Hilft eine bestimmte Ernährung bei Wechseljahrsbeschwerden?

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18.03.2013 08:35

kokü1959

Mitglied seit 06.02.2013
733 Beiträge (ø0,52/Tag)

Hallo alle zusammen ! Lachen

Ich bin selber von den Wechseljahren und Beschwerden noch nicht bewusst betroffen. Das kann aber in nächster Zeit eventuell auf mich zukommen und sammle daher Informationen.
Ich weiss das die Hormonumstellung individuell ist und nicht immer Beschwerden machen muß. Aber wenn, kann ich mit meiner meine Ernährung Einfluß nehmen ?

Liebe Grüße
18.03.2013 10:15

Chrissy1982

Mitglied seit 24.10.2007
1.774 Beiträge (ø0,53/Tag)

Hallo kokü,

hab selbst keine Erfahrung. Weiß aber von meiner Mutter, dass ihr gegen die Hitzewallungen Salbei(-tee) geholfen hat.

Lg Chrissy
18.03.2013 10:15

pralinchen

Mitglied seit 08.05.2005
8.838 Beiträge (ø2,09/Tag)

Hallo,

ich habe mal gelesen, daß man viel Soja- Produkte essen soll.
Meine Schwester hat allerdings schon viel ausprobiert. Ihr hat nichts geholfen. Sie leidet unter ständigen Schweißausbrüchen.

LG
Pralinchen
18.03.2013 10:25

smokey1

Mitglied seit 23.05.2007
24.290 Beiträge (ø6,97/Tag)

Hallo

Ich habe sehr unter dem Schwitzen gelitten und habe dann die Ernährung umgestellt. Ich esse abends keine stärkehaltigen Kohlenhydrate mehr und damit ging es mir nach einiger Zeit massiv besser. Ist ausserdem auch gut für die Linie. Na!

Das mit den Sojaprodukten ist leider nicht so. Es wird zwar immer wieder darauf hingewiesen, dass Asiatinnen damit keine Problme haben, aber die essen das über Jahrzehnte von Kindheit an und haben auch sonst eine eher gesunde Ernähurng. Also erst bei den Wecheseljahren Sojaprodukte oder gar Kapseln zu nehmen hilft nichts.

Gut ist auch viel Bewegung an der frischen Luft.


LG
smokey1
18.03.2013 11:47

psst77

Mitglied seit 11.02.2013
1.575 Beiträge (ø1,13/Tag)

Hallo!

Gebe Pralinchen recht!
Diese pflanzlichen Östrogene nennen sich Isoflavone. In Soja reichlich enthalten!
Wechseljahrsbeschwerden werden nämlich hauptsächlich durch fehlendes Östrogen (in den meisten Wechseljahrstabletten enthalten), dessen Produktion in den Eierstöcken zurückgeht, ausgelöst.
Auch in Traubensilberkerze sind Phyto-Östrogene enthalten. Diese Extrakte werden in Tabletten, Kapseln und Tropfen angeboten. Die Pflanze selbst kann als Tee zu sich genommen werden!
Das Problem mit den Wechseljahren ist, dass nicht zwangsläufig alles bei jedem wirkt.


Liebe Grüße,
psst77

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Ohne Frauen geht es nicht!
Das hat sogar Gott einsehen müssen! (Eleonora Duse)
18.03.2013 13:24

bluemoon11

Mitglied seit 18.05.2006
7.733 Beiträge (ø2/Tag)

Und ich habe mal gelesen,

dass 1) "die" Asiatinnen (nebenbei: Wer genau soll das sein?) nicht wirklich mehr Soja essen als unsereins, und 2) der Begriff "Wechseljahrsbeschwerden" in vielen Ländern - auch asiatischen - einfach unbekannt ist. Dort ist man entweder krank (egal in welchem Alter), oder nicht.

Was natürlich alles nicht gegen eine vernünftige Ernährung spricht ...

LG
bluemoon
18.03.2013 13:27

kokü1959

Mitglied seit 06.02.2013
733 Beiträge (ø0,52/Tag)

Hallo,vielen Dank schon mal für die Denkanstöße Lachen
mit Sojaprodukten bin ich sowieso irgendwie auf "Kriegsfuß",mag die nicht so gerne. Was denn nun?

liebe Grüße
kokü
18.03.2013 23:12

Baumfrau

Mitglied seit 18.06.2005
13.955 Beiträge (ø3,33/Tag)

Hallo!

Ich schließe mich mal teils an: Wenn man zu dem Drittel Frauen zählt, das unter den Wechseljahren leidet - können (nicht müssen/werden!) Phytoöstrogene helfen. Die wiederum stecken vor allem in Granatapfel, Soja, Rotklee und Hopfen.

Synthetische Östrogene, die bei der Hormontherapie zum Einsatz kommen, docken dabei übrigens an den so genannten alpha-Rezeptoren an, die vornehmlich im Brustdrüsen- und Gebärmuttergewebe vorkommen. Dadurch wird dieses Gewebe aktiviert, was vermehrt zu Krebserkrankungen führt.

Pflanzliche Östrogene binden sich dagegen an die beta-Rezeptoren, die u. a. im Herz-Kreislauf-System und in den Knochen liegen. Dadurch können sie nicht nur die hormonellen Schwankungen der Wechseljahre regulieren, sondern zusätzlich vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Osteoporose schützen. Das Brustdrüsengewebe und die Gebärmutter bleiben von den Phytohormonen unbeeinflusst. Anders als die chemischen Hormone benötigen die pflanzlichen jedoch ein paar Wochen, bis Sie ihre Wirkung spüren können.

Aber Vorsicht vor Extrakten: Isolierter Sojaextrakt ist bisher nicht nur den sicheren Wirkungsbeweis schuldig geblieben - er kann sogar gefährlich werden, den Schilddrüsenstoffwechsel stören und in hoher Dosierung Brustkrebs auslösen.

Rotklee wirkt mit seinen 4 Isoflavonen übrigens etwa 50mal stärker als Soja (2 Isoflavone) und ist zudem besser verträglich und bekömmlicher, zumal die Isoflavone beim Klee nicht protein- (wie bei Soja), sondern glycosegebunden sind. Auch hier muss bezüglich auf Extrakte aber vor langen Einnahmezeiten oder Daueranwendung gewarnt werden, da das Brustkrebsrisiko noch nicht hinreichend untersucht wurde (aber als wahrscheinlich gilt).

Rotklee, Hopfen, Soja und/oder Granatapfel jedoch als Lebensmittel vermehrt in die Ernährung einzubauen - gilt jedoch als ungefährlich im Hinblick auf Brustkrebs usw. Allerdings ist hier eine langanhaltende und ständige/tägliche Zufuhr noch nötiger, um die gewünschte Wirkung zu erzielen.

Ansonsten gilt weiterhin, dass eine gesunde Mischkost mit möglichst vielen Vitalstoffen (Blätter/Grünzeug, Gemüse, Obst, Nüsse/Saaten, Hülsenfrüchte, Seefisch, gute Öle, Vollkornprodukte, ...) immer wichtiger wird, je älter man wird - denn während man zunehmend zu Übergewicht neigt und der Körper Fettpölsterchen ansetzen möchte, steigt in mancherlei Hinsicht der Vitalstoffbedarf nochmal an, wenn man weiterhin fit bleiben möchte. Besonders zu erwähnen sind wohl:
* Vitamin B12/Cobalamin (etwa ab 50-60 Jahre lässt die Aufnahmefähigkeit immer mehr nach bzw. kann später oder auch bei bestimmten Medikamenten oder Vorerkrankungen sogar ganz wegfallen; Mangel außerdem bei Vegetariern/Veganern verbreitet - B12 ist aber für alle Wachstumsvorgänge sowie für Haut + Schleimhaut + Nerven usw. nötig; Mangel kann Alzheimer, Gefäßschäden, Herzinfarkt, Schlaganfall, Augenprobleme usw. begünstigen)
* Vitamin B9/Folat (ist eh das Mangelvitamin Nr. 1 in D - weil unsere heutige Ernährung eine zuverlässige Versorgung fast unmöglich macht, es sei denn, man kann täglich genug Blattgemüse usw. frisch aus dem Garten geerntet essen, da Folsäure durch Licht, Luft, Wärme, Kälte und Säure kaputt geht - B9 ist aber für Wachstum, Zellneubildung, Herzschutz, Gefäßschutz usw. unumgänglich)
* Magnesium (Mangel ist recht verbreitet und begünstigt Herzerkrankungen, Depressionen, Muskelschwäche, Muskelkrämpfe, Erschöpfbarkeit, Nervosität, unklare Schmerzen, Schlaganfall, Schlafprobleme usw.)
* Omega-3-Fettsäuren (da Leinöl selten geworden ist + sich bei Zuchtfischen sowie Zuchttieren bzw. deren Milch das Gewicht zu den Omega-6-Fettsäuren verschiebt (die Entzündungsprozesse fördern sowie Bluthochdruck + Thrombosen + Schlaganfall + Herzinfarkt usw. begünstigen) - ist auch hier ein Mangel sehr verbreitet; O3 hält Gefäß- und Zellenwände elastisch, senkt Blutdruck + Cholesterin, schützt vor Alzheimer + Arteriosklerose + Blutgerinnseln, ist sehr wichtig fürs Gehirn usw.)
* Vitamin E (neutralisiert oxidativen Stress sogar bereits in der Zellwand u. a. von Herz + Gefäßen - schränkt somit das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen besonders stark ein und wirkt lebensverlängernd)
* Vitamin C (leichter, aber steter Mangel sehr verbreitet; Vitamin C senkt Blutdruck + Cholesterin, hält Blutgefäße elastisch, schützt vor Arteriosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall, Magengeschwüren, Augenerkrankungen + Altersblindheit usw.)

Zu empfehlen sind also z. B. Wildlachs, Hafer, Beeren, reifer Käse, Biojoghurt, Walnüsse/Nüsse/Saaten, Kohlgemüse, dunkelgrüne Blätter, Hagebutten, Zwiebelgewächse, Knoblauch, Bio-Apfelessig, Ingwer, Leinöl, Dinkel, Hirse, Äpfel, Brokkoli, reife Tomaten (auch als Saft oder passiert), Zitrusfrüchte, ... - und dafür so selten wie irgend möglich Transfettsäuren bzw. gehärtete + hydrogenierte Fette (Margarine!, Kunstlebensmittel, ...), Salami, Wurst überhaupt, fettes Fleisch, Limogetränke, gebrannten oder destillierten Alkohol, Fixtütchen usw. mit Fleischextrakt/Hefeextrakt, Frittiertes, Fertiggerichte mit "Kunstlebensmitteln" bzw. "Chemie" usw.


Sonnige Grüße vom Bäumchen

Hilft bestimmte Ernährung Wechseljahrsbeschwerden 4091317974
18.03.2013 23:27

Baumfrau

Mitglied seit 18.06.2005
13.955 Beiträge (ø3,33/Tag)

PS: Wenn man dann in den Wechseljahren ist UND wirklich irgendwelche Probleme sich abzeichnen - DANN kann man konkret gegensteuern, z. B. mit:
* Frauenmantel, Traubensilberkerze/Cimicifuga + Rotklee - ganz allgemein
* Frauenmantel, Mönchspfeffer - ganz allgemein im Frühklimakterium
* Salbei + Koriander - bei zu viel Schwitzen + Hitzewallungen
* Johanniskraut, Passionsblume, Lavendel + Melisse - bei depressiven Verstimmungen, Stimmungsschwankungen, Unruhe usw.
* Hopfen, Baldrian, Lavendel + Melisse - bei Schlafproblemen
* Vitamin E - bei Hitzewallungen, Erschöpfung + Reizungen der Scheide
* Wiesenknopf, Schafgarbe + Hirtentäschel - bei übermäßiger Monatsblutung (zu Beginn der Wechseljahre)
* usw. usf.


Sonnige Grüße vom Bäumchen

Hilft bestimmte Ernährung Wechseljahrsbeschwerden 4091317974
19.03.2013 07:58

kokü1959

Mitglied seit 06.02.2013
733 Beiträge (ø0,52/Tag)

@Baumfrau: das war sehr ausführlich und verständlich geschrieben. Ich danke Dir,diese Information hat mir sehr geholfen. ...

liebe Grüße
kokü
19.03.2013 08:32

hexielein

Mitglied seit 21.07.2004
2.300 Beiträge (ø0,51/Tag)

Hallo,

Baumfrau....was für ein toller informativer Beitrag.

LG
Hexi




alles wird gut...
19.03.2013 09:28

glückskind888

Mitglied seit 30.10.2007
674 Beiträge (ø0,2/Tag)

Hallo Kokü,

bin über 50 und noch nicht in den Wechseljahren. Ca 1x im Jahr bleibt meine Mens weg und mein Umfeld denkt, jetzt sei es so weit, aber dann überlegt es sich mein Körper noch mal und macht weiter wie gehabt. Da ich sonst keinerlei Beschwerden oder Anzeichen habe sage ich für mich, dass ich noch nicht in den Wechseljahren bin.
Ich ernähre mich seit 30 Jahren vegetarisch und habe das Glück, dass ich Obst, Gemüse und Tofuprodukte sehr mag. Natürlich weiß ich nicht, ob ich wegen meiner Ernährung keine Beschwerden habe oder ob es Veranlagung ist. Ich weiß auch nicht, ob und wann noch irgendwelche Beschwerden kommen. Natürlich mag ich gern glauben, dass es an meiner gesunden Ernährung liegt.
Vielleicht findest Du Rezepte bei denen Du Tofu "verstecken" kannst? Es gibt ja sehr weichen Tofu (Seidentofu). Den kannst Du gut mit in Sahnesoßen machen oder bei Bratlingen mit in die Getreidemasse. Oder falls Du gern herzhafte Sachen isst könntest Du den Räuchertofu verwenden. Wenn Du nur kleine Mengen rein "schmuggelst" schmeckt es nicht hervor.

Viele Grüße
Glückskind
19.03.2013 09:38

Baumfrau

Mitglied seit 18.06.2005
13.955 Beiträge (ø3,33/Tag)

@ Glückskind:

Wechseljahre heißt nicht zwingend, dass es frau schlecht geht oder sowas. Na! Etwa 1/3 der Frauen hat überhaupt gar keine Beschwerden, Symptome oder sonstwas - da passiert das völlig unauffällig, quasi "wie nebenbei" ... ein weiteres 1/3 der Frauen hat hin und wieder kleinere Unpässlichkeiten, mal paar blöde Tage, aber es bleibt okay ... nur etwa 1/3 der Frauen leidet wirklich darunter bzw. hat echte Probleme.

Und zu welchem Drittel frau gehört - das ist zum großen Teil Veranlagung (die frau gar nicht beeinflussen kann), zu einem ordentlichen Teil auch einfach eine Frage, wie die hormonelle Umstellung halt so läuft (durch Phytohormone ein wenig beeinflussbar) und zu einem nicht zu vernachlässigenden Teil auch eine Frage der Seele, des grundsätzlichen Standes im Leben usw. Je mehr frau also z. B. noch meint, irgendwas verpasst zu haben ... oder je mehr frau damit hadert, dass nun mal wieder eine ganz neue Phase mit ganz neuen Chancen anfängt ... oder je mehr frau sich einzwängt oder eingezwängt fühlt in ein zu enges Korsett aus "man muss aber" oder "man darf doch nicht einfach" usw. ... naja, solche Dinge eben - um so größer sind auch die Chancen auf problematische und beschwerliche Wechseljahre.


Sonnige Grüße vom Bäumchen

Hilft bestimmte Ernährung Wechseljahrsbeschwerden 4091317974
19.03.2013 09:48

glückskind888

Mitglied seit 30.10.2007
674 Beiträge (ø0,2/Tag)

@ Baumfrau. Deshalb habe ich es auch ohne eine Schlussfolgerung geschrieben. Ich kann nur von meiner Erfahrung berichten.
Meine Freundin ist übrigens mit den Wechseljahren durch. Wir haben seit langem eine sehr ähnliche Ernährung. Sie hatte ebenfalls keine Beschwerden.

Die sonnigen Grüße nehme ich übrigens gern. Hier regnet es gerade Bindfäden. Den Garten freut's.

Entspannte Grüße schicke ich zurück,
Glückskind
19.03.2013 10:17

kokü1959

Mitglied seit 06.02.2013
733 Beiträge (ø0,52/Tag)

@glückskind888, ich ernähre mich seit Jahren mit Mischkost,mal mehr mal weniger Fleisch,ich trinke gerne Kaffee aber keinen Alkohol und rauche nicht.
Ich bin 53 jahre und habe auch keine Beschwerden,es ist aber immer wieder Thema z.B.in der Familie und unter Arbeitskolleginnen.Vielen Dank für die vielen Tips Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen
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