gulasch und das Rad erfunden hätte. lG Gaggerla |
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Hi liebe Gulaschfreunde!
Ich hab den spannenden Fred verfolgt, inklusive aller Bejahungen, Verneinungen, Originalrezeptdiskussionen, gegenseitiger Schmähungen, Beleidigungen ect. pp Interessant, amüsant, lehrreich. Unbedingt. Trotzdem muß ich nochmal kurz auf den Eröffnungstext zurückkommen. Da heißt es "Ungarischer ( R!!! ) Kesselgulasch". Aber heißt es nicht eigentlich DAS Gulasch? Also "UngarischeS Kesselgulasch"? Bin mir da nicht sicher. Allerdings würde dann hier über etwas diskutiert worden sein, was es gar nicht gibt. Egal, wer`s erfunden hat. Dann müsste man den Thread schließen und nochmal neu mit der "richtigen" Bezeichnung eröffnen, inkl. aller Streitigkeiten.... feurige liebe Grüße Küchenkay |
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hallo küchenkay!
wenn ein ochs im topf ist, ist es der gulasch, ist es eine kuh, heisst es die kuhlasch, ist es ein vegetarisches, heisst es das gulasch. da ist kein ermessensspielraum. lg |
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Nicht für die Feinde von dem Genitiv Viele Grüße vom Rand der Welt Manfred, der einen DO hat und deshalb keinen Kessel fürs Gulasch braucht. Ich koche gern mit Wein, manchmal gebe ich sogar welchen ins Essen.
Ich koche also bin ich.
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Hallo @ veronika211,
ich hoffe du hast den richtigen Gulaschkessel gekauft - der, der mit der Öffnung größer wird und ohne Deckel - denn der ist für Fleisch. Der Gulaschkessel, der zur Öffnung schmäler wird ist für Fischgulasch. Viele Grüße su-chef |
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Hi liebe Gemeinde!
Irgendwann Ende der 80er war ich von Freunden mal mitgenommen worden zum Formel I Rennen in Budapest. War toll, das ganze Drumherum. Wir wohnten im Zelt auf irgendeiner Wiese in der Nähe des Hungaro-Ringes. War total spannend. Vor allem die Einheimischen, die uns "Original Kesselgulasch" verkauften. Das war eine eher dünne braune Brühe mit Fleisch, Kartoffeln und Paprika. An sich lecker, wenn da nicht die Schärfe gewesen wäre. Ich ess ja gern scharf und auch gern extrem scharf! Aber DAS konnte ich nicht mal mit dem ( gefühlten halben Zentner Weißbrot ) runterkriegen...! Hab nach ner halben Schüssel aufgegeben! Aber die Magyaren überraschten uns auch noc mit anderen Köstlichkeiten: An einer Bude gab es "Schweinebraten mit Bort" ( stand wirklich so an der Tafel...! ) Für damals gerade ca. 1.70 DM - wieviel das in Forynt war, weiß ich nich mehr, aber unheimlich günstig! Wir bekamen: Ein halbes Brötchen, eine viertel, in Streifen geschnittene Paprikaschote, darin ein irgendwann gebratenes lauwarmes Würstchen, zugedeckt mit dem anderen halben Brötchen. Als wir fragten, was DAS denn mit Schweinebraten zu tun hätte, bekamen wir die Antwort: ".....? Is doch Fleisch von Schwein....?!" Andere Länder, andere Sitten! Ich mag die ungarische Küche trotzdem! lg Küchenkay |
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Hallo Su-Chef, danke für den Hinweis, aber ich habe mich natürlich vor dem Kauf ausführlich belesen und den 'richtigen' Kessel gekauft, der, bei dem die Öffnung größer wird Gruß Veronika ![]() "Eine Sauce muss auf Braten oder Fisch zugeschnitten sein, wie ein knapper Rock auf eine Frau."...... Georges Auguste Escoffier |
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Klasse, dann wünsch ich dir sehr viel Spaß damit.
Da bekommt man wieder richtig Hunger Viele Grüße su-chef |
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Hallo, Su-Chef!
Um mal auf Deine ursprüngliche Frage zurückzukommen: JA, der Rauchgeschmack zieht definitiv in das Gulyás, es schmeckt total anders als in der Küche zubereitet. Wenn von meinem Walpurgisnacht-Gulyás (echtes bogrács gulyás nach ungarischem Rezept) etwas übrig bleibt, was bei einem 25-Liter-Kessel leicht mal passiert, friere ich das ein; wenn ich es wieder aufwärme, fällt mir immer als erstes das schöne Raucharoma auf. Die einzig wahre Art, Gulyás zu kochen ![]() Liebe Grüßle vom Schwobamädle ![]() ![]() Fremde sind Freunde, die man nur noch nicht kennengelernt hat. --- Irisches (?) Sprichwort |
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Ich erinnere mich noch an meine Kindheit in Ungarn (ich war natürlich etwas größer als auf diesem Bild!): bei der Weinlese (September/Oktober) hat der Koch den Kessel an einer langen Kette an einem Ast des Walnussbaumes befestigt. Darunter wurde aus Holz Feuer gemacht: aus Akazienholz und den abgestorbenen Weinstöcken! Das Gericht war kein gulyás, sondern eher ein "Lamm-pörkölt". Sehr lange ist es her, aber das Rezept habe ich noch!
Miki |
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nachdem die rechthaberfraktion in diesem thread endlich mal ruhe gegeben hat (ich finds schon witzig, dass jemand tatsächlich behaupten kann, von fakten zu sprechen, wenn es um "die einzig richtige art" gehen soll, wie ein originalrezept gekocht gehört. auch wenn es um die geschichte von gerichten gibt, sollte eigentlich jeder skeptisch werden, wenn ihm die "wahrheit" erzählt wird. und selbst wenn es in wien keine wiener würstchen gibt, gibt es sie halt trotzdem.
nun aber zu dem, was ich eigentlich schreiben wollte, nämlich zu dem rauchgeschmack - es hat nicht ein jeder einen so großen gulaschkessel und auch hat nicht ein jeder ein dreibein - oder einfacher ausgedrückt hat nicht ein jeder die möglichkeit ein kesselgulasch über dem feuer zuzubereiten. aber ein jeder hat eine möglichkeit, rauchgeschmack in sein gulasch zu bringen. man räuchert dabei eine gaze und gibt dann die gaze ins gulasch und kocht sie etwas mit - man kanns natürlich auch im wasser auskochen das man dann zum gulasch gibt. lg |
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Hallo,
wirklich Gaze? Das ist ein Stück Stoff - also ich weiß ja nicht... mfg Salvy Rückgrat - Gelatine - Maschine - Standard - Pubertät - die Speise - eklig - riesig - Haken - gar nicht ... |
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Mmmhh und könnte man nicht evtl. auf
Rauchsalz statt Gaze?? |
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nein wirklich gaze...
ja das ist ein stück stoff - du nimmst die gaze danach wieder raus und isst sie nicht mit. man gießt ja suppe mitunter auch durch eine gaze (zumindest hat man es so gemacht, bevor man haarsiebe hatte) denkbar wäre es auch das fleisch vorher zu räuchern - oder die zwiebeln um den rauchgeschmack reinzubringen - ich denke aber, das es schwieriger sein wird das zu dosieren |
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Ist ja interessant. Und wie genau räuchere ich die?
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so wie du einen fisch auch räucherst - also zb mit einem wok. räuchermehl auf alufolie in einen wok geben (damits nicht am wokboden verbrennt) ein pasendes gitter oben drüber, die feuchten gazen (nehmen mehr aroma auf wenn sie feucht sind) aufs gitter legen, deckel drauf. einfacher gehts allemal wenn man es vorher macht - also quasi das wasser mit dem man das gulasch dann aufgießt mit dem räucheraroma versetzt, weil da kann man den vorgang so oft wiederholen, bis man die gewünschte rauchintensität hat.
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@ shockhead,
wenn das so geht und gelingt (ich werde es probieren), dann herzlichen Dank für diese Hinweise. Eine Klasse Idee. LG |
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hi
es gibt Rauchöle und geräucherte Parikaprodukte. gruß mo |
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