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extrazarter schweinsbraten

Vom 02.10.2007 17:18 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

rschweizer Küchenjunge


Mitglied seit 03.02.2005
78 Beiträge (ø0,03/Tag)
...das ist jetzt mein, wie ich hoffe, letztes thema für heute, aber offenkundig bin ich heute extrem wissbegierig, und bitte wieder um eure unterstützung: ich hab´nächste woche gäste und die wünschen sich schweinsbraten. nun muß der aber extrem zart sein (sind alle über 80 jahre), ich werd ihn deshalb nach der niedriggarmethode zubereiten. nun meine frage: nützt es auch bei einem ordinären schweinsbraten, ihn über nacht in buttermilch zu legen - so wie bei wildpret - um ihn noch zarter zu bekommen? ich bitte um eure erfahrungen, lg renate
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Vom 02.10.2007 18:28 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

leana Küchenjunge


Mitglied seit 17.01.2002
192 Beiträge (ø0,05/Tag)
Hallo!

Also ich mach meinen Schweinsbraten immer in Brat-Folie.
Dazu brauch ich ihn nicht einlegen und auch keine Niedergarmethode, sondern lasse ihn je nach Gewicht für 1,5 - 2,5 Stunden im Rohr, zuerst für eine halbe Stunde bei 220° und dann die übrige Zeit bei 180°.
Der wird so superzart, dass er fast auf der Zunge zergeht.


Lg,
leana
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Vom 02.10.2007 18:42 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

inselfisch Hendlgriller


Mitglied seit 04.11.2006
8.728 Beiträge (ø4,29/Tag)
Hi,

welche Garmethode zarten Braten garantiert, kommt schwer drauf an, welches Stück vom Schwein du verwenden willst.
Durchwachsenes Fleisch (z.B. Nacken) kommt mit NT nicht so gut, weil das Fett drinbleibt und nicht herausbrät wie beim herkömmlichen Braten. Eine zarte, magere Lende (ausgelöster Kotelettstrang) kann mit NT dagegen sehr fein werden.
Das einlegen in Buttermilch bringt in dem Fall überhaupt nichts.

Sag doch mal, was es für ein Stück sein soll, dann kann man besser Tipps geben Lächeln

Grüße,
IF
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Vom 02.10.2007 22:05 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

rschweizer Küchenjunge


Mitglied seit 03.02.2005
78 Beiträge (ø0,03/Tag)
zuerst vielen dank an leana, so wie du den schweinsbraten machst, kenn ich ihn auch und ich bin auch immer gut damit gefahren. allerdings bin ich draufgekommen, dass die niedriggarmethode - bis jetzt zumindest - die fleischstücke noch zarter macht und ich ringe um den zartesten, weil eben meine senioren (d.s. meine mutter und die schwiegereltern) nichtmehr so gut "zu biss" sind (vielleicht erfinde ich noch was, was so leicht zu essen ist wie faschiertes, aber so schmeckt und ausschaut wie echter braten!). also nochmals danke für dein schreiben!

jezt geht mein weiterer dank an inselfisch: ich nehme ein karreestück, also den ausgelösten kotelettstrang, das müßte funktionieren. die idee mit der buttermilch kam mir eben wegen der "zartmacherei" von wild, aber wenn du meinst, das bringt´s nicht, dann lass ich´s bleiben, dann ist´s ja nur schad drum.
ich wünsche euch beiden noch einen schönen abend! lg renate
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Vom 02.10.2007 22:19 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Hias2000  Chefkoch


Mitglied seit 18.12.2006
3.496 Beiträge (ø1,76/Tag)
User hat eigene Rezeptsammlungen veröffentlicht
Gruezi Renate,

nach meiner Erfahrung wird der Schweinsbraten absolut zart, wenn Du ihn einfach 1/2 bis 1 Stunde länger im Ofen läßt, als üblich (natürlich ggfs. Ofen runterschalten oder abdecken).

Ab und zu wenden bzw. begießen, damit er nicht austrocknet. Wenn Du einen Krustenbraten machst, ist die Abfolge natürlich anders, aber ich denke, daß Du gebißschonend keinen Krustenbraten machst, oder?

Bei mir werden die Schweinsbraten auf diese Weise so zart, daß die Gäste noch nicht einmal ein Messer benötigen.

Viel Erfolg wünscht der Hias
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Vom 03.10.2007 10:17 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

rschweizer Küchenjunge


Mitglied seit 03.02.2005
78 Beiträge (ø0,03/Tag)
danke hias, du hast recht, das mit dem krustenbraten wäre nicht so der heuler - eher zum heulen! also mit all euren infos kann ja nixmehr schiefgehen und ein bissel erfahrung mit schweinsbraten und waldviertler knödel (die lassen sich problemlos beissen) hab ich als niederösterreicherin ohnedies, ich will nur nächste woche keine pleite erleben...lg renate
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Vom 03.10.2007 10:22 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

leana Küchenjunge


Mitglied seit 17.01.2002
192 Beiträge (ø0,05/Tag)
Hallo!

Muss es unbedingt ein Schweinsbraten sein oder geht auch was anderes? Wie wäre es zb mit einem Putenbraten? Du könntest eine ganze Putenbrust machen, zb mit getrockneten Tomaten und Oliven gefüllt, dazu ein Kartoffelpüree. Ich weiß allerdings nicht, ob das nicht zu modern ist für ältere Leute...

Um noch einmal auf den Schweinsbraten zurückzukommen: Ich nehme immer Schopfbraten. Hab es einmal mit Karree versucht, aber das war mir dann ein bisschen zu trocken. Und wenn du den Schweinsbraten noch eine halbe Stunde länger drinnen lässt, wie hias beschrieben hat, dann zerfällt er schon fast, so weich ist der (wie bei mir beim letzten Mal - das war schon fast zu viel des Guten).

Lg,
leana
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Vom 03.10.2007 11:16 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

rschweizer Küchenjunge


Mitglied seit 03.02.2005
78 Beiträge (ø0,03/Tag)
hallo leana, es MUSS schweinsbraten sein (sonst tät´ich mir das ganze theater echt nicht an!), weil der opa sich den soooo sehr wünscht und pute oder huhn essen sie ohnedies in allen variationen (irgendwann fangen sie zu gackern an). aber fett soll´s auch nicht sein, das mögen die anderen nicht ...usw...usw...deshalb ist mein favorit das karree mit niedriggarmethode, weil da wird´s nicht so leicht trocken und das fleisch ist eher kurzfaserig (es kann noch so weich sein, sind die fasern zu grob, klappt´s nicht). ich hab so ziemlich jede woche meine senioren zum essen bei uns daheim, glaub´mir, das kochen ist gar nicht so leicht, wenn´s nicht immer huhn, pute, faschiertes (hack) oder mehlspeise sein soll - zuviel gemüse ist "schädlich"(dh wird nicht gegessen), nudeln rutschen schnell von der gabel (löffel woll´n "wir" nicht), kartoffeln essen´s eh daheim usw...klingt etwas pervers, trotzdem koch ich gern für sie...vielleicht macht die herausforderung doch auch spass...lg renate
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Vom 03.10.2007 15:55 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

leana Küchenjunge


Mitglied seit 17.01.2002
192 Beiträge (ø0,05/Tag)
Hallo Renate!

Ich finde das total nett und bewunderswert, wenn du deine Familie so oft bekochst!

Und diese Geschichte, dass es überall immer was auszusetzen gibt, kenn ich von meinen eigenen Großeltern. Nicht ohne Grund heißt es bei uns bei besonders weichem Fleisch: das ist "Opa-Fleisch" (weil sogar der es kauen könnte).

Leider hab ich mit Karree und NT-Methode keine Erfahrung... aber ich wünsch dir gutes Gelingen!

lg,
leana
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Vom 06.10.2007 16:47 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

UlrikeM  Sternekoch


Mitglied seit 08.03.2004
8.508 Beiträge (ø2,83/Tag)
Hallo Renate,

wenn der "Opa" sich einen Schweinebraten wünscht, dann würde ich nicht NT machen, denn das Fleisch hat schon einen Geschmack als ein Schmorbraten.
Mein Vorschlag ist, kauf dir eine Nuss, das ist ein schönes zartes Stück aus der Keule. Die anbraten, bisschen Gemüse dazu, bisschen Wein, Brühe, Deckel drauf und bei 120-130 Grad in den Ofen. Ich schätze mal 2,5 - 3 Stunden. Das kannst du alles am Tag vorher erledigen.
Die Sauce fertigstellen, wie du magst. Ich püriere meist etwas vom Gemüse und geb ein wenig Sahne dran. Den kalten Braten, dann in Scheiben schneiden, so zerfällt er nicht so leicht, und die Scheiben in die Sauce legen. Am nächsten Tag hat der Saft dann in die Scheiben durchzogen und sie sind noch saftiger und würziger. Einfach aufwärmen .

Liebe Grüße Ulrike
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Vom 08.10.2007 10:43 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Barracuda Kaltmamsell


Mitglied seit 15.02.2006
650 Beiträge (ø0,28/Tag)
Lächeln Lächeln Hallo rschweizer,

eine absolut sichere und wenig Aufwand benötigende Garmethode
ist die Zubereitung eines ausgelösten Schweinerücken (Schälbraten)
im Römertopf.

Zutaten :

Schweinerücken ca. 1,5 bis 2,0 Kg
Zwiebeln 300 g
Kohlrabi 1 St.
Sellerie 1 St.
Möhren 5 St.
Fenchel 2 St.
Weißwein, trocken 1 Schoppen
Rotwein, trocken 1 Schoppen
Butter 50 g


Zubereitung :

Römertopf 1 Std. wässern ; Herd auf 200 Grad vorheizen ; Gemüse grob
würfeln und mit 1-2 Lorbeerblättern, Pimentkörner, zerstossenen Wach-
holderbeeren, Abrieb von einer unbehandelten Zitrone, Thymian, Salz und
Pfeffer würzen. Nach Gusto 1-2 Knoblauchzehen.

Auf das Gemüse den mit Salz und Pfeffer gewürzten Schweinerücken legen;
da Ganze mit dem Wein angießen und obenauf ein paar Butterflocken.

Nach 1,5 Stunden ist der Braten butterweich (kann leicht mit den 3. Zähnen
gekaut werden). Aus dem Gemüse und dem Bratenfond mit dem Mixer eine
sähmige Sauce herstellen - ggf. mit etwas Gemüsebrühe strecken.
Als Beilage eignen sich Klöße, Kart.-Puree oder Risotto.

Für die älteren Herrschaften natürlich ein kleines Vorsüppchen und einen
süßen Punkt als Nachtisch.

Viel Erfolg !

Tschüß
Barracuda
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Vom 09.10.2007 15:26 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

leana Küchenjunge


Mitglied seit 17.01.2002
192 Beiträge (ø0,05/Tag)
Hallo!

Jetzt muss ich mich noch mal zu Wort melden...

Die Frage ist auch, ob es ein klassischer Schweinsbraten sein soll, wie er bei uns in Österreich gegessen wird (also mit Knoblauch, Salz und Pfeffer eingerieben - evt. noch etwas Kümmel dazu, und dann mit dem Natursaft und Knödeln gegessen, gut auch mit Sauerkraut dazu).

Eure Anregungen und das Rezept klingen super, und das werde ich bestimmt mal ausprobieren. Aber ich weiß nicht, ob Reante nicht die klassische Version kochen möchte.

Lg,
leana
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Vom 10.10.2007 10:23 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

rschweizer Küchenjunge


Mitglied seit 03.02.2005
78 Beiträge (ø0,03/Tag)
hallo leute, euer interesse und eure anregungen sind echt toll, vielen dank!
ich hab gestern meine "oldie-einladung" gut über die bühne gebracht mit einem - wie leana schon festgestellt hat - klassischen schweinsbraten mit natursaftl und knödeln. hier mein kochweg:
langes karree ausgelöst, mit schwarte, knochen kleinergehackt, insgesamt ca 3 kg
knochen angeröstet (am vortag) und dann mit bier aufgegossen (das ist nicht ganz klassisch österreichisch, aber gut)
und längere zeit einkochen gelassen
dazwischen noch rotkraut gerichtet
am nächsten tag die eingeritzte schwarte in kochendes wasser gelegt (also den braten mit der schwartenseite ins wasser)
backofen auf ca 105° vorgeheizt - ergibt bei meinem modell dann ehrliche 90 - 95°C
den braten mit knofi, salz, etwas weißem pfeffer und kümmel eingerieben
in einer bratpfanne den braten auf allen seiten insgesamt ca 10 - 15 min angebraten
den braten auf das vorgewärmte backblech gelegt und dann
für ca 4 1/2 stunden im rohr gelassen
in der zwischenzeit serviettenknödeln und
als vorspeise eine kürbiscremesuppe (die hat sich meine tochter gewünscht) fabriziert
und nach einem sektumtrunk leicht aufgelöst
alle zu tisch gebeten
das fleisch war butterzart, ganz fein in der struktur und auch für die senioren kein problem
danach gab´s noch kaffee mit bailey-kuchen (das wieder liebt meine mama)
und am abend eine sehr zufriedene aber streichfähige köchin
also, ihr seht, alles kein problem gewesen... lg renate
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