Indisch-Afrikanische Hackbaellchen
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
folgendes Rezept habe ich in einer Art Rohfassung mal auf einer Website mit afrikanischen Rezepten gesehen - was daran afrikanisch war, erschloss sich mir nicht so ganz, ich fand es eher indisch. Habe dann einiges rausgestrichen was so gar keinen Sinn machte und ein paar Dinge hinzugefuegt - was rauskam ist eine Art Hackbaellchen auf indische Art. Die Wuerzmischung ist nicht besonders abgehoben, andererseits ist sie aber gut dazu geeignet, in der heimischen Kueche mal ein richtig indisches Aroma zu erzeugen: Zutaten 600 g Hackfleisch Rind&Lamm gemischt 1 Zwiebel, groß 4 Knoblauchzehen 2 EL Magerquark 1 EL Chilisauce mild oder ¼ TL Chilipulver 2 TL Cumin 1 Tl Kurkuma ½ EL Garam Masala 1 TL Koriander 1 TL Senfkoerner Salz & Pfeffer 3 EL Ghee oder Butterschmalz 1 EL Ingwerpuree 800 ml Huehnerbruehe Wuerzmischung: 1 EL Kurkuma, ½ TL Chilipulver, ½ TL Garam Masala 6 Kardamomschoten 1TL Koriander (idealerweise 1 EL frisch gehackter, vorsicht - intensiv!) 3 El Tomatenmark 3 EL Joghurt Zubereitung Die Zutaten vorbereiten... ... Die Zwiebel feinhacken, die Knoblauchzehen mit dem Messer feinreiben. Beides in je 2 Portionen teilen. Die Senfkoerner sowie den Kardamom (Schoten aufbrechen, schwarzes Inneres herausnehmen) getrennt im Moerser zermahlen. Aus Kurkuma, Chili und Garam Masala eine Wuerzmischung herstellen. Das Hackfleisch mit je einer Portion Zwiebeln und Knoblauch mischen, dabei auch Cumin, Kurkuma, Garam Masala, gemahlene Senfkoerner und Koriander sowie Chilisauce, Quark und Tomatenmark untermischen. Die Haelfte des Fleischteigs in der Moulinette feinpuerieren und wieder mit dem restlichen Fleischteig vermengen. Mit feuchten Haenden je nach Geschmack kleine (Tischtennisball-Groesse) oder mittelgrosse Baellchen formen – das Ganze im Kuehlschrank eine halbe Std. stehen lassen. In einem groesseren Topf das Ghee (oder Butterschmalz) zerlassen, die restlichen Portionen Zwiebeln und Knoblauch sowie den Ingwer darin glasig duensten, dann die Wuerzmischung und den Kardamom untermischen und noch einige Minuten unter Ruehren braten. Die Bruehe schrittweise dazugeben, mit Tomatenmark, Joghurt und Koriander abschmecken und bei mittlerer Hitze 5 Minuten koecheln lassen. Die Baellchen in die Sauce geben und in 20-30 Minuten nach wie vor bei mittlerer Hitze garen. Dazu passt Naanbrot oder Reis - wobei ich meiner suessen, reisnichtsomoegenden Frau zuliebe einen Kartoffelpuree gemacht habe, den aus Suesskartoffeln und halb Milch halb Kokosmilch plus Muskatnuss (Bluete), das kam ziemlich irre... Noch was zum Thema scharf - wer nicht so auf Schaerfe steht, kann den Chili in den Hackbaellchen komplett weglassen und in der Sauce theoretisch ebenfalls. Um den Geschmack jedoch zu erhalten, vielleicht mit milder Chilisauce arbeiten, das duerften die Nicht-Scharf-Esser eigentlich ok finden. Greets drums |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Ach ja,
gerade fuer besagten Puree ist es ein weiterer Trick, statt wie normalerweise Butter eben auch hier Ghee zu benutzen, mit dem Kokos und der Muskatnuss ensteht daraus ein ziemlich indischer Puree - die Kartoffeln in Bruehe weichzukochen gibt dabei ebenfalls einen netten Effekt... Greets again drums |
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![]() Mitglied seit 20.11.2007 |
mich täte mal interessieren welche zutaten du gestrichen hast
ich weiß nur das die afrikanische so vielfälltig ist wie deren musiek ! die Togolesische küche kann sehr scharf sein und fast immer sternanis drinne, ja nach volksstamm und region. hauptunterschieden liegen auch wohl in/an die ehemaligen kolonialherrschaften (wurde mir so erzählt) knabbergruß, spass. |
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![]() Mitglied seit 14.05.2004 |
Hi,
Klingt trotzdem gut - auch das Pürree. Nur die Umlaute stören, aber da kannst du nix für LG Clarissa |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Hi there,
ich habe den frischen Koriander (bei den Baellchen - zu intensiv) und das Currypulver (bei der Sauce - weder afikanisch noch indisch denke ich und besser selbst zu mischen) gestrichen, dazu kamen bei den Baellchen Zwiebeln, Chili und Garam Masala sowie der Quark anstatt des Joghurts, bei der Sauce der Ingwer und die Wuerzmischung sowie Aenderungen in den Mengen der Gewuerze. Ich bin ehrlich gesagt noch kaum vetraut mit afrikanischer Kueche, fand aber verglichen mit dem, was ich bisher davon gelesen hatte, dies hier eher indisch - aber ist ja wurscht - das mit dem Anis aber finde ich toll, werde ich gleich mal dazunotieren fuers naechste Mal! Clarissa, auf jeden Fall kannst Du Kloesse auch braten oder backen, no problem. Normalerweise (siehe mein Koettbullar-Rezept) koche ich die gar um sie dann knusprig zu braten. In diesem Fall fand ich aber die Herangehensweise toll, dass Kloesse und Sauce einander zuarbeiten und ihre Wuerze gegenseitig uebertragen - und kochmaesig war das supereinfach, werde ich sicher oefter anwenden, auch weil nicht so fettig wie beim Braten - zudem werden die Kloesse schoen saftig. LG drums |
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![]() Mitglied seit 14.05.2004 |
Hallo drumboy,
du hast recht, deswegen würde ich es auch eher so garen und kann es so mir sehr gut vorstellen. Übrigens: Indien und Afrika. Es gibt etwa auf den Seychellen, die zu Afrika gehören, eine lange Tradition indisch inspirierter Küche (und viele Leute mit indischen Vorfahren). Die Küche dort, die auch kreolisch genannt wird, obwohl nicht aus der Karibik, vermischt beides, afrikanische und indische Elemente (und natürlich noch ein paar andere Elemente mehr). Kann mir vorstellen, daß dies auf Madagaskar oder Mauritius ähnlich ist. Hängt immer mit der jeweiligen Kolonialgeschichte zusammen, würde ich mal vermuten und auf dem Festland dürfte es ähnlich sein. Aber die Mischung ist gut! LG Clarissa |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Ah,
man lernt nie aus, meci mille fois, madame. Bin in der Karibik auf indisch gestossen, auf Tobago hatten die englischen Kolnialherren ihre indischen Bediensteten miteingefuehrt, daher findet man dort auch sehr viel karibisch-indische Kombinationen die nur genial sind, warscheinlich ist es bei Afrika von Osten aus gesehen/kommend aehnlich... Das wird noch luschtig beim Surfen, danke! Greets drums |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Hi drumboy
gut, dass du auch noch geschrieben hast, dass das mit "normaler" Butter auch was wird. Ich wüsste nämlich nicht. wo ich Ghee herbekommen kann?? lg Ulla |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Hi Ulla,
Ghee kannst Du easy selbst herstellen - schau mal hier da steht eigentlich alles wichtige drin. In der Forensuche findest Du noch unzaehlige weitere Freds zum Thema. LG drums |
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![]() Mitglied seit 20.09.2004 |
Hi drums,
hört sich sehr gut an, vor allem auch, weil man alles in einem Topf zubereiten kann. Solche Rezepte liebe ich! Waren am WE in einem sehr guten Restaurant essen, ich hatte Entenbrust mit einem oberleckeren Ingwer-Kartoffelpüree. Das könnte ich mir hierzu auch gut vorstellen, oder meinst du, es wäre dann zuviel Ingwer?????? Wobei ich deine Idee mit der Kokosmilch auch super finde. Liebe Grüße, Katja |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Hey drums,
super, danke für den link lg Ulla |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Gerne Ulla.
hi Sproettchen, gut Dich mal wieder zu lesen. Das mit Ingwer-Kartoffelpue ist schon ok, warum nicht? Es nicht so sehr die Sauce sondern eher die Kueche, die dann nach Ingwer und Knofel stinkt - sollte also keine Ueberfrachtung sein, ich hab's aber eher wegen des ausgleichenden Geschmacks lieber mit Muskatnuss und eben der Kokosmilch gemacht. LG drums |
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![]() Mitglied seit 27.11.2004 |
Hey Drums
Was sich auch gut macht ist schwarze Senfkoerner in etwas Ghee anzubraten bis sie poppen (jaja ich weiss) und das Deinem Puerree beimischen. Mit Kokosmilch muss ich das auch mal versuchen Merci Gruesschen Tink |
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![]() Mitglied seit 07.10.2008 |
Hi
Die Kueche von Ostafrika hat vieles aus der indischen Kueche uebernommen und Rezepte sind oft nicht von indischen zu Unterscheiden. Hier in Westafrika ist die Kueche wesentlich fader (aber Pfeffer, Verwandte von Chili, wird reichlich zugegeben) und wenig einfallsreich. Die Standardgerichte hier wuerden nicht einmal fuer ein Kochbuechlein reichen, es sei den man betrachte regionale Abweichungen als eigenstaendige Rezepte. Ein und dasselbe Gericht wird mit Rind, Gefluegel, Innereien, Fisch oder in seltenen Faellen Schwein zubereitet. Essen gilt hier nicht als Kunst, sondern gegessen wird wg Erhaltung. In der Regel unterscheiden die Leute nach: mag ich sehr, mag ich oder das ist ja fuerchterlich (meine eigenen Erzeugnisse regelmaessig). Und es darf schon einmal etwas mehr sein. Moeglichst einfach und insbesondere schnell soll die Zubereitung sein. Einfluesse von aussen dringen selten durch. Ausnahme: fried rice. Was der Bauer nicht kennt isst er nicht. Bei seltenen Gelegenheiten koche ich afrikanisch, wobei ich die Original Rezepte in der Regel "verhunze". Das kommt in der Regel sehr gut an. Nach dem Rezept gefragt, ist der uebliche Kommentar "es ist ausgezeichnet, aber der Zeitaufwand". LG empi |
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![]() Mitglied seit 14.04.2004 |
Hallo empi
wie wäre es denn mal mit ein PAAR Ostafrikanischen faden Rezepten LG axel |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Jepp, warum nicht? Ist bestimmt interessant!
tink, hab ich gar nicht so aufgefasst ( Das mit den Senfkoernern hab ich schon mal so in der Pfanne witzigerweise fuer eine Spanische Fischpfanne gemacht.... LG drums |
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![]() Mitglied seit 14.05.2004 |
Ja !
@Axel - empi meinte wohl, die Küche Westafrikas sei fad. LG Clarissa |
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![]() Mitglied seit 07.10.2008 |
Ich werde versuchen, Mitglied zu werden, habe jedoch weder Paypal noch eine der anderen Zahlungsarten zur Verfuegung. Bin aber am versuchen, eines dieser Dinge zu organisieren. Wenn's klappt, gebe ich gerne ein paar westafrikanische Rezepte ein. Ich hab die allerdings etwas veraendert, damit sie mir besser schmecken (in der Regel den Afrikanern auch).
Ich kann jeweils anmerken, was fuer Zutaten ich weglasse oder was ich zufuege. |
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![]() Mitglied seit 12.03.2006 |
@empilolo,
Du mußt nicht zahlendes Mitglied sein, um Rezepte einzugeben. LG Lara |
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