Neues zur Graupensuppe...
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![]() Mitglied seit 08.10.2004 |
das mit der Graupensuppe, an die ich mich plötzlich mal erinnerte, hat ja reges Echo ausgelöst. Gut. Zu einem erstaunlich hohen Anteil durch Erinnerungen geprägt. An \"arme\" Zeiten, an Kindheit, an die Küche unserer Mütter (die wahrscheinlich im Allgemeinen schlechter war als ihr Ruf), an die elende Nachkriegszeit usw... Da gibt es noch so ein paar Gerichte aus dieser Epoche, die lange unter dieser Hypothek gelitten haben: z.B. Steckrüben (ich geb\' zu, da fällt mir auch nichts besonders gutes ein) aber vor allem Karnickel! Wer weiß denn das heute noch? Der schlechte Ruf dieser armen Tierchen kommt daher, dass es das einzige Schlachtvieh war, das man nach dem Weltkrieg2 halten durfte. Alle anderen Tiere waren behördlich \"bewirtschaftet\". Wenn man unsere Väter und Mütter in den 60ern und 70ern nach Kaninchen fragte, dann hat es sie geschüttelt! Notfleisch! Schreckliche Zeiten. Das so ein Tier auch lecker sein kann, das haben die Altvorderen garnicht gewußt! Wenn man allerdings erfährt, wie sie es gemacht haben, dann schwahnt einem Schreckliches: das ganze Tier wirde in die Röhre geschoben und 2-3 Stunden heiß, ohne weitere Feuchtigkeit, gebacken. Danach war es natürlich staubtrocken. Fürwahr eine entsetzliche Vorstellung. Weiß jemand etwas ordentliches zu Steckrüben? Gehen die auch lecker? Danke und Grüße von Enrique |
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![]() Mitglied seit 17.02.2001 |
boah.. datt nehm ich bald persönlich
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![]() Mitglied seit 14.05.2001 |
*kicher* ...
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![]() Mitglied seit 16.12.2003 |
Enrique,
klar gehen Steckrüben auch lecker ....also Gratin zB, mit Reblochon oder ähnlich kräftigem Käse überbacken ...... ...ich habe als Kind nie Steckrüben gekriegt ...vielleicht mag ich sie deshalb heute Grüsse Grisou |
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![]() Mitglied seit 01.08.2001 |
Hallo!
Ich denke du urteilst über die Küche unsere Eltern etwas einseitig! Ich für mein Teil kann nur sagen, sie war ausgezeichnet, wenn man noch dazu weiß, wie einfach. Aber jeder Kartoffel war ausgezeichnet zubereitet, die Graupensuppe liebete ich und mache sie mir auch heute noch ab und zu. Von der Brot – oder Einbrennsuppe ganz zu schweigen und wenn es schon mal Kaninchen gab, dann immer in Sauce und war weder trocken noch fad, dazu gab’s supergute Semmelknödel. Ich finde auch heute noch, dass meine Mutter eine vorzügliche Köchin ist und ich ihr in Suppenkochen, nicht mal das Wasser reichen kann. Klar gab es viel Gemüse (Steckrüben kenne ich nicht, aber Kohlrabi) und jedes war ausgezeichnet zubereitet. Ich finde, du urteilst pauschal, ohne die Küche andere zu kennen. LG. Nora |
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![]() Mitglied seit 07.05.2004 |
hach, Grisou, mir lag es sofort auf der Zunge Steckrüben mit Reblochon |
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![]() Mitglied seit 07.05.2004 |
also, was ist? machen wir einen Steckrüben-Fred auf????? |
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![]() Mitglied seit 16.12.2003 |
Jau... ein Steckrübenfred ......
...dann wiederhole ich schon mal das Rüben-Süppchen von Marc Veyrat ..... 1 Reblochon 200g Rübchen (Steckrüben).... 400g Kartoffeln 2 Stangen Lauch 200g magerer Speck 20g Butter Salz Kartoffeln und Rübchen schälen, in Würfel schneiden, Lauch putzen und in Ringe schneiden Butter erhitzen, den Lauch darin bei geschlossenem Topf ca 8 Min dünsten ... ...mit Wasser auffüllen ...Kartoffeln, Rübchen und Speck zugeben, leicht salzen, zum Kochen bringen und danach ca 50 Min köcheln lassen .... ....danach den Speck rausnehmen, die Suppe pürieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken ....sollte die Suppe zu dick sein, evtl Wasser zugeben und nochmals erhitzen .... Den Reblochon in Würfel geschnitten in die heisse Suppe geben .... ...mit Bauernbrot und dem Speck servieren .... ...du bist dran, Reine des Bois ..... Grüsse Grisou |
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![]() Mitglied seit 31.12.2003 |
Ein schönes Steckrübenrezept habe ich vor 2 Wochen eingegeben, habe es aber auf diesem Computer nicht zur Hand. Zu viel Schreiberei.
Werde ich am 2.11.04 noch mal reinstellen, wenn gewünscht. Erst mache ich jetzt Kochurlaub bei 30° mit Profis. Muss jetzt noch meine Messer schärfen. Tschüß Schrat |
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![]() Mitglied seit 08.10.2004 |
Liebe Freunde,
natürlich ist das unheimlich pauschal, natürlich gab es Mütter, die großartig kochten, und natürlich möchte ich auch Deine und Deine, nicht mal Deine Mutter beschimpfen. Gemeint ist natürlich auch die Art und Weise, wie vieles früher gemacht wurde. Dazu gehört auch, Kaninchenfleisch staubtrocken zu braten. Sie haben es halt oft einfach nicht besser gewußt. Es war früher auch üblich, z.B. Dorsch, oder was man so aus den Meeren holte, eine Stunde lang in wild kochender Brühe zu garen. Der arme Fisch war schon allein davon völlig fertig, geschweige denn von der Tatsache, dass man ihm einen sogenannten \"Kochwein\" zumutete (das war tatsächlich die Artikelbezeichnung für eine untrinkbar saure Plörre). Zu den üblichen Kochgepflogenheiten gehörte es auch, z.B. alle Gemüse so lange zu kochen, bis sie matschig waren, Bohnen zu Gummifäden usw. Nicht umsonst hatten Kinder früher Albträume von Spinatmatsche... Meine Mutter war übrigens auch eine gute Köchin und ich freue mich, dass wir alle diese Unseligkeiten heil überstanden haben und zu neuen Erkenntnissen gekommen sind. Schön. Fine, nein, nicht persönlich, biiiiitte! Grisou, danke. Ich probiers. Gibts hier Steckrüben? Auf den Märkten der Region hab ich sie noch nie gesehen. Ciao und Grüße von Enrique |
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![]() Mitglied seit 06.06.2002 |
Hallo Enrique,
die richtigen Kohl oder Steckrüben dürftest Du in Spanien schwer kriegen, aber \"naves\" sind in Steckrübenrezepten auch gut einsetzbar (sagt mein Hauseigener) Gruß, Tin _____________________________________________________________ Der Genießer widersteht der Lieblosigkeit.(Gero von Randow) |
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![]() Mitglied seit 07.05.2004 |
und hier geht´s zum Steckrüben-Fred... >>> www.chefkoch.de/forum/2,1,109366,4/Der-Steckrueben-Fred.html |
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![]() Mitglied seit 07.05.2004 |
Hier auch noch mal eine NICHT-Suppen-Variante mit Graupen... *** rote Paprika gefüllt mit Steckrüben, GRAUPEN und Käse *** für die Füllung: 250 g Rüben, gewürfelt (ca. 0,5 x 0,5 cm) 100 g herzhaften Käse (z.B. Greyezer) 1 kleine Zwiebel, gewürfelt 2 EL Schnittlauchröllchen 2 EL Olivenöl 2 EL Butter 250 g Graupen, bereits fertig gegart 4 große oder 8 kleine rote Paprika Kohlrüben- und Zwiebelwürfel in Butter und Olivenöl anbraten, bis sie rundherum schön gebräunt sind. Dann ab und zu ein bisschen Wasser angießen (4-5 EL), weiter wenden, bis das Wasser verdunstet ist. Diese Prozedur solange wiederholen, bis die Rüben gar sind. Vom Herd nehmen und nun Käse, Graupen und Schnittlauch unterheben. Eventuell noch etwas nachsalzen und pfeffern. Diese Füllung in die vorbereiteten Paprikas füllen. Die gefüllten Paprikaschoten in Olivenöl mit einem Zweig Rosmarin und einer Knoblauchzehe von allen Seiten anbraten, mit Balsamico-Essig ablöschen und etwas Wasser oder Brühe auffüllen. Die Paprikaschoten weiter köcheln lassen, bis sie gar sind. Die Sauce reduzieren lassen, eventuell mit ein wenig Honig, Salz und Pfeffer abschmecken und zu den Paprikaschoten servieren. Wer es gern scharf mag, kann in die Sauce sehr fein gehackte Chillie geben. |
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![]() Mitglied seit 16.12.2003 |
Enriques,
Steckrüben sind auf provençalischen Märkten kaum zu finden, ist keine Rübengegend hier ...aber mit Navets kann man das auch gut kochen ...... Liebe Grüsse Grisou |
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![]() Mitglied seit 16.12.2003 |
...und zu Enriques Schilderung, wie früher denn doch vieles so gekocht wurde, dass es einfach nicht schmecken konnte, könnte ich noch ein frühes Wirsing-Erlebnis beisteuern .... ...eine Tante von mir kochte den in ganzen Blättern in Salzwasser matscheweich, nannte das dann \"Batschkraut\", dazu gabs Salzkartoffeln ..... ...also das ist zB ein Rezept aus meiner Kindheit, dem ich nicht nachtrauere .... Grüsse Grisou |
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![]() Mitglied seit 08.10.2004 |
Hi Grisou,
schön dass Du mich verstehst, danke. Der arme Wirsing! Dabei ist doch er ein so wunderbares Gemüse, blanchiert, mit etwas Speck und Butter - nach ganz kurzer Zeit fertig, lecker.... Grüße nach Aix Enrique |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Also meine Mutter pürriert den Wirsing z.B. zu Schweinebraten und ich finde das lecker so!
Aber ich mag ja auch zermatschten Spinat mit Spiegelei und Kartoffeln... Ich finde ja auch knackiges Gemüse an sich besser, aber auch andere Varianten haben ihre Berechtigung. Gruss, Temilun |
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![]() Mitglied seit 27.09.2004 |
Hallo Enriques,
meine Mutter hat keinen Fisch stundenlang kochen lassen, auch wenn sie nicht an der Küste lebte. Leider gab es im Binnenland viel zu wenig Fisch. Das merke ich heut, da ich seit einigen Jahren unmittelbar an der See wohne. Zu den Kochkünsten der Eltern kann ich nur sagen, ok es gab wenig aber gehungert haben wir (vier Jungen) nicht. Und es gab auch keinen von uns Kindern der so rumgemäkelt hätte wie man es heut vielfach bei Kindern sieht. Und zum Glück gab es damals auch keinen MC Donalds. Lieben Gruss von Oldwikinger |
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![]() Mitglied seit 11.12.2005 |
Hallo zusammen,
zufällig bin ich auf diesen Thread gestoßen, der schon fast 2 Jahre alt ist, auch die letzte Antwort ! Dennoch reizt es mich zu antworten *g*, da Graupensuppe zu den Lieblingssuppen von mir zählt. Ich gehör auch zur Nachkriegsgeneration, bin 1952 geboren. Ich habe die Küche meine Mutter seinerzeit geliebt, kein wunder, sie war Köchin von Beruf und kannte sich daher natürlich aus. Sie hat in den 50igern und 60igern große Küchen geleitet und dass seinerzeit als Frau, wo es sowieso schwieriger diese Positionen zu besetzen. Aber das ist ein anderes Thema. Jedenfalls habe ich die Küche von ihr genossen und wurde natürlich auch zum Kochen angeleitet, was sich bei mir bis Heute festgesetzt hat. Zwar habe ich den Beruf des Kochs nicht ergriffen, bin lieber Jurist geworden, aber es wäre eine sehr gute alternativer gewesen. Die Rezepte, die von Ihr bekommen habe, oder die Tricks und Tipps sind bei mir bis Heute aktuell. So gab es natürlich Steckrübensuppe, Weich gekochter Spinat, Buntes Huhn, Graupensuppe, Himmel und Erde, usw. Noch heute wundern sich Freunde von mir, wenn ich für Sie koche, wie gut doch einiges schmecken kann. Ich kann nur sagen, daß die Küche von \"gestern\" durchaus die Küche von Heute bereichern kann. In diesem Sinne LG Jimmy |
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![]() Mitglied seit 22.12.2004 |
\" In Kräutern steckt die ganze Kraft der Welt; der Jenige, der ihre geheimen Fähigkeiten kennt, der ist allmächtig\" (Indische Weisheit)
Hi Jimmy, ich bin zwar auch fast der gleiche Jahrgang, aber Grauben sind heute nicht mehr mein Ding und Steckrüben mag ich auch nicht mehr essen. Alles was es zu viel, bzw. zu oft gab habe ich über. So unter anderen auch Rotkraut, welches ich heute in Maßen wieder esse. Auch nassen Kuchen vom Blech, habe ich jahrelang nicht gegessen, denn mein Vater hat uns bombartiert mit dem Zeug. So kann man Kindern auch was veregeln, auch wenn man es gut meint. Und gerade in der Nachkriegszeit wurde viel improfisiert und dabei kanmen ganz gute Sachen dabei raus. Ich habe viele Rezepte in meinem Profil, die aus der Zeit sind und auch wieder gefragt sind und welche ich heute noch regelmäßig koche und esse. Nur den Kuchen essen habe ich mir trotzdem nicht wieder angewöhnt, da ich nicht so die \"Süße\" bin. Bei uns gabe es jeden Morgen zum Frühstück Kuchen und ich bin doch eher fürs Däftige. Das heißt nicht, dass ich keinen Kuchen esse, eben aber weniger wie die Naschkatzen, die jeden Tag ihr Stück Kuchen haben müssen. Das Essen von früher, ja da gab es auch gute Sachen, welche heute etwas umgewandelt hoch aktuell sind. Tschüss und gute Nacht die Kräuterjule |
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![]() Mitglied seit 21.05.2006 |
Hola JordiTin,
Wenn Enrique in Spanien Steckrüben (Brassica napus subsp. rapifera) kaufen will und \"naves\" verlangt, wird er sich wundern Steckrüben hingeben heissen in Spanien NABOS (die kleinen weiss-bläulichen) oder auch COLINABOS (die grossen rot-gelben) und sind fast das ganze Jahr über problemlos zu kaufen. Kohl gibt es in Spanien ebenfalls in allen Versioen: col rizada (Wirsing), col blanca (Weisskohl), col lombarda (Rotkohl), coliflor (Blumenkohl), col de bruselas (Rosnejohl), etc., etc. Saludos Morayma |
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![]() Mitglied seit 20.07.2004 |
Hallo Enriqe,
unsere Kaninchen, die meine Mutter zuberetiet hat, waren immer sehr schmackhaft und in der Soße nie trocken. Dazu gab es Thüringer Klöse. Steckrüben (Kohlrüben) gab es bei uns nie. Ich glaube, die wurden eher in Norddeutschland massenweise gegessen. Später habe ich schon mal eine Steckrübensuppe gegessen, die mir gut schmeckte. Ich glaube, mit den Bestandteilen, die man heute zur Verfügung hat, wird jede Steckrübesuppe genauso gut schmecken wie z. B. eine Möhrensuppe. Viele Grüße Klaus |
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