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Guten Abend,
ich habe mir bei uns in der Bücherei ein Buch ausgeliehen über indische Currys. Nun steht ganz zu Anfang des Buches ein Rezept für ein einfaches Hausgemachtes Curry das man erstmal probieren sollte bevor man sich an die schwereren Rezepte wagt. Ich habe dieses Rezept jetzt schon zum zweiten mal gekocht und ich finde es einfach viel zu dünnflüssig für ein Curry. Ich kenne mich zwar damit nicht so richtig aus wie ein hausgemachtes aussieht aber wenn man es mit reis oder mit dem Brot essen möchte sollte es doch eigentlich eine eher dickere Konsistenz haben oder? Hier mal das Rezept vllt kann mir da ja jemand nen Tipp geben oder zu mindest sagen ob das wirklich ein authentisches Rezept ist. Ich finde auch das es ewas fade schmeckt das duerfte aber darin liegen das ich das mit dem Gewuerze anbraten noch nicht richtig kann. Zutaten: 4 El Öl 1 große Zwiebel sehr fein gehackt 2 Knoblauchzehen, gehackt 0,5 cm Ingwer gehackt 0,75 TL gemahlener Koriander 1 Prise Gelbwurz 0,25 TL Kreuzkümmel 0,25 TL Garam masala 1 TL Paprikapulver 2 Tomaten gehackt Salz 1. Das Öl in einem schweren Topf erhitzen und die Zwiebeln darin bei mittlerer Temperatur in 20 - 25 Minuten dunkelbraun anschwitzen. Knoblauch und Ingwer 1 Minute nachschwitzen. Gemahlener Koriander zugeben und 1 weitere Minute rühren, dann Gelbwurz, Kreuzkümmel, garam masala und das Paprikapulver zuegebn und 30 Sekunden unter rühren braten. 250ml Wasser zugießen und 10 Minuten köcheln lassen. Die Tomaten zugeben und weitere 5 Minuten köcheln lassen. 2. Die Curry Sauce ist nun fertig. Mit Salz abschmecken. Zum Hühnercurry 375ml Wasser zugießen und Huhn gar köcheln. greez Benjiro |
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Mit dem ganzen Wasser hört sich das für mich auch eher wie ne Suppe an. 200-300ml Wasser insgesamt sollten genug sein. Ausserdem nach Geschmack einen Teil durch Kokosmilch ersetzen. Und für die Tomaten würde ich auf meist geaschmacksintensivere Dosentomaten umsteigen oder sogar noch mit etwas Tomatenmark nachwürzen.
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Hallo,
ich würde einfach weniger Wasser nehmen! Kein Wunder, wenn bei so viel Wasserzugabe das Curry recht dünnflüssig ist! Die andere Möglichkeit wäre das Curry zu reduzieren, also so lange zu kochen, bis dir die Konsistenz gefällt. LG küchenbetti Das Tragische an jeder Erfahrung ist, dass man sie erst macht, nachdem man sie gebraucht hätte. F.W. Nietzsche |
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Je nach Curry kann man auch Kartoffeln rein reiben. Das dickt auch an.
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Deiner Beschreibung nach handelt es sich bei dem Buch um Camellia Panjabis "Indische Currys". An sich ein schönes Buch, aber in älteren Auflagen sollen die Mengenangaben teiweise ziemlich daneben zu liegen. Ich habe mal letztens bei meinem Bruder durch die aktuelle Auflage geblättert, und schon ohne direkten Vergleich sind mir Unterschiede zu meiner Auflage aufgefallen. Dass das "Grund-Curry" sehr wässerig und fad wird, habe ich auch schon gehört/gelesen. Leider lässt der Verlag die Käufer der alten Ausgabe komplett im Regen stehen. Die Berichtiung der Errata auf der Verlagsseite wäre meines Erachtens nach das Mindeste gewesen. Fehlanzeige.
Gruß Daniel |
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Napend,
an die Frau Panjabi musste ich auch sofort denken. Meist zuviel Wasser, ansonsten ein schönes Kochbuch, aus dem ich schon viel gekocht habe. Aber das Problem hat man auch 660 Curries von Raghavan Iyer und auch India: The Cookbook von Pushpesh Pant in manchen Gerichten. Seitdem bin ich vorsichtig mit Wassermengen. LG Sin, die dann einfach erstmal weniger Wasser nimmt Kochtreffen NRW |
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Cool genau das ist das Buch :) ... hab es jetzt ordentlich einkochen lassen und über Nacht stehen lassen. Werde es morgen mit auf die Arbeit nehmen vllt verteilen sich die Aromen dann noch schoen :)
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..übrigens gibt es sehr schöne indische Curry Gerichte auf You Tube von einem meiner Lieblingsköche: Gary Rhodes. Sind allerdings englischsprachig.
Auf YouTube >Vindaloo Gary Rhodes<eingeben. Gruß pp |
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Ja, in diesem Buch hat ein offensichtlich nicht sehr erfahrener Mensch (Lektor vielleicht?) wohl an recht vielen Originalrezepten rumgebastelt, um sie für westliche Indien-Anfänger tauglich zu machen. Wenn man die obige Grundsauce als Basis nimmt, um darin ein komplettes Huhn zu garen - wie es traditionell üblich ist -, würde dabei genügend Wasser verkochen, um eine dickflüssige Sauce zu ergeben.
Im Gegensatz zu vielen chinesischen, japanischen, vietnamesischen oder Thaigerichten werden indische Speise sehr oft ziemlich lange geköchelt. Kokosmilch würde ich nur in einige ausgewählte, südindische Gerichte geben, die es auch im Rezept haben, die passt nicht immer. Sahne, Joghurt oder Milch werden auch viel verwendet, aber wenn man nicht absichtlich frei experimentieren sondern erst mal die Küche besser kennen lernen will, wäre ich mit solchen Ergänzugen vorerst vorsichtig. Ein sehr gutes Buch der indischen Küche ist das von Julie Sahni. LG Turi |
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Tach,
nur mal so vom Grundgedanken her - wäre es nicht sinnvoll den Gockel zu zerkleinern, separat an zu braten und dann das Fleisch in der Grundsosse mit wenig Wasserzusatz bei geringer Temperatur fertig zu garen ? dann hat die Sosse doch sicher die richtige Konsistenz. LG , Jürgen |
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Sicher ist sowas nicht verkehrt, aber solche traditionellen Rezepte sind ja eher als Eintopfgerichte konzipiert, bei denen alles ohne große Umfüllaktionen nacheinander in einen Topf kommt.
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Bestimmt könnte man auch einen Pichelsteiner Eintopf nach kulinarischen Kriterien optimieren (und einige Profis machen das ja auch mit unseren einheimischen Traditionsgerichten) - aber das ist dann kein Pichelsteiner Eintopf im Sinne von alter Hausmannskost mehr. Davon mal abgesehen, sehe ich bei dem konkreten Vorschlag den Vorteil nicht so ganz. Zwei Töpfe/Pfannen um etwas Wasser zu sparen? Außerdem wandern ja beim Kochen in der Sauce die Gewürze ins Fleisch, was bei verkürzter Kochzeit auch weniger Aroma bedeutet. LG Turi |
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Hallo,
Oh ja! Und alles so gut erklärt, dass es auch ein Anfänger leicht nachkochen kann! LG küchenbetti Das Tragische an jeder Erfahrung ist, dass man sie erst macht, nachdem man sie gebraucht hätte. F.W. Nietzsche |
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Turi,
ich habe den Vorschlag nicht gemacht um etwas Wasser zu sparen, sondern um der Sosse eine bessere Konsistenz zu geben ! Wenn ICH mal was indisches koche, nehme ich einen passenden Schmortopf, brate das Fleisch an, nehme es kurz raus und bereite die "Schmorsosse" zu. Dann kommt das Fleisch wieder rein und es wird so viel Flüssigkeit zu gegeben, dass das Fleisch gerade so bedeckt ist, dann hat das gericht auch immer die richtige Konsistenz. Das habe ich übrigens so als Tip von der userin mariam79 bekommen, die mit einem indischen Koch verheiratet ist. LG , Jürgen |
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¡Hola!
Und dieser indische Koch verwendet zusätzlich Kokosmilch für die Curries? Habe ich das weiter oben richtig verstanden? Saludos chica
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.. ICH habe mit keinem Wort Kokosmilch erwähnt. Es gibt ne Menge Gerichte, wo Kokosmilch rein kommt, aber nicht in allen.
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Mist. Da läuft hier mal ein Thema, zu dem ich auch was sagen könnte, und dann komme ich s spät, daß andere (vor allem Turandot) schon alles Wesentliche gesagt haben. Fast alles.
Also, das Rezept ist grundsätzlich in Ordnung, nur mit dem Wasser habe ich meine Probleme. Erstens ist es viel, und zweitens finde ich Curry mit Wasser grundsätzlich nicht so elektrisierend. Die Flüssigkeitsmenge, mit der man das Baghār (die Mischung gebratener Gewürze) aufgießt, bemißt sich nicht an der Menge an Gewürzen, sondern an der Menge und Wäßrigkeit des Gargutes. Fast ein Fünftel Liter für ein Huhn ist sehr hoch und gibt, besonders in Zusammenhang mit der sehr geringen Gewürzmenge (geeignet für 200 g Kartoffeln IMHO) vermutlich ein ziemlich dünnes Resultat. Welche Flüssigkeiten kommen zum Aufguß überhaupt in Betracht? Tomaten sind in Nordindien die mit Abstand häufigste Variante, gefolgt von Joghurt und gekochtem Spinat (beides auch gerne mit Tomaten gemischt); selten Linsenbrei oder Kokosmilch, letztere nur in Rezepten aus Keraḷaṃ und Śrī Laṅkā. Wasser ist auch OK, aber dann nur wenig, weil aus dem Gemüse ohnehin immer etwas austritt (Wasser für einen Fleischcurry würde ich nicht nehmen, weil Fleisch immer relativ aufwendig zubereitet wird, kostet ja auch). Sollte die Sauce zu dünn sein, kann man andicken. In Indien nimmt man dazu in gehobenen Rezepten geriebene Mandeln oder Mohnsamen, sonst Besan-Mehl (aus gerösteten Kichererbsen), aber kein Weizenmehl. Es gibt sogar einen Besan-Curry, der nur aus Gewürzen, Wasser und Besan besteht, evtl. mit marginalen Gemüse-Einlagen, und der im wesentlichen wie Linsenbrei gegessen wird. |
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