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Indonesisches Rezept "Eier in pikanter Sauce" (Sambel gorang telor)

Vom 19.04.2008 16:43 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Amhran Kartoffelschäler


Mitglied seit 19.04.2008
12 Beiträge (ø0,01/Tag)
User hat eigene Rezeptsammlungen veröffentlicht
Eier in pikanter Sauce
(Sambel gorang telor)

4 hartgekochte Eier
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 rote Pfefferschote
2 Eßl. Tomatensaft
1 Lorbeerblatt
1 Eßl. Tomatensaft
Zitronenschale
1 Prise Zucker
Öl

Die Zwiebel und die Knoblauchzehe in Scheibchen schneiden,
Pfefferschote mit dem Lorbeerblatt und der Zitronenschale
Im Mörser fein reiben und alles zusammen mit einem Eßl. Öl
Leicht anrösten. Die halbierten Eier, Sojasauce, Tomatensaft, Salz, Pfeffer
Und Zucker zugeben und einige Minuten bei mäßiger Hitze kochen lassen.

Dazu passt am besten Reis.
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Vom 19.04.2008 18:11 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

UlrikeM  Sternekoch


Mitglied seit 08.03.2004
8.508 Beiträge (ø2,83/Tag)
Hallo Ahmran,

das Rezept verstehe ich nicht. Einmal 2 EL Tomatensaft, dann noch mal einen El Tomatensaft, dann mörserst du ein Lorbeerblatt na dann... ...wie kriegst du das im Ganzen klein? Un dann köchelst du die Paste aus einer Zwiebel, einer Chili, Knoblauch und anderen Würzzutaten mit 1 EL Öl und 3 El Tomatensaft MEHRERE Minuten ein bei mäßiger Hitze ein....und das brennt nicht an oder wird ein harter Batzen, jedefalls keine Sauce Sicher nicht!

Liebe aber kritische Grüße Ulrike
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Vom 27.04.2008 03:32 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Turandot Chefkoch


Mitglied seit 17.01.2002
6.042 Beiträge (ø1,6/Tag)
User hat eigene Rezeptsammlungen veröffentlicht
Hallo Ulrike,

da Amrahn jetzt eine Woche nicht geantwortet hat, versuche ich mal ein bisschen Licht in das Rezept zu bringen, okay?

Ich vermute, dass wieder mal versucht wurde, das Rezept auf möglichst viele einheimische Zutaten hin zu adaptieren, das machen insbesondere Zeitschriften sehr gerne. Das würde das "Lorbeerblatt" erklären, das so oft in hier abgedruckten pseudo-indonesischen Rezepten auftaucht.

Indonesischer Lorbeer hat mir unserem sehr wenig (bis gar nichts) zu tun, vor allem schmeckt er vollkommen anders und kann einfach nicht durch einheimische Lorbeerblätter ersetzt werden - egal wie oft das irgendwo gedruckt steht. (Wie ja auch oft bei Thai-Rezepten steht: Wenn Sie keinen frischen Koriander kriegen, nehmen Sie glatte Petersilie!?!) Also "Daun Salam" (indon.Lorbeerblatt) ist größer, pergamentartig dünn, schwarzbraun und lässt sich schon mit den Fingern leicht zerkrümeln. Man könnte das Blatt leicht mitmörsern - besonders, da der indonesische Mörser (oelek oelek) ein großer nur schwach gewölbter Stein mit einem sehr großen, hammerartigen Holz- oder Steinstössel ist. Damit kriegt man fast alles klein.

Sambals - das ist sowohl die Chilipaste, gewürzt oder ungewürzt, als auch damit gekochte Gerichte - kann man entweder so machen, dass zuerst die Würzzutaten zu einer Paste zerrieben werden, die man dann in Öl anbrät (goreng), oder die kleingeschnittenen Zutaten werden direkt ins Öl gegeben. Letzteres bringt dasselbe Ergebnis, wenn dann eine Sauce davon gemacht und kräftig durchgekocht wird. In dem Fall fischt man zuletzt die nicht zerkochten Blätter wieder raus.

In obigem Rezept würde ich auch vermuten, dass die Zitronenschale das viel gebrauchte "Daun djeruk purut" ersetzen soll. (Dieses Daun kennst du auch *gg*: es ist magrood bzw. Kaffirlimettenblatt.) Na!

Tja, und dann ist da noch der Tomatensaft, der mir noch nie in einem indonesischen Rezept oder beim indonesischen Kochen begegnet ist. Tomaten schon, die kocht man halt oft so lange mit, dass sie zerkocht sind. Aber ich kenne auch keine Sambals mit so wenig Gewürzen. Vielleicht ist ja ein Teil des Rezepts irgendwie abhanden gekommen, oder es ist radikal "angepasst" worden...

(Ich schätze, dass mindestens mal Galgant, Zitronengras, Limettensaft oder Kokosmilch, Taotjo und Palmzucker verloren gingen.) Technisch ist schon richtig, dass erst angeröstet und dann eine ganze Weile durchgekocht wird - manche der Gewürze brauchen diese Zeit (indonesisch ist nix Schnelles). Die entstehende Sauce ist tatsächlich ziemlich breiartig, aber sehr würzig. Bei den Sambal goreng telor gibt man dann diese Sauce über die hartgekochten, halbierten oder geviertelten Eier (telor), die werden nicht nochmal gekocht.

So ähnlich macht man auch andere Sambal Gorengs.

Ich liebe das Daun Salam sehr, es gibt den Gerichten genau den letzten "typischen" Kick, ohne den es für mich nicht indonesisch schmeckt (natürlich nur dort, wo es reingehört *gg*). Leider ist es sehr schwer zu kriegen, ich habe meine letzten Blätter schon vor nem halben Jahr verwendet Welt zusammengebrochen . Auch online bin ich noch nicht fündig geworden, daher muss wohl mal wieder die Gewürzhausapotheke herhalten...

Liebe Grüße

Turi
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Vom 15.05.2008 12:55 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

dirkozappa Küchenjunge


Mitglied seit 09.01.2007
62 Beiträge (ø0,03/Tag)
User hat eigene Rezeptsammlungen veröffentlicht
BOOOIINNNGG.... WOW, Turi, das nenne ich mal eine ausführliche und gelungene Antwort. Echt klasse und sehr informativ!!!

LG
Dirk
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