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"Geimpfte Lammkeule" - NT oder normal braten?

Vom 15.04.2010 09:27 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Luninator Tellerwäscher


Mitglied seit 06.03.2010
21 Beiträge (ø0,03/Tag)
Hallo,

ich wollte heute Abend Lammkeule machen und bin mir nicht ganz schlüssig, ob ich NT oder normal garen soll. Evtl kann mir in kurzer Zeit jemand ein paar Tipps geben^^ (mit NT müsste ich in den nächsten Stunden beginnen^^).

Ich habe je einen Zweig (bzw die Blätter davon...) Thymian, Rosmarin, Lavendel und 2 Nelkenblüten in ca 200ml Portwein ordentlich kräftig püriert, dann durch einen Sieb gegossen. Die Flüssigkeit schön verteilt ins Fleisch gespritzt. Anschliessen das Fleischstück mit der Kräuterpaste eingerieben und in einem Gefrierbeutel möglichst luftdicht über Nacht im Kühschrank ziehen lassen. Das Fleisch sieht super lecker aus und riecht auch so.

Ursprünglich wollte ich das Fleisch anbraten in Backfolie und Alufolie gewickelt 4-5h bei ca 90° NT-garen bis zur Kerntemperatur von ca 75°C und dann letzendlich nochmals kurz scharf anbraten vor dem servieren. Ich bin mir jedoch nicht sicher, was bei so niedriger Temperatur mit dem Portwein im Fleisch passiert^^ Nich dass man später nach 3 Bissen schon halb besoffen unterm Tisch liegt. Aber selbst bei höherer Temperatur - der Portwein kann ja in der Folienpackung nich "wegverdampfen"^^ also wäre es folglich im Geschmack evtl zu kräftig?
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Vom 15.04.2010 09:43 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

feuervogel Chefkoch-Moderator Sternekoch


Mitglied seit 26.10.2003
11.697 Beiträge (ø3,73/Tag)
User hat eigene Rezeptsammlungen veröffentlicht
Hallo,

lass mal die Alufolie weg und brate die Keule von allen Seiten schön an. Lege sie dann in einen offenen Bräter stecke ein Bratthermometer an der dicksten Stelle in die Keule und gare sie im Ofen bei 80°C bis Du eine Kerntemperatur von 57° - 60°C hast.
Wie lange die Keule im Ofen bleiben muss hängt von der Dick des Fleisches und von der Genauigkeit Deines Ofens ab. Auch bei 80°C wird der Alkohol sich verflüchtigen.

LG Babs der




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>>Mit den Gerüchten ist es wie mit der Fotografie – wenn man erst einmal was Negatives hat, kann man es entwickeln und vergrößern.<< unbekannter Autor
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Vom 15.04.2010 09:56 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

bushcook  Sternekoch


Mitglied seit 25.07.2006
20.438 Beiträge (ø9,58/Tag)
Hallo,

ich hätte Dir das genauso vorgeschlagen, wie Babs schreibt.

Auf jeden Fall vorher anbraten. Wenn Du willst, kannst Du sie ja nach
dem NT-Garen nochmals kurz braten und mit flüssiger Kräuterbutter
aromatisieren.


lg
bushc Na! Na! k


Eine Weisheit der Dakota-Indianer besagt:
Wenn du entdeckst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab.
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Vom 15.04.2010 10:20 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

schlumpy68 Chefkoch


Mitglied seit 20.10.2006
4.346 Beiträge (ø2,12/Tag)
Pfeil nach rechts Auch bei 80°C wird der Alkohol sich verflüchtigen. Pfeil nach links

Der verflüchtigt sich nie ganz. Zum Glück...Na!

Gruß
Frank
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Vom 15.04.2010 10:49 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Luninator Tellerwäscher


Mitglied seit 06.03.2010
21 Beiträge (ø0,03/Tag)
schon klar, dass der Alkohol bei unter 90°C verdampft^^ dennoch dacht ich mit, wo soll das in der Folie denn hinverdampfen...

mit diesem im "offenen Bräter" braten hab ich bislang fast auschschliesslcih schlechte Erfahrungen gemacht. Aber da gleich alle dafür sind, werd ich es nochmals versuchen^^ Ich schätz mich selbst ja wirklich als recht passablen Hobbykoch ein, aber Braten sind so ein Ding, das mag noch nicht klappen wie ich es gerne essen würde :D Daher probier ich da ständig dran rum und bin schon fast von so nähem Zähigkeitsflch verfolgt.

Am Ofen solls nich scheitern, hab einen recht guten Juno mit Bratthermomether und viel Schnickschnack. Werds mal so gegen 12:00 in den Ofen packen und hoffen, dass ich bis um 18:00 Essen auf dem Tisch hab^^

Erfolgs- bzw Niederlagenbericht folgt...
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Vom 15.04.2010 13:01 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Luninator Tellerwäscher


Mitglied seit 06.03.2010
21 Beiträge (ø0,03/Tag)
so, das Ding wurde rundrum ordentlich angebrutzelt bis es ne schöne kräftige Farbe hatte und dann hab ich es in einen mit Knoblauch ausgeriebenen Bräter gepackt, bisschen von dem Anbratöl unten rein und den Knoblauch reingeschmissen.

Bei NT muss ich ja keien Flüssigkeit nachgiessen, oder? das Ding braucht somit jetzt nur seine Ruhe?
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Vom 15.04.2010 18:35 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Luninator Tellerwäscher


Mitglied seit 06.03.2010
21 Beiträge (ø0,03/Tag)
hat knapp 5h gebraucht, Kerntemperatur 65°C. Fleisch war sehr zart aber schnittfest, schön medium. Kanns noch garnet fassen, wie gut mir der Braten gelungen ist, da ich da sonst wirklich kein Händchen für habe.^^

Hatte ja ein wenig die Sorge, dass der doch recht viele Portwein zu kräftig im Geschmack rüber kommt. Man schmeckt den Portwein auch, aber er dominiert nicht über dem Lamm. Ist wirklich sehr sehr lecker geworden, die Kinder habens zwar nich gegessen aber das war fast klar^^



Zusammenfassung falls jemand nachkochen mag (Lammkeule hatte 1,4kg):

1 Zweig Rosmarin
1 Zweig Thymian
1 Zweig Lavendel
2 Nelkenblüten
etwas Pfeffer
200ml Portwein
alles zusammen kräftig(!) pürieren, ein wenig ziehen lassen und durch einen Sieb abgiesen.

Flüssigkeit in Lammkeule spritzen und mit der Kräuterpaste aus dem Sieb einreiben. Anschliessend möglichst luftdicht verpacken und 1 Tag im Kühlschrank ziehen lassen.

Fleisch gut anbraten, bei 80°C im offenen Bräter in den Ofen bis zur Kerntemperatur von 65°C. Dann nochmals rundrum scharf anbraten und sofort servieren.

Dazu hab ich geschmorte Erbsen gemacht (nach einem Rezept von Jamie Oliver) und selbstgemachten Kartoffelbrei. Die eigentliche Zeit in der Küche ist minimal und das Ergebniss war klasse.
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Vom 15.04.2010 19:06 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

annelore  Sternekoch


Mitglied seit 27.03.2002
24.247 Beiträge (ø6,53/Tag)
User hat eigene Rezeptsammlungen veröffentlicht
Gratuliere

lg annelore
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Vom 15.04.2010 19:13 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

feuervogel Chefkoch-Moderator Sternekoch


Mitglied seit 26.10.2003
11.697 Beiträge (ø3,73/Tag)
User hat eigene Rezeptsammlungen veröffentlicht
Hallo,

ja auch von mir herzlichen Glückwunsch.


LG Babs der




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>>Mit den Gerüchten ist es wie mit der Fotografie – wenn man erst einmal was Negatives hat, kann man es entwickeln und vergrößern.<< unbekannter Autor
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Vom 15.04.2010 21:03 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Luninator Tellerwäscher


Mitglied seit 06.03.2010
21 Beiträge (ø0,03/Tag)
das mit dem Impfen machte sowieso so viel Spaß, dass ich damit mehr rumexperimentierne werde. Theoretisch kann ich ja nahezu alles ins Fleisch spritzen und das Fleishc auch auf hoher Temperatur zubereiten, oder?

Mir schwebt da so ne Steakhüfte mit Whiskey oder Tequilla vor, die dann auf den Grill kommt. Ebenso hab ich mir heute in Gedanken ein Schweinefilet mit Pflaumenwein gespritzt und dann asiatisch angehaucht gewürzt in so ein Reisteigblatt gewickelt zubereitet...^^
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Vom 15.04.2010 21:06 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

bushcook  Sternekoch


Mitglied seit 25.07.2006
20.438 Beiträge (ø9,58/Tag)
super, freut mich, daß es so gut geklappt hat


lg
bushc Na! Na! k


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Vom 15.04.2010 21:29 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

annelore  Sternekoch


Mitglied seit 27.03.2002
24.247 Beiträge (ø6,53/Tag)
User hat eigene Rezeptsammlungen veröffentlicht
Hallo

Klar kannst du das nur immer darauf achten beim einspritzen das Fleisch massieren und vorallem achtgeben das du es nicht Übertreibst .

Denn genau bei solchen Dingen ,wenn es dann auch noch gut beim 1.mal gelungen war ,besteht die Gefahr zu viel des guten zu tun .



Dann eher weniger ,aber länger einwirken lassen .

lg annelore
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