Indonesisches Rezept "Eier in pikanter Sauce" (Sambel gorang telor)
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(Sambel gorang telor) 4 hartgekochte Eier 1 Zwiebel 1 Knoblauchzehe 1 rote Pfefferschote 2 Eßl. Tomatensaft 1 Lorbeerblatt 1 Eßl. Tomatensaft Zitronenschale 1 Prise Zucker Öl Die Zwiebel und die Knoblauchzehe in Scheibchen schneiden, Pfefferschote mit dem Lorbeerblatt und der Zitronenschale Im Mörser fein reiben und alles zusammen mit einem Eßl. Öl Leicht anrösten. Die halbierten Eier, Sojasauce, Tomatensaft, Salz, Pfeffer Und Zucker zugeben und einige Minuten bei mäßiger Hitze kochen lassen. Dazu passt am besten Reis. |
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![]() Mitglied seit 08.03.2004 |
Hallo Ahmran,
das Rezept verstehe ich nicht. Einmal 2 EL Tomatensaft, dann noch mal einen El Tomatensaft, dann mörserst du ein Lorbeerblatt Liebe aber kritische Grüße Ulrike |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Hallo Ulrike,
da Amrahn jetzt eine Woche nicht geantwortet hat, versuche ich mal ein bisschen Licht in das Rezept zu bringen, okay? Ich vermute, dass wieder mal versucht wurde, das Rezept auf möglichst viele einheimische Zutaten hin zu adaptieren, das machen insbesondere Zeitschriften sehr gerne. Das würde das "Lorbeerblatt" erklären, das so oft in hier abgedruckten pseudo-indonesischen Rezepten auftaucht. Indonesischer Lorbeer hat mir unserem sehr wenig (bis gar nichts) zu tun, vor allem schmeckt er vollkommen anders und kann einfach nicht durch einheimische Lorbeerblätter ersetzt werden - egal wie oft das irgendwo gedruckt steht. (Wie ja auch oft bei Thai-Rezepten steht: Wenn Sie keinen frischen Koriander kriegen, nehmen Sie glatte Petersilie!?!) Also "Daun Salam" (indon.Lorbeerblatt) ist größer, pergamentartig dünn, schwarzbraun und lässt sich schon mit den Fingern leicht zerkrümeln. Man könnte das Blatt leicht mitmörsern - besonders, da der indonesische Mörser (oelek oelek) ein großer nur schwach gewölbter Stein mit einem sehr großen, hammerartigen Holz- oder Steinstössel ist. Damit kriegt man fast alles klein. Sambals - das ist sowohl die Chilipaste, gewürzt oder ungewürzt, als auch damit gekochte Gerichte - kann man entweder so machen, dass zuerst die Würzzutaten zu einer Paste zerrieben werden, die man dann in Öl anbrät (goreng), oder die kleingeschnittenen Zutaten werden direkt ins Öl gegeben. Letzteres bringt dasselbe Ergebnis, wenn dann eine Sauce davon gemacht und kräftig durchgekocht wird. In dem Fall fischt man zuletzt die nicht zerkochten Blätter wieder raus. In obigem Rezept würde ich auch vermuten, dass die Zitronenschale das viel gebrauchte "Daun djeruk purut" ersetzen soll. (Dieses Daun kennst du auch *gg*: es ist magrood bzw. Kaffirlimettenblatt.) Tja, und dann ist da noch der Tomatensaft, der mir noch nie in einem indonesischen Rezept oder beim indonesischen Kochen begegnet ist. Tomaten schon, die kocht man halt oft so lange mit, dass sie zerkocht sind. Aber ich kenne auch keine Sambals mit so wenig Gewürzen. Vielleicht ist ja ein Teil des Rezepts irgendwie abhanden gekommen, oder es ist radikal "angepasst" worden... (Ich schätze, dass mindestens mal Galgant, Zitronengras, Limettensaft oder Kokosmilch, Taotjo und Palmzucker verloren gingen.) Technisch ist schon richtig, dass erst angeröstet und dann eine ganze Weile durchgekocht wird - manche der Gewürze brauchen diese Zeit (indonesisch ist nix Schnelles). Die entstehende Sauce ist tatsächlich ziemlich breiartig, aber sehr würzig. Bei den Sambal goreng telor gibt man dann diese Sauce über die hartgekochten, halbierten oder geviertelten Eier (telor), die werden nicht nochmal gekocht. So ähnlich macht man auch andere Sambal Gorengs. Ich liebe das Daun Salam sehr, es gibt den Gerichten genau den letzten "typischen" Kick, ohne den es für mich nicht indonesisch schmeckt (natürlich nur dort, wo es reingehört *gg*). Leider ist es sehr schwer zu kriegen, ich habe meine letzten Blätter schon vor nem halben Jahr verwendet Liebe Grüße Turi |
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![]() Mitglied seit 09.01.2007 |
LG Dirk |
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